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Ordnung und Verbraucherschutz

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08.12.2022: Warntag: Jetzt an Umfrage teilnehmen

Kreis Segeberg. Am heutigen 8. Dezember haben Bund, Länder und Kommunen gegen 11 Uhr ihre vorhandenen Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle getestet. Mit dem Warntag sollten die technischen Systeme unter Realbedingungen getestet werden, um Schwachstellen für den Ernstfall beheben zu können. Wichtig war aber auch, die Bevölkerung über verschiedene Formen der Warnung zu informieren und zu sensibilisieren. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die Selbsthilfefähigkeit der Menschen in Deutschland in einem Krisenfall.

Über eine Online-Umfrage haben Bürger*innen ab sofort bis einschließlich 15. Dezember 2022 die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Warnkanälen am bundesweiten Warntag mitzuteilen. Die Umfrage wird durch eine repräsentative Feldstudie ergänzt. Die Ergebnisse werden für das Frühjahr 2023 erwartet. Die Auswertung ist Basis für die Vorbereitungen zum nächsten Warntag am 13. September 2023.


08.12.2022: Krisenvorsorge: Warntag, Bevorratung und Aufruf

Kreis Segeberg. Ob Unwetter, Schadstoffaustritt, Energieausfall, Bombenentschärfung oder Angriff: Heute findet der zweite bundesweite Warntag statt, um die Bevölkerung auf Bedrohungslagen wie diese hinzuweisen. Beim Aktionstag von Bund und Ländern sollen zudem ab 11 Uhr unterschiedliche Warnmitteln sowie die technischen Abläufe getestet werden. Es gibt eine Probewarnung sowie um 11.45 Uhr eine Entwarnung. "Dies ermöglicht, Schwachstellen im Warnsystem zu erkennen, diese im Nachgang zu korrigieren und das System damit für den Ernstfall stabiler und effektiver zu machen", heißt es vonseiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Für die Warnung stehen verschiedene Warnkanäle beziehungsweise Wege zur Verfügung. Dazu gehören Radio und Fernsehen, Internet, Warn-Apps wie NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes), soziale Medien, Behörden, Familien- und Freundeskreis sowie Sirenen. Der Kreis Segeberg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Kreisgebiet an diesem Tag kein Sirenensignal ausgelöst werden wird. Die vorhandenen Sirenen sollen zunächst im kommenden Jahr an das neue Alarmierungsnetz angeschlossen werden.

Warn-Nachrichten über Cell Broadcast

Datum: 07.12.2022

Bevölkerungsschutz: Warnung direkt aufs Handy - mit Cell Broadcast

© Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Viele Segeberger*innen werden am 8. Dezember aber eine Test-Warn-Nachricht auf ihr Handy bekommen. Das BBK arbeitet an der Einführung des Warnkanals "Cell Broadcast" mit. Die Übersendung von Warnmeldungen darüber ist ein anonymes Verfahren, das die Empfangsbereitschaft eines Handys in einer Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt. So können alle sich in einem Gefahrengebiet befindlichen Mobilfunkendgeräte angesprochen werden und ohne vorherige Registrierung oder Angabe von personenbezogenen Daten eine Warnmeldung empfangen. Aus technischen Gründen können nicht alle Handys in Deutschland Warnungen über Cell Broadcast empfangen. Die technischen Voraussetzungen sowie die notwendigen Einstellungen für einen Empfang finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Für den Einsatz von Cell Broadcast fehlten in Deutschland bislang die technischen und rechtlichen Voraussetzungen. Nachdem diese geschaffen worden sind, befindet sich der Warnkanal derzeit noch in der Einführungsphase, soll aber Ende Februar 2023 in den Echtzeit-Betrieb gehen. Jede Behörde, auch der Kreis Segeberg, kann dann Warnmeldungen für ihren Bereich über alle angeschlossenen Warnmittel verbreiten. Hierzu gehören zum Beispiel Fernseh- und Radiosender, das Internet sowie mobile Endgeräte.

Landrat: "Notvorrat im Haus haben"

Das Thema Blackout ist derzeit in aller Munde. Aber was passiert, wenn der Strom länger ausfällt? Telefon und Fernseher sind tot, die Heizung springt nicht an, Leitungswasser fehlt, der Computer streikt, das Licht ist weg, der Kühlschrank aus, die Supermarktkassen stehen still und innerhalb kurzer Zeit bricht auch das Mobilfunknetz zusammen. "Ist ein Notfall erst eingetreten, ist es für Vorsorgemaßnahmen meist zu spät", sagt Landrat Jan Peter Schröder. "Für den Fall, dass der Strom für mehrere Stunden oder Tage ausfällt, sollten Sie einen Notvorrat im Haus haben, denn Helfer*innen werden nicht sofort da und auch nicht überall sein können. Mit dieser Vorbereitung können Sie die Zeit gut überbrücken, bis der Strom wieder da ist."

Das BBK empfiehlt, sich für zehn Tage mit allem Lebensnotwendigen einzudecken. Grundsätzlich aber gilt: Auch ein bisschen Vorrat, zum Beispiel für drei Tage, ist besser als kein Vorrat. Jede*r sollte pro Tag zwei Liter Flüssigkeit und Nahrung mit einem Kalorienwert von 2.200 vorrätig haben. Tipps dazu gibt das BBK in seinem "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen – Meine persönliche Checkliste", die auf der Internetseite des BBK bestellt oder heruntergeladen werden kann.

Weitere wichtige Dinge sind unter anderem eine gut ausgestattete Hausapotheke, Feucht- und Desinfektionstücher zur (Hand-)Reinigung, Toilettenpapier, Haushaltstücher, Nahrung, Einstreu, Medikamente und weitere Produkte für Haustier(e), Kerzen, Feuerzeug, Taschenlampe, Reservebatterien, Camping- oder Spirituskocher mit Brennmaterial, ein Batterie betriebenes Radio oder ein Kurbelradio.

Patient*innen, die auf lebensnotwendige medizinische Geräte angewiesen sind: Bitte melden!

Ungleich schwieriger, sich auf einen Stromausfall vorzubereiten, ist dies für Patient*innen, die in den eigenen vier Wänden auf lebensnotwendige medizinische Geräte angewiesen sind, die per Strom oder Akku versorgt werden. "Um diesen Menschen im Ernstfall so schnell wie möglich helfen zu können, müssen wir für unsere Planungen wissen, wie viele von ihnen es wo im Kreis gibt", sagt der Landrat. Daher bittet er alle, die beispielsweise zuhause beatmet, mit Sauerstoff versorgt oder abgepumpt werden, sich beim Kreis zu melden.

Zum Online-Formular

Auch eine Nachricht per Post ist möglich an:

Kreis Segeberg
Fachdienst 38.00
Hamburger Straße 30
23795 Bad Segeberg

Notwendige Angaben sind Vor- und Zuname, vollständige Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer für Rückfragen, Grunderkrankung, Art des medizinischen Gerätes (Heimbeatmung, Sauerstoffanreicherung, Absaugung oder etwas Anderes) sowie die Information, ob es eine Pflegedienstbetreuung gibt.

Weitere Vorbereitungen und Planungen

Wie andere Kreise und kreisfreien Städte bereitet sich auch Segeberg derzeit auf ein mögliches Stromausfall- beziehungsweise Blackout-Szenario vor. Daran beteiligt sind neben den Mitarbeiter*innen der Kreisverwaltung auch Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), Technisches Hilfswerk (THW), Polizei, Bundeswehr, Kommunen und der Netzbetreiber SH Netz. In die Planungen fließen neben Treibstoffversorgung und Kommunikation der Rettungskräfte untereinander auch Themen wie Einsatzplanung oder eben die Versorgung der oben genannten Patient*innen ein. Auch hier gilt der Appell zur Vorsorge und mindestens zwei voll funktionsfähige Akkus für den Ernstfall vorzuhalten. "Wir können uns nicht auf jede Unwägbarkeit vorbereiten, wollen aber im Fall der Fälle auch nichts dem Zufall überlassen", sagt Landrat Jan Peter Schröder.


06.12.2022: Masernschutzgesetz: Digitales Meldeformular online

Kreis Segeberg. Seit dem 1. März 2020 gilt in Deutschland das Masernschutzgesetz. Dieses soll insbesondere Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen besser vor einer Ansteckung mit dem Erreger schützen und die ansteckende Infektionskrankheit langfristig ausrotten. Einrichtungen wie Schulen und Kitas müssen dem Gesundheitsamt melden, wenn Mitarbeiter*innen oder die betreuten Kinder keine Immunität gegen Masern vorweisen können. Dies ist nun seit Kurzem auch digital über ein Online-Meldeformular auf der Internetseite des Kreises möglich.

Das Gesetz sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bei Eintritt in den Kindergarten/die Kindertagesstätte, die Kindertagespflege oder in die Schule die von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlenen Masernschutzimpfungen vorweisen müssen.

Gleiches gilt für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind, beispielsweise Erzieher*innen, Lehrer*innen, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal (soweit diese Personen nach 1970 geboren sind). Erwachsene, die in diesen Einrichtungen tätig sind und nach 1970 geboren wurden, sollten zwei Impfungen gegen Masern erhalten haben. Auch Asylbewerber*innen und Geflüchtete müssen den Impfschutz vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft nachweisen.

Personen, die trotz Aufforderung keinen Nachweis erbringen, dürfen nicht in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut oder beschäftigt werden. Eltern, die ihre Kinder in einer Gemeinschaftseinrichtung betreuen lassen und der Nachweispflicht nicht nachkommen, begehen eine Ordnungswidrigkeit und müssen mit einer Geldbuße von bis zu 2.500 Euro rechnen. Das gilt auch für Beschäftigte. Eine Geldbuße kann auch gegen Leitungen von Einrichtungen verhängt werden, wenn diese das Gesundheitsamt nicht oder nicht fristgerecht über einen fehlenden Nachweis informieren.

Seit Inkrafttreten des Gesetzes sind dem Gesundheitsamt 729 Personen gemeldet worden.

Seitdem die meisten Kinder eine Impfung erhalten, ist die Anzahl an Masernerkrankungen in Deutschland stark rückläufig. Dennoch kommt es immer wieder zu regionalen Ausbrüchen. Diese entstehen insbesondere in Gruppen, in denen viele Menschen nicht gegen Masern geimpft sind. Genaue Daten nennt das Robert Koch-Institut (RKI).

Im Kreis Segeberg gab es zuletzt im Frühjahr 2019 einen Masernausbruch an zwei Bad Segeberger Schulen. Damals waren zwei Schüler*innen erkrankt. 2014 war es zu einem mehrmonatigen Masernausbruch im Nordostbereich des Kreises gekommen.

Telefonische Auskünfte erhalten Bürger*innen über die Hotline des Gesundheitsamtes unter Telefon 04551 951-9833.


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Wichtige Informationen und Services

Alle Warnungen in der NINA Warn-App

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, können Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand erhalten. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.

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