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Tourismus, Freizeit und Kultur

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22.02.2024: Erste Ergebnisse zur Kreis-Tourismusstrategie

Kreis Segeberg. Tourismus in Schleswig-Holstein liegt im Trend. Davon profitiert auch der Kreis Segeberg. Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WKS) bringt derzeit deshalb eine Tourismusstrategie für den Kreis Segeberg auf den Weg.

Der Geschäftsführer der WKS, Clemens Hermann, erläutert: "Erstmals haben wir nun Zahlen vorliegen, welchen wirtschaftlichen Wert der Tourismus für unseren Kreis hat. Mit einem Gesamtumsatz von rund 350 Millionen Euro im Betrachtungsjahr 2022 sind das alles andere als Peanuts! Die von uns beauftragte Studie der renommierten dwif-Consulting GmbH, bringt uns wichtige Erkenntnisse, die uns bei der zukünftigen strategischen Ausrichtung helfen werden."

Rund zwei Drittel der Tourismus-Umsätze (225 Mio. Euro) hängen mit den über neun Millionen Tagesbesuchern zusammen, die auch zur Naherholung in den Kreis Segeberg kommen. Rund 120 Millionen Euro kommen von Übernachtungsgästen in gewerblichen Betrieben, Privatquartieren und Campingplätzen (rund 1,2 Millionen Aufenthaltstage).

Pro Tag gibt ein Übernachtungsgast gut 100 Euro aus – über das Vierfache eines Tagesgastes, der im Durchschnitt 24 Euro umsetzt.

"Interessant ist, dass bei den Tagesgästen die Dienstleistungen wie Eintrittskarten, ÖPNV oder Parkgebühren mit nur 24% (5,80 Euro) den kleinsten Teil der Ausgaben ausmachen. Hauptprofiteur ist der Einzelhandel mit durchschnittlich 10 Euro pro Tagesgast", so Hermann, "bei Übernachtungsgästen ist naturgemäß das Gastgewerbe mit 62% (ca. 63 Euro) an erster Stelle, aber auch für Dienstleistungen (21,60 Euro) und im Einzelhandel (16,60 Euro) gibt der Übernachtungsgast in Vergleich zu Tagesreisenden pro Tag deutlich mehr Geld aus."

"Diese Ergebnisse sind aufschlussreich und machen Lust auf mehr!", so Marit Burmeister, die WKS-Tourismusmanagerin, die derzeit an der zukünftigen Tourismusstrategie für den Kreis arbeitet. "Neben dieser Studie haben wir in zwei Workshops mit verschiedenen touristischen Akteuren bereits künftige Zielgruppen identifiziert und Schwerpunktthemen für die zukünftige touristische Arbeit entwickelt. Diese und andere Ergebnisse werden in die neue Tourismusstrategie mit einfließen. Mit einer klaren touristischen Ausrichtung, der Förderung einer stärkeren Zusammenarbeit der Akteure und der Entwicklung gezielter Werbemaßnahmen, wollen wir dazu beitragen, den Tourismus für den Kreis Segeberg weiter zu stärken. Wie man sieht, lohnt es sich!"

09.02.2024: Kulturprojekt: Finanzspritze für Nord-Osten des Kreises

Kreis Segeberg. Der Kreis Segeberg, genauer gesagt der Nord-Osten des Kreises, ist eine von bundesweit mehr als 90 Regionen, die für die Teilnahme am Förderprogramm "Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken" ausgewählt worden sind. Ziel des Programms ist es, das Zusammenleben in ländlichen Räumen mit kulturellen, künstlerischen und kreativen Vorhaben zu fördern und die Demokratie vor Ort durch Bürger*innenbeteiligung zu stärken. Welche kulturellen Veranstaltungen wünschen sich die Einwohner*innen? Gibt es Interessierte, die ein Kulturnetzwerk aufbauen möchten? Und welche kreativen Ideen schwirren den Menschen sonst noch in den Köpfen umher?

Bereits im vergangenen Sommer hatte der Kreis Segeberg nach geeigneten Antragsteller*innen gesucht, die sich um Planung, Durchführung und Abrechnung eines so umfassenden Projektes kümmern können. "Die Wahl fiel schließlich auf die Volkshochschule Bad Segeberg, denn hier passt alles: Standort, Region und das Thema ,Wie wollen wir leben?‘", sagt Kreis-Kulturplanerin Dr. Christine Künzel. Der Kreis hat eine Interessensbekundung beim Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur in Kiel abgeben, Antragsteller und Letztzuwendungsempfänger ist die Volkshochschule (vhs) Bad Segeberg. Für die einjährige Entwicklungsphase werden Fördermittel in Höhe von 40.000 Euro zur Verfügung gestellt, um ein Konzept für ein tragfähiges Projekt zu erstellen.

Auf Grundlage dieses Konzeptes, das in den nächsten Monaten entwickelt werden soll, könnten Kreis und vhs dann einen weiteren Antrag für die Umsetzungsphase einreichen. Für diesen nächsten Schritt stünden bis zu 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Umsetzungsphase dauert fünf Jahre (2025 bis 2030). "Von einem solchen Projekt würde die eher strukturschwache, ländlich geprägte Nord-Ost-Region des Kreises mit Bad Segeberg als Mittelpunkt stark profitieren", ist Künzel überzeugt. In der Umsetzungsphase müsste der Kreis allerdings zehn Prozent der zugesagten Fördersumme kofinanzieren.

Anknüpfend an ein Kunst-Kooperationsprojekt zwischen der Volkshochschule Bad Segeberg, dem Museum Segeberger Bürgerhaus sowie der Dahlmannschule/Gymnasium in Bad Segeberg und einer sich anschließenden Ausstellung im Frühjahr 2023 sollen im Rahmen eines (über-)regionalen Kooperationsbeteiligungsprojektes zum Thema "Wie wollen wir leben?" nun gemeinsam verschiedene Projekte entwickelt, präsentiert und diskutiert werden.

Konkret geht es in einem ersten Schritt um zwei oder drei Beteiligungsprojekte, die 2024 im ländlichen Raum mit Schüler*innen zu zivilgesellschaftlich relevanten Themenstellungen entwickelt werden sollen. Die Ergebnisse werden vor Ort präsentiert und dann mit Bürger*innen und politischen Funktionsträger*innen diskutiert. "Idealerweise können die Ergebnisse ähnlich wie bei dem Konzept von Bürger*innenräten genutzt werden, um regionale Entwicklungen und politische Entscheidungsprozesse anzuregen", sagt vhs-Geschäftsführer Michael Kölln. Hierbei bieten sich verschiedene Instrumente und Formate zur Beteiligung an. "Je nach Anlass, Themengebiet und Zielgruppe planen wir Informationsveranstaltungen, Befragungen und Workshops."

"Menschen vor Ort sollen die Möglichkeit erhalten, selbst ins Handeln zu kommen und ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten", sagt Landrat Jan Peter Schröder. "Durch die Zusammenarbeit an einer gemeinsamen regionalen Konzeption soll ein Netzwerk aus Zivilgesellschaft, Institutionen, Verwaltung und Politik aufgebaut und langfristig gestärkt werden."

Hintergrund: "Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken." wurde im Mai 2023 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) als Programmpartner gestartet. Der Bund stellt dafür von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung. Die ausgewählten Regionen beteiligen sich ab 2025 mit einer Kofinanzierung von 5,9 Millionen Euro.

Das Förderprogramm für Kultur, Beteiligung und Demokratie richtet sich an ländliche, insbesondere strukturschwache ländliche Regionen in ganz Deutschland. Neben dem langen Förderzeitraum zeichnet es sich aus durch die Kombination einer eigenen Idee in jeder Region, einer umfassenden Zusammenarbeit und Netzwerkbildung zwischen Kommunen, Ländern und dem Bund sowie einem ressortübergreifenden Ansatz für Kultur, ländliche Entwicklung und Demokratiearbeit. "Aller.Land" bringt Erfahrungen aus Bundesministerien und -einrichtungen, den Bundesländern und der kommunalen Ebene zusammen.

06.02.2024: Erste Kulturkonferenz im Kreis - Jetzt anmelden!

Kreis Segeberg. Kulturschaffende, Künstler*innen und Vertreter*innen von Kulturvereinen aufgepasst: Kreis-Kulturplanerin Dr. Christine Künzel lädt für Dienstag, 5. März, zur ersten Kulturkonferenz im Kreis Segeberg ein. Beginn ist um 17 Uhr im Forum der Jugend-Akademie in Bad Segeberg.

"Ich habe die Idee der Kulturkonferenz aus dem Kreis Plön mitgenommen", sagt Künzel, die sich darauf freut, möglichst viele Kulturschaffende persönlich kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. "Zugleich bietet die Konferenz den Teilnehmer*innen eine gute Gelegenheit, sich auch untereinander auszutauschen und zu vernetzen."

Im ersten Teil der Veranstaltung wird über Möglichkeiten der Kulturförderung informiert. Zudem stellt sich der "Kulturknotenpunkt Mitte" vor, der bei der Kultur-Akademie Segeberg angesiedelt ist. Im zweiten Teil geht es zunächst um den Stand der Kulturentwicklungsplanung (KEP) im Kreis Segeberg. Prozessbegleiter der KEP ist Guido Froese, Leiter und Geschäftsführer des Nordkollegs Rendsburg. Er ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein und hat bereits die Kulturentwicklungsplanungen für die Kreise Nordfriesland und Stormarn begleitet.

In einem Kompaktworkshop unter der Leitung von Froese sind dann auch die Kulturschaffenden selbst gefragt: Hierbei können Ideen und Visionen entwickelt werden, wohin die kulturelle Entwicklung im Kreis gehen soll. Was wünschen sich Künstler*innen? Wie können Kulturvereine besser unterstützt werden? Wie lässt sich die kulturelle Infrastruktur im Kreis stärken?

"Es ist wichtig, möglichst viele Akteur*innen in die Planung einzubinden und am Prozess zu beteiligen", sagt Kulturplanerin Künzel. Neben den im Kreistag vertretenen politischen Fraktionen, die in einem Arbeitskreis KEP vertreten sind, sollen sich Kunst- und Kulturschaffende, Vertreter*innen von Kulturvereinen und Bürger*innen künftig in verschiedenen Veranstaltungsformaten beteiligen können.

Ein zentrales Anliegen der Kulturplanerin ist auch die Einbindung von Kindern und Jugendlichen. Deshalb plant sie für die zweite Jahreshälfte eine eigene Jugendkulturkonferenz.

Eine Teilnahme an der Kulturkonferenz am 5. März ist nur per Anmeldung bis Sonntag, 18. Februar, möglich: per E-Mail an kultur@segeberg.de oder telefonisch unter 04551 / 951-9183.


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