Ordnung und Verbraucherschutz
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17.03.2026: Tag des Gesundheitsamtes: "Vielfalt für Gesundheit" im Fokus
Kreis Segeberg. Am 19. März wird bundesweit der Tag des Gesundheitsamtes begangen. Der Aktionstag wurde 2019 vom Robert Koch-Institut ins Leben gerufen, um auf die wichtige Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto "Vielfalt für Gesundheit".
Das Motto soll verdeutlichen, wie vielfältig die Aufgaben der Gesundheitsämter und die Professionen sind, die dort zusammenarbeiten. Auch das Gesundheitsamt des Kreises Segeberg trägt mit seinen verschiedenen Fachrichtungen dazu bei, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und zu fördern – von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter. Es arbeitet eng mit anderen Bereichen zusammen – etwa dem Jugendamt, der Eingliederungshilfe, dem Büro für Chancengleichheit und Vielfalt, der Sozialen Sicherung sowie dem Pflegestützpunkt. Ziel ist es, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu unterstützen und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.
Sozialpsychiatrischer Dienst und Gesundheitsförderung
Der sozialpsychiatrische Dienst unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen oder in seelischen Krisen sowie deren Angehörige. Gleichzeitig entwickelt der Bereich Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention und arbeitet eng mit sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen zusammen.
"Bildung, Beruf, Herkunft, Einkommen und soziales Umfeld beeinflussen die Gesundheit eines Menschen erheblich", sagt Dr. Sylvia Hakimpour-Zern, Leiterin des Fachdienstes Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung. "Der soziale Status nimmt nicht nur Einfluss auf die körperliche, sondern auch auf die seelische Gesundheit." Viele Risikofaktoren für psychische Erkrankungen stünden in engem Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit.
Zahnärztlicher Dienst
Eine Zahnärztin ist gemeinsam mit Prophylaxehelfer*innen regelmäßig in Kitas und Schulen unterwegs. Dort lernen Kinder spielerisch, wie richtiges Zähneputzen funktioniert. Außerdem informiert das Team Erzieher*innen sowie Eltern über Zahngesundheit, Ernährung und den Umgang mit Schnullern.
Kinder- und Jugendgesundheitsdienst
Ärztinnen sowie medizinische und sozialmedizinische Fachangestellte untersuchen jährlich rund 2.800 zukünftige Erstklässler*innen. Dabei wird die körperliche, geistige und psychosoziale Entwicklung überprüft. Die Untersuchungen können frühzeitig Auffälligkeiten erkennen – etwa im Bereich Sprache oder Feinmotorik – und so eine gezielte Unterstützung ermöglichen.
Amtsärztlicher Dienst
Der amtsärztliche Dienst bietet unter anderem kostenlose, anonym mögliche Beratungen und Testungen auf HIV an. Zusätzlich informiert das Team über andere sexuell übertragbare Infektionen und bietet regelmäßig eine Impfsprechstunde an. "All das ist wichtig, um möglichst vielen Menschen Zugang zu Informationen und mehr Sicherheit im Umgang mit Infektionsrisiken zu verschaffen", sagt Dr. Alexandra Emken, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit.
Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz
Ziel des Fachdienstes Infektionsschutzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Ausbreitung einzudämmen oder zu verhindern. Zum Arbeitsalltag gehören Beratungen, Ermittlungen bei Infektionsfällen sowie Maßnahmen zur Hygiene und zum Gesundheitsschutz. Im Rahmen des Gesundheitsschutzes steht unter anderem die Trinkwasserüberwachung im Fokus.
"Der Tag des Gesundheitsamtes macht deutlich: Der Öffentliche Gesundheitsdienst ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung. Durch Beratung, Prävention, Untersuchungen und Zusammenarbeit mit vielen Partner*innen trägt das Gesundheitsamt dazu bei, gesundes Aufwachsen, Leben und Älterwerden für alle Menschen zu ermöglichen", fasst es Landrat Jan Peter Schröder zusammen.
Hintergrund zum Tag des Gesundheitsamtes
Am 19. März 2019 hat das Robert Koch-Institut erstmalig den "Tag des Gesundheitsamtes" ausgerufen. Mit diesem Gedenktag sollen die kommunalen Gesundheitsbehörden gewürdigt werden, die weltweit eine wichtige Säule für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen, deren Bedeutung jedoch oftmals zu wenig bekannt ist. Für die Gesundheitsämter soll der Tag auch Anlass sein, die eigene Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Anlass ist der Geburtstag des Arztes und Sozialmediziners Johann-Peter Frank, der Mitte des 18. Jahrhunderts geboren wurde und bis heute als Begründer des öffentlichen Gesundheitsdienstes gilt.
17.03.2026: Geflügelpest im Kreis Segeberg
Mit Beginn des Frühlings mehren sich verständlicherweise die Anfragen nach der Aufhebung des kreisweiten Aufstallungsgebotes. Aber leider ist der Infektionsdruck noch immer sehr hoch. Es werden weiterhin eine Vielzahl toter Wildvögel beim Veterinäramt gemeldet. Diese werden eingesammelt, stichprobenartig beprobt und unschädlich beseitigt. In den Kadavern wird noch laufend das Geflügelpestvirus (H5 N1) nachgewiesen. Das bedeutet, dass das Geflügelpestvirus in der Wildvogelpopulation noch weit verbreitet ist und daher leider noch immer ein hohes Risiko für den Eintrag des Geflügelpesterregers in gehaltene Geflügelbestände besteht.
Vom 1. bis 28. Februar 2026 wurden in Deutschland noch 29 Ausbrüche (Vorberichtszeitraum 30) bei Geflügel und in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln in zehn Bundesländern gemeldet (darunter drei Haltungen in Schleswig-Holstein).
Im Kreis Segeberg wurden seit Jahresbeginn 61 tote Wildvögel eingesammelt und beprobt. Bis heute sind davon 11 Vögel positiv getestet worden, bei Proben von über 20 Vögeln steht das Ergebnis noch aus.
Auch nach der aktuellen Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom 06.03.2026 wird das aktuelle Risiko des Eintrags von hochpathogenem Aviären Influenzavirus des Subtyps H5 in deutsche Geflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln als hoch eingeschätzt.
Da das Geflügelpestvirus erst mit zunehmender Sonneneinstrahlung/UV-Strahlung und höheren Temperaturen inaktiviert wird (in der Regel erst ab Anfang/Mitte April), muss nach aktueller Risikobewertung die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg (allgemeine Aufstallungspflicht für Bestände ab 50 Stück Geflügel) zum Schutz von gehaltenem Geflügel noch weiter bestehen bleiben. Das Veterinäramt hat die Geflügelpestlage im Kreis Segeberg ständig im Blick und führt regelmäßig unter Berücksichtigung des Wildvogelmonitorings und den Empfehlungen des FLI eine regionale Risikobeurteilung durch. Sobald es die Tierseuchenlage zulässt, wird das Aufstallungsgebot auch aufgehoben werden.
Aktuelle Informationen des Friedrich-Loeffler-Institutes zu Geflügelpest
16.03.2026: "Wärmetour": Kostenfreie Infos rund ums Heizen, Sanieren und Fördern
Kreis Segeberg. Wie lässt sich effizient heizen und Wärme im Haus halten? Welche Heizung ist zukunftsfähig und passt zum eigenen Gebäude? Welche gesetzlichen Vorgaben gelten und welche Fördermöglichkeiten gibt es? Diese Fragen beschäftigen viele Haus- und Wohnungseigentümer*innen – nicht zuletzt angesichts steigender Energiekosten, des Klimawandels und neuer gesetzlicher Regelungen.
Mit seiner "Wärmetour" bietet der Kreis Segeberg im März und April 2026 gemeinsam mit den Städten Bad Segeberg, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Norderstedt sowie der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eine Reihe kostenfreier Informationsveranstaltungen im Kreisgebiet an. Ziel ist es, Bürger*innen eine unabhängige, verlässliche Orientierung zu geben und Unsicherheiten bei Entscheidungen rund um Heizungstausch und energetische Sanierung abzubauen.
"Mit der Wärmetour wollen wir den Menschen im Kreis eine Möglichkeit geben, sich über gesetzliche Vorgaben, geeignete moderne Technologien, Sanierungsoptionen und aktuelle Fördermöglichkeiten zu informieren", erklärt Kreis-Klimaschutzmanager Florian Garske, der die Veranstaltungen gemeinsam mit seinem Kollegen Heiko Birnbaum organisiert. "Die Teilnehmenden erwartet ein anschaulicher, gut verständlicher Überblick mit Praxisbezug."
Referent ist Ralf Lüth, Energieberater der Verbraucherzentrale und Bezirksschornsteinfegermeister. Dank der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale sind die Vorträge für die Zuhörer*innen kostenfrei. Auch die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein beteiligt sich mit einem praxisnahen Beitrag. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen an die Expert*innen zu stellen.
Vor Ort erwarten die Besucher*innen neben den Vorträgen zudem auch eine kompakte Ausstellung zum Thema Klimaschutz in den eigenen vier Wänden sowie Informationsmaterialien.
"Wir möchten Antworten auf die wichtigsten Fragen der Wärmewende im privaten Haushalt geben und konkrete Orientierung für die Praxis bieten", sagt Kreis-Klimaschutzmanager Heiko Birnbaum.
Die Veranstaltungen dauern jeweils etwa 90 Minuten und finden an folgenden Terminen statt:
- Mittwoch, 25. März, 18 Uhr, Bürgersaal Bad Segeberg, Lübecker Straße 9
- Donnerstag, 26. März, 18.30 Uhr, Bürgerhaus Kaltenkirchen, Friedenstraße
- Donnerstag, 23. April, 18 Uhr, Schlosssaal Bad Bramstedt, Bleeck 1
- Mittwoch, 29. April, 18 Uhr, Rathaus Norderstedt (Sitzungsraum 2), Rathausallee 50
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bittet der Kreis Segeberg dennoch um eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme per E-Mail oder telefonisch unter 04551 951-8987.
Ausführliches Programm und Themenschwerpunkte der vier Veranstaltungen
ZuFiSH: Der Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein mit Ansprechpersonen und weiteren Services
Der ZuFiSH ist das zentrale Informationsportal rund um Dienstleistungen, Online-Services, Ansprechpartner*innen und Dokumente, die die öffentliche Hand Ihnen als Bürger*in anbietet.
Wichtige Informationen und Services
Themen zur Auswahl
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Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten
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Ordnungswidrigkeiten
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Ausländer- und Asylangelegenheiten
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Infektionsschutz und Impfungen
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© Kreisfeuerwehrverband Segeberg
Feuerwehr, Rettungsdienst, Zivil- und Katastrophenschutz
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Waffe, Jagd, Sprengstoff
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Lebensmittelüberwachung
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Fleischhygiene
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Tiergesundheit und Tierschutz
Bürger*innen-Service
- Änderung der Mitglieder in Haushalten mit Trinkwasserleitungen aus Blei mitteilen
- Anzeige von Trinkwasseranlagen (u.a. auch sogenannte Hausbrunnen) und Nichttrinkwasseranlagen aufgeben
- Badegewässerqualität - Kontrolle
- Bescheinigung für die Mitnahme von Betäubungsmitteln bei Auslandsreisen beglaubigen lassen
- Chemikalien: Inverkehrbringen lösemittelhaltiger Farben und Lacke - Erlaubnis
- Den gewerblichen Umgang mit tierischen Nebenprodukten anzeigen