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Klimaschutz und Energie


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05.09.2022: Zweiter Parking Day in Bad Segeberg

Kreis Segeberg. Im östlichen Bereich des Seminarwegs in Bad Segeberg findet am Freitag, 16. September, von 13 bis 17 Uhr der zweite Parking Day statt. "Dabei werden Parkplätze für ein paar Stunden wieder in Begegnungsraum für alle umgewandelt", sagt Zeruja Hohmeier, ehrenamtliche Radverkehrsbeauftragte des Kreises Segeberg. Initiator ist der Radverkehrsbereit des Kreises Segeberg zusammen mit dem Radverkehrsbeauftragten der Stadt Bad Segeberg, Udo Nickel. Gemeinsam wollen sie "auf den enormen Flächenverbrauch des ruhenden KFZ-Verkehrs aufmerksam machen".

Weltweit findet der Parking Day am dritten Wochenende im September statt. "Wir empfinden diesen Aktionstag als eine große Bereicherung. Er bietet uns die Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren. Dadurch, dass wir die Parkplätze temporär umwidmen können, können wir unser Selbstverständnis und unsere Sichtweise auf den Prüfstand stellen und die Räume mit ihren schlummernden Qualitäten erlebbar machen", so Hohmeier. Auch Nickel ist begeistert: "Der Seminarweg mit seinen Schulstandorten sollte als Raum ernst genommen und so gestaltet werden, dass Sicherheit und Qualität selbstverständlich sind."

Der Verkehr kann im Aktionszeitraum normal weiterlaufen; der Busverkehr wird nicht eingeschränkt – allerdings vermutlich deutlich verlangsamt, da intuitiv vorsichtiger gefahren werden wird. Die Parkplätze für mobilitätseingeschränkte Menschen bleiben während des Parking Days zugänglich.

Hohmeier und Nickel wollen mit dem Parking Day niemanden benachteiligen. Vielmehr sollen sich im Aktionsraum "alle wiederfinden und wohlfühlen können". Auf dem Programm stehen unter anderem Live-Musik mit dem "Ensemble Stillos" ab 15 Uhr, Spiel und Spaß, Kaffee und Kuchen und vieles mehr. Da weitere Ideen gesucht werden, kann sich auch jetzt noch jede*r einbringen und Vorschläge machen – entweder über das Kontaktformular auf der Parking-Day-Internetseite oder direkt über die Mailadresse der Radverkehrsbeauftragten. "Der Kreativität sind wenig Grenzen gesetzt. Nur kommerzielle, parteipolitische und rassistisch motivierte Belange sind ausdrücklich nicht gewünscht", betont Hohmeier.

Für den Bring- und Abholverkehr an den Schulen lautet die Empfehlung der Initiator*innen, die Kinder am 16. September nach Möglichkeit mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule kommen zu lassen. Andernfalls kann auf andere innenstadtnahe Parkflächen am Rewe (sichere Zuwegung über den Zebrastreifen in die Innenstadt) oder vor der Marienkirche ausgewichen werden.

"Wir freuen uns auf einen bunten Nachmittag mit vielen guten Begegnungen", sagt Nickel.

30.08.2022: Kielexkursion des Radverkehrsbeirates

Ein nahezu vollständiges Netz von 13 Velorouten sowie der Premiumveloroute 10 inspirieren Mitglieder des Radverkehrsbeirates Segeberg auf ihrer Exkursion in die Landes- und Fahrradhauptstadt Kiel.

Eine Delegation des Radverkehrsbeirats des Kreises Segeberg besuchte unlängst die Landehauptstadt Kiel und ließ sich vom Radverkehrsbeauftragten Uwe Redecker (seit 1997 im Amt) zeigen, wie die Stadt es geschafft hat den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr auf über 22 Prozent zu steigern.

Zum Vergleich: der Kreis Segeberg hat nur einen Anteil von ungefähr 10 Prozent!

Kiel hat sich schon zu Beginn der 90er Jahre auf den Weg zur Fahrradstadt gemacht: Seitdem gibt es einen hauptamtlichen Radverkehrsbeauftragten und im Zuge der Jahre auch ein Team von Mitarbeiter*innen, die sich hauptamtlich der Radverkehrsförderung widmen. Seit 1994 gibt es auch die erste Fahrradstraße im Land (Hansastraße), über 30 weitere folgten. Inzwischen existiert ein fast lückenloses Radwegenetz, eine große Fahrradstation am Bahnhof, ein modernes Fahrradleihsystem (Sprottenflotte), weit über 10.000 Fahrradbügel zum sicheren Fahrradparken und die Öffnung sämtlicher Einbahnstraßen für den Radverkehr.

So ist es natürlich kein Wunder, dass Kiel im jährlichen bundestweiten Fahrradklimatest immer einen der vorderen Plätze belegt (zum Vergleich: Bad Segeberg liegt regelmäßig an letzter Stelle).

Am eindrucksvollsten war allerdings Kiels neuer Premiumradweg: Die Veloroute 10.

Der auf der Trasse des ehemaligen Gütergleises West errichtete Radweg von circa 4,5 Kilometer Länge und 4 Meter Breite von Kiel-Hassee bis zur Universität und dem Holsteinstadion ist seit September 2019 fertig und lockt inzwischen täglich durchschnittlich 7.000 Radfahrer*innen zur Nutzung: Autofrei, staufrei, klimafreundlich, naturnah, entspannt und sicher.

Die Mitglieder des Radverkehrsbeirates waren begeistert von der durchgängigen Qualität des Weges, der nahezu kreuzungsfrei verläuft und auch viele Skater, Rollschuhfahrer*innen und Radfahranfänger*innen anzieht.

Dabei liegt die Velo-Rote 10 mit Kosten von circa 5 Millionen Euro deutlich unter dem für Radschnellwege üblichen Durchschnittswert von 1,5 Millionen Euro pro Kilometer.

Uwe Redecker berichtete, dass die Nutzer*innenzahlen jährlich steigen und die Kieler*innen ungeduldig auf die weitere Fortführung der Premiumroute drängen. Weitere sollen folgen.

"Man konnte – selbst bei trübem Wetter – sehen, wie gut sichere und attraktive Fahrradinfrastruktur angenommen wird, wie sie sich positiv auf das gesamte Verkehrssystem auswirkt und Lust auf mehr macht", so Zeruja Hohmeier, Radverkehrsbeauftragte des Kreises und Vorsitzende des Radverkehrsbeirates, die diese Exkursion organisiert hatte.

Und Hans-Jürgen Maass, stellvertretender Vorsitzender des Radverkehrsbeirates, sah sich bestätigt in seiner Auffassung, dass insbesondere die Führung der Route im Grünen, abseits des Autoverkehrs ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Veloroute 10 darstellt: "Man sieht allen Radfahrenden an, wie viel Spaß das Fahren hier macht: Alle sind bester Laune und entspannt."

Diese Qualität wünscht er sich auch für den geplanten Radschnellweg Hamburg - Bad Bramstedt, zu dem aktuell gerade eine Kosten-/Nutzen-Analyse erstellt wird.

Neu für die Beiratsmitglieder war auch die konsequente Verwendung der sogenannte "Piktogrammkette: Ein auf der Fahrbahn aufgemaltes Fahrrad-Piktogramm in circa 30-Meter-Abständen überall dort, wo kein baulich getrennter Radweg oder eine sogenannte "protected bikelane" möglich war, um den Autofahrer*innen deutlich zu signalisieren, dass die Fahrbahn im rücksichtsvollen Miteinander mit Radfahrer*innen geteilt wird – was erstaunlich gut funktioniert.

Nach Exkursionen nach Dänemark (Kopenhagen), die Niederlande (Utrecht) und nun Kiel zeigt sich, dass eine fahrradfreundliche Stadt beziehungsweise Region kein Hexenwerk (wohl aber viel Arbeit und ein jahrzehntelanger Prozess) ist, sondern Ergebnis professioneller Planung, klaren verkehrspolitischen Prioritäten und engagierten und beharrlichen Akteuren in Politik und Verwaltung.

Auf jeden Fall motivierten die guten Beispiele aus der Praxis die Exkursionsteilnehmer*innen sich weiterhin engagiert für mehr und besseren Radverkehr im Kreis einzusetzen, der in Zeiten der Klima- und Energiekrise wichtiger denn je ist.

05.07.2022: Hitze? - Cool bleiben! Tipps für heiße Tage

Kreis Segeberg. Heiße Tage mit mehr als 30 Grad und Hitzewellen gab es in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit häufiger. Expert*innen gehen davon aus, dass hohe Temperaturen im Sommer aufgrund des Klimawandels vermehrt auftreten können. Auch bei uns. Während sich die Einen über warme Sommertage und hohe Temperaturen freuen und Abkühlung im See oder am Meer finden, stellt Hitze für Andere eine große Belastung dar. Insbesondere für sehr kleine Kinder, Ältere, (chronisch) Kranke oder Pflegebedürftige bedeuten hohe Temperaturen und Hitze ein gesundheitliches Risiko und können zur Gefahr werden. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie sich vor Hitze schützen und Abkühlung finden können, um den Sommer zu genießen.

Trinken: Der Körper regelt seine Temperatur über das Schwitzen. Trinken Sie genug, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen

    • Wie viel: Empfehlenswert sind mindestens zwei Liter am Tag (gesunde Erwachsene). Bei körperlicher Anstrengung braucht Ihr Körper entsprechend mehr Flüssigkeit. Erwachsene mit Nieren- und Herzerkrankungen sollten sich mit Ihrem Arzt besprechen.
    • Was: Bevorzugen Sie Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen.
    • Was nicht: Meiden Sie sehr kalte und zuckerhaltige Getränke wie Limonaden und Eistees. Verzichten Sie auf Alkohol.
    • Wie häufig: Trinken Sie regelmäßig über den Tag verteilt, zum Beispiel jede Stunde 150 Milliliter. Führen Sie ein Trink-Tagebuch. Für Smartphones finden Sie im App-Store unter dem Stichwort "Trinken" oder "Wasser" digitale Hilfen.

Ernährung: Essen Sie zusätzlich wasserreiche Lebensmittel wie Erdbeeren, Gurken, Melonen und Tomaten.


Kühle Wohnräume: Kühle Wohnräume können als Zufluchtsort vor Hitze dienen und erleichtern dem Körper die Erholung. So bleibt Ihr Zuhause möglichst kühl:

    • Lüften: Lüften Sie in den kühleren Morgen- und Abendstunden oder auch nachts ihre Wohnung. Halten Sie tagsüber die Fenster geschlossen, damit die Hitze nicht hereinkommt.
    • Verdunkelung: Mit Vorhängen, Rollläden oder Jalousien verdunkelte Fenster helfen ebenfalls, die Hitze auszusperren.
    • Elektrogeräte: Schalten Sie nicht benötigte Elektrogeräte ab – sie ziehen nicht nur Strom, sondern geben auch Wärme ab.
    • Schlafzimmer: Leichte Bettwäsche oder nur ein Laken als Decke und wenige Kissen erleichtern einen erholsamen Schlaf.
    • Weitere Hilfen: Das Aufhängen feuchter Tücher erzeugt durch die Verdunstung ebenfalls kühlere Luft.

Alltagstipps: Finden Sie Abkühlung - egal, ob zu Hause, im Büro oder unterwegs:

  • Tagesablauf: Die kühleren Morgen- und Abendstunden eignen sich besser für Aktivitäten im Freien, Sport oder Gartenarbeit.
  • Mittagshitze: Gönnen Sie sich während der Mittagshitze etwas Ruhe und halten Sie sich in kühlen Räumen auf.
  • Kleidung: Tragen Sie helle, luftige und weite Kleidung, am besten aus Baumwolle oder Leinen.
  • Abkühlung: Lassen Sie kühles Wasser über die Innenseite der Handgelenke laufen. Feuchtkühle Tücher auf Stirn und Nacken oder kühle Fußbäder lindern ebenfalls die Hitze.
  • Im Freien: Halten Sie sich möglichst im Schatten auf. Meiden Sie die direkte Sonne. Schützen Sie sich mit Sonnenhut/Cap, Sonnenbrille und Sonnencreme.
  • Unterwegs: Lassen Sie niemals Tiere oder Menschen im Auto zurück. Bereits nach wenigen Minuten werden die Temperaturen lebensbedrohlich.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert über Hitzewarnungen. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Internetseite des DWD. Ein Newsletter ist auch verfügbar. Viele Wetter-Apps geben auch Warnhinweise (beispielsweise Warnwetter-App oder "NINA"). So können Sie sich rechtzeitig auf hohe Temperaturen vorbereiten.

Hitze kann zu lebensbedrohlichen Notfällen führen. Rufen Sie im Zweifel und bei Auffälligkeiten besser einen Arzt/eine Ärztin oder den Rettungsdienst (112).

Fragen zum Thema beantworten die Gesundheitsplanung und die Klimaschutzleitstelle des Kreises Segeberg:

E-Mail: Gesundheitsfoerderung@segeberg.de oder klimaschutz@segeberg.de 

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Klimaschutz und Energie im Kreis Segeberg

Das integrierte Klimaschutzkonzept ist für den Klimaschutz im Kreis Segeberg sehr wichtig. Es gibt mehr als 70 konkrete Maßnahmen, um die im Klimaschutzkonzept beschriebenen Ziele zu errreichen.

Die wichtigsten Themen und Ziele sind:

  • Aufbau von Energieeffizienznetzwerken in der Wirtschaft,
  • Ausbau der privaten Energieberatung,
  • nachhaltige Beschaffung in der Verwaltung und
  • Verankerung von Klimaschutz in der Bildung.

Alle Menschen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und den Privathaushalten im Kreis Segeberg müssen zusammenarbeiten, um die Ziele zu erreichen.

Eine kleine Einführung zum Klimawandel

Es gilt inzwischen als gesichert, dass der Klimawandel in erster Linie menschengemacht ist. Das heißt auch: Wir Menschen können aktiv etwas dagegen tun! Es herrscht weitgehende Einigkeit, dass ein Anstieg der globalen Mitteltemperatur um mehr als 2 °C gegenüber der vorindustriellen Zeit verhindert werden muss. Schnelles und zielgerichtetes Handeln ist gefragt, um gravierende Folgen für uns alle zu vermeiden.

"Jenseits der zwei Grad werden die Risiken zunehmender Extremereignisse, des steigenden Meeresspiegels, sinkender Nahrungsproduktion und vieler Umweltflüchtlinge unbeherrschbar", warnt Professor Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Ein Ergebnis des Weltklimagipfels in Paris ist das 1,5 Grad Ziel, auf das sich die Teilnehmerstaaten verständigt haben.

Der politische Prozess

Um das 1,5 Grad Ziel nicht zu verfehlen, müssen bis 2050 die CO2-Emmissionen auf etwas über zwei Tonnen pro Person und Jahr sinken, was für Deutschland einer Reduktion von etwa 80-90% der jährlichen Emissionen (Referenzjahr 1990) entspricht. Heute liegt der Bundesdurchschnitt bei etwa 10-11 Tonnen pro Person.

Wie dies erreicht werden kann, wurde in mehreren Szenarien untersucht.

Auf dem Weg zum 2050-Ziel haben sich die EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis 2020 folgende Zwischenergebnisse zu erreichen um dadurch den Klimawandel zu verlangsamen:

  • 20% weniger Ausstoß von Treibhausemissionen (bezogen auf 2005),
  • 20% mehr Energieeffizienz,
  • 20% Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergiemix.

Mit der "Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt", die im Mai 2007 verabschiedet wurde, legten die EU-Mitgliedstaaten die Grundlage für eine neue Stadtpolitik in Europa. Mit Bezug auf den Klimaschutz fordert die Charta unter anderem die Modernisierung der Infrastrukturnetze, eine schnellere Steigerung der Energieeffizienz, die Förderung eines leistungsstarken und preisgünstigen Stadtverkehrs sowie eine den Klimawandel berücksichtigende städtebauliche Strategie.

Auch wenn internationale Abkommen zum Klimaschutz eine sehr wichtige Rolle spielen, ist es die kommunale Ebene, auf der die Klimaschutzmaßnahmen praktisch umgesetzt und mit Leben erfüllt werden müssen. Die kommunale Ebene hat hierfür vielfältige Handlungsmöglichkeiten.

Der Kreis Segeberg hat diese für Kommunen freiwillige Aufgabe übernommen und befasst sich seit 2010 mit Klimaschutz und Klimaanpassung in unterschiedlichen Handlungsbereichen. Der Kreis unterstützt bei Bedarf auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bei ihren eigenen Klimaschutzvorhaben.

Schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen oder Ideen haben!

Das Klima wandelt sich auch bei uns

Schleswig-Holstein

Der Klimawandel ist real – auch hier vor Ort, in Schleswig-Holstein. Eine aktuelle Untersuchung des Landes (in: Anpassung an den Klimawandel. Fahrplan für Schleswig-Holstein) hat ergeben, dass es in Schleswig-Holstein in den letzten Jahrzehnten eine Erwärmung um 0,7 Grad gegeben hat. Das Ergebnis basiert auf dem Vergleich und der Auswertung der Zeiträume 1961-1990 und 1986-2015.

Die Erhöhung der Jahresdurchschnittstemperatur spiegelt sich in Schleswig-Holstein darin wider, dass mehr Sommertage (Tageshöchsttemperatur >25 Grad), mehr heiße Tage (Tageshöchsttemperatur >30 Grad) und mehr tropische Nächte (minimale Nachttemperatur >20 Grad) registriert wurden. Gleichzeitig hat die Zahl der Frost- und Eistage abgenommen (minimale bzw. maximale Tagestemperatur <0 Grad). Neben der Temperatur sind weitere Veränderungen zu beobachten. So beginnt die Vegetationszeit früher und die Gefahr von spätem Frost steigt damit. Die Niederschläge haben vor allem im Winter zugenommen: Sowohl hinsichtlich der Menge als auch der Häufigkeit. Der mittlere Meeresspiegel an der Nord- und Ostsee hat sich ebenfalls verändert. Er ist um 20 beziehungsweise 15 Zentimeter gestiegen, wodurch sich auch die Häufigkeit leichter Sturmfluten erhöht hat. Für Windgeschwindigkeiten und Sturmhäufigkeiten konnten allerdings keine eindeutigen Aussagen für einen längeren Zeitraum getroffen werden, da die beobachteten Schwankungen sehr stark waren.

Kreis Segeberg

Analog zu den Beobachtungen auf Landesebene, sind auch im Kreis Segeberg bereits deutliche Veränderungen zu bemerken. Beispiele sind:

  • Hitzeperioden mit Trockenheit sowie Starkregenereignisse nehmen zu,
  • Extremwerte steigen,
  • Verschiebung der Niederschläge in das Winterhalbjahr,
  • wärmeliebende Schädlingsarten siedeln sich bei uns an und
  • Vegetationsphasen verschieben sich.

Diese beobachteten Veränderungen haben Auswirkungen auf unser Leben: Natur und Landschaft, Infrastrukturen wie Straßen, Energieversorgung, Wasserver- und -entsorgung, Institutionen oder die eigene Gesundheit können von den Klimawandelauswirkungen betroffen sein.

Um negative Auswirkungen auf Gesundheit, Produktivität und Nahrungsversorgung sowie hohe zukünftige Kosten zu vermeiden, ist es sinnvoll, rechtzeitig vorzusorgen. So können durch mehr städtisches Grün lokale Hitzephänomene eingedämmt werden, durch die Auswahl und Zucht geeigneter Pflanzen werden zukünftige Ernteausfälle vermindert und auch der vorausschauende Hochwasserschutz spielt eine wichtige Rolle.

Diese Maßnahmen können unter dem Stichwort "Klimaanpassung" zusammengefasst werden. Das Ziel der Klimaanpassung ist es, die Auswirkungen des Klimawandels auf natürliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Systeme abzumildern.

Windenergie-Eignungsflächen

Die Teilfortschreibung des Regionalplans III zum Sachthema Windenergie ist am 31.12.2020 in Kraft getreten. Im Kreis Segeberg wurden insgesamt 25 Vorranggebiete für die Windenergienutzung mit einem Flächenumfang von insgesamt circa 1.569 Hektar ausgewiesen.

Die Einzelflächen mit den zugehörigen Datenblättern können im Digitalen Atlas Nord aufgerufen werden. Aktivieren Sie im Karteninhalt die Ebenen

  • Planung,
    • Raumordnung,
      • Weitere Pläne,
        • Teilaufstellung Regionalpläne Wind 2020.

Digitaler Atlas Nord

Wichtige Dokumente und Formulare

Ansprechpartner*innen

Veranstaltungen rund um die Themen Klima, Umwelt und Energie

Energieberichte

Im Zuge der Energiewende werden die gesteckten Klimaziele immer ehrgeiziger. Während wir versuchen, im Rahmen der Dekarbonisierung die fossilen Energieträger durch Sonne und Wind zu ersetzen, steigt unser Energiebedarf stetig. Wie in vielen deutschen Kommunen stellen die erhöhten Verbräuche und somit die entsprechenden CO2-Emissionen der Kreisverwaltung eine Herausforderung dar.

Vorbild Kreisverwaltung Segeberg

Die Kreisverwaltung mit ihren öffentlichen Gebäuden ist ein wichtiger Akteur zur Umsetzung der Klimaziele und übt damit eine Vorbildfunktion aus. In die Verantwortung der Kreisverwaltung fallen Verwaltungsgebäude, Schulen, Sporthallen, Kultureinrichtungen und so weiter. Der Großteil des Gebäudebestandes besteht aus Altbauten, die im Laufe der letzten Jahre durch einzelne Neubauten ergänzt oder in Teilen umgebaut wurden. Daraus resultieren hohe Verbräuche, große Umweltbelastungen und steigende Betriebskosten.

Klimaschutzprojekt beim Kreis

Linh Nguyen hat als Klimaschutzmanagerin für den Fachdienst 11.60 "Technisches Gebäudemanagement" von 2020 bis 2022 das Klimaschutzteilkonzept für eigene Liegenschaften des Kreises Segeberg umgesetzt.

Dazu gehörten vielfältige Aufgaben:

  • Umsetzung der energetischen Sanierung beziehungsweise Verbesserung für jedes Gebäude,
  • Vervollständigung des Energiemonitorings,
  • weitere Ausschreibungen für Ökostrom und Ökogas und
  • Erstellung des umstrukturierten Energieberichts.

Ziel ist es gewesen, die Umweltbilanz der kreiseigenen Liegenschaften und somit auch die Qualität bei der Gebäudenutzung nachhaltig zu verbessern. Da der Großteil der Gebäude zu den Altbauten zählt, resultieren daraus hohe Verbräuche, eine große Umweltbelastung und stetig steigende laufende Kosten.

Bis zum 31. Mai 2022 wurde die zweijährige Stelle vom Projektträger Jülich im Rahmen des Förderprogramms "Kommunalrichtlinie" unter dem Förderkennzeichen 03K11250 gefördert.

Gefördert durch


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Anpassungen an den Klimawandel

 Das Ziel der Klimaanpassung ist es, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.

Das betrifft:

  • Natur,
  • Gesellschaft und
  • Wirtschaft.

Mehr Informationen

Geförderte Projekte

Integriertes Klimaschutzkonzept

Das Integrierte Klimaschutzkonzept für den Kreis Segeberg wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Projekttitel: "KSI: Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Kreis Segeberg" (Förderkennzeichen: 03KS1452).

Die Umsetzung erfolgte durch zwei geförderte Personalstelle und zwar im dreijährigen Erstvorhaben mit dem Förderkennzeichen 03KS3301 sowie im zweijährigen Anschlussvorhaben mit dem Förderkennzeichen 03KS3301-1.


Klimaschutzteilkonzept Anpassung an den Klimawandel

Das Klimaschutzteilkonzept Anpassung an den Klimawandel für den Kreis Segeberg wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Projekttitel: "KSI: Gesamtstrategie für die Anpassung an den Klimawandel für den Kreis Segeberg" (Förderkennzeichen: 03KS3311).

Die Umsetzung erfolgte durch eine ebenfalls geförderte Personalstelle und zwar im zweijährigen Erstvorhaben mit dem Förderkennzeichen 03K05682 sowie im einjährigen Anschlussvorhaben mit dem Förderkennzeichen 03K05682-1.


Klimaschutzteilkonzept eigene Liegenschaften

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund des Beschlusses des Deutschen Bundestages (Förderkennzeichen: 03K04988).

Die Umsetzung erfolgt durch eine ebenfalls geförderte Personalstelle und zwar im zweijährigen Erstvorhaben mit dem Förderkennzeichen 03K11250.

bun