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Pflege und Betreuung

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08.09.2022: Informationstag zum Betreuungsrecht im Kreishaus

Kreis Segeberg. Was bedeutet rechtliche Betreuung? Und was ist eine Vorsorgevollmacht? Unter dem Motto "30 Jahre Betreuungsrecht Schleswig-Holstein – Von der Vormundschaft zur selbstbestimmten Vorsorge" findet am Donnerstag, 15. September, landesweit ein Informationstag zum Betreuungsrecht statt, bei dem diese und weitere Fragen beantwortet werden.

Die Veranstaltung der Amtsgerichte Norderstedt und Bad Segeberg findet im Foyer unterhalb des Kreistagssitzungssaals in Bad Segeberg statt (Hamburger Straße 30). Von 14 bis 17 Uhr haben Bürger*innen hier die Möglichkeit, sich an verschiedenen Ständen mit Expert*innen auszutauschen. Dazu gehören neben Betreuungsrichter*innen und Rechtspfleger*innen von den Amtsgerichten auch Vertreter* innen der Betreuungsvereine, berufliche und ehrenamtliche Betreuer*innen sowie Mitarbeiter*innen der Betreuungsbehörde des Kreises Segeberg. Zudem beteiligt sich auch der Pflegestützpunkt im Kreis Segeberg.

Der Informationstag ist vom Landesministerium für Justiz und Gesundheit ins Leben gerufen worden. Nach einem Auftakt mit Fachpublikum am Tag zuvor in Kiel, finden am 15. September in allen Amtsgerichtsbezirken in Schleswig-Holstein Veranstaltungen zum Thema statt.

Neben vielfältigen Informationen rund um rechtliche Betreuung und selbstbestimmte Vorsorge können sich Besucher*innen auch über das Ehrenamt der rechtlichen Betreuung und das Berufsbild eines Berufsbetreuers/einer Berufsbetreuerin informieren. Außerdem können zwischen 15 und 16 Uhr Fragen an ein mit Expert*innen besetztes Podium gestellt werden.

Der Tag fällt in ein Jubiläumsjahr für die rechtliche Betreuung. Das Betreuungsgesetz trat 1992 erstmals in Kraft; die Vormundschaft wurde damit vor 30 Jahren abgeschafft. Aktuell steht das Betreuungsrecht gerade wieder vor einer großen Änderung, die zum 1. Januar 2023 in Kraft tritt. "Die Reform stellt die Selbstbestimmung, die Wünsche und den Willen rechtlich betreuter Menschen noch mehr in den Mittelpunkt und soll eine gute Qualität in der rechtlichen Betreuung sichern", sagt Katja Lohmeier, Leiterin der Betreuungsbehörde des Kreises. Damit orientiere sich das Betreuungsrecht zukünftig noch stärker an der Unterstützung betroffener Personen und weniger an der Vertretung.

Hierzu Dr. Jörg Grotkopp, Direktor des Amtsgerichts Bad Segeberg: "Das System der Unterstützung und Vertretung von volljährigen Personen mit Hilfebedarf hat in den vergangenen 30 Jahren einen bemerkenswerten Prozess durchlaufen. Die Entmündigung ist abgeschafft, private Vorsorge in weiten Bereichen etabliert. In der rechtlichen Betreuung stehen die betroffenen Menschen mit ihren Wünschen im Vordergrund. Insgesamt besehen eine überaus positive Entwicklung."


  • Datum: 09.09.2022

    Informationstag am 15. September 2022 (Plakat)

    © Land SH

23.08.2022: Informationstag zum Betreuungsrecht am 15. September 2022

19.05.2022: Betreuungsbehörde sucht Berufsbetreuer*innen

Kreis Segeberg. Der Kreis Segeberg sucht selbstständige Berufsbetreuer*innen. Generell gilt: Ist ein volljähriger Mensch aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ganz oder teilweise nicht in der Lage, für sich selbst zu entscheiden, stellt ihm das Betreuungsgericht eine*r rechtliche*n Betreuer*in zur Seite. Das kann ein*e Angehöriger sein oder jemand, der beruflich mit dem Thema Betreuung befasst ist. Der/die Betreuer*in wird auf Vorschlag der zuständigen Betreuungsbehörde bestellt.

Rechtliche Betreuer*innen beraten, unterstützen und vertreten die betroffenen Menschen beispielsweise bei der Regelung ihrer Finanzen, der Organisation von pflegerischen Diensten, der Einwilligung in ärztliche Behandlungen oder gegenüber Behörden.

Derzeit sind im Kreis Segeberg für rund 3.800 Menschen Betreuungen eingerichtet. Etwa die Hälfte von ihnen wird von Berufsbetreuer*innen unterstützt. "Wir benötigen weitere Betreuer*innen, um den Bedarf decken zu können", sagt Betreuungsbehördenleiterin Katja Lohmeier. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Berufsbild "Berufsbetreuer*in" mit Inkrafttreten der Betreuungsrechtsreform 2023 zum Januar des nächsten Jahres aufgewertet werden wird. "Allerdings sind dann auch bestimmte Qualifikationen verpflichtend vorgeschrieben, um bei uns in der Betreuungsbehörde registriert/zugelassen zu werden." Der Gesetzgeber wolle damit eine bessere und gleichwertige Qualität in der rechtlichen Betreuung sicherstellen. So solle gewährleistet werden, dass die zu betreuenden Menschen die bestmögliche Hilfe erhalten und deren Wunsch und Wille im Mittelpunkt stehen.

Für eine professionelle Betreuung benötigen Interessenten ab 2023 rechtliche, psychiatrisch-psychologische und betriebswirtschaftliche Grundlagen. Diese können nebenberuflich in Fortbildungskursen oder kompakt in einem Studium an einer anerkannten Hochschule erworben werden. Nach erfolgreichem Abschluss werden die Berufsbetreuer*innen bei der Betreuungsbehörde ihres Wohnorts registriert. Ihre Qualifikation gilt dann bundesweit.

Berufsbetreuer*in ist kein Ausbildungsberuf im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder eines Studiums. Vielmehr handelt es sich um eine Tätigkeit, die sich in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat. Während vor 1992 hauptsächlich Rechtsanwält*innen beruflich in diesem Bereich tätig waren, sind in den Jahren seit 1992 auch viele Menschen aus anderen Berufsgruppen dazugekommen, schwerpunktmäßig Sozialarbeiter*innen/-pädagog*innen, Alten- und Krankenpfleger*innen sowie Erzieher*innen, aber auch Verwaltungsfachkräfte und Kaufleute.

"Wenn Sie Lust am Kommunizieren mit verschiedenen Adressaten haben, gerne selbständig arbeiten, sich Ihre Zeit frei einteilen möchten und Sie die Herausforderung einer Tätigkeit als Berufsbetreuer*in interessiert annehmen möchten, freuen wir uns, Ihnen weitere Informationen telefonisch oder per E-Mail zu geben", sagt Katja Lohmeier.

Betreuungsbehörde

Hamburger Straße 30
23795 Bad Segeberg


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Rechtliche Betreuung

Das Betreuungsrecht regelt die Betreuung (rechtliche Vertretung) für Personen, die ihre Angelegenheiten wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr selbst besorgen können.

Das Amtsgericht stellt diesen Personen einen rechtlichen Betreuer zur Seite, sofern die rechtliche Vertretung nicht bereits durch eine Vollmacht geregelt ist.

Aufgaben der Betreuungsbehörde

Die Betreuungsbehörde nimmt Aufgaben nach dem Betreuungsrecht wahr.

Diese Aufgaben sind:

  • Information und Beratung über rechtliche Betreuung und gerichtliches Betreuungsverfahren.
  • Beratung und Unterstützung für Betreute und Betreuer*innen, Vollmachtgeber*innen und Bevollmächtigte.
  • Ermittlung, Einschätzung und Darstellung des rechtlichen Betreuungsbedarfs im gerichtlichen Betreuungsverfahren für das Betreuungsgericht.
  • Eignungsbeurteilung von ehrenamtlichen Betreuern*innen und Berufsbetreuern*innen, Auswahl und Vorschlag geeigneter Betreuer*innen an das Betreuungsgericht.
  • Anregung und Förderung der Tätigkeiten einzelner Personen sowie gemeinnütziger und freier Organisationen im Betreuungswesen.
  • Aufklärung, Beratung und Information über Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.
  • Öffentliche Beglaubigung von Unterschriften auf Vollmachten und Betreuungsverfügungen.

Vorsorgliche Vollmachten

Jeder von uns kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger regeln ihre rechtliche Vertretung für den Notfall bereits in gesunden Tagen, indem sie einer Person ihres Vertrauens eine Vorsorgevollmacht erteilen.
Die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung durch das Amtsgericht ist nicht erforderlich, soweit eine ausreichende Vollmacht besteht.

Ehrenamtliche Betreuung

Möchten Sie etwas Sinnvolles für einen hilfsbedürftigen Menschen tun?

Steht für Sie der einzelne Mensch im Mittelpunkt?

Erreichbarkeiten und Kontakt

Die Öffnungszeiten der Betreuungsbehörde sind:

Montag bis Freitag: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 14.00 bis 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung.

Für Terminabsprachen können Sie sich gern unter der Telefonnummer +49 4551-951 8750

oder per E-Mail an uns wenden.

Sie erhalten dort den Kontakt zum/zur für Sie zuständigen Mitarbeiter*in.

Wir bieten auch Sprechstunden in Norderstedt, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt an.

Ort und Zeit können unter der oben genannten Telefonnummer oder auch per E-Mail erfragt werden.

Ansprechpartner*innen

Leitung


Rechtliche Betreuung

Aufgaben der Betreuungsbehörde

Vorsorgevollmacht

Betreuungsverfügung

Wichtige Dokumente und Formulare

Pflege

Die Stärkung der pflegerischen Versorgung in Deutschland ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Für eine zukunftsgerichtete Pflege müssen wir mehr tun.

Der Fachkräftemangel belastet die Branche bereits seit Jahren. Durch die Corona-Pandemie wurde zusätzlich deutlich, wie hoch die Auslastung des Pflegepersonals ist.

Als Kreis Segeberg wollen wir gemeinsam mit Ihnen und allen Partner*innen im Pflegesektor einen politischen Prozess anstoßen, um Pflege zu verbessern und Mitarbeiter*innen zu gewinnen.

Wichtige Beratungsstellen im Kreis

Der Pflegestützpunkt hilft dabei, möglichst lange im eigenen Zuhause verbleiben zu können und berät Sie in allen Fragen zum Thema "Pflege". Der Pflegestützpunkt ist eine Einrichtung des Landes Schleswig-Holstein, der Pflegekassen und des Kreises Segeberg.

Wichtige Dokumente und Formulare

Heimaufsicht

Im Rahmen der Heimaufsicht werden die Pflegeeinrichtungen und stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe im gesamten Kreisgebiet beraten und regelmäßig kontrolliert.

Meldungen über Heime

Momentan gibt es keine aktuellen Meldungen.

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