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Infektionsschutz und Impfungen

Letzte Meldung

17.11.2022: Corona-Isolationspflicht endet

Kiel. Das Gesundheitsministerium hat die staatlichen Regeln für Corona-positiv getestete Personen angepasst.

"Die Anhörung der Expertinnen und Experten bestätigte nachdrücklich, dass es weder geboten noch verhältnismäßig ist, dauerhaft staatliche freiheitsentziehende Maßnahmen bei einer Infektionskrankheit anzuordnen, die in ihrer Wirkung inzwischen mit anderen, ähnlich schweren, Infektionskrankheiten vergleichbar ist", betonte Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken. Weiterhin gelte der allgemeine Grundsatz "Wer krank ist, bleibt zu Hause". An Stelle einer staatlichen Regel trete nun wieder mehr Eigenverantwortung, wie beispielsweise auch bei einer Grippeerkrankung oder anderen ansteckenden Krankheiten, erklärte die Ministerin.

Neue Regeln treten am Donnerstag in Kraft

Das Gesundheitsministerium hat nach Zustimmung des Kabinetts am Mittwoch einen entsprechenden Erlass herausgegeben, den die Kreise und kreisfreien Städte über Allgemeinverfügungen umsetzen. Die neuen Regelungen gelten ab Donnerstag, 17. November, und sind bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

 Liegt ein positiver Corona-Test vor, gilt

  • außerhalb der eigenen Wohnung eine 5-tägige Maskenpflicht in Innenräumen für Personen ab dem 6. Lebensjahr. Außerhalb geschlossener Räume wird empfohlen, einen Abstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einzuhalten oder alternativ auf eine Maske zurückzugreifen.
  • in diesem Zeitraum ein Betretungsverbot für Besuchende von medizinischen und pflegerischen Einrichtungen.
  • in diesem Zeitraum ein Betretungsverbot für positiv getestete Kinder für Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflegestellen, da sie in der Regel keine Maske tragen.
  • in diesem Zeitraum für Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen und mobilen Pflegediensten grundsätzlich ein Beschäftigungsverbot zum Schutz der besonders vulnerablen Gruppen.
  • für Personen, die keine Maske tragen können, dass sie Schulen nicht betreten dürfen.

Corona-Test nicht verpflichtend

Ausschlaggebend für die Anwendung der Regeln des Erlasses sind sowohl positive Tests bei einer Ärztin oder einem Arzt, in einem Testzentrum oder auch Selbsttests: Bei einem positiven Selbsttest ist eine PCR-Kontrolltestung im Testzentrum oder in einer Arztpraxis nicht verpflichtend, jedoch weiterhin für einen offiziellen Genesenennachweis und mögliche Entschädigungsansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz erforderlich.

Arbeitgeber können eigene Regelungen treffen

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können auf der Grundlage ihrer Gefährdungsbeurteilung eigene Anordnungen im Umgang mit Infektionskrankheiten treffen. Für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Kliniken kann beispielsweise durch den/die Arbeitgeber/in eine Tätigkeit für positiv getestete Mitarbeitende ohne Symptome im Rahmen des Hygienekonzeptes und bei Anwendung von Schutzvorkehrungen wie das Tragen einer FFP2-Maske oder ähnlichen Vorkehrungen gewährt werden. Umgekehrt können grundsätzlich auch im Zuge des Arbeitsschutzes beispielsweise Homeoffice-Regelungen in Abstimmung mit den Beschäftigten vereinbart werden.

Hintergrund

Gemeinsam mit bislang drei weiteren Ländern hatte Schleswig-Holstein am 11. November angekündigt, die Isolationspflicht für positiv auf das Coronavirus getestete Personen auslaufen zu lassen. Dem vorausgegangen waren zahlreiche Bemühungen Schleswig-Holsteins und anderer Länder, auf Bundesebene zu einer Neubewertung der bundeseinheitlichen Absonderungsempfehlungen zu kommen, die vom Bundesgesundheitsministerium jedoch abschlägig beschieden wurden. Zuletzt hatten vier Länder unter Beteiligung Schleswig-Holsteins Ende September den Bundesgesundheitsminister aufgefordert, eine Neubewertung der Isolations-Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund und der klaren fachlichen Empfehlungen von Expertinnen und Experten, zuletzt bei einer Anhörung im Schleswig-Holsteinischen Landtag, passt das Land den ehemaligen Absonderungserlass des Landes an die aktuelle Lage an.

Zur Meldung auf der Landesseite

17.11.2022: Gesund durch Herbst und Winter

Hier finden Sie Informationen

  • zur Nutzung der Notaufnahme,
  • zum ärztlichen Bereitschaftsdienst und
  • über Impfmöglichkeiten für Herbst und Winter.

Gesund durch Herbst und Winter in Schleswig-Holstein

16.11.2022: Allgemeinverfügung (Corona/Maßnahmen positiver Test)

Allgemeinverfügung über die Aufhebung der Allgemeinverfügung vom 28.10.2022 und die Anordnung von Maßnahmen im Falle eines positiven SARS-CoV-2-Tests.

Mehr

05.08.2022: Informationen über Affenpocken/Orthopocken

Informationen des Robert Koch-Institutes (RKI)

In Deutschland sind im Mai 2022 erste Fälle von Affenpocken (Orthopocken) identifiziert worden.

Diese Fälle stehen im Zusammenhang mit weiteren Affenpocken-Fällen, die im Mai 2022 in verschiedenen Ländern außerhalb Afrikas registriert worden sind.

Soweit bekannt, erkranken die meisten Betroffenen nicht schwer. Weitere Fälle sind auch in Deutschland zu erwarten. Nach derzeitigem Wissen ist für eine Übertragung des Erregers ein enger Kontakt erforderlich. Es scheint weiterhin möglich, den aktuellen Ausbruch in Deutschland zu begrenzen, wenn Infektionen rechtzeitig erkannt und Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt werden.

Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das Robert Koch-Institut nach derzeitigen Erkenntnissen als gering ein.

Persönliche Erstberatung im Kreis Segeberg: Wenn Sie eine Erstberatung wünschen, steht Ihnen Herr Dr. Christian Herzmann gern zur Verfügung. Einen Termin können Sie unter folgender Telefonnummer vereinbaren: +49 4551 951-9342

Infektionsschutz im Überblick

Wir kümmern uns bei Ausbrüchen von ansteckenden Erkrankungen, treffen die notwendigen Maßnahmen und informieren betroffene Bürger*innen.

Ebenso sind wir zuständig für infektionshygienische Überwachungen von Krankenhäusern, Pflegediensten, Seniorenheimen, Arztpraxen sowie Tätowier- und Piercingstudios.

In unser Aufgabengebiet fallen die Überprüfungen des Trinkwassers und die Qualität unserer Badegewässer.

Wir bieten eine Impfsprechstunde mit Beratung und Impfleistungen (Standardimpfungen).

Unsere Tuberkulosefachkräfte beraten und führen die Umgebungsuntersuchungen bei gesicherten Tuberkuloseneuerkrankungen durch.

Wir engagieren uns im Multiresistente-Erreger-Netzwerk.

Weitere Services, Informationen, Formulare und Kontakte

Coronavirus

Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz

Masernschutzgesetz und Meldeformular

Anonymer HIV-Test und Beratung

Ein kostenloser und anonymer Test auf eine HIV-Infektion ist im Gesundheitsamt nach telefonischer oder persönlicher Vereinbarung möglich.

Telefon: +49 4551-951 9342

Darüber hinaus umfasst unsere Beratung weitere sexuell übertragbare Erkrankungen (beispielsweise Chlamydien-Infektion, Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV), Syphilis (Lues), Tripper (Gonorrhoe), Hepatitis- B- und C- Infektion).

Bürger*innen-Service

Ansprechpartner*innen

Unser Impfangebot

Impfungen gehören zu den wichtigsten und effektivsten Maßnahmen, um Krankheiten zu verhindern.

Wir bieten eine regelmäßige ärztliche Impfsprechstunde an jedem ersten Dienstag im Monat von 14 bis 16 Uhr im Gesundheitsamt in Bad Segeberg (Zimmer 132 oder 135, Haus A) an. Dies gilt nicht für Coronavirusimpfungen!

Das Impfangebot umfasst die Standardimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung und Keuchhusten und gegen Masern, Mumps und Röteln.

Anmeldung:

Telefon:  +49 4551-951 9230
E-Mail: schutzimpfung@segeberg.de

Impfberatung und Impfleistung sind kostenfrei. Impfpass und Versichertenkarte der Krankenkasse müssen mitgebracht werden.

Weitere Informationen:

Unsere Beratung erfolgt auf Grundlage der in Schleswig-Holstein empfohlenen Impfungen und den aktuellen Empfehlungen der STIKO (ständige Impfkommission in Deutschland).

Informationen über die einrichtungsbezogene Impfpflicht

Meldungen zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht nach §20a IfSG müssen über das Serviceportals des Landes Schleswig-Holstein erfolgen. Die dort gemeldeten Daten werden an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet.

Schaubild Meldeschritte einrichtungsbezogene Impfpflicht für Einrichtungen © Land SH

Für Beschäftigte in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen gilt ab dem 16. März eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Betroffen sind Mitarbeiter*innen von zum Beispiel:

  • Kliniken,
  • Pflegeheimen,
  • Arztpraxen und
  • Rettungsdiensten.

Kommen Beschäftigte dieser Nachweispflicht nicht nach oder bestehen Zweifel an dem Dokument, ist die/der Arbeitgeber*in dazu verpflichtet, dies dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Das Gesundheitsamt prüft dann weitere Schritte und verhängt gegebenenfalls ein Betretungs- oder Tätigkeitsverbot.

Meldeportal des Landes


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