Gesundheit
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20.03.2026: Digitale Hilfe bei Suchtproblemen - Kreis empfiehlt zwei Apps
Kreis Segeberg. Bei "Jugend im Kreistag" (JiKT) im vergangenen November hat sich eine Gruppe mit dem Thema "Realität statt Rausch" beschäftigt. In der Diskussion wurde deutlich, dass sich viele Jugendliche mehr digitale Aufklärung und schnelle Hilfe bei Suchtproblemen wünschen. Besonders wichtig ist dabei eine niedrigschwellige Unterstützung über das Smartphone. Der Jugend-Kreistag beschloss deshalb, dass die Kreisverwaltung prüfen soll, ob es Apps gibt, die Jugendlichen in schwierigen Situationen helfen können. Gewünscht waren Anwendungen mit Tipps zum Umgang mit Suchtdruck sowie einer Notfallfunktion, über die schnell Kontakt zu Jugend- und Suchtberatungsstellen aufgenommen werden kann.
Der Fachdienst Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung des Kreises hat nun passende Angebote ermittelt. Zwei Apps erfüllen die gewünschten Funktionen und werden auch vom zuständigen Kreisausschuss für Ordnung, Verkehr und Gesundheit (OVG) und dem Kreistag befürwortet.
"SO!" – Unterstützung auf dem Weg aus der Sucht
Die App "SO!" hilft dabei, Kontakt zu Beratungsstellen aufzubauen und begleitet Nutzer*innen im Alltag, wenn sie ihr Suchtverhalten verändern möchten. Über eine Chatfunktion kann direkt eine Beratungsstelle kontaktiert werden.
Außerdem bietet die App unter anderem einen Abstinenz-Rechner, Checklisten, ein Stimmungstagebuch und einen sogenannten Notfallkoffer mit Strategien für schwierige Situationen. Auch Angehörige können sich dort informieren.
Die App ist kostenlos und anonym nutzbar. Sie ist Teil eines landesweiten Angebots der Landesstelle für Suchthilfe Schleswig-Holstein und mit der Website Suchtberatung digital SH verknüpft. Dort erhalten Menschen in Schleswig-Holstein kostenlose und anonyme Beratung – online oder vor Ort – zu Themen wie Alkohol, Cannabis, illegale Drogen, Medikamente, Nikotin, Glücksspiel, Mediennutzung, Essstörungen oder Kaufsucht.
"blu:app" – Informationen und Hilfe speziell für Jugendliche
Eine weitere empfohlene Anwendung ist die "blu:app". Sie richtet sich gezielt an junge Menschen und bietet verständliche Informationen zum Thema Sucht. Zusätzlich gibt es eine Chatfunktion, einen Beratungsstellen-Finder sowie einen direkten Zugang zu einem Krisenchat, der rund um die Uhr erreichbar ist.
Die App wurde von blu:prevent, einer Suchtpräventionsinitiative des Blauen Kreuzes Deutschland, entwickelt. Ziel des Vereins ist es, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, Herausforderungen zu bewältigen, selbstbestimmt zu leben und gesund aufzuwachsen.
Kreis Segeberg will Angebote bekannter machen
Der Kreis Segeberg will beide Apps künftig stärker bekanntmachen, damit möglichst viele Jugendliche von diesen digitalen Hilfsangeboten erfahren und sie bei Bedarf nutzen können.
Darüber hinaus empfiehlt der Kreis die App „Krisenkompass“ von der Telefonseelsorge. In dieser App gibt es Hilfe zur Selbsthilfe rund um das Thema Suizid sowie wertvolles Wissen und Unterstützung in akuten Krisensituationen. Die App richtet sich an Menschen in Lebenskrisen sowie an Angehörige und an Hinterbliebene nach Suizidfällen.
Außerdem gibt es die Selbsthilfe-App KIS von der Kontakt-und Informationsstelle Segeberg. Sie enthält Informationen und Angebote rund um das Thema Selbsthilfe im Kreis Segeberg.
17.03.2026: Tag des Gesundheitsamtes: "Vielfalt für Gesundheit" im Fokus
Kreis Segeberg. Am 19. März wird bundesweit der Tag des Gesundheitsamtes begangen. Der Aktionstag wurde 2019 vom Robert Koch-Institut ins Leben gerufen, um auf die wichtige Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto "Vielfalt für Gesundheit".
Das Motto soll verdeutlichen, wie vielfältig die Aufgaben der Gesundheitsämter und die Professionen sind, die dort zusammenarbeiten. Auch das Gesundheitsamt des Kreises Segeberg trägt mit seinen verschiedenen Fachrichtungen dazu bei, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und zu fördern – von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter. Es arbeitet eng mit anderen Bereichen zusammen – etwa dem Jugendamt, der Eingliederungshilfe, dem Büro für Chancengleichheit und Vielfalt, der Sozialen Sicherung sowie dem Pflegestützpunkt. Ziel ist es, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu unterstützen und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.
Sozialpsychiatrischer Dienst und Gesundheitsförderung
Der sozialpsychiatrische Dienst unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen oder in seelischen Krisen sowie deren Angehörige. Gleichzeitig entwickelt der Bereich Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention und arbeitet eng mit sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen zusammen.
"Bildung, Beruf, Herkunft, Einkommen und soziales Umfeld beeinflussen die Gesundheit eines Menschen erheblich", sagt Dr. Sylvia Hakimpour-Zern, Leiterin des Fachdienstes Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung. "Der soziale Status nimmt nicht nur Einfluss auf die körperliche, sondern auch auf die seelische Gesundheit." Viele Risikofaktoren für psychische Erkrankungen stünden in engem Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit.
Zahnärztlicher Dienst
Eine Zahnärztin ist gemeinsam mit Prophylaxehelfer*innen regelmäßig in Kitas und Schulen unterwegs. Dort lernen Kinder spielerisch, wie richtiges Zähneputzen funktioniert. Außerdem informiert das Team Erzieher*innen sowie Eltern über Zahngesundheit, Ernährung und den Umgang mit Schnullern.
Kinder- und Jugendgesundheitsdienst
Ärztinnen sowie medizinische und sozialmedizinische Fachangestellte untersuchen jährlich rund 2.800 zukünftige Erstklässler*innen. Dabei wird die körperliche, geistige und psychosoziale Entwicklung überprüft. Die Untersuchungen können frühzeitig Auffälligkeiten erkennen – etwa im Bereich Sprache oder Feinmotorik – und so eine gezielte Unterstützung ermöglichen.
Amtsärztlicher Dienst
Der amtsärztliche Dienst bietet unter anderem kostenlose, anonym mögliche Beratungen und Testungen auf HIV an. Zusätzlich informiert das Team über andere sexuell übertragbare Infektionen und bietet regelmäßig eine Impfsprechstunde an. "All das ist wichtig, um möglichst vielen Menschen Zugang zu Informationen und mehr Sicherheit im Umgang mit Infektionsrisiken zu verschaffen", sagt Dr. Alexandra Emken, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit.
Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz
Ziel des Fachdienstes Infektionsschutzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Ausbreitung einzudämmen oder zu verhindern. Zum Arbeitsalltag gehören Beratungen, Ermittlungen bei Infektionsfällen sowie Maßnahmen zur Hygiene und zum Gesundheitsschutz. Im Rahmen des Gesundheitsschutzes steht unter anderem die Trinkwasserüberwachung im Fokus.
"Der Tag des Gesundheitsamtes macht deutlich: Der Öffentliche Gesundheitsdienst ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung. Durch Beratung, Prävention, Untersuchungen und Zusammenarbeit mit vielen Partner*innen trägt das Gesundheitsamt dazu bei, gesundes Aufwachsen, Leben und Älterwerden für alle Menschen zu ermöglichen", fasst es Landrat Jan Peter Schröder zusammen.
Hintergrund zum Tag des Gesundheitsamtes
Am 19. März 2019 hat das Robert Koch-Institut erstmalig den "Tag des Gesundheitsamtes" ausgerufen. Mit diesem Gedenktag sollen die kommunalen Gesundheitsbehörden gewürdigt werden, die weltweit eine wichtige Säule für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen, deren Bedeutung jedoch oftmals zu wenig bekannt ist. Für die Gesundheitsämter soll der Tag auch Anlass sein, die eigene Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Anlass ist der Geburtstag des Arztes und Sozialmediziners Johann-Peter Frank, der Mitte des 18. Jahrhunderts geboren wurde und bis heute als Begründer des öffentlichen Gesundheitsdienstes gilt.
12.03.2026: Bußgeldstelle nicht erreichbar
Kreis Segeberg. Der Fachdienst “Ordnungswidrigkeiten“ ist in der Woche vom 16. bis 20. März aufgrund eines IT-Updates nicht erreichbar. In dieser Zeit können weder telefonische noch persönliche Anfragen beantwortet werden.
Die Bußgeldstelle verfolgt und ahndet Ordnungswidrigkeiten in Zusammenarbeit mit der Polizei und weiteren Behörden in folgenden Bereichen:
- Abfallbeseitigungsgesetz,
- Handwerksordnung,
- Jugendschutzgesetz,
- Landesbauordnung,
- Lebensmittelgesetze,
- Naturschutz,
- Schulgesetz,
- Straßenverkehr,
- Tierschutzgesetz,
- Waffenrecht und weitere.
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Der ZuFiSH ist das zentrale Informationsportal rund um Dienstleistungen, Online-Services, Ansprechpartner*innen und Dokumente, die die öffentliche Hand Ihnen als Bürger*in anbietet.
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Blut- und Organspende: Leben retten ist ganz einfach!
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Blutspende
Blutspenden retten Leben, denn Blut ist nicht künstlich herstellbar. Deshalb sind Patient*innen auf das stetige Engagement von Blutspender*innen angewiesen. Unter folgendem Link erfahren Sie mehr zum Thema Blutspende. Außerdem können Sie in Ihrer Region einen Spendetermin vereinbaren.
Mehr Informationen -
© Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln
Organspende
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hat 2022 bundesweit 4.004 Menschen gefragt, was sie über das Thema Organ- und Gewebespende denken. Die Befragung zeigt, dass viele der Organspende grundsätzlich positiv gegenüberstehen.
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- Amtsärztliche Untersuchung durchführen lassen
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- Aufnahme in den Krankenhausplan eines Landes beantragen
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