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Gesundheitsförderung

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29.09.2022: Am 10. Oktober ist Tag der seelischen Gesundheit

Kreis Segeberg. Ob Depression, Ängste, Demenz oder Sucht: In der Öffentlichkeit ist das Thema "psychische Erkrankung" oftmals immer noch ein Tabu. Der internationale Tag der seelischen Gesundheit will darauf aufmerksam machen, dass neben der körperlichen Gesundheit auch das seelische Wohlergehen wichtig ist. "Das Thema geht uns alle an – ob als betroffene Person oder als Angehörige*r, denn: Laut Statistik wird fast jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung leiden", weiß Kreis-Gesundheitsplanerin Juliane Kokot. Der Aktionstag findet jedes Jahr am 10. Oktober statt. Die World Federation for Mental Health hat den Tag vor 30 Jahren mit Hilfe der WHO (World Health Organisation) ins Leben gerufen.

Passend zum Aktionstag gestaltet das "Aktionsbündnis seelische Gesundheit" bundesweit eine Woche unter dem Motto "Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft". Auf der Internetseite des Bündnisses sind über 400 Präsenz- und Online-Veranstaltungen aufgeführt, die zwischen dem 10. und 20. Oktober stattfinden. Ziel ist es, insbesondere das Verständnis füreinander zu stärken.

"Manche Menschen werden schwer krank und brauchen für längere Zeit verschiedene Hilfen. Für Freund*innen und Verwandte ist es oft schwierig, damit umzugehen. Sie benötigen ebenfalls Rat und Unterstützung", sagt Dr. Sylvia Hakimpour-Zern, Leiterin des Fachdienstes Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung beim Kreis. Organisationen wie das "Aktionsbündnis seelische Gesundheit" seien daher wichtig, um dringend notwendige Aufklärungs- und Antistigmata-Arbeit zu leisten. Denn eine akute seelische Erkrankung sei genauso behandlungsbedürftig wie ein entzündeter Blinddarm, eine chronische seelische Erkrankung genauso wie ein Diabetes.

Auch im Kreis Segeberg gibt es einen Zusammenschluss, der sich für seelische Gesundheit einsetzt: Organisiert vom Fachdienst Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung vernetzen sich hier Akteure wie das Psychiatrische Zentrum Rickling, die Suchtberatungsstelle (ATS) – Ambulante und Teilstationäre Suchthilfe, der Deutsche Kinderschutzbund, der Jugendhilfeträger IUVO, das Jugendamt sowie die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Kreis Segeberg (KIS) mit Betroffenen.

Der Arbeitskreis hat unter anderem gemeinsam einen Hilfe-Wegweiser für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene herausgebracht. Er soll Betroffenen Mut machen, Unterstützungs- und Hilfsangebote wahrzunehmen.

Für Erwachsene steht vom Kreis Segeberg darüber hinaus der Psychosoziale Wegweiser Kreis Segeberg zur Verfügung. 

Die Kontakt- und Informationsstelle KIS bietet diverse Selbsthilfeangebote an.

Auch die IUVO und der Kinderschutzbund bieten Unterstützungsmöglichkeiten an.

Die ATS bietet als Suchthilfeträger verschiedene Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten. So findet dort beispielsweise am ersten und dritten Montag eines Monats von 14.30 bis 15.30 Uhr ein Gruppenangebot für alle erwachsenen Angehörigen von Menschen mit Suchtproblematik statt (Gartenstraße 17 in Bad Segeberg). Die Angehörigen lernen Bewältigungs- beziehungsweise Entlastungsstrategien. Zudem gibt es jeden Dienstagnachmittag von 16 bis 18 Uhr im Haus des Suchthilfezentrums (ebenfalls Gartenstraße 17 in Bad Segeberg) eine Jugendsprechstunde. Anmeldungen erfolgen telefonisch unter 04551 84358. 

Betroffene können sich jederzeit an die ATS oder aber auch an andere Suchthilfeträger wie die Therapiehilfe oder das Sozialwerk Norderstedt wenden.

Der Fachdienst Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung setzt sich selbst ebenfalls intensiv dafür ein, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone herauszuholen. Projekte wie "Heldenherzen"" an Grundschulen und das Programm "Verrückt? Na und!" an weiterführenden Schulen haben das Ziel, Kinder und Jugendliche zu stärken und dabei gleichzeitig die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen voranzubringen. Schulen, die sich für das Programm "Verrückt? Na und!" interessieren, können sich an die Koordinatorin Kathrin Geyer unter kathrin.geyer@segeberg.de wenden.

"Niemand muss in der heutigen Zeit mit seinen gesundheitlichen sowie psychischen Beschwerden, Ängsten oder negativen Gefühlen alleine sein", sagt Juliane Kokot, die dazu aufruft, die Hilfsangebote zu nutzen, "um der Seele einen Platz zum Atmen zu geben".

05.07.2022: Hitze? - Cool bleiben! Tipps für heiße Tage

Kreis Segeberg. Heiße Tage mit mehr als 30 Grad und Hitzewellen gab es in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit häufiger. Expert*innen gehen davon aus, dass hohe Temperaturen im Sommer aufgrund des Klimawandels vermehrt auftreten können. Auch bei uns. Während sich die Einen über warme Sommertage und hohe Temperaturen freuen und Abkühlung im See oder am Meer finden, stellt Hitze für Andere eine große Belastung dar. Insbesondere für sehr kleine Kinder, Ältere, (chronisch) Kranke oder Pflegebedürftige bedeuten hohe Temperaturen und Hitze ein gesundheitliches Risiko und können zur Gefahr werden. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie sich vor Hitze schützen und Abkühlung finden können, um den Sommer zu genießen.

Trinken: Der Körper regelt seine Temperatur über das Schwitzen. Trinken Sie genug, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen

    • Wie viel: Empfehlenswert sind mindestens zwei Liter am Tag (gesunde Erwachsene). Bei körperlicher Anstrengung braucht Ihr Körper entsprechend mehr Flüssigkeit. Erwachsene mit Nieren- und Herzerkrankungen sollten sich mit Ihrem Arzt besprechen.
    • Was: Bevorzugen Sie Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen.
    • Was nicht: Meiden Sie sehr kalte und zuckerhaltige Getränke wie Limonaden und Eistees. Verzichten Sie auf Alkohol.
    • Wie häufig: Trinken Sie regelmäßig über den Tag verteilt, zum Beispiel jede Stunde 150 Milliliter. Führen Sie ein Trink-Tagebuch. Für Smartphones finden Sie im App-Store unter dem Stichwort "Trinken" oder "Wasser" digitale Hilfen.

Ernährung: Essen Sie zusätzlich wasserreiche Lebensmittel wie Erdbeeren, Gurken, Melonen und Tomaten.


Kühle Wohnräume: Kühle Wohnräume können als Zufluchtsort vor Hitze dienen und erleichtern dem Körper die Erholung. So bleibt Ihr Zuhause möglichst kühl:

    • Lüften: Lüften Sie in den kühleren Morgen- und Abendstunden oder auch nachts ihre Wohnung. Halten Sie tagsüber die Fenster geschlossen, damit die Hitze nicht hereinkommt.
    • Verdunkelung: Mit Vorhängen, Rollläden oder Jalousien verdunkelte Fenster helfen ebenfalls, die Hitze auszusperren.
    • Elektrogeräte: Schalten Sie nicht benötigte Elektrogeräte ab – sie ziehen nicht nur Strom, sondern geben auch Wärme ab.
    • Schlafzimmer: Leichte Bettwäsche oder nur ein Laken als Decke und wenige Kissen erleichtern einen erholsamen Schlaf.
    • Weitere Hilfen: Das Aufhängen feuchter Tücher erzeugt durch die Verdunstung ebenfalls kühlere Luft.

Alltagstipps: Finden Sie Abkühlung - egal, ob zu Hause, im Büro oder unterwegs:

  • Tagesablauf: Die kühleren Morgen- und Abendstunden eignen sich besser für Aktivitäten im Freien, Sport oder Gartenarbeit.
  • Mittagshitze: Gönnen Sie sich während der Mittagshitze etwas Ruhe und halten Sie sich in kühlen Räumen auf.
  • Kleidung: Tragen Sie helle, luftige und weite Kleidung, am besten aus Baumwolle oder Leinen.
  • Abkühlung: Lassen Sie kühles Wasser über die Innenseite der Handgelenke laufen. Feuchtkühle Tücher auf Stirn und Nacken oder kühle Fußbäder lindern ebenfalls die Hitze.
  • Im Freien: Halten Sie sich möglichst im Schatten auf. Meiden Sie die direkte Sonne. Schützen Sie sich mit Sonnenhut/Cap, Sonnenbrille und Sonnencreme.
  • Unterwegs: Lassen Sie niemals Tiere oder Menschen im Auto zurück. Bereits nach wenigen Minuten werden die Temperaturen lebensbedrohlich.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert über Hitzewarnungen. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Internetseite des DWD. Ein Newsletter ist auch verfügbar. Viele Wetter-Apps geben auch Warnhinweise (beispielsweise Warnwetter-App oder "NINA"). So können Sie sich rechtzeitig auf hohe Temperaturen vorbereiten.

Hitze kann zu lebensbedrohlichen Notfällen führen. Rufen Sie im Zweifel und bei Auffälligkeiten besser einen Arzt/eine Ärztin oder den Rettungsdienst (112).

Fragen zum Thema beantworten die Gesundheitsplanung und die Klimaschutzleitstelle des Kreises Segeberg:

E-Mail: Gesundheitsfoerderung@segeberg.de oder klimaschutz@segeberg.de 

29.06.2022: Neue Impfstelle eröffnet am 1. Juli in Kaltenkirchen

Kreis Segeberg. Im Ohland-Park in Kaltenkirchen (Kisdorfer Weg 11) eröffnet am Freitag, 1. Juli, die neue Impfstelle für den Kreis Segeberg. Sie kann mit bis zu vier Impflinien betrieben werden. Die Gesamtorganisation der Impfstelle liegt beim Land.

Die bisherigen zwei Impfstellen im Norderstedter Herold-Center sowie in Bad Segeberg im Alten Bahnhof sind bereits geschlossen. Sie erfüllen nicht länger die aktualisierten Vorgaben des Landes und waren für einen Weiterbetrieb zu klein.

Öffnungszeiten in Kaltenkirchen: mittwochs 15.30 bis 19.30 Uhr, donnerstags bis samstags 10.30 bis 19.30 Uhr, sonntags bis dienstags geschlossen.

Eine Terminvereinbarung ist möglich auf der Internetseite zur Corona-Impfung in Schleswig-Holstein. Dort gibt es auch Informationen zu den weiteren Impfstellen, den Terminen der mobilen Impfteams sowie zu offenen Impfsprechstunden, für die kein Termin notwendig ist.

Auch die 15 mobilen Teams bleiben nach Angaben des Landes einsatzbereit. So sollen auch über den Sommer und den Herbst vorerst bis Ende des Jahres 2022 weiterhin Impfkapazitäten flächendeckend zur Verfügung stehen. Die Impfstellen und Impfteams ergänzen dabei niedergelassene Ärzt*innen, Apotheker*innen sowie weitere impfende Stellen.

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Weitere Informationen

Inzidenzen: Städte, Ämter und Gemeinden (Archiv)

Inzidenzverlauf im Kreis Segeberg

DIVI-Intensivregister (Intensivbettenkapazitäten)

Grafiken und Zahlen des Robert Koch-Instituts

Grafiken und Zahlen des Landes Schleswig-Holstein

Coronavirus-Informationen des Landes

Impfportal des Landes

Landesverordnungen und Erlasse

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Gesundheitsförderung im Überblick

Die Abteilung Gesundheitsförderung entwickelt, begleitet und verankert gesundheitsförderliche Strukturen, Projekte und Aktivitäten im Kreis Segeberg. Das Team besteht derzeit aus einer Projektkoordinatorin und einer Gesundheitsplanerin.


  • Datum: 09.06.2022

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    23795 Bad Segeberg

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    Die Abteilung Gesundheitsförderung entwickelt, begleitet und verankert gesundheitsförderliche Strukturen, Projekte und Aktivitäten im Kreis Segeberg. Das Team besteht derzeit aus einer Projektkoordinatorin und einer Gesundheitsplanerin.


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