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Ehrenamt im Kreis

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29.11.2022: Jugend im Kreistag: Mobbing und ÖPNV auf Agenda

Kreis Segeberg. Lia Tabacharniuk: So heißt die frischgewählte Jugendkreistagspräsidentin im Kreis Segeberg. Die Schülerin vom Alstergymnasium in Henstedt-Ulzburg ist eine von rund 40 weiteren Jugendlichen, die drei Tage lang im Rahmen des Projektes "Jugend im Kreistag" in die politische Arbeit auf Kreisebene geschnuppert hat. Ob Fragestunde mit dem Landrat, ein Gespräch mit dem Kreispräsidenten oder die Teilnahme an einem Workshop: Bei "Jugend im Kreistag" (JiKT) erhalten Schüler*innen der neunten und zehnten Jahrgangsstufen von Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet seit dem Jahr 2000 Einblicke in die Kreispolitik.

In den vier Arbeitsgemeinschaften

  • Umwelt, Energie und Klimawandel 
  • Mobilität
  • Fit fürs Leben und
  • Digitale Welt

haben die Jugendlichen mit Unterstützung von Kreispolitiker*innen sowie Verwaltungsmitarbeiter*innen an zwei Vormittagen insgesamt zehn Anträge erarbeitet und anschließend in einer gemeinsamen Jugendkreistagssitzung darüber abgestimmt. Die Ergebnisse sollen nun zur weiteren Beratung und Entscheidung mit in die politischen Kreisgremien genommen werden. Jugendkreistagspräsidentin Lia und ihre Stellvertreterin Lena Corral von der Freien Waldorfschule Kaltenkirchen sind zudem von Kreistagspräsident Claus Peter Dieck zur Kreistagssitzung am 30. März 2023 eingeladen worden. Dort werden sie auch Redezeit haben.

Neben den vier AGs gab es auch ein Medienteam.

Die Jugendkreistagssitzung fand traditionell am letzten Tag statt.

Unter anderem haben die Neunt- und Zehntklässler*innen mehrheitlich für die Einführung eines Präventionsprogramms an allen weiterführenden Schulen ab der 9. Klasse zum Thema "Verträge" gestimmt. Dies soll durch bereits vorhandene Beratungsstellen umgesetzt werden.

Zudem haben die Schüler*innen beschlossen, dass die Schulradwege so ausgebaut werden sollen, dass sie einen sicheren Schulweg gewährleisten. Im Beschluss heißt es dazu: "Der Radverkehrsbeirat des Kreises Segeberg soll sich der Problematik ungenügender Schulradwege annehmen und mit den Gemeinden und Ämtern als Schulträgern mögliche Lösungen erarbeiten. Hiermit soll das vorhandene Radverkehrskonzept des Kreises umgesetzt werden."

Ein Antrag zum Thema Diskriminierung und Mobbing an Schulen wurde bei jeweils drei Gegenstimmen und Enthaltungen ebenfalls mehrheitlich angenommen. Drei Schüler*innen erläuterten den Antrag. Sie stellten dar, wie es ist, wenn jemand selbst von Mobbing betroffen ist, aber nicht darüber gesprochen werden kann. Für die betroffenen Personen sei es bedeutend, dass alle Lehrkräfte über bereits vorliegende Richtlinien informiert sind und auch nach ihnen handeln. Denn besonders schlimm sei es, wenn Lehrer*innen um Hilfe gebeten werden, diese aber abwiesen. Das Thema könnte über den Landrat (Schreiben an das Bildungsministerium) oder die Schulräte platziert werden, die das Thema in die Schulkonferenzen geben könnten.

Der Beschluss sieht vor, dass der Antrag als Resolution an das Bildungsministerium übermittelt werden soll, die Schulrät*innen aufgefordert werden, den Vorschlag kreisweit umzusetzen und den Antrag in allen Schulkonferenzen beschließen zu lassen, sodass alle Lehrkräfte informiert sind. Jede Schule soll dazu verpflichtet sein, den Leitfaden am Anfang eines Schuljahres und auf pädagogischen Konferenzen als ersten Tagesordnungspunkt den Lehrkräften, Schulsozialarbeiter*innen, Schüler*innen- und Elternvertreter*innen vorzustellen.

Knapp fiel das Abstimmungsergebnis bei einem Antrag zum ÖPNV/zur Schülerbeförderung aus. Bei 16 Ja- und 15 Nein-Stimmen sowie fünf Enthaltungen lautet der Beschluss wie folgt: "Der Jugendkreistag bittet den Kreistag zu beschließen, dass die Fahrpläne der Schulbuslinien überarbeitet und zu wichtigen Stoßzeiten größere Busse eingesetzt werden, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Auch auf viel genutzten Linien sollen die Busgrößen überarbeitet werden, sodass es keine Überfüllungen gibt. Dafür sollen dann auf weniger genutzten Linien kleinere Busse eingesetzt werden."

Wie in den Jahren zuvor, arbeiteten Politik und Verwaltung eng mit dem Verein für Jugend und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA) zusammen. Jeweils mindestens eine Person aus der Verwaltung und der Kreispolitik bildeten gemeinsam ein Moderationsteam. "Die Teilnehmer*innen erfuhren, wie Meinungsbildung funktioniert, wie Diskussionen ablaufen und wie schwierig es sein kann, Kompromisse zu finden und abschließend zu entscheiden", sagt Kreispräsident Claus Peter Dieck. "Wir brauchen junge, engagierte Menschen wie diese, die sich zum Wohle der Gesellschaft mit ihren Ideen und ihrem Tatendrang einbringen wollen", so Dieck weiter. Er sieht in JiKT einen idealen Weg, Jugendliche an die Kommunalpolitik heranzuführen.

07.11.2022: Ehrenamt in Schleswig-Holstein allgegenwärtig

Überall in Schleswig-Holstein engagieren sich Frauen und Männer für die gute Sache. Sie werden aktiv und übernehmen Verantwortung, zum Beispiel in Gemeinden oder Kirchen, in Vereinen, bei Hilfsdiensten oder in Schulprojekten. Diese Menschen schenken der Gemeinschaft nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihre Tatkraft, gute Ideen und viel Erfahrung.

Wie wichtig Gemeinsinn ist, wird in der Öffentlichkeit nicht immer genügend wahrgenommen. Viele Bereiche sozialer Arbeit könnten ohne dieses freiwillige Engagement nicht geleistet werden – und Gleiches trifft auch auf die wertvollen Dienste im Sport, in der Kultur, in der Jugendarbeit oder im Naturschutz zu. Schleswig-Holstein braucht Menschen, die selbst die Probleme anpacken und nicht darauf warten, dass andere oder der Staat sie lösen.

Wer sich ehrenamtlich engagiert, verdient unsere Anerkennung und unseren vollsten Respekt. Wenn es also in Ihrem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis Menschen gibt, die Herausragendes für das Gemeinwohl leisten, dann lassen Sie uns das wissen. Denn: Engagement braucht Anerkennung!

Menschen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, können für eine Verleihung einer staatlichen Auszeichnung vorgeschlagen werden. Auf der Internetseite des Landes Schleswig-Holstein sind die Auszeichnungen des Bundes und des Landes sowie der Weg des Vorschlagsverfahrens detailliert beschrieben.

  • Datum: 07.11.2022

    Ehrenamtler*in für Auszeichnung vorschlagen (Formular)

    Menschen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, können für eine Verleihung einer staatlichen Auszeichnung vorgeschlagen werden. Auf der Internetseite des Landes Schleswig-Holstein sind die Auszeichnungen des Bundes und des Landes sowie der Weg des Vorschlagsverfahrens detailliert beschrieben.

    © Land SH

03.11.2022: Geflüchtetenhilfe: Veranstaltungen für Ehrenamtliche

Kreis Segeberg. Ehrenamtliche, die sich in der Geflüchtetenhilfe engagieren, können vor verschiedenen Herausforderungen stehen, wenn sie Menschen aus unterschiedlichen Kulturen unterstützen und begleiten. Um das eigene Handeln immer wieder einmal im Blick zu behalten, Situationen zu thematisieren beziehungsweise zu reflektieren und Lösungen zu erarbeiten, bietet die Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe des Kreises Segeberg regelmäßig ein Supervisionsangebot für die Helfer*innen an.

Die nächsten Termine in der Übersicht:

  • Mittwoch, 16. November, von 16.30 bis 18.30 Uhr im Gebäude der Kreisverwaltung Segeberg, Rosenstraße 28a in Bad Segeberg. Eine verbindlichen Anmeldung ist möglich bis Mittwoch, 9. November, per E-Mail.
  • Mittwoch, 14. Dezember, von 16.30 bis 18.30 Uhr in der Jugend-Akademie in Bad Segeberg, Marienstraße 31. Anmeldeschluss ist am Mittwoch, 7. Dezember, ebenfalls per E-Mail.

Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an privat engagierte Menschen, die zu keinem Verband und keiner Institution gehören.

Referentin ist die freiberufliche Supervisorin, Coachin und Beraterin Jasmin Guttau.

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Bürger*innenrolle: Die "Hall of fame" des Kreises Segeberg

Für die aktive Gestaltung, Entwicklung und Sicherung menschlichen Zusammenlebens in Staat und Gesellschaft ist engagiertes Ehrenamt unverzichtbar.

Als Anerkennung und Würdigung hat der Kreis Segeberg die Bürger*innenrolle beschlossen. Bürger*innen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich verdient gemacht haben, werden dort aufgenommen.

Regelungen für die Aufnahme in die Bürger*innenrolle

  1. Es werden Bürger*innen und ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für den Kreis Segeberg verdient gemacht haben.
  2. Die Ehrung der Bürger*innen wird durch die Übergabe einer Urkunde und einer Ehrennadel vollzogen. In der Urkunde wird der Anlaß und der Grund der Auszeichnung genannt.
  3. Die geehrten Personen werden mit Namen, Geburtsdatum, Anlass und Grund der Ehrung in die Bürger*innenrolle des Kreises Segeberg aufgenommen. Diese Rolle wird chronologisch fortgeschrieben.
  4. Bürger*innen werden auf Vorschlag aus der Bevölkerung des Kreises Segeberg einmal jährlich durch eine jeweils neu einzuberufende Vergabekommission in geheimer Wahl gewählt. Geehrt werden können nur lebende Personen. Mehrfachehrungen sind ausgeschlossen.
  5. Die Vergabekommission setzt sich aus jeweils einem Vertreter/einer Vertreterin der im Kreistag vertretenen Parteien und dem/der letztjährlich geehrten Bürger*innen zusammen. Bei der ersten Vergabe gehört der/die Kreispräsident*in der Kommission an.
  6. Die Ehrung wird durch den Kreistag in der jeweils ersten Sitzung des Jahres vorgenommen.
  7. Die Bürger*innenrolle ist im Eingangsbereich der Kreisverwaltung Segeberg und in den hierfür geeigneten Medien darzustellen.

Eintragungen 2022

Jutta Bartsch, geboren 1954, wohnhaft in Wahlstedt

Jutta Bartsch ist seit 16 Jahren im Vorstand des Sozialverbands Deutschland im Ortsverband Wahlstedt tätig. In den Jahren 2006 bis 2018 war sie zunächst Schatzmeisterin des Vereins, bevor sie 2018 den Posten der 1. Vorsitzenden übernommen hat. Seit 2015 ist Frau Bartsch zudem Frauensprecherin des Kreisverbands.

Der Sozialverband Wahlstedt ist mit rund 700 Mitgliedern der zweitgrößte Verein der Stadt. Viele Ehrenamtler*innen kümmern sich mit verschiedenen Angeboten vor allem um soziale Kontakte der Mitglieder. Zudem gibt es Vortragsreihen zu sozialen Themen und Hauptamtliche bieten Beratungen bei sozialen Problemen an.

In diesem Jahr wollte Frau Bartsch die Vorstandsarbeit eigentlich abgeben. Als sich auf der Jahreshauptversammlung aber kein*e Nachfolger*in fand, stellt sie sich kurzentschlossen für weitere zwei Jahre als 1. Vorsitzende zur Verfügung, um so die wertvolle und bedeutsame Arbeit des Sozialverbands fortführen zu können.

Frau Bartsch engagiert sich in ihrem Ehrenamt vorbildlich für sozial benachteiligte Menschen und leistet damit einen besonderen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft.

Klaus-Dieter Michna, geboren am 11.05.1947, wohnhaft in Bad Segeberg

Seit mehr als 20 Jahren begleitet Klaus-Dieter Michna Patient*innen der neurologischen Klinik in Bad Segeberg mit Worten und Taten als Patient*innenbetreuer. Er hört zu, gibt Ratschläge und hilft, wo immer es nötig ist. Auch von ihm durchgeführte Gottesdienste gehören dazu.

Herr Michna engagiert sich sehr für die katholische Kirchengemeinde und ist unter anderem als "ehrenamtlicher Pfarrer" tätig. Dazu hat er diverse Fortbildungen absolviert. Weit über die Segeberger Grenzen hinaus begleitet er Beisetzungen und hält die zumeist schweren, aber einfühlsamen letzten Worte am Grab der Verstorbenen, die den Hinterbliebenen Trost spenden sollen.

Viele Menschen schätzen die Hilfsbereitschaft des Bad Segebergers und seinen Einsatz für die ältere Generation. Beispielsweise macht er es möglich, dass eine ältere Dame, die gerne Klavier spielt, so oft wie möglich den Gottesdienst im neurologischen Zentrum begleiten kann, indem er sich als Fahrer zur Verfügung stellt.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass Herr Michna kranken und hilfesuchenden Menschen sehr viel Zeit und Kraft spendet. Mit unerschöpflichem Elan und Nächstenliebe hilft er anderen, wo immer es ihm möglich ist – ein unschätzbarer Beitrag für die Gesellschaft.

Annemarie Winter, geboren am 19.04.1948, wohnhaft in Henstedt-Ulzburg

Annemarie Winter

Annemarie Winter ist eine Helferin mit Herz und Tatendrang. Gleich zu Beginn der Flüchtlingskrise 2014/2015 etwa hat sie bei der Aufnahme syrischer Geflüchteter unterstützt. Sie hat die Menschen in Empfang genommen, zur Unterkunft begleitet und in der Folgezeit geholfen, wenn es beispielsweise um Behördengänge oder Arztbesuche ging. In ihrem Haus stellte sie einer fünfköpfigen syrischen Familie eine gesamte Etage zur Verfügung und schlief in dieser Zeit selber auf dem Sofa. Auch für die Flüchtlinge aus der Ukraine ist Frau Winter wieder sehr aktiv und die Kreisverwaltung greift gerne auf ihre Erfahrungen zurück. Für eine bestmögliche Unterstützung der geflohenen Menschen hat Frau Winter sogar verschiedene Sprachkurse absolviert.

Auf Initiative von Frau Winter findet seit rund zehn Jahren ein wöchentliches mittägliches Gemeindeessen in der Erlöserkirche statt, für das sie selbst für rund 50 bis 60 Personen unterschiedlichen Alters und verschiedener Nationen kocht.

Ebenfalls seit rund zehn Jahren engagiert sie sich bei "Bürger aktiv", wo sie von 2013 bis 2021 im Vorstand tätig war. Sie leitet eine Radfahrgruppe, bringt sich seit 2013 kommunalpolitisch in der Gemeindevertretung Henstedt-Ulzburg ein und gehört seit etwa 30 Jahren dem geschäftsführenden Vorstand des DRK Henstedt-Ulzburg an, wo sie seither als Schatzmeisterin die Kasse verwaltet.

Eintragungen 2021

Frau Brunhild Schuckart, geboren 1930, wohnhaft in Bad Segeberg

Frau Brunhild Schuckart schreibt seit ihrer Kindheit und ist auch mit 91 Jahren noch als Autorin und bei Lesungen aktiv. Lobenswert ist dabei ihr Engagement bei Lesungen für diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, etwa für Kranke in den Segeberger Kliniken. Dort war sie außerdem noch bei musikalischen Veranstaltungen dabei, um an der Genesung der Patienten mitzuwirken.

Unter dem Titel "Im Jahreskreis" hat Brunhild Schuckart zuletzt eine Trilogie mit Gedichten vorgelegt, in der sie den Natur- und Kulturreichtum  im traditionell ländlichen Raum stimmungsvoll, poetisch und mit viel Sprachgefühl beschreibt.

Das Gedicht "Unsere Umwelt" entstammt nicht der "Jahreskreis-Trilogie". In ihm formuliert die Autorin jedoch direkt ihr Anliegen, welches in den übrigen Gedichten bereits unterschwellig anklingt – die Forderung, die Natur zu schonen, zu schützen und sie für zukünftige Generationen zu erhalten.

Frau Schuckart ist seit der Pandemiezeit auch auf YouTube unter "Literaturtelefon 2021" zu finden. Dort liest sie einige ihrer Gedichte vor und gewährleistet somit auch denjenigen Zugang zu ihren Gedichten, die sie im Moment nicht besuchen kann.

Herr Torben Bröer, geboren 1970, wohnhaft in Kaltenkirchen

Herr Torben Bröer ist nach einem Badeunfall im Jahr 2005 ab den Achseln querschnittsgelähmt. Seitdem ist er sehr aktiv als Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung u.a. im Radsportverband Hamburg e.V. und als Inklusionsbeauftragter im Motorsportclub Kaltenkirchen e.V. (MSC).

Herr Bröer hat sich nach seinem Unfall zu einem Spitzensportler im Handbiking entwickelt, mit erfolgreichen Teilnahmen an Weltmeisterschaften, den Paralympics 2008 in China und zahlreichen anderen großen Wettbewerben. Er ist u.a. 10-facher Deutscher Meister. Herr Bröer repräsentiert damit die Stadt Kaltenkirchen und den Kreis Segeberg überregional und international auf eine sehr positive Art und Weise und ist Vorbild für andere.

Herr Bröer arbeitet aktiv im Inklusionsbereich / Behindertensport beim Radsportverband Hamburg e.V. und im Deutschen Rollstuhlverband. Weiterhin ist er Beauftragter für Inklusion beim Hamburger Sportverein und dem MSC. Durch seine Erfahrungen und die Bildung eines großen Netzwerks im Bereich der Inklusion ist Herr Bröer ein hervorragender Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen im Kreis Segeberg. Beim MSC hat er ein Inklusionskonzept entwickelt, um Menschen mit Behinderung den Rad- und Motorsport aktiv zu ermöglichen und für sportliche Aktivitäten zu begeistern.

Dr. Heinz Baumgarten, geboren 1950, wohnhaft in Struvenhütten 

Herr Dr. Heinz Baumgarten wurde bereits im Jahr 1996 zum Mitglied des Naturschutzdienstes bestellt und engagiert sich inzwischen seit 25 Jahren sehr intensiv für die Barker Heide.

Die Barker Heide wurde bereits 1938 zum Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist für den Kreis Segeberg und darüber hinaus eines der bedeutendsten Schutzgebiete für Binnenheiden und Binnendünen.

Herr Dr. Baumgarten hat sich sehr intensiv in die Geschichte und die Themen der Barker Heide, auch vor 1996, eingearbeitet und die Entwicklung bis ins Detail recherchiert. Aus diesem Wissen, gibt er immer wieder wertvolle Hinweise, so dass jedermann die Entstehung des derzeitigen Zustands verstehen und die Naturschutzverwaltung Folgen für die weitere Flächenentwicklung ableiten kann.

Er dokumentiert kontinuierlich die Entwicklungen im Gebiet anhand von selbst erstellten, fachlich hochqualifizierten, Vegetationskartierungen und Fotos. Es werden von ihm anhand dieser Dokumentationen diverse Vorschläge für mögliche Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen erarbeitet.

Herr Dr. Baumgarten ist außerdem häufig im Gebiet vor Ort, spricht mit den Besuchern und informiert über das Naturschutzgebiet. Er kommuniziert konstruktiv mit Flächeneigentümern und Nutzern, tauscht sich fortlaufend mit der unteren Naturschutzbehörde aus und hält abgestimmten Kontakt zu anderen Behörden.

Eintragungen 2020

Thies Teegen, geboren 1964, wohnhaft in Fredesdorf

Herr Thies Teegen engagiert sich seit nunmehr über 30 Jahre in der Lebenshilfe. Er leistet seit dem einen enormen Beitrag im Bereich der Selbstvertretung von Menschen mit Beeinträchtigungen und hat so für unglaubliche Entwicklungen gesorgt.

In Zeiten, in denen Menschen mit Beeinträchtigungen keinen Platz in der Gesellschaft hatten und ihnen niemand eine Stimme gab, wuchs Herr Teegen auf. Er ließ sich hiervon nicht beirren und fand seinen Platz mitten im Leben. So entwickelte sich Herr Teegen mehr und mehr selbst zur Stimme für Menschen mit Beeinträchtigungen. Dank seines Kommunikationstalentes nimmt er jede Mithörerin und Mithörer mit, da er die komplexesten Zusammenhänge für alle verständlich und lebensnah schildert und darstellt. Durch sein Wirken ist er ein strahlendes Vorbild für andere Menschen und spendet denen mit Beeinträchtigungen Mut, ebenfalls ein aktives Mitglied unserer Gesellschaft zu werden und so auch ihren Platz zu finden.

Seit 1981 ist er ein wertvoller Teil der Segeberger Werkstätten und bereichert seit 2001 den dortigen Rat. Seit 2010 vertritt er sogar auf Bundesebene den Landesverband "Arbeit und Wohnen". Auch über die Arbeit hinaus engagiert sich Herr Teegen für die Öffentlichkeit und so ist er u.a. Mitglied in der Theatergruppe "Wildes Land".

Herr Thies Teegen hat sich durch seine langjährige engagierte ehrenamtliche Tätigkeit und seiner herausragenden Vorbildfunktion für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

Jutta Neuber, geboren 1952, wohnhaft in Seedorf

Frau Jutta Neuber hat sich mit großem Engagement seit nun beinahe 30 Jahren für die Belange der Frauen im ländlichen Raum eingesetzt. Aufgrund ihres Einsatzes wird deutlich, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes "LandFrau" mit Leib und Seele ist.

Frau Neuber vertrat die LandFrauen sowohl in ihrem Ortsverein und im Kreis, als auch im Land Schleswig-Holstein an vorderster Stelle. So hat sie die Generationsübergreifende Gründung der Jungen LandFrauen unterstützt oder war auch an der Aktion "Bienen – Baum – Apfel" beteiligt.

Auch ihre Gemeinde hat sie in mannigfaltiger Art und Weise stets unterstützt. Frau Neuber bereicherte unter anderem im Laufe von 24 Jahren den Gemeinderat und stand 10 Jahre lang als Stellvertretende dem Bürgermeister zur Seite. Ihr Engagement erstreckte sich von politischer Beteiligung, über Förderung und Erhalt der Kultur und Tradition, bis hin zur Vertretung der Interessen der Bevölkerung.

Frau Jutta Neuber hat sich durch ihre langjährige engagierte ehrenamtliche Tätigkeit und ihrem vielseitigen Einsatz für das Gemeinwohl für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

Dagmar Beese, geboren 1944, wohnhaft in Kaltenkirchen

Frau Dagmar Beese ist seit der Gründung im Jahr 1998 engagiertes Mitglied der Kaltenkirchener Tafel. So vertrat sie seit Vereinsbeginn bis Anfang 2020 mit vollen Einsatz die Tafel als erste Vorsitzende und nimmt nunmehr die Position der zweiten Vorsitzenden wahr.

Unter Frau Beeses Leitung avancierte die Kaltenkirchener Tafel in mittlerweile 22 Jahren zu einem festen Element in der sozialen Fürsorge der Stadt. Dank ihres sorgfältigen Einsatzes konnte sie zusammen mit bis zu 50 Helferinnen und Helfer die Schwächsten unserer Gesellschaft helfend unterstützen. Infolge dieses überragenden Engagements erfährt der Verein eine intensive Unterstützung von den Lebensmittelmärkten der Stadt.

Die Kaltenkirchener Tafel hat dank Frau Beeses erheblicher Unterstützung eine Vorreiterrolle im Kreis übernommen. Als zweite im Kreis Segeberg gegründete Tafel hat sie eine enorme Strahlkraft und ist ein motivierendes Vorbild für viele Menschen, diesem positivem Beispiel folgen möchten.

Frau Dagmar Beese hat sich durch ihre langjährige engagierte ehrenamtliche Tätigkeit und ihrem Einsatz für die Schwachen unserer Gesellschaft für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

Eintragungen 2019

Gisela Böhme, geboren 1939 und Arnold Böhme, geboren 1937, wohnhaft in Kaltenkirchen

Frau Gisela Böhme und Herr Arnold Böhme engagieren sich seit Jahrzehnten gemeinsam im Ortsverband Kaltenkirchen des Sozialverbands Deutschland.

Herr Böhme trat 1965 in den damaligen Reichsbund für Kriegsopfer, Behinderte, Sozialrentner und Hinterbliebene, dem späteren Sozialverband Deutschland bei. 1982 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ortsverbandes Kaltenkirchen gewählt. Seit 1994 ist er 1. Vorsitzender, nachdem er bereits 1989 kommissarisch den Vorsitz übernommen hatte. Außerdem war Herr Böhme Beisitzer im Vorstand des Sozialverbands Deutschland-Kreisverbandes Segeberg.

Frau Böhme hat sich neben ihrem Mann ebenfalls 25 Jahre lang als Vorstandsmitglied im Ortsverband Kaltenkirchen engagiert und dort verschiedene Tätigkeiten, unter anderem als Frauenbeauftragte, ausgeübt.

Im März 2019 haben Frau und Herr Böhme ihre jahrzehntelangen Vorstandstätigkeiten beendet. Das Ehepaar blickt auf viele Jahre ehrenamtlicher Beratungstätigkeit in sozialen Belangen zurück. Insbesondere älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Arbeitslosen wurde unbürokratisch geholfen, ihre Rechte im Bereich des Sozialrechts wahrzunehmen.

Frau Gisela Böhme und Herr Arnold Böhme haben sich durch ihre langjährige engagierte ehrenamtliche Tätigkeit um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

Hans Hachmann, geboren 1941, wohnhaft in Alveslohe

Herr Hans Hachmann setzt sich seit fast 60 Jahren ehrenamtlich in seiner Heimatgemeinde Alveslohe für den Sport und zur Umsetzung bestimmter sportlicher Ziele auch in der Kommunalpolitik ein.  

Bereits mit knapp 18 Jahren wurde Herr Hachmann zum Spartenleiter Leichtathletik gewählt. 1970 übernahm er das Amt des 2. Vereinsvorsitzenden, 1973 wurde er Vorsitzender und übte dieses Ehrenamt bis auf eine kurze Unterbrechung bis September 2018 aus. Außerdem war er über Jahrzehnte auch als Handballschiedsrichter sowie für die Belange der Leichtathletik und des Sportabzeichens unterwegs. Der Breitensport hat für ihn stets höchste Priorität.

Neben weiterer ehrenamtlicher Tätigkeiten in der Kirchengemeinde engagierte sich Herr Hachmann mehrere Wahlperioden lang auch kommunalpolitisch als Gemeindevertreter und ist Vorstands- und Gründungsmitglied des Fördervereins "Freibads Alveslohe".

Hans Hachmann zeichnet in all den Jahrzehnten seine Bescheidenheit, besondere Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Sachlichkeit, Verlässlichkeit, Vertrauenswürdigkeit und seine Menschlichkeit aus.

Herr Hans Hachmann hat sich durch seine langjährige engagierte ehrenamtliche Tätigkeit um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

Anke Pawlik, geboren 1943, wohnhaft in Groß Kummerfeld

Frau Anke Pawlik engagiert sich seit 2006 in der Seniorenbeiratsarbeit und setzt sich für die Belange der Seniorinnen und Senioren ein.

Im Jahr 2006 gründete sich der Seniorenbeirat der Gemeinde Groß Kummerfeld, seitdem ist Frau Pawlik ununterbrochen dessen gewählte Vorsitzende. Weiterhin gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Kreisseniorenbeirats des Kreises Segeberg, dessen Vorsitzende sie von 2009 bis 2018 war.  2011 bis 2013 war sie zudem Vorsitzende des Landessenioren-beirats Schleswig-Holstein, seit 2017 ist sie dort Leiterin/Sprecherin der Fachgruppe 1 "Strategie und Öffentlichkeitsarbeit – überregionale Angelegenheiten".

In der Gemeinde Groß Kummerfeld rief sie unter anderem das Projekt "Alt hilft Alt" ins Leben, bei dem es um aktive Nachbarschaftshilfe bei der Bewältigung von Alltagsproblemen geht. Als eine ihrer Hauptaufgaben in der Seniorenarbeit betrachtet es Frau Pawlik, sich für die berechtigten Interessen der älteren Bürgerinnen und Bürger einzusetzen und die Entscheidungsprozesse der Politik in diesem Sinne mitzugestalten. Sie vertritt den Kreisseniorenbeirat bis heute in den Kreisgremien.

Frau Anke Pawlik hat sich durch ihre langjährige engagierte ehrenamtliche Tätigkeit um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

Eintragungen 2018

Juris Bekeris, geboren 1943, wohnhaft in Kattendorf

Herr Juris Bekeris leitete bis zu seiner Pensionierung 2008 mit außerordentlichem Engagement die Geschwister-Scholl-Schule in Kaltenkirchen.

1993 initiierte Herr Bekeris eine Hilfsaktion für notleidende Menschen in der Stadt Plavinas in Lettland. Während der damaligen Versorgungskrise schuf der Einsatz von Herrn Bekeris die Basis für eine intensive Partnerschaft, welche bis heute besteht.
Weiterhin wurde ein Schüleraustauschprogramm ins Leben gerufen, welches lettischen Schülern ermöglicht, vier Wochen bei einer Gastfamilie in Kaltenkirchen zu verbringen und das dortige Gymnasium zu besuchen. Derzeit liegen die Tätigkeitsschwerpunkte auf medizinischen Hilfen.

Zudem engagierte sich Herr Bekeris viele Jahre im sportlichen Bereich. So war er Ende der 1980er Jahre Mitglied und Vereinsvorsitzender beim MTV Henstedt und später im TSV Kattendorf aktiv.

Herr Juris Bekeris hat sich durch seine langjährige vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

Klaus Kasch, geboren 1952, wohnhaft in Henstedt-Ulzburg

Herr Klaus Kasch ist seit knapp zehn Jahren Mitglied im Beirat des Jobcenters und seit Mai 2011 Beiratsvorsitzender.

Sowohl seine Funktion als Arbeitnehmervertreter als auch die des Vorsitzenden hat Herr Kasch mit großem Engagement und dem festen Willen ausgeführt, das Jobcenter und dessen Kundschaft bestmöglich bei der Wahl der passenden Vorgehensweisen für die Eingliederung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zu beraten. Dabei war ihm wichtig, dass die Beratung stets auf Augenhöhe mit den Beteiligten stattfand.

Herrn Kaschs besonderes Augenmerk galt dabei dem jugendlichen Klientel des Jobcenters. Die Einrichtung der kreisweit tätigen Produktionsschule zur Förderung junger Menschen mit besonders großen individuellen Herausforderungen im Mai 2015 hat er ebenso konstruktiv begleitet, wie die Einführung der Jugendberufsagentur, deren erster Standort 2017 in Norderstedt eröffnet wurde.

Als Mitglied des Wirtschaftsbeirats der Produktionsschule war er aktiv am Entwicklungsprozess der Schule beteiligt. Weiter konnten durch seine Vermittlung Spenden zur Finanzierung der Projektwoche im Juni 2018 eingeworben werden, welche ohne sein Engagement nicht möglich gewesen wäre.

Herr Klaus Kasch hat sich durch seine langjährige vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

Ernst Walter Meyer, geboren 1955, wohnhaft in Mözen

Herr Ernst Walter Meyer übernahm 1990 die Leitung der Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle in Bad Segeberg. Mit viel Herzblut und ökonomischem Gespür setzte er sich für die Aufrechterhaltung des Standortes Bad Segeberg ein, welche 1993 beschlossen wurde. Herr Meyer hat maßgeblich dazu beigetragen, ein neues Standortkonzept für die Landwirtschaftsschule zu entwerfen, die erfolgreiche Integration der Kollegen aus Bad Oldesloe und Lensahn hat er verantwortungsbewusst umgesetzt.

Sowohl als Lehrer an der Landwirtschaftsschule als auch in seiner Funktion als Unternehmensberater landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere von Junglandwirten, hat sich Herr Meyer stets für die Entstehung und den Erhalt zukunftsorientierter Landwirtschaft eingesetzt.

Zudem ist Ernst Walter Meyer seit vielen Jahren im Verein landwirtschaftlicher Fachbildung in Schleswig-Holstein, der Bundesarbeitsgemeinschaft der landwirtschaftlichen Fachschulen (BAG) und im Berufsbildungsausschuss der Landwirtschaftskammer aktiv.

Eine weitere ehrenamtliche Tätigkeit besteht in seiner nunmehr 32 Jahre währenden Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Mözen, bei der er langjährig die Schriftführertätigkeit innehatte.

Herr Ernst Walter Meyer hat sich durch seine langjährige vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit um das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Segeberg verdient gemacht.

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  • Datum: 07.11.2022

    Ehrenamtler*in für Auszeichnung vorschlagen (Formular)

    Menschen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, können für eine Verleihung einer staatlichen Auszeichnung vorgeschlagen werden. Auf der Internetseite des Landes Schleswig-Holstein sind die Auszeichnungen des Bundes und des Landes sowie der Weg des Vorschlagsverfahrens detailliert beschrieben.

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