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Kindertagesbetreuung und Förderung

Letzte Meldung

10.01.2023: Ferienspaß trotz finanzieller Sorgen

Kreis Segeberg. "Das neue Jahr hat begonnen, die Terminkalender füllen sich und für viele ist die Ferienplanung eine wichtige Überlegung", weiß Jugendamtsmitarbeiterin Angela Klimpel. Doch aktuell gebe es mehr Familien denn je, für die eine Reise aufgrund finanzieller Sorgen alles andere als selbstverständlich sei. Bereits seit vielen Jahren unterstützt das Land Schleswig-Holstein Familien mit geringerem Einkommen durch die Jugendferienwerksmittel (JFW). Diese ermöglichen,

  • dass Kinder und Jugendliche – Jugendferienwerkskinder – vergünstigt an Ferien- und Freizeitmaßnahmen von freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe teilnehmen können

und

  • dass Erziehungsberechtigte gemeinsam mit ihren Kindern einen eigenständig geplanten Familienurlaub verbringen können.

Das Land hat die "Richtlinie zur Förderung von Ferien- und Freizeitmaßnahmen mit Kindern und Jugendlichen" (Jugendferienwerksrichtlinie) neu gefasst und die Fördersätze erhöht. Für Jugendferienwerkskinder gibt es jetzt bis zu 12 Euro pro Tag und Person (bisher 10 Euro) und für Familienurlaube bis zu 18 Euro pro Tag und Person (bisher 15 Euro). Maximal kann ein Familienurlaub mit 65 Prozent der anerkennungsfähigen Kosten gefördert werden. "Die Familien müssen also immer noch einen nicht unerheblichen Teil der Kosten selbst finanzieren können", sagt Klimpel.

Der Zuschuss wird für mindestens fünf und maximal 14 Tage gezahlt. Die Tage können auch auf zwei Urlaube pro Familie aufgeteilt werden. Förderfähig sind nur die Kosten für die Unterkunft sowie die An- und Abreise, nicht jedoch die für Verpflegung und andere Nebenkosten.

Um einen Förderantrag stellen zu können, müssen die Familien

•        Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II oder XII beziehungsweise

•        Wohngeld,

•        Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz oder

•        Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten oder

•        ein regelmäßiges Nettoeinkommen haben, das eine bestimmte Einkommensgrenze nicht übersteigt.

Der Kreis Segeberg hat den Kreisjugendring (KJR) mit der Abwicklung der Anträge für die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Ferien- und Freizeitmaßnahmen von freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe beauftragt. Beim KJR gibt es weitere Auskünfte dazu: Telefon 04551-3464, E-Mail.

Die Beratung zur Förderung von Familienurlauben übernimmt Angela Klimpel vom Kreis-Jugendamt: Telefon 04551 951-9189, E-Mail. Sie verschickt auf Anfrage das Antragsformular, dem dann weitere Unterlagen beizufügen sind.

Anträge für Familienurlaubsförderungen können das ganze Jahr über gestellt werden. "„Wenn eine Familie die Gesamtfinanzierung des Urlaubes aber nur mit der Zuwendung sicherstellen kann, so ist der Antrag spätestens drei Monate vor Reiseantritt einzureichen", erläutert Klimpel. Wenn eine Familie den Urlaub auch ohne die Förderung finanzieren kann, müsse diese spätestens zwei Wochen vor Antritt der Reise beantragt werden. "Es kann dann aber vor dem Urlaubsbeginn nicht mehr mit einem Bescheid und somit nicht mit einer Förderzusage gerechnet werden."

Einen rechtlichen Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung haben die Antragsteller*innen nicht. In der Kreisverwaltung wird anhand der Vorgaben und nach den verfügbaren Haushaltsmitteln über eine Förderung entschieden. Gleiches gilt für die Stadt Norderstedt, die die Anträge für Familien aus ihrem Stadtgebiet selbst bearbeitet.

03.01.2023: Mehr Geld für Freizeitangebote in der Jugendarbeit

Kreis Segeberg. Im Kreis Segeberg steht in diesem Jahr mehr Geld für Ferien- und Freizeitangebote in der Jugendarbeit zur Verfügung. Mit dem kürzlich gefassten Beschluss hat die Kreispolitik die Fördermittel von bisher 16.500 Euro auf 41.500 Euro jährlich erhöht.

Antragsberechtigt sind alle Träger der freien Jugendhilfe wie Jugendgruppen, -verbände und -initiativen sowie alle Jugendzentren im Kreis in öffentlicher Trägerschaft. Maßnahmen, die gefördert werden können, müssen sich an Kinder, Jugendliche und junge Volljährige im Alter von sechs bis 27 Jahren richten, die im Kreis Segeberg wohnen. An einer Maßnahme müssen mindestens sieben Personen und eine Betreuungsperson teilnehmen. Die Angebote wie Ferienlager und -fahrten müssen in der Regel mindestens drei Tage und dürfen längstens 21 Tage dauern.

Der Kreisjugendring (KJR) Segeberg kümmert sich um die Bearbeitung der Anträge. Als Interessenvertretung seiner Mitgliedsvereine und -verbände sowie als Vertretung der Jugendverbände hatte er nun die Erhöhungen der seit 2005 unverändert festgesetzten Förderbeträge beantragt. Der Kreistag hat einer Neufassung Anfang Dezember zugestimmt. Seit dem 1. Januar 2023 gelten somit diese neuen Förderbeträge:

  • Ferien- und Freizeitmaßnahmen sowie Jugendbildungsmaßnahmen (5 Euro/Person)
  • Ferien- und Freizeitmaßnahmen mit präventiven Schwerpunkten, beispielsweise zu den Themen Sucht oder Gewalt (6 Euro/Person)
  • Internationale Jugendarbeit mit Begegnung im Kreisgebiet (6 Euro für alle Personen)
  • Internationale Jugendarbeit mit Begegnung im Ausland (9 Euro nur für Personen aus dem Kreisgebiet)

Für junge Menschen mit nachgewiesener Behinderung kann bei allen Maßnahmen ein höherer Betrag beantragt werden.

Seit 2005 fördert der Kreis Angebote der Jugendarbeit. "Es besteht die Hoffnung, dass sich die Vereine und Verbände nach den Jahren der Corona-Pandemie, in denen derartige Freizeitmaßnahmen kaum durchführbar waren, in den kommenden Jahren auf diesem Gebiet wieder verstärkt engagieren können", sagt Angela Klimpel vom Fachdienst "Kita, Jugend, Schule, Kultur".

Die Träger oder die zuständige Jugendgruppenleitung müssen die Zuschussanträge spätestens vier Wochen vor Beginn der Maßnahme stellen. Um Planungssicherheit zu haben, empfiehlt Klimpel eine möglichst frühe Antragsstellung.

Informationen zum Antragsverfahren gibt es beim Kreisjugendring Segeberg unter Telefon 04551 / 3464 oder per E-Mail. Die Antragsformulare sind auf der Internetseite des KJR bereitgestellt.

Ansprechpartnerin in der Kreisverwaltung zu den Themen Jugendarbeit und Jugendförderung ist Angela Klimpel:

Frau Klimpel

Kita, Jugend, Schule, Kultur

Burgfeldstraße 41a
23795 Bad Segeberg

21.11.2022: Qualifizierungskurs Kindertagespflege des Evangelischen Bildungswerkes Bad Segeberg (ab 28.01.2023)

  • Datum: 21.11.2022

    Qualifizierungskurs Kindertagespflege

    Um Kindertagespflegeperson im Kreis Segeberg zu werden, ist die erfolgreiche Teilnahme an dem Grundqualifikationskurs mit 160 Unterrichtseinheiten nach einem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes notwendig. Hier finden Sie Infos und Teilnahmebedingungen.

    © Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Plön-Segeberg / Bildungswerk


Zeitraum des Kurses: 28.01.2023 bis 07.10.2023

Ort: Bad Segeberg

Online-Informationsveranstaltung: 01.12.2022 um 19:30 Uhr

Für die kostenfreie Online-Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

Anmeldung


Weitere Informationen

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KitaPortal Schleswig-Holstein

Kita-Portal Schleswig-Holstein © Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Ihre Suche nach einem Betreuungsplatz wird erleichtert!

Sie erhalten mit diesem Online-Angebot einen Überblick der Betreuungsplätze an verschiedenen Standorten. Außerdem finden Sie viele nützliche Informationen über die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen Ihrer Wahl.

Die Teilnahme an diesem Portal ist für alle Kindertageseinrichtungen seit dem 1. August 2020 verpflichtend – Kindertagespflegepersonen können sich freiwillig in dieses Portal aufnehmen lassen.

Über die Voranmeldung für einen Betreuungsplatz wird die Einrichtung oder Kindertagespflegeperson über Ihr Interesse informiert.

Einen schönen Kita-Start!

Zum KitaPortal


Kindertagesbetreuung im Überblick

Unter Kindertagesbetreuung fasst man die Betreuung in Kindertagesstätten (Krippe, Kindergarten, Hort) und Kindertagespflege ("Tagesmutter" und "Tagesvater").

Beide Betreuungsformen sind wichtige "Bausteine" in der Kinderbetreuung im Kreis Segeberg.

Formulare, Anträge, Richtlinien, Satzungen, Merkblätter und Hinweise zum Thema Kindertagestreuung

21.11.2022: Qualifizierungskurs Kindertagespflege des Evangelischen Bildungswerkes Bad Segeberg (ab 28.01.2023)

  • Datum: 21.11.2022

    Qualifizierungskurs Kindertagespflege

    Um Kindertagespflegeperson im Kreis Segeberg zu werden, ist die erfolgreiche Teilnahme an dem Grundqualifikationskurs mit 160 Unterrichtseinheiten nach einem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes notwendig. Hier finden Sie Infos und Teilnahmebedingungen.

    © Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Plön-Segeberg / Bildungswerk


Zeitraum des Kurses: 28.01.2023 bis 07.10.2023

Ort: Bad Segeberg

Online-Informationsveranstaltung: 01.12.2022 um 19:30 Uhr

Für die kostenfreie Online-Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

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Weitere Informationen

Kindertagespflege: Infos, Dokumente und Formulare

Allgemeine Informationen zur Förderung der Kindertagespflege im Kreis Segeberg (laufende Geldleistung an die Kindertagespflegepersonen und Festsetzung der Kostenbeiträge an die Eltern):


Antragsformulare


Bitte beachten Sie die Förderungsmöglichkeiten und den jeweils richtigen Ansprechpartner: Das örtliche Sozialamt oder das Kreisjugendamt.

Haben Sie grundsätzliche Fragen zur Tagespflege, wenden Sie sich bitte an die richtige Vermittlungsstelle.

Die Vermittlungsstelle, die für Ihren Wohnort zuständig ist, finden Sie in der folgenden Übersicht:

Kindertageseinrichtungen: Infos, Dokumente und Formulare

Für die einkommensabhängige Ermäßigung der Elternbeiträge wenden Sie sich bitte an Ihr örtliches Sozialamt.


Bedarfspläne

Ansprechpartner*innen

Für selbstständig tätige Kindertagespflegepersonen: Das Vertretungssystem

Das Vetretungssystem gilt für selbstständig tätige Kindertagespflegepersonen, nicht für die institutionelle Tagespflege.

Grundsätzliches

  • Kindertagespflegepersonen (KTPP) haben die Möglichkeit, ihre Vertretung selbst zu organisieren.
  • Bei Anerkennung der Vertretungskraft erhält die KTPP einen Aufschlag von 0,30 € pro Betreuungsstunde auf die Sachkostenpauschale.
  • Die Vertretungskraft erhält vom Kreis Segeberg für die geleisteten Vertretungsstunden eine Geldleistung entsprechend ihrer Qualifikation. Diese beinhaltet den gesetzlichen Anerkennungsbetrag und bei Betreuung in den eigenen Räumen die entsprechende Sachkostenpauschale.
  • Für die Abrechnung der Vertretungsstunden ist der "Antrag auf Gewährung einer Geldleistung im Rahmen der Vertretung in Kindertagespflege" zu nutzen. Diesen erhalten Sie über Ihre Fachberatung oder über die Homepage des Kreises Segeberg.
  • Die Vertretung kann entweder in den Räumen der KTPP oder der Vertretungskraft stattfinden.
  • Bei Ausfalltagen ohne Vertretung erhält die KTPP nach den gesetzlichen Vorgaben keine Zahlung. Ausnahme: Sachkostenpauschale einschl. Aufschlag von 0,30 € für Vertretungszeiten, wenn die Vertretung in den Räumen der KTPP stattfindet.
  • Die Eltern müssen mit der Vertretung einverstanden sein.
    • Die Betreuungsverträge sind anzupassen beziehungsweise eine Zusatzvereinbarung ist zu schließen.
    • Sollten Eltern mit dem Vertretungssystem nicht einverstanden sein, ist dies dem Kreis Segeberg zu melden. In dem Fall erhält die KTPP für diese Kinder keinen Aufschlag von 0,30 €.
  • Die KTPP und Vertretungskraft halten Kontakt und gewährleisten Bindungsarbeit mit dem Kind mindestens für 1 Stunde wöchentlich.
  • Der Urlaub ist zwischen KTPP und Vertretungskraft abzusprechen und mit den Eltern abzustimmen.
  • Eine Vertretung ist somit in der Regel nur für einen kurzfristigen Ausfall erforderlich.
  • Bei abgesprochenem Urlaub besteht für die Eltern gegenüber dem Kreis Segeberg kein weiterer Anspruch auf eine Vertretung.
  • Betreute Kinder sind über die Unfallkasse Nord versichert.

Voraussetzungen

Die Vertretungsperson muss

  • namentlich benannt werden.
  • dauerhaft im Vertretungsfall zur Verfügung stehen (insbesondere bei kurzfristigem Ausfall wegen Krankheit).
  • geeignet sein.
    • Geeignetheitsprüfung erfolgt durch die Servicebüros für Kindertagespflege.
    • Geeignetheitsprüfung entfällt bei bereits anerkannten KTPP.
  • mindestens 21 Jahre alt sein.
  • ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintragungen folgender Personen vorlegen:
    • Vertretungskraft.
    • für alle im Haushalt lebenden Personen über 16 Jahren, wenn die Vertretung in den Räumen der Vertretungskraft stattfindet.
  • eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorweisen.
  • einen Nachweis über die Anmeldung in einem Erste-Hilfe-Kurs erbringen.
    • das heißt spätestens nach 6 Monaten ist die Teilnahmebescheinigung vorzulegen.
  • ein Erstgespräch mit der für Sie zuständigen Fachkraft der Vermittlungsstelle führen.
  • einen Nachweis über ihren Masernschutz vorweisen.
  • an einer Belehrung über Infektionsschutz teilnehmen.
  • ihre Räumlichkeiten vorher abnehmen lassen, wenn die Betreuung in den Räumen der Vertretungskraft stattfinden soll.
    • Unter anderem wird geprüft ob die Räume den Sicherheits- und Hygienevorgaben entsprechen.

Nach positiver Prüfung der Vertretungskraft

Die anerkannte Vertretungskraft (keine ausgebildete KTPP)

  • erhält eine Vertretungs-Erlaubnis.
  • erhält eine einmalige Pauschale von 200 € für ihren finanziellen und zeitlichen Aufwand.
  • erhält für die nach zwei Jahren erforderliche Erste Hilfe die Kosten für den Kurs erstattet.
  • nimmt an einer jährlichen Fortbildung für Vertretungskräfte über die Fachberatung teil.
  • nimmt mindestens zweimal im Jahr an den Tagespflegtreffs der Fachberatung teil.
  • nimmt einmalig an einer Schulung von insgesamt 12 Stunden in Form von 3 Modulen teil. Diese wird vom Evangelischen Bildungswerk des Kirchenkreises Plön-Segeberg organisiert.
  • erhält jährliche Aufwendungen für Beiträge zur Unfallversicherung (BGW).
  • erhält keine hälftige Erstattung der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge.
  • hat keinen rechtlichen Urlaubsanspruch durch den Kreis Segeberg (Regelung des Urlaubs zwischen KTPP, Vertretungskraft + Eltern).
  • Die Vertretungskraft erhält vom Kreis Segeberg für die geleisteten Vertretungsstunden eine Geldleistung entsprechend ihrer Qualifikation. Dies beinhaltet den gesetzlichen Anerkennungsbetrag und bei Betreuung in den eigenen Räumen die entsprechende Sachkostenpauschale.

Die zu vertretende KTPP

  • erhält ab Erlaubniserteilung der Vertretungskraft zusätzlich einen Aufschlag von 0,30 € pro Betreuungsstunde auf die Sachkostenpauschale. Wird die Erlaubnis im Laufe des Monats erteilt, erfolgt der Aufschlag ab dem Folgemonat.
  • erhält die Sachkostenpauschale bei Ausfall unter der Voraussetzung weitergezahlt, dass eine Vertretung und diese in den Räumen der Tagespflegeperson stattfindet.
  • sollte dokumentieren, wenn Eltern keine Vertretung wünschen.
  • sollte die Bindungsarbeit dokumentieren.

Fragen und Antworten

1) Ist es möglich, eine Vertretung nur für Krankheitsfälle/kurzfristige Ausfalltage und nicht für den Urlaub zu stellen?

Es ist nicht das Ziel, Vertretung für Urlaub anzubieten. Eine Vertretung sollte in der Regel nur für Krankheitsfälle/kurzfristige Ausfalltage zum Tragen kommen.

Der Urlaub ist zwischen KTPP und Vertretungskraft abzusprechen und mit den Eltern zu kommunizieren.

2) Reicht es, im Urlaub eine Notbetreuung anzubieten, beziehungsweise eine Ferienbetreuung?

Siehe Antwort 1: Der Urlaub sollte abgesprochen werden, sodass eine Not- beziehungsweise Ferienbetreuung nicht notwendig ist.

3) Bekommt man die 0,30 € durchgezahlt, auch im Urlaub und während der Krankheit?

Nicht in jedem Fall. Der Aufschlag von 0,30 € wird nur für Vertretungszeiten durchgezahlt für den Fall, dass die Vertretung in den Räumen der KTPP stattfindet.

4) Wie wird der Aufschlag von 0,30 € zurückgefordert, wenn keine Vertretung gewährleistet wurde?

Nur für den Zeitraum, in der keine Vertretung möglich war, oder für den Monat? Was passiert, wenn die Vertretung einmal nicht kann?

Rückforderung des Aufschlages erfolgt per Rückforderungsbescheid,

  • wenn sich herausstellt, dass die Vertretung mehrfach oder auf Dauer nicht sichergestellt werden kann.
  • wenn ein Verschulden der KTPP und/oder Vertretungskraft vorliegt (Erkrankung der Vertretungskraft ist kein Verschulden).

Die Prüfung und eventuelle Rückforderung erfolgt durch eine Einzelfallentscheidung.

5) Kann man auch mehrere Vertretungskräfte angeben, um gut abgesichert zu sein?

Ja, das ist möglich. Dies hat allerdings keine Auswirkung auf die Höhe des Aufschlages auf die Sachkostenpauschale (0,30 € pro Stunde und Kind).

Hierbei ist zu bedenken, dass jede benannte Vertretungskraft die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen muss.

Außerdem erhält die Vertretungskraft ihre Geldleistung nur für die tatsächlich geleisteten Vertretungsstunden.

6) Muss die Vertretungskraft die volle Anzahl an Stunden anbieten? Oder kann man für den Zeitraum auch die Betreuungszeit reduzieren?

Die Vertretungskraft hat die vertraglich vereinbarten Stunden anzubieten.

Die Eltern müssen aber nicht die vollen Stunden betreuen lassen.

7) Ist es erlaubt, die Vertretungskraft mit einem Minijob anzustellen beziehungsweise anzumelden? Wie rechnet die Vertretungskraft die Einnahmen ab?

Ja, es ist möglich die Vertretungskraft mit einem Minijob anzustellen. Die Vertretungskraft erhält ihre Geldleistung direkt vom Kreis Segeberg, es sei denn die Vertretungskraft erklärt die Abtretung an die zu vertretende KTPP.

HINWEIS: Auch die Vertretungskraft ist verpflichtet, dem Finanzamt Nebeneinkünfte anzugeben.

8) Wer zahlt die Vertretungskraft für einmal wöchentlich?

Für die Bindungsarbeit mit der Vertretungskraft, der KTPP und dem Kind kommt nicht der Kreis Segeberg auf.

Entweder finanziert die zu vertretende KTPP die Bindungsarbeit aus der Zusatzleistung von 0,30 € pro Stunde oder die Vertretungskraft macht es ohne Entgelt.

9)  Gibt es eine bestimmte Richtung, für die Fortbildung der Vertretungskraft? Müssen bestimmte Themen an Fortbildungen abgedeckt werden?

Die individuelle Prüfung von geeigneten Fortbildungen für Vertretungskräfte übernimmt Ihre Fachberatung.

10) Wieviel Urlaub steht der Vertretungskraft zu?

Der Urlaubsanspruch ist vom Kreis Segeberg nicht geregelt.

11) Wie viele Urlaubstage wären legitim für eine Vertretungskraft?

Siehe Frage 10.

12) In welchem Umkreis darf ich den Eltern eine Vertretung für den Urlaub anbieten?

Es macht nur Sinn, die Vertretung in gut erreichbarer Nähe zur eigentlichen Kindertagespflegestelle zu wählen. Die seinerzeit durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass Eltern im Vertretungsfall maximal 15 Kilometer weit fahren möchten. Wenn die Vertretung allerdings immer in der eigentlichen Kindertagespflegestelle stattfindet, ist es problemlos.

13) Kann die Vertretung in jedem Fall in den Räumen der KTPP erfolgen?

Dies ist nicht in jedem Fall möglich.

Hierbei ist zu bedenken, dass Krankheitsfälle der KTPP oder der Familienangehörigen dazu führen können, dass aufgrund der Ansteckungsgefahr eine Betreuung in der zu vertretenden Tagespflegestelle gar nicht möglich ist.

14) Können regelmäßige Vertretungen an einem festen Tag in der Woche über das Vertretungsmodell abgedeckt werden?

Nein. Die Vertretung soll nur bei Krankheitsfällen/kurzfristige Ausfalltage zum Tragen kommen. Die Bindungsarbeit ist zusätzlich zu gewährleisten.

15) Können stundenweise Abwesenheiten zum Beispiel durch private Termine über das Vertretungsmodell abgedeckt werden?

Nein.

16) Bekomme ich die 0,30 € auch, wenn die Eltern meine Vertretungskraft nicht in Anspruch nehmen möchten?

Ja. Wichtig ist, dass Sie eine Vertretungskraft vorhalten. Die Eltern entscheiden, ob Sie die Vertretung in Anspruch nehmen möchten.

17) Muss meine Vertretungskraft 365 Tage im Jahr abrufbereit sein?

Nein, Abwesenheitszeiten wie Urlaub sind mit der KTPP abzusprechen.

18) Ich möchte mich mit einer anderen KTPP in der Form zusammenschließen, dass wir die Betreuung von 5 Kindern aufteilen (zum Beispiel KTPP 1 betreut die Kinder montags und dienstags; KTPP 2 betreut die Kinder den Rest der Woche). Bei Ausfall einer KTPP übernimmt die andere KTPP die Kinder auch für die restlichen Betreuungstage.

Was ist zu bedenken?

  • Mit den Eltern sind 2 Verträge zu schließen (mit jeder KTPP).
  • Beide KTPP erhalten den Aufschlag auf die Sachkostenpauschale in Höhe von 0,30 €.
  • Die KTPP, die die Räumlichkeiten für die Betreuung zur Verfügung stellt, erhält im Vertretungsfall die Sachkostenpauschale einschließlich dem Aufschlag von 0,30 € weitergezahlt.
  • Die KTPP, die in den Räumlichkeiten der anderen betreut, erhält für die reguläre Betreuung die Sachkostenpauschale für andere genutzte Räume, für den Vertretungsfall jedoch nicht. Bitte einen Mietvertrag als Nachweis einreichen.

19) Müssen die Räume der Vertretungskraft komplett ausgestattet sein? Oder reicht das dringende, wie zum Beispiel Steckdosenschutz? Oder braucht man separate Räume wie Spielezimmer und Schlafzimmer?

Soll die Vertretung in den Räumen der Vertretungskraft durchgeführt werden, ist die Eignung der Räumlichkeiten gleichzusetzen mit der einer qualifizierten KTPP.

20) Bekommen die KTPP rückwirkend zur Antragstellung die 0,30 €?

Nein, die Gewährung des Aufschlages erfolgt erst nach positiver Prüfung der Vertretungskraft durch die Fachberatung und ab Ausstellung der Vertretungserlaubnis durch den Kreis Segeberg. Wird die Erlaubnis im laufenden Monat erteilt, wird der Aufschlag ab dem Folgemonat gewährt.

21) Darf eine Vertretungskraft mehre KTPP vertreten? Wenn ja, wie viele?

Ja, eine Vertretungskraft kann mehrere KTPP vertreten. Die Anzahl der zu vertretenden KTPP hängt im Einzelfall davon ab, ob die Vertretung gewährleistet werden kann und der Bindungsaufbau zu den Kindern gesichert ist.

22) Wenn die Eltern generell keine Vertretung wünschen, bekomme ich für das Kind keine 0,30 €. Wenn Sie nur an einzelnen Tagen keine Vertretung in Anspruch nehmen, grundsätzlich aber zugestimmt haben, werden die 0,30 € gezahlt?

Ja.

23) Gibt es die Möglichkeit, sich für einzelne Urlaubstage vertreten zu lassen?

Ja, obwohl die Vertretung in der Regel nur für Krankheitsfälle/kurzfristige Ausfalltage zum Tragen kommt.

Einzelne Tage, für die eine Vertretung in Anspruch genommen wird, werden über das Formular "Antrag auf Gewährung einer Geldleistung im Rahmen der Vertretung in Kindertagespflege" abgerechnet.

24) Wie wird der Monat, in dem man Urlaub hat, vergütet? Bekommt man nur während seines Urlaubs die 0,30 € nicht ausgezahlt oder den ganzen Monat nicht?

Der Aufschlag von 0,30 € wird analog zur regulären Geldleistung nur für die Ausfalltage quartalsweise zurückgefordert. Der Aufschlag wird zusammen mit der Sachkostenpauschale weitergezahlt, wenn eine Vertretung in den Räumen der Tagespflegeperson stattfindet.

  • Datum: 24.05.2022

    Schaubild Vertretungssystem Kindertagespflege

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