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Hilfe des Jugendamtes

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15.12.2021: Kreis und VJKA verlängern Vertrag

Kreis Segeberg. Der Vertrag zwischen dem Kreis Segeberg und dem Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA) über die Durchführung von Aufgaben der Jugend- und Kulturförderung wird für weitere fünf Jahre verlängert. Das hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung des Jahres beschlossen. Landrat Jan Peter Schröder sowie der VJKA-Vorstand haben den Vertrag jetzt unterzeichnet. Vorstandsmitglieder Jens Lichte, Constanze Rode, Holger Lück und Hauke von Essen sowie Manfred Stankat, Fachbereichsleiter für Jugend und Bildung des Kreises Segeberg, waren bei dem heutigen Termin dabei. Der Vertrag tritt zum 1. Januar 2022 in Kraft.

"Die Aktualisierung des Vertrages bildet eine wesentliche Grundlage dafür, dass der VJKA seine umfangreichen Geschäftsfelder

  • in der Jugend-Akademie Segeberg,
  • auf dem Jugend-Zeltplatz Wittenborn,
  • in der Kreismusikschule (KMS) sowie
  • der Kultur-Akademie

weiter erfolgreich ausüben kann und ein verlässlicher Partner für den Kreis bleibt", so Landrat Jan Peter Schröder. Die genannten Einrichtungen werden vom Verein weiterhin in eigener Verantwortung betrieben.

Zusätzlich zu den aktuell 65 Beschäftigen möchte der VJKA seine Pädagog*innen-Teams in den Teileinrichtungen Zeltplatz, Jugend-Akademie und Kultur-Akademie mit jeweils einer Fachkraft verstärken. Dafür sind im Vertrag 2,5 neue Vollzeitstellen vorgesehen. Außerdem ist die jährliche Durchführung der Segeberger Kulturtage im Vertrag berücksichtigt.

Unabhängig von den Einrichtungsstandorten in Bad Segeberg und Wittenborn ist der VJKA im gesamten Kreisgebiet aktiv. Vom Kreis erhält er im Jahr 2022 eine Förderung in Höhe von 2.684.100 Euro. Diese soll bis zum Jahr 2026 auf 2.932.400 Euro erhöht werden. Mit dem Kreiszuschuss werden anteilig die Personalkosten, Mieten und Pachten sowie die inhaltliche Arbeit gefördert. Ansonsten erwirtschaftet der Verein seine Finanzmittel durch Erhebung angemessener Teilnahme- bzw. Nutzungsentgelte sowie durch die Einwerbung von Geldern Dritter.

Landrat Jan Peter Schröder und Vereinsvorsitzender Hauke von Essen ermuntern ausdrücklich alle jungen und jung gebliebenen Menschen aus dem Kreis Segeberg, die vielfältigen und interessanten Angebote des VJKA zu nutzen. Zudem seien die Kommunen des Kreises herzlich eingeladen, sich durch ihre Mitgliedschaft in den Verein und sein kreisweites Wirken einzubringen.

Zum Hintergrund:

Seit vielen Jahren gibt es Verträge zwischen Kreis und VJKA, die die Übertragung und Durchführung von Aufgaben der Jugend- und Kulturförderung des Kreises Segeberg auf/durch den VJKA regeln. Sie dienen der Fortsetzung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit, die am 1. Januar 1998 mit der Ausgründung der zuvor kreiseigenen Einrichtungen "Kreismusikschule", "Jugendbildungsstätte Mühle" und "Jugendzeltplatz Wittenborn" in die Trägerschaft des Vereins begonnen hat.

Der am 12. Dezember 2016 unterzeichnete und ab 1. Januar 2017 unbefristet in Kraft getretene bisherige Vertrag legte die Zuschüsse zunächst für die Jahre 2017 bis 2021 fest. Die Verwaltung hat in enger Abstimmung mit dem VJKA nun einen in einigen Bereichen überarbeiteten Vertragsentwurf mit Festlegung der Förderbeträge für die Jahre 2022 bis 2026 ausgearbeitet, der in den vergangenen Monaten im Jugendhilfeausschuss, dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport sowie dem Hauptausschuss beraten und am 2. Dezember vom Kreistag beschlossen wurde.

01.12.2021: Jugendamt weiterhin für alle Kinder und Eltern erreichbar

Kreis Segeberg. Das Jugendamt weist darauf hin, dass Gespräche und Unterstützungsangebote im Zuge der Corona-Pandemie auch telefonisch und nicht nur vor Ort in der Behörde möglich sind. "Ungeimpfte Eltern ohne Auto, die auf dem Land und weiter entfernt von einer Schnellteststation wohnen, können uns derzeit mit dem Bus nicht erreichen", sagt Dagmar Kristoffersen vom Jugendamt. "Doch wir stehen den Eltern und natürlich vor allem den Kindern gerade in dieser Zeit weiterhin zur Seite, wenn es Fragen oder Probleme gibt." Eine telefonische Kontaktaufnahme über die Nummer 04551 951 9600 sei zu den regulären Öffnungszeiten möglich. Auf diesem Wege können auch Telefontermine oder Termine für einen gemeinsamen Spaziergang vereinbart werden.

Im Zuge weiter steigender Infektionszahlen hat der Kreis Segeberg wie berichtet seine Zugangsregelungen für Besucher*innen der Kreisverwaltung und der Außenstellen verschärft: Bis auf Weiteres dürfen nur noch geimpfte, genesene und getestete Personen mit Termin Zugang in die Gebäude des Kreises erhalten (3G-Regelung).

19.11.2021: Workshop befasst sich mit Auswirkungen der Corona-Pandemie

Kreis Segeberg. Nach einem Jahr Corona bedingter Pause hat der Segeberger Workshop für Kinder- und Jugendgesundheit kürzlich wieder in der Jugendakademie in Bad Segeberg in Präsenz stattgefunden. Mit der jährlichen Veranstaltung hat der Kreis in Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsakteur*innen zum nunmehr 14. Mal aktuelle Themen der Kinder- und Jugendgesundheit aufgegriffen. Der Schwerpunkt lag dieses Mal im Bereich der psychosozialen Gesundheit mit aktuellem Bezug zur Corona-Pandemie und deren Auswirkungen.

"Das vergangene Jahr hat uns allen noch einmal mehr gezeigt, welchen Stellenwert und Einfluss die psychische Gesundheit auf unser Wohlbefinden, unsere Lebensrealität und Lebensqualität hat", sagte Kreispräsident Claus Peter Dieck in seiner Begrüßung.

Gekommen waren rund 80 Frauen und Männer, die pädagogisch oder medizinisch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder sich ehrenamtlich in diesen Bereichen engagieren. "Der Workshop bot Gelegenheit für einen fachübergreifenden Austausch, zeigte Hilfen auf und hat das Ziel, dass die Teilnehmer*innen die Ergebnisse und Informationen im Anschluss weiterverbreiten", sagt Dr. Sylvia Hakimpour-Zern, Leiterin des Fachdienstes „Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung“, die den Nachmittag moderierte.

Wie erleben Kinder und Jugendliche die Corona-Pandemie? Welche Auswirkungen haben die Herausforderungen auf ihre psychische Gesundheit? Was kann Kindern dabei helfen, besser mit den Belastungen umzugehen? Dr. Anne Kaman ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin der Forschungssektion Child Public Health an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. In ihrem Vortrag befasste sie sich mit Fragen wie diesen und verdeutlichte, dass Kinder in der Coronapandemie vielfältige Belastungen erleben. Sie benötigen demnach langfristig Unterstützung, damit aus dem "Belastungserleben" keine chronische psychische Erkrankung erwächst.

Das anschließende Forum diente der Vertiefung des Themas. Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis wurden unter anderem Strategien zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen während und nach der Corona-Pandemie erarbeitet.

Ein weiteres Thema war "Medienkompetenz – zwischen Homeschooling und Ersatzbeschäftigung". Während der Corona-Pandemie hat sich das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen drastisch verändert. Aus Mangel an Beschäftigungsalternativen haben sie verstärkt digitale Angebote genutzt, digital kommuniziert und digital gelernt. Das wurde im Vortrag von Bjoern Petersen deutlich. Er ist Regionalreferent für Medienkompetenz des Offenen Kanals Schleswig-Holstein und veranschaulichte, wie Erwachsene, egal ob Lehrer*in oder Eltern, Kinder und Jugendliche beim Umgang mit digitalen Medien erfolgreich unterstützen können.

"Das dritte Thema, was uns bewegt, sind Kinder in psychosozial belasteten Familien", so Hakimpour-Zern. Dr. Christoph Barchewitz, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Angela Barchewitz betreiben seit 2019 eine privatärztliche Praxis und Kooperationspraxis für die örtliche Jugendhilfe in Bad Segeberg. Sie klärten darüber auf, dass es nicht die eigentlichen Diagnosen von Mutter oder Vater seien, die für Kinder und Jugendliche belastend seien, sondern das Ausmaß an Instabilität und fehlender Präsenz der Eltern. Wertvoll für betroffene Kinder und Jugendlichen seien nahe Verwandte oder externe zugewandte Menschen wie Lehrer*innen oder Sporttrainer*innen.

Im Rahmen eines weiteren vertiefenden Forums wurde ein im Kreis Segeberg entwickeltes Hilfe-System für psychosozial belastete Kinder und ihre Mütter vorgestellt. Dabei geht es vor allem darum, dass Schulkräfte und andere Unterstützer*innen der Kinder keine Scheu haben, als helfende Institution für die Eltern die Jugendämter zu benennen, die vorurteilsfrei an der Seite der Familien stehen und zur Stabilisierung der Kinder innerhalb der Familie beitragen.

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"Das Jugendamt und die Beratungsstellen im Kreis Segeberg sind da!"

Das Corona-Virus stellt auch Familien vor besondere Herausforderungen. "Eine solche für alle völlig neue Situation gemeinsam zu bewältigen, ist nicht immer einfach", weiß Manfred Stankat, Leiter des Kreisjugendamtes. Wo gibt es aktuell noch Hilfe, wenn das Zusammensein sich zunehmend schwierig gestaltet, vielleicht existentielle Sorgen mehr und mehr Kraft rauben und täglich neu aufkommende Probleme an den Nerven zehren?

Das Jugendamt ist unter der zentralen Rufnummer 04551-951 9600 montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr erreichbar.

Norderstedter*innen melden sich bitte direkt bei der Stadt Norderstedt.

"Hilfe holen ist kein Zeichen von Schwäche!"

Auch die Fachkräfte der Sozialen Dienste des Jugendamtes Segeberg unterstützen weiterhin Eltern, Kinder und Jugendliche. "Ich möchte alle Eltern ermuntern, Ruhe und Verständnis im Familienalltag aufzubringen, wenn es mal anders läuft als üblich. Es sind herausfordernde Zeiten, auch für Ihre Kinder", so Kreisjugendamtsleiter Stankat. "Holen Sie sich Hilfe, wenn es nötig ist. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern beweist Umsicht und Sorge für Ihre Kinder. Scheuen Sie sich also nicht, uns anzurufen, bevor die Situation eskaliert."

Angebote und Aufgaben des Jugendamtes

Das Jugendamt berät und unterstützt

  • bei familiären Problemen,
  • in allen Fragen der Erziehung,
  • in Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten,
  • bei der Regelung des Umgangs- und Sorgerechtes,
  • in Konflikt– und Krisensituationen,
  • bei der Beratung, Prüfung, Begleitung von Pflegefamilien, Vermittlung von Pflegekindern,
  • bei Adoptionen, 
  • durch Hilfen zur Erziehung (z. B. sozialpädagogische Familienhilfe, Heimerziehung, Tagesgruppen),
  • bei behinderungsbedingten Unterstützungsbedarfen von Kindern.

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Beratung durch das Jugendamt auch ohne Kenntnis der Eltern

  • wenn es Probleme in der Familie gibt,
  • wenn Kinder und Jugendliche in Notsituationen um Hilfe bitten,
  • wenn Kinder und Jugendliche straffällig werden. Dann werden sie durch die Jugendgerichtshilfe im Strafverfahren unterstützt,
  • wenn Kinder und Jugendliche nicht weiter wissen und Rat benötigen.

So arbeitet das Jugendamt

  • Es führt Gespräche zu Hilfebedarfen.
  • Es bietet Termine nach Vereinbarung an.
  • Die MitarbeiterInnen suchen Sie bei Bedarf auch zu Hause auf.
  • Das Jugendamt orientiert sich an Ihrer aktuellen Lebenssituation.
  • Es gestalten mit Ihnen notwendige und geeignete Hilfen zur Erziehung.

Weitere Aufgabengebiete des Jugendamts

  • Engagement im Stadtteil,
  • Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen und Schulen, Vereinen und anderen Behörden,
  • Führung von Amtsvormund- und Amtspflegschaften,
  • das Projekt Willkommensbesuche bei Neugeborenen und Frühe Hilfen,
  • Angebote der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder– und Jugendschutzes.

Beratungsstellen für wichtige Fragen

Viele wichtige Fragen? Wir antworten!

Geht es um Erziehungsfragen, Probleme im Miteinander, Spannungen, Sorgerechts- und Umgangsfragen oder auch um Fragen zum Kindeswohl, sind die Erziehungs- und Familienberatungsstellen im Kreis unter folgenden Nummern zu erreichen:

  • Familienbüro Bornhöved: +49 4323-8054 4711
  • Familienbüro Bad Bramstedt: +49 4192-2012 887
  • Haus der Sozialen Beratung Kaltenkirchen: +49 4191-9090 444
  • Haus der Sozialen Beratung Henstedt-Ulzburg: +49 4193-966 450
  • Begegnungs- und Beratungszentrum Bad Segeberg: +49 4551-955 102

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage Beratung im Kreis Segeberg.

Bei schweren Krisen oder Hinweisen auf Gewalt ist das Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg ebenfalls weiterhin erreichbar. Hier erhalten Kinder, Jugendliche und Erwachsene Beratung und Hilfe. Das Kinderschutz-Zentrum in Bad Segeberg ist zu erreichen unter der Rufnummer +49 4551-88 88 8.

Kontakt zum Jugendamt

Außenstandorte des Jugendamtes

Norderstedt: Jugendamt und Jugendhilfe © Stadt Norderstedt
Jugendamt und Jugendhilfe in Norderstedt

Norderstedter*innen melden sich bitte direkt bei der Stadt Norderstedt.

Arbeitsbereiche des Jugendamtes sind unterteilt in den Allgemeinen Sozialen Dienst, die Wirtschaftliche Jugendhilfe, das Adoptions- und Pflegestellenwesen, die Amtsvormundschaften und Ergänzungspflegschaften sowie die Beistandschaften.

Info und Kontakt

Jugendamt und Jugendhilfe in Norderstedt

Norderstedter*innen melden sich bitte direkt bei der Stadt Norderstedt.

Arbeitsbereiche des Jugendamtes sind unterteilt in den

  • Allgemeinen Sozialen Dienst,
  • die Wirtschaftliche Jugendhilfe,
  • das Adoptions- und Pflegestellenwesen,
  • die Amtsvormundschaften und Ergänzungspflegschaften sowie
  • die Beistandschaften.

Info und Kontakt

Gewalt gegen Kinder und Jugendliche melden

Kinder und Jugendliche, die Opfer von Misshandlung, Vernachlässigung oder Missbrauch werden, benötigen dringend Schutz und Hilfe. Am wirkungsvollsten können diejenigen helfen, die "nahe dran" sind. Sie sind oft die Einzigen, die Informationen weitergeben können und damit Hilfeprozesse in Gang setzen. 

Wenden Sie sich bitte an das Jugendamt oder an jede Polizeidienststelle, wenn Sie das Gefühl haben, dass eine unmittelbare Gefahr besteht. Weitere Hintergrundinformationen finden Sie auf unserer Homepage im Bürger*innen-Service.

Bei Notfällen von Kindern oder Jugendlichen außerhalb der Geschäftszeiten der Kreisverwaltung ist der polizeiliche Notruf 110 zu verständigen.

Jugendamt kontaktieren

Unterhalt und Sorgerecht

Wir helfen Ihnen und beraten Sie zu den Themen:

  • Beistandschaften,
  • Kindesunterhalt,
  • Unterhaltsvorschuss,
  • Sorgeerklärung,
  • Vaterschaftsanerkennung und
  • Beurkundung.

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