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ALLRIS - Vorlage

Bericht der Verwaltung - DrS/2019/145

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Psychische Erkrankungen können jeden treffen und stellen eine schwere Belastung für die Betroffenen, deren Familien und das soziale Umfeld dar mit oftmals beträchtlichen sozialen und ökonomischen Folgen. Nach Angaben des Gesundheitsberichts für Deutschland wurde die Häufigkeit psychischer Erkrankungen lange unterschätzt.

Laut einer Studie von 2014 [1] erkranken jedes Jahr 27,7% der Bevölkerung an einer psychischen Störung. Im Kreis Segeberg wären somit ca. 76.000 Menschen im Laufe eines Jahres von einer psychischen Störung betroffen.
Das Lebenszeitrisiko, irgendwann einmal an einer psychischen Störung zu erkranken, liegt allerdings mit über 50% der Bevölkerung wesentlich höher. Das heißt also, jeder 2. Mensch kann im Laufe seines Lebens psychisch krank werden.

Der Jahresbericht  zum Psychiatrieplan dient der Information über die psychiatrische Versorgung im Kreis Segeberg. Er gibt einen Überblick über Veränderungen in der Gesetzgebung, bezieht Stellung zu Veränderungsnotwendigkeiten sowohl im Umgang mit psychisch kranken Menschen als auch in der Ausrichtung von Hilfen. Auch dieses Jahr hat wieder eine Kerngruppe aus dem Fachdienst Sozialpsychiatrie Kreis Segeberg den Psychiatrieplan, Jahresbericht 2018/19, im Auftrag des Arbeitskreises Gemeindenahe Psychiatrie erarbeitet.

Die Psychiatrie muss sich weiterentwickeln und behandlungsunwilligen Menschen annehmbare Angebote machen. Motivation und Bereitschaft zur Behandlung sind wichtiges Etappenziel aber nicht Voraussetzung, um konkrete an der Lebenslage ansetzende Hilfen anzubieten. Fehlende Krankheitseinsicht als Charakteristikum und oft auch als Bewältigungsmuster einer Erkrankung darf nicht Ausschlusskriterium für psychiatrische Hilfen sein.

In diesem Jahresbericht haben wir uns u. a. dem Sonderthema Wohnungslosigkeit bei psychisch kranken Menschen angenommen.

Mit Hilfe des Psychiatrieplans soll eine Wissensmultiplikation erfolgen und eine Entscheidungshilfe für eine aktive Auseinandersetzung und Mitgestaltung des Themas durch Politik, Verwaltung, Einrichtungen und Bürger*innen gegeben werden.

Der Psychiatrieplan kann auch über die Homepage des Kreises unter www.segeberg.de als Pdf-Datei bezogen werden.

 

 

 


[1] Jacobi, Höfler, Strehle, Mack, Gerschler, Scholl; Busch, Maske, Hapke, Gaebel, Maier, Wagner, Zielasek und Wittchen (Vgl. Nervenarzt 2014; S. 80; online publiziert: 20. Januar 2014; © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014)

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