29.09.2022 - 14 Antrag der CDU-Fraktion zum Revolution Train 2023
Grunddaten
- TOP:
- Ö 14
- Sitzung:
-
Sitzung des Kreistages
- Gremium:
- Kreistag des Kreises Segeberg
- Datum:
- Do., 29.09.2022
- Status:
- gemischt (Sitzungsgeld freigegeben)
- Uhrzeit:
- 18:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Drucksache
- Federführend:
- Gremien, Kommunikation, Controlling
- Bearbeitung:
- Frank Schmitt
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Raad erklärt, dass die FDP-Fraktion den Antrag nicht unterstütze, da es deutlich wichtigere Projekte gebe, die weniger Geld erhalten. Mit dem Revolution Train werde nur eine relativ kleine Anzahl Menschen erreicht. Auch Herr Schuchardt ist dieser Ansicht. Drogenprojekte seien ein wichtiges gesellschaftliches Thema, aber die Schocktherapie, auf die der Zug setzte, sei sehr umstritten. Nach Gesprächen mit Pädagogen sei man nicht überzeugt vom Konzept und 110.000 € Gesamtkosten könnten sehr gut anderweitig eingesetzt werden. Weiterhin sei das Projekt bereits 2019 „einmalig“ unterstützt worden und nun gehe es erneut um einen einmaligen Zuschuss.
Herr Flak stellt dar, dass das Projekt bereits 2019 kritisch diskutiert worden sei. Es gebe viele Experten, die das Konzept für stark veraltet halten und auch das Land lehne eine Förderung ab. Auch die zweimalige Einmaligkeit der Förderung lehne er ab.
Herr Wagner macht darauf aufmerksam, dass die Kreisverkehrswacht der eigentliche Antragsteller sei, zumal diese im September alle Schulen angeschrieben habe um mitzuteilen, dass der Kreis das Projekt fördern würde. Dieses Vorgehen halte er für bedenklich. Weiter sei nur eine Schule benannt worden, die das Projekt positiv bewerte. Die Nachbereitung sei ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg und diese sei größtenteils nicht erfolgt. Auch das Sozialministerium des Landes sehe das Projekt kritisch und 110.000 € für insgesamt 4.000 Besucher*innen sei eine hohe Summe.
Frau Hahn-Fricke erklärt, dass es in dem Antrag um lediglich 30.000 € Kreismittel gehe. Die meisten Besucher*innen hätten den Zug nicht als Schocktherapie empfunden und die 2019 im Vorwege geübte Kritik sei widerlegt worden. 63 % der begleitenden Pädagog*innen würden das Projekt weiterempfehlen. Zur Kreisverkehrswacht teilt sie mit, dass diese das Projekt nicht betreue, sondern ein Vertreter der Kreisverkehrswacht dieses initiiere. Es sei angekündigt, dass dieses Mal eine bessere Nachbereitung stattfinden solle. Auf Nachfrage von Herrn Wersing erklärt Frau Hahn-Fricke, dass ihr nicht bekannt sei, wie die Nachbereitung aussehen werde.
Herr Schroeder halte 63 % Weiterempfehlungsquote für nicht sehr hoch und das Projekt biete keine nachhaltige Abschreckung. Außerdem erinnert er daran, dass die CDU-Fraktion einen Betrag von 30.000 € in der Vergangenheit schon für einen hohen Betrag gehalten habe und genaueste Aufarbeitungen gefordert worden seien. Er bittet darum, immer gleiche Maßstäbe anzusetzen.
Pause: 19:30 – 19:45 Uhr
Anlagen zur Vorlage
Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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