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Naturschutz

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09.05.2022: Vortrag "Wie kriegen wir die Bude warm?"

Kreis Segeberg. Unter dem Motto "Wie kriegen wir die Bude warm?" laden die Trappenkamper Klimaschutz AG, die Gemeinde Trappenkamp und der Kreis Segeberg am 10. Mai alle Interessierten ein zu einem Vortragsabend zu den Themen Energieeinsparung, moderne Heizsysteme und Klimaschutz zu Hause.

Als Referenten und Fachleute stehen der für die Verbraucherzentrale tätige Energieberater Ingo Sell und der Klimaschutzmanager des Kreises Segeberg, Heiko Birnbaum, für Ihre Fragen bereit.

Die Veranstaltung im Bürgerhaus Trappenkamp beginnt um 18.30 Uhr.

Aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist die Teilnahme kostenlos.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung!

24.03.2022: Osterfeuer: Diese Bedingungen müssen erfüllt sein

Kreis Segeberg. Ostern steht vor der Tür, weswegen die Abfallbehörde, die untere Naturschutzbehörde und die Kooperative Regionalleitstelle West darauf hinweisen, unter welchen Bedingungen Osterfeuer durchgeführt werden können.

Um ein Osterfeuer handelt es sich nur, wenn es

  • am Osterwochenende stattfindet und
  • es einen gesellschaftlichen Rahmen hat.

Brauchtumsfeuer, zu denen Osterfeuer gehören, fallen nicht unter die Pflanzenabfallverordnung, die sogenannte Landesverordnung über die Entsorgung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallentsorgungsanlagen. Für sie gelten daher die örtlichen Regelungen der Kommunen. Allerdings dürfen Osterfeuer nicht dazu genutzt werden, Pflanzenmaterial aller Art oder andere Abfälle zu verbrennen. Verboten sind beispielsweise lackiertes Holz, Pappen und Kartonagen. Vielmehr sollten trockenes Feuerholz sowie trockene Zweige und Äste zum Einsatz kommen.

Überdies sind weitere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, insbesondere zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sowie von Nachbargebäuden. Innerhalb von Naturschutzgebieten und den Kernzonen von Landschaftsschutzgebieten sind Osterfeuer und die dazugehörenden Veranstaltungen verboten. Nicht erlaubt sind sie zudem in der Nähe von Reetdachhäusern, im Wald, im Moor sowie auf Heideflächen.

Osterfeuer-Haufen sind ein ideales Versteck für Kleintiere wie Käfer, Kröten, Wildbienen, Igel, Wiesel, Vögel und viele andere Artengruppen. Gerade bei frühzeitig aufgeschichteten Osterfeuer-Haufen können sich unter Umständen bereits Vögel zum Nisten eingefunden haben. Damit die Tiere nicht qualvoll verbrennen, muss das Brennmaterial am Tag vor dem Abbrennen noch einmal vorsichtig umgeschichtet werden. Zugleich können dabei ungeeignete Stoffe aussortiert werden.

Vor allem bei gemeindlichen Osterfeuern muss darauf geachtet werden, dass ein Osterfeuer nicht zu groß wird, um es noch kontrollieren zu können. Eventuell sind zwei oder drei kleinere Feuer eine bessere Alternative.

Feuchtes Holz oder ganz frisch geschnittenes Holz sollte nicht verbrannt werden, da es zu starker Rauchentwicklung führt. Diese kann für Menschen und Tiere schädlich sein und unter anderem zu einer Beeinträchtigung der Atemwege führen. Auch ist unbedingt die Windrichtung zu beachten: Das Feuer darf nur so abgebrannt werden, dass Personen oder benachbarte Grundstücke nicht durch Rauch oder Funkenflug gefährdet werden. Bei starkem Wind muss das Feuer sofort gelöscht werden. Es muss zudem stets beaufsichtigt sein und einfache Löschmittel (Sand, Schaufeln, Decken oder Gartenschlauch) sollten für alle Fälle in der Nähe bereitstehen.

Die Kooperative Regionalleitstelle West weist darauf hin, dass der Notruf 112 keine Veranstaltungshotline ist und dass die Leitstelle keine Anmeldungen für Osterfeuer entgegennimmt. In den vergangenen Jahren seien vermehrt telefonische Anfragen zu Osterfeuerveranstaltungen eingegangen. "Viele Anrufer*innen wollten ihre privaten Osterfeuer anmelden. Wir bitten alle, die ein privates Osterfeuer veranstalten wollen, sich vorher bei der örtlichen Ordnungsbehörde zu informieren und nicht die Leitstelle anzurufen", erläutert der Leiter der Kooperativen Regionalleitstelle West, Stephan Bandlow. Wer die 112 anruft, wählt eine Notrufnummer. "Dies kann dazu führen, dass Notrufe von Menschen, die sich wirklich in Not befinden, nur verzögert bearbeitet werden können und dadurch Hilfeleistungen verspätet bereitgestellt werden können", weist Bandlow auf die Gefahren des Missbrauchs der Notrufnummer hin.

Bei allen Veranstaltungen müssen die dann gegebenenfalls noch geltenden Corona-Regelungen beachtet werden.

02.03.2022: Loki-Schmidt-Stiftung betreut jetzt das Ohmoor

Kreis Segeberg. Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat die naturschutzfachliche Betreuung für das Natura 2000-Gebiet "Ohmoor" kürzlich auf die Hamburger Loki-Schmidt-Stiftung übertragen. Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung gefährdeter Lebensräume und Arten.

Das Ohmoor, ein sogenanntes "Flora-Fauna-Habitat-Gebiet", ist 51 Hektar groß, liegt im südlichen Stadtgebiet von Norderstedt und grenzt westlich an die Startbahn des Flughafens Hamburg-Fuhlsbüttel an. Zusammen mit dem Glasmoor und dem Wittmoor gehört das Ohmoor zu den bedeutenden Hochmooren des Naturraums Hamburger Ring.

Im Zuge der Betreuung des Ohmoors in Schleswig-Holstein wird die Stiftung den Erhaltungszustand beobachten und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden Maßnahmen zur Entwicklung des Schutzgebietes durchführen. Darüber hinaus möchte die Stiftung Informations- und Aufklärungsarbeit zum Gebiet leisten sowie eine*n Schutzgebietsreferent*in benennen.

Für die in Hamburg ansässige Loki-Schmidt-Stiftung ist es das erste Gebiet, das sie in Schleswig-Holstein betreut. Allerdings führt die Stiftung bereits seit Jahren Pflegemaßnahmen im Ohmoor und auch in anderen Schutzgebieten im Hamburger Randbereich durch und setzt sich in ganz Deutschland für den Erhalt und die Förderung gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensräume ein.

Die Flächen im Ohmoor werden überwiegend von einem Birkenbruchwald mit Pfeifengrasbeständen eingenommen. Im Kernbereich des Moors, unmittelbar an der Startbahn des Flughafens, finden sich verschiedene Regenerationsstadien mit Wollgräsern, Glocken- und Rosmarinheide, Moosbeere und dem Trügerischen Torfmoos.

"Übergreifendes Schutzziel ist die Erhaltung und Renaturierung der noch vorhandenen hochmoortypischen Lebensgemeinschaften. Hierzu soll der Wasserhaushalt im Moor sowie im Moorrandbereich verbessert werden", sagt Ralf Borchers, Fachdienstleitung Naturschutz und Landschaftspflege beim Kreis Segeberg. In Hoch- und Niedermooren werden große Mengen Kohlendioxid gespeichert, weshalb der Schutz und die Wiedervernässung dieser Lebensräume ein wichtiger und unverzichtbarer Beitrag zum Erreichen unserer Klimaziele ist. Gleichzeitig stellen insbesondere Hochmoore Lebensräume für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten dar. Der Schutz der Moore dient somit gleichermaßen dem Klimaschutz wie dem Erhalt und im besten Fall der Förderung der Biodiversität. Biodiversität bezeichnet die gesamte biologische Vielfalt, inklusive Genen, Arten, Lebensgemeinschaften und Lebensräumen.

Spaziergänger*innen und Radfahrer*innen können das Ohmoor über ein gut ausgebautes Wegenetz besichtigen. "Bitte bleiben Sie dabei aber auf den Wegen und führen Sie Ihren Hund zum Schutz der Brut- und Rastvögel, nicht zuletzt auch zum Schutz Ihres Vierbeiners vor Kreuzotterbissen, an der Leine!", appelliert Borchers.

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Naturschutz im Überblick

Der Fachdienst Naturschutz und Landschaftspflege überwacht und schützt die Entwicklung von Natur und Landschaft im Kreisgebiet als Lebensgrundlage für Menschen und Tiere.

Aufgaben und Wirken des Fachdienstes

Er überwacht und genehmigt Eingriffe in Natur und Landschaft und wird – sofern erforderlich – im Rahmen des Naturschutzes ordnungsrechtlich tätig. Zu seinen Aufgaben gehört die Durchführung von Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in Naturschutzgebieten, in Schutzgebieten nach europäischer Rechtsgrundlage aus dem Netz "Natura-2000", auf kreiseigenen Flächen und an Naturdenkmalen. 

Der Fachdienst ist zuständige Genehmigungsbehörde für Veränderungen an gesetzlich geschützten Biotopen wie beispielsweise an Kleingewässern und Knicks oder Heiden und Mooren sowie für die Erteilung von Fällgenehmigungen von landschaftsbestimmenden und ortsbildprägenden Bäumen.

Ein weiteres großes Aufgabenfeld ist die Genehmigung und Überwachung von Kiesgruben und ihre Verfüllung zur landschaftsgerechten Wiederherstellung der Abbauflächen.

Außerdem ist der Fachdienst zuständig für die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten, das Führen eines Ökokonto- und Ausgleichsflächenkatasters, die Mitwirkung an Bauleitplanverfahren und  Baugenehmigungen, Straßenbau- und Leitungsvorhaben sowie Vorhaben der regenerativen Energiegewinnung.

Wichtige Dokumente und Formulare