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Hilfe für Menschen mit Behinderung und Beeinträchtigung

Letzte Meldung

27.10.2022: Netzwerk Inklusion Kreis Segeberg 3.0 in Regensburg

Besonders herausragende Beispiele für Inklusion und Barrierefreiheit verstehen und davon lernen – dies war Ziel und Aufgabe für eine Abordnung des Netzwerks Inklusion Kreis Segeberg 3.0 beim Besuch der Region Regensburg. Der hauptamtliche Inklusionsbeauftragte der Stadt stellte bereits mehrfach ausgezeichnete Projekte vor. Neben vielen Maßnahmen für eine barrierefreie Stadt wurde der von UNICEF ausgezeichnete Inklusionsspielplatz "Spielplatz für Alle" im Regensburger Brixen-Park besucht. Im Hotel Includio lag der Schwerpunkt bei der Entwicklung und den Betrieb eines Inklusionshotels, der Gestaltung integrativer oder inklusiver Arbeitsverhältnisse sowie barrierefreier Tourismusangebote.

Mit dem "Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth" fand ein intensiver Austausch statt, vorgestellt wurden Projekte, die sie im ländlichen Raum realisiert haben. So interessierte sich Stefan Stahl vom Jobcenter Kreis Segeberg besonders für das Projekt einer "inklusiven Jobmesse", die durch persönliche Begegnungen Menschen mit Behinderungen und Arbeitgeber direkt zusammengebracht hat.

Besonders interessant war auch der Besuch des 2019 errichteten barrierefreien Museums „Haus der Bayerischen Geschichte“. Während der Führung konnte sich die 12-köpfige Delegation aus dem Kreis Segeberg ein Bild von der gut durchdachten barrierefreien Ausstattung des Museums machen. Marianne Böttcher und Ute Heldt Leal von der Stadt Bad Segeberg "fanden es besonders gelungen, dass die barrierefreien Maßnahmen ein Gewinn für alle Besucherinnen und Besucher des Museums sind."

"Wir haben spannende Anregungen für unsere Region mitgenommen, konnten neue Kontakte knüpfen und unser Netzwerk stärken", sagte Dr. Wolfgang Arnhold von der Lebenshilfe Bad Segeberg: "Inklusion hat so viele Facetten, die übergreifend gedacht werden müssen. Ich würde mich daher freuen, wenn sich noch mehr Organisationen und Personen dem Netzwerk anschließen!"

Info Netzwerk Inklusion Kreis Segeberg 3.0

Die Entwicklung des Kreises Segeberg zu einem "inklusiven Sozialraum" ist das Ziel des Netzwerks Inklusion Kreis Segeberg 3.0. Es besteht aktuell aus 14 Kooperationspartnern aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Träger ist die Lebenshilfe Bad Segeberg, aus deren von der Aktion Mensch geförderten Inklusionsprojektes "Netzwerk Inklusion Kreis Segeberg 2013 - 2016" sich das Netzwerk gründete. Finanziert wird das Netzwerk im Wesentlichen durch personelle und finanzielle Ressourcen aller Kooperationspartner, durch Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit. Gern nimmt das Netzwerk weitere thematisch interessierte Organisationen aus dem Kreis Segeberg auf.

Netzwerk Inklusion Kreis Segeberg 3.0

05.07.2022: Bundesfreiwilligendienst und FSJ für Kurzentschlossene

Kreis Segeberg. Die Sommerferien sind da, der Schulabschuss ist in der Tasche und was nun? Während einige bereits genau wissen, wie es in den kommenden Wochen und Monaten für sie weitergeht, sind andere noch unentschlossen. Vielleicht studieren? Oder doch lieber eine Ausbildung? Aber auf jeden Fall soll die neue Aufgabe etwas mit Menschen zu tun haben? Wer ein soziales Berufsfeld kennenlernen und sich darin engagieren möchte, wer Klarheit über einen angestrebten Berufswunsch erlangen oder die Wartezeit bis zur Ausbildung oder zum Studium sinnvoll nutzen möchte, ist beim Kreis Segeberg an der richtigen Adresse.

Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) sowie des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) hat der Kreis Segeberg als Träger von drei Förderzentren in Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Norderstedt für Kurzentschlossene noch freie Plätze in der Schüler*innenbetreuung. An den Schulen mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung haben Freiwillige die Möglichkeit, gemeinsam mit pädagogischen Mitarbeiter*innen die dortigen Abläufe kennenzulernen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Betreuung von geistig und körperlich behinderten Schüler*innen, deren Unterstützung während des Unterrichts, Fahrdienste sowie Hilfe bei pflegerischen und hauswirtschaftlichen Aufgaben.

Beginn des zwölfmonatigen Dienstes ist in der Regel im Juli/August eines jeden Jahres. Wer sich bewerben möchte, darf höchstens 27 Jahre alt sein und muss die Schulpflicht von neun Jahren erfüllt haben. Ein Schulabschluss ist aber nicht zwingend erforderlich. Monatlich gibt es ein Taschengeld in Höhe von rund 420 Euro zuzüglich rund 130 Euro Verpflegungskostenzuschuss sowie rund 25 Euro für Kleidung.

Wer Interesse hat, schickt eine aussagekräftige Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und einer Kopie des letzten Zeugnisses direkt an eines der drei Förderzentren:

Schule am Hasenstieg
Hasenstieg 13
22846 Norderstedt
Telefon 040/5225313
E-Mail

Janusz-Korczak-Schule
Von-Bodelschwingh-Straße 1
24568 Kaltenkirchen
Telefon 04191/3811
E-Mail

Trave-Schule
Burgfeldstraße 104
23795 Bad Segeberg
Telefon 04551/90861713
E-Mail

Fragen dazu beantwortet Kreis-Mitarbeiterin Miriam Kesselboth:

Miriam-Selma Kesselboth

Kita, Jugend, Schule, Kultur

Burgfeldstraße 41a
23795 Bad Segeberg

18.05.2022: Schüler*innen freuen sich über Spezialräder

Kreis Segeberg. Geboren wurde die Idee vor einem Jahr an der Janusz-Korczak-Schule in Kaltenkirchen – jetzt ist sie Wirklichkeit geworden: eine Flotte Spezialräder für das Mobilitätstraining der Schüler*innen der Kreis-Förderzentren. "Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf können nun die Koordination ihres Bewegungsapparates trainieren und sich letztlich für die Teilhabe am Straßenverkehr fit machen", freut sich Joachim Brunkhorst, Vorsitzender des Ausschusses Bildung, Kultur, Sport (BKS).

Gemeinsam überlegten Eltern und Lehrkräfte, wie die teuren Fahrräder finanziert werden könnten, und holten auch den Kaltenkirchener ADFC mit ins Boot. Über diesen Weg erfuhr Joachim Brunkhorst, der damals noch Radverkehrsbeauftragter des Kreises war, von dem Vorhaben. "Ich überzeugte die CDU-Kreistagsfraktion und die Fraktion der Freien Wähler von der Idee, die zusammen einen Antrag in den Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport einbrachten. Der Antrag mit dem Geldvolumen von 25.000 Euro wurde einhellig befürwortet und im Mai vergangenen Jahres vom Kreistag beschlossen", so Brunkhorst.

Sonderschullehrerin Kay Klein hatte ein inklusives Mobilitätskonzept erstellt und kümmerte sich gemeinsam mit der Kreisverwaltung um die Anschaffung der Spezialräder. Zuerst bestellte sie vier Jugendfahrräder, vier Carbon-Laufräder, drei Roller mit Luftbereifung und einen Laufradroller, dazu 15 Helme. Die zweite Lieferung enthielt vier Tiefeinsteiger-Fahrräder, ein Paralleltandem und ein Rollstuhl-Fahrrad. "Dass die Kreismittel für einen solchen Fuhrpark nicht ausreichten, dürfte klar sein, aber zum Glück verfügte die Schule über ergänzende Spendengelder", sagt Brunkhorst.

Kürzlich wurden die neuen Räder nun eingeweiht – Probefahrten inklusive. Die Begeisterung der Schüler*innen war laut Brunkhorst zu sehen und zu hören. Er war als BKS-Vorsitzender als Vertreter des Kreises dabei und zeigte sich zufrieden mit der Investition, die der Entwicklung der Förderkinder zugutekommt. "Für jedes Kind gibt es jetzt eine seinem Förderbedarf angepasste Mobilitätshilfe. So werden Gleichgewicht und Reaktionsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme geschult."

Ein Ausleihplan sei bereits in Arbeit, damit auch die beiden anderen Förderzentren in Trägerschaft des Kreises von der Anschaffung profitieren können – die Trave-Schule in Bad Segeberg und die Schule am Hasenstieg in Norderstedt.

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Wichtige Informationen und Services

Die Behindertenbeauftragten

Zur Wahrnehmung der Interessen der Bürger*innen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen wurde im Kreis Segeberg das Ehrenamt der Behindertenbeauftragten eingeführt.

Dieses Ehrenamt ist eine freiwillige Leistung des Kreises Segeberg.

Auftrag und Ziele

Die Behindertenbeauftragten setzen sich für folgende Punkte ein:

  • Gleichwertige Lebensbedingungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens,
  • Barrierefreiheit,
  • breite Öffentlichkeit für Themen und Interessen von Menschen mit Behinderung,
  • Informationsveranstaltungen über die Integration von Menschen mit Behinderung.

Die Behindertenbeauftragten...

  • sind Ansprechpartner*innen und Multiplikator*innen für Menschen mit und ohne Behinderung sein,
  • helfen Ratsuchenden und verweisen sie an zuständige Stellen,
  • fördern und stärken die Zusammenarbeit der Behindertenorganisationen,
  • werben in der Öffentlichkeit um Solidarität und arbeiten gezielt auf eine inklusive Gesellschaft hin.

Vorstellung der drei Beauftragten des Kreises Segeberg

Seit dem 1. Oktober 2020 gibt es im Kreis Segeberg neben Jutta Altenhöner zwei weitere Kreis-Behindertenbeauftragte: Uwe Harm aus Daldorf und Dr. Volker Holthaus aus Bad Segeberg. Das Team kümmert sich seither gemeinsam um die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen. Es gibt einen regelmäßigen Austausch, wobei jede*r seine eigenen Schwerpunktthemen hat. Zusammen möchten sie, dass für Menschen mit und ohne Behinderung gleichwertige Lebensbedingungen gelten. Sie möchten sich um die Bedürfnisse dieser Menschen kümmern und sich als Ansprechpartner*in zur Verfügung stellen. Außerdem wirkt das Team mit bei der Gestaltung des "Tags der Vielfalt", welcher von Jutta Altenhöner und Thorsten Luckow vom "Büro für Chancengleichheit und Vielfalt" bereits einmal veranstaltet worden ist.

Jutta Altenhöner ist seit Sommer 2016 Behindertenbeauftragte des Kreises. Zuvor wirkte sie bereits 25 Jahre auf politischer Ebene im Kreis. Für das Ehrenamt hatte sie sich vor rund fünf Jahren beworben, "um Menschen mit Behinderungen beratend zu Seite zu stehen". Dabei macht sie immer wieder öffentlich auf bestimmte Themen aufmerksam; sie berät Menschen und gibt Hilfestellungen. Zu Altenhöners Kernthema gehört die Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen – sei es im Wohnraum, an Arbeitsstätten, in Behörden oder Geschäften.

Uwe Harm ist seit drei Jahren im Ruhestand und arbeitete zuvor als Diplom-Rechtspfleger. Der 68-Jährige hat selbst eine Schwerbehinderung, war 20 Jahre im Amtsgericht unter anderem für das Betreuungsrecht zuständig und hat darüber hinaus bundesweit Seminare zum Thema gegeben und Beiträge in der juristischen Fachliteratur veröffentlicht. Zu seinen Schwerpunkten zählt er die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Eines seiner Ziele ist es, Behördensprache verständlicher zu gestalten.

Nach knapp einem halben Jahr im Amt blickt Harm bereits auf erste kleine Arbeitserfolge: So hat er beispielsweise rechtliche Hinweise zur Impfung unter anderem über die Betreuungsbehörde an alle rechtlichen Betreuer*innen verteilen lassen.

Der Dritte im Bunde ist Dr. Volker Holthaus. Der 71-Jährige hat Zahnmedizin in Kiel studiert. Von 1980 bis 2018 praktizierte er als niedergelassener Zahnarzt in Bad Segeberg. Seine Praxis war Schwerpunktpraxis für die zahnärztliche Behandlung von Menschen mit Behinderungen. Darüber hinaus ist er unter anderem Leiter der Sektion "Zahnärztliche Behandlung von Menschen mit Behinderungen im Berufsverband Deutscher Oralchirurgen" und Mitglied des "Runden Tisches zahnärztliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen" der Bundeszahnärztekammer.

"Aufgrund der langjährigen Tätigkeit in der Behandlung und Beratung von Menschen mit Behinderungen habe ich einen tiefen Einblick in die Familien, deren besondere Situationen, Probleme und deren Umgang mit Institutionen. Diese Erfahrungen erlauben mir, mich für diese Menschen und deren Angehörigen zu engagieren. Ich sehe mich als Mediator und möchte individuellen Beistand geben", beschreibt Holthaus seine Motivation, sich als Behindertenbeauftragter im Kreis einzubringen. Er möchte die Leichte Sprache fördern, vor allem in Hinblick auf medizinische Belange. Zudem kümmert er sich um den Bereich des inklusiven Sports und versucht, die Vereine und Institutionen diesbezüglich an einen Tisch zu bekommen.

Wichtige Dokumente und Formulare

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