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Naturschutz

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18.10.2022: Klimaschutzkonzept wird aktualisiert

Kreis Segeberg. Welche Handlungsspielräume für den Klimaschutz haben Kreispolitik und Kreisverwaltung und wie können sie diese nutzen? Und welche (neuen) Klimaschutzmaßnahmen sollen im Kreis umgesetzt werden? Mit diesen Fragen befasst sich das Integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises Segeberg 2030, das derzeit vom Beratungsbüro OCF Consulting aus Hamburg erstellt wird. Ziel ist ein politischer Beschluss im Herbst 2023, der eine Umsetzung verschiedener Maßnahmen für die kommenden Jahre festlegt.

Der Kreis Segeberg ist schon viele Jahre im Klimaschutz aktiv. Bereits 2012 wurde ein erstes Integriertes Klimaschutzkonzept (IKK) erstellt, damals gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Seit 2013 gibt es mit Heiko Birnbaum einen Klimaschutzmanager zur Umsetzung des Konzepts, zeitweise wurde er dabei von einer weiteren Kollegin unterstützt. Jetzt, zehn Jahre später, ist ein Großteil der Maßnahmen umgesetzt.

Veränderte Rahmenbedingungen wie Wetterextreme durch einen voranschreitenden Klimawandel machten es erforderlich, ein aktualisiertes Klimaschutzkonzept auf den Weg zu bringen. Daher hat der Kreis die Erstellung eines neuen IKK ausgeschrieben und hiermit OFC Consulting beauftragt. Im Fokus stehen nicht nur eigene Zuständigkeiten, sondern auch die Frage, wie Ämter, Städte und Gemeinden dabei unterstützt werden können, Klimaschutz vor Ort umzusetzen.

Der Prozess ist im Juni 2022 gestartet. Neben der Unterstützung von OCF Consulting gibt es einen engen Austausch mit dem Kreisklimarat sowie Gespräche und Workshops mit Entscheidungsträger*innen und Expert*innen der Kreisverwaltung. Ein erster Zwischenstand wurde im September dem Ausschuss für Umwelt, Natur- und Klimaschutz vorgestellt. Damit möglichst schnell konkret losgelegt werden kann, haben die Kreispolitiker*innen über erste Maßnahmen für das Jahr 2023 diskutiert. Dabei geht es unter anderem um die Rolle des Kreises als Vorbild für den Klimaschutz. Dazu gehören das Mitarbeiter*innenverhalten im (Arbeits-)Alltag genauso wie Klimaschutzprojekte und Aktionen an Schulen, die zur Bewusstseinsbildung beitragen sollen. Zudem könnte ein kreisweites Solar- und Gründachkataster für Solarenergienutzung erstellt werden.

Die Politik beabsichtigt, für die Umsetzung erster Maßnahmen ein Budget in Höhe von 100.000 Euro im kommenden Haushalt bereitzustellen. Das fertige Gesamtkonzept soll bis Ende Mai 2023 vorliegen; der Kreistag wird darüber voraussichtlich im September 2023 beschließen.

Am Dienstag, 25. Oktober, findet ab 18 Uhr im Kreistagssitzungssaal in Bad Segeberg die kostenfreie Veranstaltung "Kommunale Wärmeplanung (Pflicht und Kür nach dem EWKG) – Was kommt auf die Kommunen zu und wie kann der Kreis unterstützen?" statt. Sie richtet sich an Bürgermeister*innen, Mitglieder der Gemeindevertretungen und Ausschüsse, Mitarbeiter*innen der Amtsverwaltungen und von Versorgungsbetrieben in den Kommunen sowie Klimaschutzmanager*innen. Interessierte Bürger*innen sind ebenfalls willkommen. Bei der Veranstaltung sollen sowohl Handlungsbedarfe als auch erste Lösungsansätze diskutiert werden.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per E-Mail erforderlich. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

09.05.2022: Vortrag "Wie kriegen wir die Bude warm?"

Kreis Segeberg. Unter dem Motto "Wie kriegen wir die Bude warm?" laden die Trappenkamper Klimaschutz AG, die Gemeinde Trappenkamp und der Kreis Segeberg am 10. Mai alle Interessierten ein zu einem Vortragsabend zu den Themen Energieeinsparung, moderne Heizsysteme und Klimaschutz zu Hause.

Als Referenten und Fachleute stehen der für die Verbraucherzentrale tätige Energieberater Ingo Sell und der Klimaschutzmanager des Kreises Segeberg, Heiko Birnbaum, für Ihre Fragen bereit.

Die Veranstaltung im Bürgerhaus Trappenkamp beginnt um 18.30 Uhr.

Aufgrund der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist die Teilnahme kostenlos.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung!

24.03.2022: Osterfeuer: Diese Bedingungen müssen erfüllt sein

Kreis Segeberg. Ostern steht vor der Tür, weswegen die Abfallbehörde, die untere Naturschutzbehörde und die Kooperative Regionalleitstelle West darauf hinweisen, unter welchen Bedingungen Osterfeuer durchgeführt werden können.

Um ein Osterfeuer handelt es sich nur, wenn es

  • am Osterwochenende stattfindet und
  • es einen gesellschaftlichen Rahmen hat.

Brauchtumsfeuer, zu denen Osterfeuer gehören, fallen nicht unter die Pflanzenabfallverordnung, die sogenannte Landesverordnung über die Entsorgung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallentsorgungsanlagen. Für sie gelten daher die örtlichen Regelungen der Kommunen. Allerdings dürfen Osterfeuer nicht dazu genutzt werden, Pflanzenmaterial aller Art oder andere Abfälle zu verbrennen. Verboten sind beispielsweise lackiertes Holz, Pappen und Kartonagen. Vielmehr sollten trockenes Feuerholz sowie trockene Zweige und Äste zum Einsatz kommen.

Überdies sind weitere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, insbesondere zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sowie von Nachbargebäuden. Innerhalb von Naturschutzgebieten und den Kernzonen von Landschaftsschutzgebieten sind Osterfeuer und die dazugehörenden Veranstaltungen verboten. Nicht erlaubt sind sie zudem in der Nähe von Reetdachhäusern, im Wald, im Moor sowie auf Heideflächen.

Osterfeuer-Haufen sind ein ideales Versteck für Kleintiere wie Käfer, Kröten, Wildbienen, Igel, Wiesel, Vögel und viele andere Artengruppen. Gerade bei frühzeitig aufgeschichteten Osterfeuer-Haufen können sich unter Umständen bereits Vögel zum Nisten eingefunden haben. Damit die Tiere nicht qualvoll verbrennen, muss das Brennmaterial am Tag vor dem Abbrennen noch einmal vorsichtig umgeschichtet werden. Zugleich können dabei ungeeignete Stoffe aussortiert werden.

Vor allem bei gemeindlichen Osterfeuern muss darauf geachtet werden, dass ein Osterfeuer nicht zu groß wird, um es noch kontrollieren zu können. Eventuell sind zwei oder drei kleinere Feuer eine bessere Alternative.

Feuchtes Holz oder ganz frisch geschnittenes Holz sollte nicht verbrannt werden, da es zu starker Rauchentwicklung führt. Diese kann für Menschen und Tiere schädlich sein und unter anderem zu einer Beeinträchtigung der Atemwege führen. Auch ist unbedingt die Windrichtung zu beachten: Das Feuer darf nur so abgebrannt werden, dass Personen oder benachbarte Grundstücke nicht durch Rauch oder Funkenflug gefährdet werden. Bei starkem Wind muss das Feuer sofort gelöscht werden. Es muss zudem stets beaufsichtigt sein und einfache Löschmittel (Sand, Schaufeln, Decken oder Gartenschlauch) sollten für alle Fälle in der Nähe bereitstehen.

Die Kooperative Regionalleitstelle West weist darauf hin, dass der Notruf 112 keine Veranstaltungshotline ist und dass die Leitstelle keine Anmeldungen für Osterfeuer entgegennimmt. In den vergangenen Jahren seien vermehrt telefonische Anfragen zu Osterfeuerveranstaltungen eingegangen. "Viele Anrufer*innen wollten ihre privaten Osterfeuer anmelden. Wir bitten alle, die ein privates Osterfeuer veranstalten wollen, sich vorher bei der örtlichen Ordnungsbehörde zu informieren und nicht die Leitstelle anzurufen", erläutert der Leiter der Kooperativen Regionalleitstelle West, Stephan Bandlow. Wer die 112 anruft, wählt eine Notrufnummer. "Dies kann dazu führen, dass Notrufe von Menschen, die sich wirklich in Not befinden, nur verzögert bearbeitet werden können und dadurch Hilfeleistungen verspätet bereitgestellt werden können", weist Bandlow auf die Gefahren des Missbrauchs der Notrufnummer hin.

Bei allen Veranstaltungen müssen die dann gegebenenfalls noch geltenden Corona-Regelungen beachtet werden.

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Naturschutz im Überblick

Der Fachdienst Naturschutz und Landschaftspflege überwacht und schützt die Entwicklung von Natur und Landschaft im Kreisgebiet als Lebensgrundlage für Menschen und Tiere.

Aufgaben und Wirken des Fachdienstes

Er überwacht und genehmigt Eingriffe in Natur und Landschaft und wird – sofern erforderlich – im Rahmen des Naturschutzes ordnungsrechtlich tätig. Zu seinen Aufgaben gehört die Durchführung von Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in Naturschutzgebieten, in Schutzgebieten nach europäischer Rechtsgrundlage aus dem Netz "Natura-2000", auf kreiseigenen Flächen und an Naturdenkmalen. 

Der Fachdienst ist zuständige Genehmigungsbehörde für Veränderungen an gesetzlich geschützten Biotopen wie beispielsweise an Kleingewässern und Knicks oder Heiden und Mooren sowie für die Erteilung von Fällgenehmigungen von landschaftsbestimmenden und ortsbildprägenden Bäumen.

Ein weiteres großes Aufgabenfeld ist die Genehmigung und Überwachung von Kiesgruben und ihre Verfüllung zur landschaftsgerechten Wiederherstellung der Abbauflächen.

Außerdem ist der Fachdienst zuständig für die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten, das Führen eines Ökokonto- und Ausgleichsflächenkatasters, die Mitwirkung an Bauleitplanverfahren und  Baugenehmigungen, Straßenbau- und Leitungsvorhaben sowie Vorhaben der regenerativen Energiegewinnung.

Wichtige Dokumente und Formulare