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Leistungen der Pflegekasse

Leistungen der Pflegekasse erhält jemand, bei dem eine Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes                   (§ 14 SGB XI) festgestellt wird. Pflegebedürftig bedeutet, dass dieser Mensch aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Bereich der Grundpflege (das sind Tätigkeiten in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Bewegung) oder der hauswirtschaftlichen Versorgung für mindestens sechs Monate Unterstützung benötigt.

Der pflegebedürftige Mensch muss, um Leistungen zu erhalten, bei der Pflegekasse einen Antrag auf Einstufung in einen Pflegegrad stellen. Um festzustellen, wie hoch der Pflegebedarf tatsächlich ist und damit die Höhe der zu zahlenden Leistungen, beauftragt die Pflegekasse den MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkassen). Dieser erstellt bei einem persönlichen Besuch ein Gutachten, aus dem die Empfehlung für einen Pflegegrad hervor geht.

Pflegegrade (ab 01.01.2017)

Ab dem 01.01.2017 erfolgt die Einstufung der Pflegebedürftigen in 5 Pflegegrade.

Mit Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und somit der Pflegegrade im Jahr 2017 sollen nicht mehr die körperlichen Defizite und der daraus resultierende Pflegeaufwand (in Minuten) sondern die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen im Mittelpunkt stehen. Diese wird anhand von 6 Kriterien (Mobilität, Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Belastungen, Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Gestaltung des Alltags und sozialer Kontakt sowie Selbstversorgung) festgestellt, die mit unterschiedlichen Punktwerten belegt sind. Dadurch kann der Hilfebedarf sowohl von demenzerkrankten als auch von körperlich beeinträchtigten Menschen gleichermaßen eingeschätzt werden.

  • Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (12,5 bis unter 27 Punkte)
  • Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte)  
  • Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (47,5 bis unter 70 Punkte) 
  • Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (70 bis unter 90 Punkte) 
  • Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (90 bis 100 Punkte).

Überleitung: von der Pflegestufe zum Pflegegrad

Zu sehen ist eine symbolhafte Darstellung des Übergangs von drei Pflegestufen zu fünf Pflegegraden.

Wer im Jahr 2016 bereits eine anerkannte Pflegebedürftigkeit hatte (Pflegestufe 1, 2 oder 3) und / oder wer eine anerkannte eingeschränkte Alltagskompetenz hat, wird 2017 nicht erneut begutachtet. Entsprechend der folgenden Tabelle werden anerkannte Pflegestufen dann automatisch in die neuen Pflegegrade umgewandelt:

Aus der Pflegestufe ...

wird Pflegegrad ...

Pflegestufe „0“ mit eingeschränkter Alltagskompetenz

  • Pflegegrad 2

Pflegestufe 1

  • Pflegegrad 2

Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz

  • Pflegegrad 3

Pflegestufe 2

  • Pflegegrad 3

Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz

  • Pflegegrad 4

Pflegestufe 3

  • Pflegegrad 4

Pflegestufe 3 mit Härtefall

  • Pflegegrad 5

Pflegestufe 3 mit eingeschränkter Alltagskompetenz

  • Pflegegrad 5

 

Pflegegrad 1 wird ausschließlich bei Neubegutachtungen ab 01.01.2017 vergeben.

Finanzielle Leistungen der Pflegekasse: