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Dichtheitsprüfung

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24.03.2022: Osterfeuer: Diese Bedingungen müssen erfüllt sein

Kreis Segeberg. Ostern steht vor der Tür, weswegen die Abfallbehörde, die untere Naturschutzbehörde und die Kooperative Regionalleitstelle West darauf hinweisen, unter welchen Bedingungen Osterfeuer durchgeführt werden können.

Um ein Osterfeuer handelt es sich nur, wenn es

  • am Osterwochenende stattfindet und
  • es einen gesellschaftlichen Rahmen hat.

Brauchtumsfeuer, zu denen Osterfeuer gehören, fallen nicht unter die Pflanzenabfallverordnung, die sogenannte Landesverordnung über die Entsorgung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallentsorgungsanlagen. Für sie gelten daher die örtlichen Regelungen der Kommunen. Allerdings dürfen Osterfeuer nicht dazu genutzt werden, Pflanzenmaterial aller Art oder andere Abfälle zu verbrennen. Verboten sind beispielsweise lackiertes Holz, Pappen und Kartonagen. Vielmehr sollten trockenes Feuerholz sowie trockene Zweige und Äste zum Einsatz kommen.

Überdies sind weitere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, insbesondere zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sowie von Nachbargebäuden. Innerhalb von Naturschutzgebieten und den Kernzonen von Landschaftsschutzgebieten sind Osterfeuer und die dazugehörenden Veranstaltungen verboten. Nicht erlaubt sind sie zudem in der Nähe von Reetdachhäusern, im Wald, im Moor sowie auf Heideflächen.

Osterfeuer-Haufen sind ein ideales Versteck für Kleintiere wie Käfer, Kröten, Wildbienen, Igel, Wiesel, Vögel und viele andere Artengruppen. Gerade bei frühzeitig aufgeschichteten Osterfeuer-Haufen können sich unter Umständen bereits Vögel zum Nisten eingefunden haben. Damit die Tiere nicht qualvoll verbrennen, muss das Brennmaterial am Tag vor dem Abbrennen noch einmal vorsichtig umgeschichtet werden. Zugleich können dabei ungeeignete Stoffe aussortiert werden.

Vor allem bei gemeindlichen Osterfeuern muss darauf geachtet werden, dass ein Osterfeuer nicht zu groß wird, um es noch kontrollieren zu können. Eventuell sind zwei oder drei kleinere Feuer eine bessere Alternative.

Feuchtes Holz oder ganz frisch geschnittenes Holz sollte nicht verbrannt werden, da es zu starker Rauchentwicklung führt. Diese kann für Menschen und Tiere schädlich sein und unter anderem zu einer Beeinträchtigung der Atemwege führen. Auch ist unbedingt die Windrichtung zu beachten: Das Feuer darf nur so abgebrannt werden, dass Personen oder benachbarte Grundstücke nicht durch Rauch oder Funkenflug gefährdet werden. Bei starkem Wind muss das Feuer sofort gelöscht werden. Es muss zudem stets beaufsichtigt sein und einfache Löschmittel (Sand, Schaufeln, Decken oder Gartenschlauch) sollten für alle Fälle in der Nähe bereitstehen.

Die Kooperative Regionalleitstelle West weist darauf hin, dass der Notruf 112 keine Veranstaltungshotline ist und dass die Leitstelle keine Anmeldungen für Osterfeuer entgegennimmt. In den vergangenen Jahren seien vermehrt telefonische Anfragen zu Osterfeuerveranstaltungen eingegangen. "Viele Anrufer*innen wollten ihre privaten Osterfeuer anmelden. Wir bitten alle, die ein privates Osterfeuer veranstalten wollen, sich vorher bei der örtlichen Ordnungsbehörde zu informieren und nicht die Leitstelle anzurufen", erläutert der Leiter der Kooperativen Regionalleitstelle West, Stephan Bandlow. Wer die 112 anruft, wählt eine Notrufnummer. "Dies kann dazu führen, dass Notrufe von Menschen, die sich wirklich in Not befinden, nur verzögert bearbeitet werden können und dadurch Hilfeleistungen verspätet bereitgestellt werden können", weist Bandlow auf die Gefahren des Missbrauchs der Notrufnummer hin.

Bei allen Veranstaltungen müssen die dann gegebenenfalls noch geltenden Corona-Regelungen beachtet werden.

16.05.2022: K 108: Vollsperrungen in Sülfelder Ortsdurchfahrt

Kreis Segeberg. Gemeinsam mit der Gemeinde Sülfeld, dem Wege-Zweck-Verband (WZV) und dem Wasserwerk Itzstedt führt der Kreis Segeberg ab Montag, 30. Mai, umfangreiche Arbeiten an den Abwasserkanälen, der Wasserleitung, der Fahrbahn und der benachbarten Nebenflächen auf der Kreisstraße K 108 in der Gemeinde Sülfeld zwischen der Straße Am Markt und der Brücke über die Norderbeste durch. Die gesamte Baumaßnahme soll am 1. Dezember 2023 abgeschlossen sein.

Geplant sind sieben Bauabschnitte, um die Einschränkungen der Anwohner*innen so gering wie möglich zu halten. Der erste Bauabschnitt zwischen Oldesloer Straße/Am Markt und Oldesloer Straße 10 startet am 30. Mai und wird voraussichtlich am 4. Oktober 2022 beendet sein. Alle weiteren sechs Bauabschnitte schließen daran nacheinander an. Zum Jahreswechsel wird die Baumaßnahme voraussichtlich die Einmündung mit der Bahnhofstraße erreicht haben. Bis November 2023 sind dann die Arbeiten zwischen Bahnhofstraße und Höhe Einmündung Kassburg sowie bis zur Brücke über die Norderbeste vorgesehen. Den Abschluss der Arbeiten markiert die Herstellung der Asphaltdeckschicht auf der Fahrbahn im November 2023.

Es handelt sich um notwendige Sanierungsarbeiten an den Abwasserkanälen, die in offener Bauweise durchgeführt werden, sowie um eine Neuverlegung der Trinkwasserleitung. Daran an schließt sich die vollständige Sanierung der Kreisstraße K 108 in diesem Bereich einschließlich der benachbarten Nebenflächen.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Arbeitsschutzes und der Bauqualität müssen die einzelnen Abschnitte während der jeweiligen Bauphase für den Durchgangsverkehr vollgesperrt werden. Direkte Anwohner*innen der K 108 können ihre Grundstücke in dieser Zeit nicht mit Fahrzeugen erreichen. Die Baufirma vor Ort informiert rechtzeitig durch Hauswurfzettel über Einschränkungen.

Für den Zeitraum der Baumaßnahme wird eine Umleitungsstrecke ausgewiesen. Diese führt über die K 54 und L 81.

Fußgänger*innen können die Baustelle passieren. Rettungsfahrzeugen im Einsatz wird die Durchfahrt ermöglicht. Die Verkehrsführung ist mit Polizei, Buslinienbetreiber, Rettungsdienst, Gemeinde und Amtsverwaltung abgestimmt.

Die Kreisverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer*innen, sich auf die Baumaßnahme einzustellen, der ausgeschilderten Umleitung zu folgen sowie um rücksichtsvolles Verhalten zum Schutz der Menschen auf der Baustelle.

Die Arbeiten sind wetterabhängig; terminliche Verschiebungen sind daher möglich. Anwohner*innen und Verkehrsteilnehmer*innen werden um Verständnis gebeten.

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12.07.2022: 1. Nachtragssatzung Gewässerpflegeverband Oberer Warder See

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Dichtheitsprüfung im Überblick

Alle Grundstücks- oder Hauseigentümer*innen müssen die Dichtheit ihrer Schmutzwasserleitungen und Schächte nachweisen. Schadhafte und undichte Schmutzwasserleitungen können Boden und Grundwasser verunreinigen und unter Umständen auch die Trinkwasserqualität verschlechtern.

Zunächst ist die Prüfung der in Wasserschutzgebieten gelegenen Grundstücke vorgesehen. Grundlage dafür ist die DIN 1986 Teil 30.

Aktuell wird die Dichtheit der privaten Abwasserleitungen im Stadtgebiet Norderstedt stichprobenartig überprüft.

Die untere Wasserbehörde wird gebietsweise die Grundstückseigentümer auffordern, eine Bescheinigung über die erfolgte Überprüfung der Grundstücksentwässerungsanlage (Dichtheitsprüfung) vorzulegen.

Sofern schon Prüfungen auf Dichtheit durchgeführt worden sind, bitten wir die Eigentümer diese Bescheinigungen vorzuhalten und erst auf Aufforderung uns zu übersenden.

Schicken Sie Ihre Unterlagen bitte ...

... per Mail an abwasser@segeberg.de oder

... per Post an:

Kreis Segeberg

Wasser-Boden-Abfall

Dichtheitsprüfung

Hamburger Straße 30

23795 Bad Segeberg

Musterformulare

Hintergrundinformationen

Alle Grundstücks- oder Hauseigentümer*innen müssen die Dichtheit ihrer Schmutzwasserleitungen und Schächte nachweisen. Schadhafte und undichte Schmutzwasserleitungen können Boden und Grundwasser verunreinigen und unter Umständen auch die Trinkwasserqualität verschlechtern.

Umgekehrt kann auch in das Entwässerungssystem eindringendes Grundwasser und Regenwasser, vor allem bei Starkregen, die Leistungsfähigkeit der Kanäle und Kläranlagen stark beeinträchtigen.

Die betroffenen Anlieger*innen (nur Anlieger*innen in Wasserschutzgebieten) wurden oder werden in einem Schreiben dazu aufgefordert, die entsprechenden Unterlagen bei der Behörde vorzulegen. Dies sind eine Bescheinigung und ein Lageplan. Es wird nach wie vor gebietsweise vorgegangen, um den Andrang auf die Fachfirmen etwas einzudämmen.

Falls Sie noch nicht angeschrieben worden sind, nutzen Sie bitte die Zeit, um eine Fachfirma zu finden. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die prüfenden Firmen stark ausgelastet. Prüfungstermine werden zum Teil erst im kommenden Jahr vergeben.

Fragen und Antworten zu unter anderem den Fachbetrieben

Wie komme ich an die Nachweise und welche Fachbetriebe gibt es?

Die Nachweise werden durch Fachbetriebe (zum Beispiel Rohr- und Kanalbau, Tiefbau und so weiter...) entsprechend der Vorgaben des technischen Regelwerkes, der DIN 1986 Teil 30 ("Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke – Instandhaltung"), ausgestellt.

Übersichten zertifizierter Betriebe

Wie wird geprüft?

  • Bei Bestandsleitungen wird in der Regel optisch geprüft, das heißt mittels Kamerabefahrung des Abwassersystems.
  • Es besteht auch die Möglichkeit mittels Wasser oder Luft eine Druckprüfung durchzuführen. Hierfür ist jedoch eine genaue Kenntnis des Leitungssystems erforderlich. Bei einem verzweigten Leitungsverlauf, oder Gebäuden ohne Keller oder fehlendem Schacht sind diese Methoden problematisch.

Was passiert, wenn Undichtigkeiten festgestellt werden?

Werden im Rahmen der Prüfung Undichtigkeiten festgestellt, sind diese zu sanieren.

Welche Fristen muss ich einhalten?

Zur Durchführung der nach DIN 1986 Teil 30 erforderlichen Nachweise wurden in Schleswig-Holstein folgende Fristen festgelegt:

  • Bis zum 31.12.2015 müssen alle Grundstücks- und Hauseigentümer*innen die geforderten Nachweise einholen, die häusliches Abwasser (Schmutzwasser) ableiten und innerhalb von Wasserschutzgebieten liegen.
  • Bis zum 31.12.2015 müssen alle Betreiber*innen von Abwasseranlagen, die gewerbliches Abwasser ableiten, die geforderten Nachweise einholen - unabhängig von ihrem Standort. Als gewerbliches Abwasser gilt Abwasser, welches durch den gewerblichen oder industriellen Gebrauch verändert und verunreinigt ist. In der Regel ist die Verunreinigung des gewerblichen Abwassers größer als die des häuslichen Abwassers.
  • Für alle anderen privaten Abwasseranlagen, die sich nicht in Wasserschutzgebieten befinden, ist der Dichtheitsnachweis bis Ende 2025 zu erbringen (beziehungsweise 3 Jahre nach Sanierung des öffentlichen Kanals). Die Nachweispflicht auf den Grundstücken entsteht erst mit Erreichen des guten Zustands in der öffentlichen Schmutz- beziehungsweise Mischwasserkanalisation. Hiernach haben Grundstückseigentümer*innen 3 Jahre Zeit für die Untersuchung der privaten Leitungen und gegebenenfalls Abstellung angetroffener Mängel. Der Zeitpunkt des Erreichens des guten Zustands wird den Grundstückseigentümer*innen gesondert mitgeteilt.

Karte mit den ausgewiesenen Wasserschutzgebieten