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Kreisarchiv / Geschichte des Kreises

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27.02.2026: Kreisarchiv übernimmt Unterlagen der Wollspinnerei Blunck

Kreis Segeberg. Was über Generationen hinweg das Leben und Arbeiten in der Region prägte, ist nun für die Zukunft gesichert: Der historische Schriftgutbestand der ehemaligen Wollspinnerei Blunck findet dauerhaft im Kreisarchiv Segeberg ein neues Zuhause. Möglich wurde dies durch eine Vereinbarung zwischen dem Kreis Segeberg und dem Förderverein Wollspinnerei Blunck. "Ein wichtiger Schritt, um ein zentrales Stück regionaler Identität zu bewahren", freut sich Kreisarchivarin Ina Czub.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1852 war die Wollspinnerei Blunck weit mehr als ein kleiner Industriebetrieb. Sie war Arbeitgeber, Treffpunkt und Lebensgrundlage für Familien, Motor wirtschaftlicher Entwicklung und sichtbares Zeichen der Industrialisierung im ländlichen Raum Schleswig-Holsteins. "Auch nach dem Ende der Produktion im Jahr 2010 ist dieser Geist noch spürbar: Die Fabrikanlage ist vollständig erhalten, überwiegend funktionsfähig und damit ein seltenes Zeugnis industrieller Vergangenheit. Derzeit wird sie mit großem Engagement restauriert, um künftig als modernes Museum Industrie-, Technik- und Unternehmensgeschichte erlebbar zu machen", sagt Czub

Wenn Dokumente Geschichte erzählen

Nun ist auch das schriftliche Gedächtnis der Wollspinnerei gesichert. Der Bestand umfasst Geschäftsbücher, Briefe, technische Unterlagen, Pläne, Fotografien und Verwaltungsakten. Er gibt Einblick in die wirtschaftliche, technische und soziale Entwicklung des Unternehmens und erzählt zugleich vom Arbeitsalltag der Menschen, die hier beschäftigt waren.

"Diese Unterlagen machen Geschichte greifbar – sie erzählen vom Arbeiten, vom Wirtschaften und vom Leben in unserer Region", erklärt Kreisarchivarin Ina Czub. "Im Kreisarchiv können sie dauerhaft bewahrt, fachgerecht erschlossen und für alle zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise werden die amtlichen Unterlagen des Kreisarchivs durch Dokumente aus der Wirtschaft ergänzt und um neue Blickwinkel bereichert."

Eine Partnerschaft für Erinnerung und Zukunft

Die Übergabe der 24 Umzugskartons erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Förderverein Wollspinnerei Blunck. Sie ist ein wichtiger Baustein für die künftige Museumsarbeit. Archiv und Museum ergänzen sich dabei auf ideale Weise: Während die historischen Maschinen, Gebäude und Arbeitsabläufe vor Ort erlebbar bleiben, sichert das Kreisarchiv die schriftlichen Zeugnisse für Forschung, Bildung und Vermittlung.

"Uns war wichtig, dass diese Unterlagen nicht in Vergessenheit geraten", betont Stephan Reuß, Vorsitzender des Fördervereins Wollspinnerei Blunck. "Sie sollen geschützt und gleichzeitig für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Das Kreisarchiv ist dafür der richtige Ort."

Besonders persönlich ist dieser Moment für Anne-Katrin John, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, und für Friedrich-Georg Blunk, der sich im Fachvorstand "Bau und Technik" engagiert und vor Ort lebt. Beide sind Urenkel des Firmengründers. "In diesen Akten stecken unsere Familien- und Unternehmensgeschichte, aber auch die Geschichte vieler Menschen aus dem Kreis Segeberg. Dass dieses Erbe nun professionell bewahrt wird und zugleich allen offensteht, entspricht genau unserem Geist."

Versprechen an kommende Generationen

Mit der Übernahme setzt der Kreis Segeberg ein deutliches Zeichen für den Schutz von Kulturgut und für den Wert bürgerschaftlichen Engagements. In den kommenden Monaten werden die Unterlagen archivisch erschlossen. Danach stehen sie für Forschung, Heimatgeschichte, Bildungsarbeit und die museumspädagogischen Angebote der Wollspinnerei als Quelle für neue Fragen, Erkenntnisse und Geschichten zur Verfügung.

"Während die Restaurierungsarbeiten an der historischen Fabrikanlage weiter voranschreiten, wächst damit auch die Gewissheit: Die Wollspinnerei Blunck bleibt nicht nur als Gebäude erhalten. Auch ihr Gedächtnis, ihre Stimmen und ihre Geschichte werden weiterhin für die Zukunft bewahrt", fasst es Czub zusammen.

17.11.2025: Kreisarchiv stärkt Notfallvorsorge in Amts- und Gemeindearchiven

Kreis Segeberg. Gute Nachrichten für die Geschichtsbewahrer*innen im Kreis Segeberg: Beim jüngsten Treffen der Archivar*innen in Sülfeld konnte Kreisarchivarin Ina Czub verkünden, dass sie beim Landesministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur erfolgreich Fördermittel zum Erhalt schriftlichen Kulturgutes eingeworben hat. Diese ermöglichten die Anschaffung von zwei professionell ausgestatteten Notfallboxen.

Erste Hilfe für Kulturgut

"Die mobilen Boxen sind prall gefüllt mit allem, was im Krisenfall zählt: Schutzausrüstung, Reinigungs- und Verpackungsmaterial, Werkzeug, Beleuchtung und Dokumentationshilfen", sagt Czub. "Sie leisten schnelle Erste Hilfe fürs Kulturgut, unterstützen dabei, Schäden an wertvollen Archivalien einzudämmen und bedrohte Bestände fachgerecht zu bergen."

Unterstützung durch das Kreisarchiv

Besonders profitieren sollen die vielen kleineren Amts- und Gemeindearchive im Kreis, die meist ehrenamtlich betreut werden und selten über eigene Mittel für eine solche Ausstattung verfügen. "Viele engagieren sich mit großem Herzblut für unsere gemeinsame Geschichte – oft mit sehr begrenzten Ressourcen", weiß die Kreisarchivarin. "Mit den Notfallboxen möchten wir gezielt unterstützen und im Ernstfall nicht nur Material, sondern auch Erfahrung bereitstellen."

Auch aus den Reihen der Ämter und Gemeinden wurde die Initiative mit großem Zuspruch aufgenommen. Florian Hroch, Archivbetreuer im Amts- und Gemeindearchiv Kisdorf, betont: "Für uns ist das eine enorme Hilfe. Im Fall der Fälle wissen wir, dass wir nicht allein dastehen, sondern auf die Unterstützung des Kreisarchivs zählen können."

Das Vergangene für die Zukunft sichern

Die beiden Boxen werden zentral im Kreisarchiv Segeberg vorgehalten und können bei Bedarf kurzfristig angefordert werden. Ergänzend plant das Kreisarchiv künftig Schulungen und Beratungsangebote, um das Wissen zur Notfallvorsorge und Schadensprävention zu stärken. "Alle unsere Archive im Kreis – ob groß oder klein – bewahren historisch höchst relevante Unterlagen. Es ist unser gemeinsames Ziel, diesen reichen Quellenschatz für kommende Generationen zu sichern", sagt Czub.

Die Kosten belaufen sich auf rund 2.700 Euro. Finanziert wurde das Projekt zu 75 Prozent vom Land Schleswig-Holstein, den Rest trägt der Kreis. 2Ich hoffe natürlich, dass die Boxen nie zum Einsatz kommen müssen2, sagt Ina Czub, "aber falls doch, sind wir vorbereitet".

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19.09.2025: Newsletter des Kreisarchivs: Vom Büro in die Box

Was passiert eigentlich mit Unterlagen, wenn sie aus dem Büro verschwinden – und im Archiv landen?

Wer denkt, sie landen langfristig einfach in einem Kellerregal, liegt falsch. Dahinter steckt ein sorgfältig geplanter Weg mit vielen kleinen Schritten – und mit dem Ziel, Informationen dauerhaft für die Zukunft zu sichern. In diesem Beitrag zeige ich, wie aus einer Akte eine Archivalie wird.

Wie alles beginnt

Die Reise ins Archiv beginnt meist mit einem Anruf oder einer E-Mail aus der Verwaltung: "Wir haben Akten, die wir nicht mehr benötigen – könnten die vielleicht ins Archiv?"

Bevor jedoch Kisten gepackt werden, steht eine wichtige Frage im Raum: Sind die Unterlagen archivwürdig?

Nicht alles, was alt ist, muss dauerhaft aufbewahrt werden. Manche Vorgänge verlieren mit Ablauf gesetzlicher Fristen ihre Bedeutung. Andere hingegen sind unverzichtbar – etwa Kreistagsprotokolle, Haushaltspläne, Dokumente der Bauaufsicht oder Unterlagen aus dem Büro des Landrates.

Der Weg ins Magazin

Wenn feststeht, dass Akten übernommen werden, beginnt die praktische Arbeit. Die Unterlagen werden ins Archiv gebracht, gesichtet und geprüft.

In einem internen Verzeichnis wird festgehalten, wer was wann abgegeben hat, wie viele Einheiten übergeben wurden und welchen Umfang die Übernahme hat.

Dann erhält jede Einheit eine Signatur, also ein eindeutiges Kennzeichen, das Auskunft über die Herkunft, also die sogenannte Provenienz, gibt, und wird damit einem Bestand zugeordnet. Im Archivinformationssystem werden weiterführende Information erfasst, etwa zur Entstehung, zum Inhalt und zum zeitlichen Rahmen. Diese Beschreibung ist unerlässlich, damit die Unterlagen später gezielt recherchiert und genutzt werden können.

Zum Schluss werden die Unterlagen in säurefreie Archivkartons umgepackt.

Sind all diese Schritte abgeschlossen, wandert die Archivbox ins Magazin. Ihr Standort wird registriert und damit ist sie langfristig gesichert und auffindbar.

Warum das wichtig ist

Archivarbeit ist unsichtbar – bis man sie braucht. Wenn eine Frage zur Verwaltungsgeschichte auftaucht, ein Jubiläum ansteht oder ein rechtlicher Nachweis erforderlich ist, kann eine sauber erschlossene Akte Gold wert sein.

Deshalb ist der Prozess von der Abgabe bis zur Archivierung nicht nur Ordnung, sondern Vorsorge für morgen. Und oft ist er auch ein kleiner Schatz: In alltäglichen Verwaltungsakten finden sich erstaunliche Einblicke in politische Entscheidungen, gesellschaftliche Entwicklungen – und manchmal ganz persönliche Geschichten.

Sie arbeiten in der Kreisverwaltung oder haben interessante nichtamtliche Dokumente?

Bitte kommen Sie auf uns zu, sobald Sie Materialien haben, die Sie nicht mehr benötigen – etwa Akten, Fotos, Pläne oder andere Dokumente. Wir prüfen, ob sie archivwürdig sind, und entscheiden über ihre dauerhafte Aufbewahrung.

Gern unterstützen wir Sie bei Fragen zur Abgabe von Unterlagen und erläutern das weitere Vorgehen.

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Newsletter: Zwischen Akte & Alltag – Archivnachrichten aus erster Quelle

Wie entsteht ein Archivbestand? Was taucht plötzlich in einer Kiste auf? Und wie wird aus einer Akte eine digitale Quelle für morgen?

In dieser Rubrik geben wir Einblicke in unseren Arbeitsalltag, erzählen Geschichten aus dem Magazin und berichten über Projekte, Funde und Fortschritte – direkt aus erster Hand. Viel Spaß dabei!

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Willkommen im Kreisarchiv Segeberg

Wer wissen will, wie sich unsere Region entwickelt hat – oder wie Kommunalverwaltung und Kreispolitik funktionieren – ist hier genau richtig. Das Kreisarchiv Segeberg bewahrt als Gedächtnis der Region, was für morgen wichtig bleibt: Akten, Fotos, Geschichten und Erinnerungen rund um unseren Kreis.

Momentan befinden wir uns im Wandel. Vieles ist noch in Bewegung, manches noch nicht öffentlich zugänglich. Doch der Weg ist klar: Wir wollen das Archiv Schritt für Schritt sichtbarer, digitaler und nutzerfreundlicher machen.

Dabei denken wir Archivarbeit neu – als Ort der Begegnung mit neuester Geschichte und Zeitgeschichte, als verlässlicher Partner der Verwaltung und als Service für alle, die mehr über ihre Heimat erfahren möchten.

Begleiten Sie uns auf dem Weg. Es gibt viel zu entdecken.

Über uns

Das Kreisarchiv Segeberg – wer wir sind

Das Kreisarchiv Segeberg bewahrt, was für die Zeitgeschichte unseres Kreises wichtig ist – Unterlagen, die Verwaltungshandeln dokumentieren und zugleich das kollektive Gedächtnis der Region bilden. Wir übernehmen, sichern und erschließen archivwürdiges Schriftgut der Kreisverwaltung ab dem Jahr 1950 – analog und zunehmend auch digital. Ergänzend bewahren wir nichtamtliches Archivgut mit regionalem Bezug – etwa Nachlässe, Vereinsunterlagen oder Fotosammlungen – und machen auch diese Quellen langfristig nutzbar.

Seit April 2025 wird das Kreisarchiv in alleiniger Trägerschaft des Kreises geführt. Damit beginnt ein neuer Abschnitt: mit neuen Perspektiven, modernen Anforderungen und einem wachsenden Selbstverständnis als Serviceeinrichtung für Verwaltung und Öffentlichkeit.

Ein kurzer Blick zurück

Bereits vor der offiziellen Gründung im Jahr 2011 existierten im Kreis Segeberg Sammlungen historischer Unterlagen – darunter frühe Kreistagsprotokolle. Mit der Einrichtung einer Archivgemeinschaft zwischen dem Kreis Segeberg und der Stadt Bad Segeberg entstand eine gemeinsame Struktur, in der das Kreisarchiv personell mit dem Stadtarchiv verbunden war und der professionelle Aufbau des Kreisarchivs vorangetrieben wurde. Diese Kooperation wurde Ende 2024 im Einvernehmen aufgelöst. Die digitale Transformation und neue, zusätzliche Aufgaben machten eine eigenständige Organisation erforderlich.

Was wir leisten

Wir unterstützen die Kreisverwaltung bei der Aktenführung, begleiten die gesetzeskonforme Abgabe von Unterlagen, beraten zu Fragen der Schriftgutverwaltung und sorgen dafür, dass wichtige Informationen dauerhaft erhalten bleiben und zugänglich sind.

Darüber hinaus verstehen wir uns als Ansprechpartnerin für alle, die sich für die Geschichte des Kreises interessieren – ob Verwaltung, Wissenschaft, Heimatforschung oder Bürgerinnen und Bürger mit Neugier für ihre Region.

Nutzung

Archivbesuch – so geht es

Das Kreisarchiv Segeberg steht allen offen – ob für Verwaltungsanfragen, wissenschaftliche Forschung, rechtliche oder amtliche Anliegen sowie persönliche Interessen und Projekte.

Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung Ihres Besuchs und beraten Sie zur Quellenlage, geben Hinweise zur Benutzbarkeit der Bestände und begleiten Sie bei der Einsichtnahme.


So funktioniert es

  1. Kontakt aufnehmen
  2. Termin vereinbaren
  3. Recherchieren
  4. Unterlagen vor Ort einsehen

Jetzt Termin vereinbaren


Vor Ort

Die Adresse ist Levopark III, Jaguarring 18 in 23795 Bad Segeberg.

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  • Arbeitsplätze mit Stromanschluss und WLAN-Verbindung für Laptops stehen zur Verfügung.
  • Das Archivgut wird im Lesesaal zur Einsichtnahme vorgelegt – unter Wahrung gesetzlicher Schutzfristen.
  • Eine persönliche Beratung gehört für uns selbstverständlich dazu.

Hinweis

Vor der Einsicht ist ein Benutzungsantrag auszufüllen – auch für Begleitpersonen.

Bei Unterlagen, deren Schutzfristen noch nicht abgelaufen sind, ist zusätzlich ein Ergänzungsantrag erforderlich.

Bitte beachten Sie die Satzung über die Nutzung des Archivs des Kreises Segeberg.

Reproduktionen und Gebühren

Digitale Fotoaufnahmen zur privaten Nutzung sind nach vorheriger Absprache in der Regel möglich. Eine Veröffentlichung dieser Aufnahmen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Archivs.

Auf Wunsch fertigen wir Reproduktionen für Sie an – beispielsweise Scans oder Ausdrucke ausgewählter Archivalien.

Für solche Leistungen sowie für die gewerbliche Nutzung oder Veröffentlichung von Archivgut fallen Gebühren und Sachkosten an. Die persönliche Einsichtnahme im Archiv bleibt gebührenfrei.

Die jeweils geltenden Regelungen finden Sie in unserer Gebührentabelle.

Wo finde ich Personenstandsunterlagen (Geburts-, Ehe- und Sterberegister)?

Personenstandsunterlagen sind für genealogische, also familiengeschichtliche Forschungen von großem Interesse.

Bitte beachten Sie, dass sich diese Unterlagen nicht im Kreisarchiv, sondern beim jeweils zuständigen Standesamt befinden.

Erst nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfristen werden die Register an die zuständigen Archive abgegeben. Diese betragen derzeit:

  • 110 Jahre für Geburtsregister,
  • 80 Jahre für Eheregister und Lebenspartnerschaftsregister sowie
  • 30 Jahre für Sterberegister.

Nach Ablauf dieser Fristen gehen die Unterlagen in der Regel an die Stadt-, Amts- oder Gemeindearchive über, die für den jeweiligen Ort zuständig sind.

Das Kreisarchiv Segeberg verfügt lediglich über einige Zweitbücher dieser Register. Diese befinden sich derzeit in der Einlagerung und sind nicht einsehbar.

Für Ihre Familienforschung wenden Sie sich daher bitte direkt an das zuständige Stadt-, Amts- oder Gemeindearchiv, in dessen Bereich die gesuchte Person geboren, verheiratet oder verstorben ist.

Infos über Bestände


Ansprechpartnerin



Bestände

Was wir bewahren

Das Kreisarchiv Segeberg sichert und erschließt das archivwürdige Schriftgut der Kreisverwaltung ab dem Jahr 1950. Damit dokumentieren wir die Verwaltungsgeschichte des Kreises Segeberg von der Nachkriegszeit bis heute.

Frühere Unterlagen – aus der Zeit von 1867 bis 1950 – befinden sich im Landesarchiv Schleswig-Holstein (Abteilung 320.16 Segeberg).

Neben der amtlichen Überlieferung bewahren wir auch nichtamtliches Archivgut und thematisch geordnete Sammlungen. Dazu zählen unter anderem:

  • Nachlässe von Personen mit regionalem Bezug
  • Vereinsunterlagen aus dem kulturellen, sozialen und sportlichen Leben
  • Zeitungen und Zeitungsausschnittssammlungen
  • Visuelle, audio- und audiovisuelle Medien, zum Beispiel Fotografien, Dias, Filmaufnahmen
  • Karten und Pläne

Auch einzelne Unterlagen aus der vorpreußischen Zeit sowie sogenannte Fremdprovenienzen – also Schriftgut nichtkreislicher Herkunft mit Bezug zur Region – sind Teil unseres Archivguts. Einige dieser Stücke reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück.

Bestandsstruktur

Das Archivgut ist in vier Hauptgruppen gegliedert, die wiederum in einzelne Bestände und Unterbestände unterteilt sind:

A. Archivgut des Kreises und der vorpreußischen Verwaltungen

B. Archivgut des Kreises Segeberg ab 1950

C. Nichtamtliches Archivgut

D. Sammlungen

Diese Struktur wird aktuell überarbeitet. Eine detaillierte Bestandsübersicht befindet sich im Aufbau und soll künftig online zugänglich gemacht werden.

Wir halten Sie auf dem Laufenden – und informieren, sobald die Übersicht verfügbar ist.

Unsere Archivbibliothek

Ergänzend zum Archivgut unterhalten wir eine Archivbibliothek mit Fachliteratur und Veröffentlichungen zur Landes- und Regionalgeschichte.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Publikationen mit Bezug zum Kreis Segeberg – darunter Ortschroniken, Vereins- und Schulschriften, historische Aufsätze sowie heimatkundliche Jahrbücher.

Die Bibliothek steht allen Interessierten zur Präsenznutzung offen und ergänzt das Archiv als Ort für Recherche und Wissen über den Kreis.

Achtung: Derzeit ist Recherche nur vor Ort möglich. Wir arbeiten daran, künftig Online-Findmittel bereitzustellen.

Was wir noch suchen

Der Kreis Segeberg ist reich an Geschichte – und viele dieser Geschichten liegen nicht (nur) in amtlichen Akten.

Wenn Sie Unterlagen besitzen, die einen Bezug zur Region haben und helfen könnten, das Leben und Arbeiten im Kreis Segeberg zu dokumentieren, freuen wir uns, von Ihnen zu hören.

Solche Zeugnisse sind oft einmalig – und können wichtige Bausteine für das kollektive Gedächtnis des Kreises sein.

Wir interessieren uns für:

  • Unterlagen von Vereinen, Firmen oder Initiativen aus dem Kreisgebiet
  • Vor- und Nachlässe von regional bedeutsamen Personen
  • Persönliche Dokumente wie Briefe, Tagebücher, Erinnerungsberichte
  • Chroniken, Festschriften, Vereins- oder Schuljubiläen
  • Fotoalben, Dias, Filme aus Alltag, Fest und Arbeit

Wenn Sie etwas beitragen möchten oder Fragen dazu haben, sprechen Sie uns gern an. Wir beraten Sie gerne unverbindlich und prüfen gemeinsam, ob eine Übernahme ins Kreisarchiv in Frage kommt – natürlich fachgerecht und respektvoll im Umgang mit Ihren Materialien.