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Abschlußbericht 2003

 
Kreis Segeberg
„Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft" Kreiswettbewerb 2003

Abschlussbericht der Bewertungskommission


Nach drei Jahren war es in diesem Jahr wieder soweit: Das Innenministerium rief im Einvernehmen mit dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund, dem Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag, dem Schleswig-Holsteinischen Landkreistag und der Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e.V. zur Teilnahme am 18. Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft" auf.
Wie üblich, wurde dem Landes- und Bundeswettbewerb der Wettbewerb auf Kreisebene vorgeschaltet. Dem kreisinternen Aufruf folgend bewarben sich dieses Mal 13 Gemeinden bzw. Ortsteile: Fahrenkrug, Hartenholm, Hasenkrug, Klein Rönnau, Lentföhrden, Oering, Schlamersdorf, Schmalensee, Stocksee, Struvenhütten, Tensfeld, Wakendorf I und Wakendorf II.
Eine 12-köpfige Bewertungskommission – bestehend aus VertreterInnen der Fraktionen, des Kreisbauernverbandes, des Kreislandfrauenverbandes, der Kreislandjugend, des Beirates für Naturschutz und Landschaftspflege, des Naturschutzbundes, des Heimatvereins und der Kreisverwaltung – reiste an sechs Nachmittagen und Abenden „über Land".
Als Gast begleitete die Jury zeitweilig Frau Steinberg als Vertreterin der Kreissparkasse Südholstein und dort verantwortlich für Stiftungen. So konnte aus Stiftungsmitteln der Kreissparkasse Segeberg der Hauptteil der Preisgelder zur Verfügung gestellt werden. Hierfür unseren herzlichen Dank.
Bewertet wurde nach einem siebenstufigen Katalog, der die Kriterien Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung, wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen, soziales und kulturelles Leben, Baugestaltung und -entwicklung, Grüngestaltung und
-entwicklung, sowie Dorf in der Landschaft umfasste. Erstmals wurde die Thematik Nachhaltigkeit mit dem Kriterium „Querschnittartige Bewertung hinsichtlich nachhaltiger ganzheitlicher Ausrichtung" bewertet, das im Vorwege von GemeindevertreterInnen und Kommissionsmitgliedern im Rahmen eines „runden Tisches" erarbeitet wurde.
Ob die Gehwege geharkt und die Vorgärten „sauber" waren, interessierte bei der Bewertung ungleich weniger als Tatsachen wie vorliegende und umgesetzte Flächennutzungs- oder Landschaftspläne, tragfähige Zukunftskonzeptionen, Freizeitangebote für Jugendliche im Dorf, eine gesicherte Grundversorgung auch für EinwohnerInnen ohne Auto, die Zahl der Arbeitsplätze oder vorbildliche Problemlösungen.
Kleine Gemeinden wie Hasenkrug hatten keine Nachteile gegenüber größeren Gemeinden wie Fahrenkrug, wie sich am Ende der Bereisung herausstellte.
Museumsdörfer wurden von der Bewertungskommission so wenig erwartet und erwünscht wie vorstädtische Neubaugebiete; bewertet wurde nicht gebauter Reichtum, sondern verantwortungsvoller Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz. Natürlich konnte nur bewertet werden, was gezeigt wurde. Die Präsentation geschah in Kutschen, Treckergespannen, auf Radtouren und in Dorfgemeinschaftshäusern, begleitet von Blaskapellen und jaulenden Hunden. Erstmals wurde die gesamte Bereisung filmisch dokumentiert und zu diesem Zweck von Herrn Lienau begleitet. Dabei blieben der Kommission überalterte Knicks, selbstgebackener Kuchen und duftende Forellen nicht verborgen. Das Spektrum reichte von perfekter Organisation mit Namensschildchen
über High-Tech-Präsentationen bis zur gemütlichen Kutschfahrt. Mal war das ganze Dorf auf den Beinen, dann wieder der Bürgermeister nur von einigen Getreuen umgeben. Präsentation, BürgerInnenbeteiligung, Fakten und „Substanz" fügten sich jeweils zum Gesamtbild eines Dorfes zusammen.
Die folgenden Ausführungen, strukturiert nach den Bewertungskriterien, wie sie auch beim Landeswettbewerb Anwendung finden, dienen dazu, die Bewertung transparent zu halten und nachvollziehbar zu machen, „wer warum wie bewertet wurde".
Mit Bewertungen verhält es sich ähnlich wie mit Schulnoten: sie „stimmen" nur tendenziell! In jeder Gemeinde gab es Aspekte, die gut und solche, die weniger positiv bewertet wurden, gab es Beeindruckendes und Profanes.
Und: Kommissionsmitglieder sind auch nur Menschen und deshalb subjektiv, jedoch in ihrer Gesamtheit als Kommission um Objektivität intensiv bemüht.
Gewonnen hat eigentlich jede Gemeinde, die sich zur Teilnahme motivierte: neue Erfahrungen, vielleicht auch mehr „Wir-Gefühl". Ein herzliches Dankeschön also an alle, die sich dem Prüfungsstress gestellt haben, für ihr Engagement und die gastliche Aufnahme.

Das Wettbewerbsergebnis im Überblick

Die Bewerber haben durchweg eine positive Einstellung zur Zukunft und ihre jeweiligen Probleme (Haushalt, Strukturwandel, Infrastruktur) unterschiedlich angepackt.
Allen Gemeinden ist, unterschiedlich ausgeprägt, ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung und ehrenamtlichem Engagement zu bescheinigen. Dies war dort, wo Leader+- und LSE-Projekte stattfinden, besonders feststellbar.
Die Bewertung war - wieder einmal - schwierig, da doch sehr unterschiedlich
ausgestattete und unterschiedlich große Gemeinden verglichen werden mussten, die außerdem noch zum Teil nicht vergleichbare Rahmenbedingungen aufweisen. Dabei wurden erstmalig auch Kriteriensieger bestimmt und besondere Einzelmaßnahmen festgestellt und mit je 100,00 € belohnt.

Nach 13 wunderbaren und erlebnisreichen Dorfpräsentationen hat sich die Bewertungskommission zu folgendem Ergebnis durchgerungen:

Ø Die höchste Punktzahl erhält Fahrenkrug mit 96,25 Punkten – und erhält 2.500,00 €.
Hier war die Bewertungskommission überwältigt von dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger und begeistert von der zukunftsorientierten klugen Zukunftsinvestition, dem Bahnhof.

Ø Die zweithöchste Punktzahl erhält Hasenkrug mit 95,67 Punkten – und erhält 2.500,00 €.
Die zukunftsweisende Einrichtung des „Dorfhökers" im neuen, sehr ansprechenden Dorfgemeinschaftshaus in der Dorfmitte hat überzeugt.
Diese beiden Gemeinden (eine größere im Mittelzentrum Segeberg/Wahlstedt mit 1.700 Einwohnern und eine kleine im Nordwesten des Kreises mit nur 370 Einwohnern) haben auch erfolgreich am Landeswettbewerb teilgenommen.

Ø Wakendorf II mit 93,17 Punkten beeindruckte u. a. durch seine umweltpädagogisch vorbildliche Grundschule und wurde Kriteriensieger im Bereich Grüngestaltung und
-entwicklung. Dafür gibt es einen Geldpreis von 1.000,00 €.

Ø Klein Rönnau mit ihrer engagierten Bürgermeisterin beeindruckte und überzeugte die Kommission und erhielt dafür 91,55 Punkte.
Im Bereich der Kriteriengruppe Baugestaltung und Entwicklung wurde (und wird zur Zeit mit der alten Grundschule) ein vorbildliches intensiv genutztes Denkmalensemble geschaffen. Dafür erhält Klein Rönnau 1.000,00 €.

Ø Wakendorf I mit 91,42 Punkten überzeugte die Bewertungskommission durch politisches und bürgerliches Engagement im Zusammenhang mit dem Flächenerwerb im Bereich des alten Bahnhofsgeländes als Basis für eine kluge Zukunftsentwicklung.
Hierfür erhält Wakendorf I als Kriteriensieger für Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes einen Geldpreis von 1.000,00 €.

Ø Struvenhütten erhält 88,58 Punkte und wurde Sieger für das Kriterium „Dorf in der Landschaft". Die Anordnung der dörflichen Einrichtungen Schule und Kindergarten mit dem Schwimmbad, dem Sportplatz und den in Knicks eingebetteten Grundspielflächen sowie der Übergang in die Landschaft überzeugten die Kommission; dafür gibt es 1.000,00 €.

Ø Stocksee erhält 80,75 Punkte und einen Sonderpreis für das über die Landesgrenze hinaus anerkannte Waldvertragsnaturschutzprojekt und erhält dafür ebenfalls 1.000,00 €.


Die folgenden fünf Dörfer überzeugten ebenfalls in einzelnen Bereichen und erhalten jeweils für eine lobenswerte Maßnahme einen 100,00 €-Schein. Im einzelnen sind dies:

Ø Schmalensee mit 88,45 Punkten und der vorbildlichen Knicklandschaft.

Ø Schlamersdorf mit 82,42 Punkten und dem Förderverein für das Torhaus.

Ø Hartenholm mit 78,25 Punkten und der vorbildlichen Förderung der Kunst (Förderkreis Prohn) im Gemeindehaus.

Ø Oering mit 74,45 Punkten für das Zukunftsmodell der konsequenten Vereinsträgerschaft für die gemeindlichen Einrichtungen.

Ø Tensfeld mit 68,33 Punkten und dem Umgang mit Jugendlichen im Zusammenhang mit dem Jugendhaus.

Ø 59,33 Punkte erhält Lentföhrden und, wie sämtliche Gemeinden, eine Teilnahmeanerkennung in Höhe von 250,00 Euro.



Stocksee

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Ein neuer F-Plan zeigt die weitere Entwicklung auf und erneuert die bisherigen Bemühungen zum Erhalt der Dorfstruktur und Sicherung der sehr reizvollen Landschaft. Der Fremdenverkehr (Holsteinische Schweiz) soll als Wirtschaftsfaktor neben den mehrfach jährlich stattfindenden Aktivitäten auf dem Stockseehof entwickelt werden. Eine Symbiose, die bisher funktioniert und Probleme gemeinsam lösen hilft (PKW-Besucher).
Die Gemeinde nutzt die gesetzlichen Planungsinstrumente des Landschaftsplanes, des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes. So ist ein B-Plan, der im Rahmen der Innenentwicklung die Deckung des örtlichen Baubedarfs sichern soll, in Vorbereitung.
Darüber hinaus will sie nach einem bestehenden Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung zur Erhaltung der schönen dörflichen Strukturen insbesondere in der Dorfmitte (Dorfplatz) eine Gestaltungs- und Erhaltungssatzung bzw. einen Bebauungsplan erlassen.
Das „Pfund" des Stocksees mit seinem Waldvertragsnaturschutzgebiet wird klug eingesetzt und gesichert.
Zusammenfassend lassen sich anerkennenswerte entwicklungsplanerische Initiativen im Vergleich zum letzten Wettbewerb vor 3 Jahren feststellen.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen
In Stocksee gibt es 7 landwirtschaftliche und 27 gewerbliche Betriebe.
Das Dorf hat eine zentrale Wasserversorgung und eine zentrale Abwasserbeseitigung.
Die Busverbindung nach Bad Segeberg und Ascheberg bewertet die Gemeinde als gut, zumal in Ascheberg eine Umsteigemöglichkeit in den Zug nach Kiel bzw. Lübeck besteht. Das gute ÖPNV-Angebot gleicht die Randlage Stocksees aus.
Neue Wege der Vermarktung geht der „Stockseehof". Hier können die Kunden im Sommer ihre Himbeeren oder Kirschen selber pflücken und danach den Tag im Park unter den alten Bäumen bei Torte und Kaffee genießen. Zudem ist der „Stockseehof" Jahr für Jahr Austragungsort des „Musikfestes auf dem Lande" im Rahmen des „Schleswig-Holstein-Musikfestivals", eine touristische Attraktion.
Das Dorf hat zwei Gaststätten, davon eine mit Saal. Einkaufsmöglichkeiten gibt es nicht vor Ort.
Bekannt und offenbar gut belegt ist der Campingplatz am Ortsrand.

3. Soziales und kulturelles Leben
Die in der Gemeinde tätigen Vereine und Verbände wurden uns durch den Bürgermeister vorgestellt: Die Palette erstreckte sich vom Vogelschießerverein über den Singkreis bis zum Seniorenclub (55 Mitglieder). Der Sportverein hat 110 Mitglieder, davon 60 aktive und ist überregional bekannt durch Triathlon-Veranstaltungen, wobei der Stocksee zum Schwimmen genutzt wird.
Einen eigenen Kindergarten unterhält die Gemeinde nicht; die Kinder gehen in Kindergärten der Wahl ihrer Eltern, eine Beschränkung gibt es laut Bürgermeister nicht.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Der Dorfanger mit seinen Großbäumen und seinen vielfältig genutzten typischen Gebäuden wirkt ansprechend und ist ein gewachsener Mittelpunkt. Vorbildliche Architektur (die weiße Reetdachkate und die Villa von Niemeier-Holstein) und nicht denkmalgerechte „Modernisierungen" wechseln sich ab.
Die Einflussnahme auf die Gestaltung privater Gebäude im Dorfkernbereich zeigt Erfolge. Wohltuend, wie die Begrünung der Gärten und Freiflächen bis an das Seeufer heran angelegt und gepflegt wird (öffentliche Badestelle).

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Beeindruckend war die Grünanlage des Stockseehofes mit ihren alten Bäumen, der Teichanlage und den gepflegten Rasenflächen.
Der Ort hat einen gepflegten Dorfplatz mit gesundem alten und jungen Baumbestand.
Die Abfallbehälter am Rande des Dorfplatzes sind zwar gut erreichbar und übersichtlich, sie stören jedoch das Gesamtbild. Witzig war die Idee, am Bereisungstag eine Begrünung der Container durch eine Heckenpflanzaktion seitens der Jurymitglieder in die Wege zu leiten.
Die Vorgärten waren durchschnittlich bepflanzt bzw. teilweise mit Blumen geschmückt und zeichneten sich nicht durch größere Vielfalt aus.
Der Sportplatz wurde inzwischen (auch beim letzten Wettbewerb wurde er kritisch beäugt) in Eigenregie mit Hilfe der ortsansässigen Landwirte als Rasenfläche angelegt.
Der Wanderweg am Rande des Sees verlockt durch seine optisch reizvolle Lage zum Spaziergang.

6. Dorf in der Landschaft
Stocksees Landschaft besticht natürlich durch den Stocksee mit ökologisch interessanten Uferbereichen und dem Naturschutzgebiet am See und auf der Insel. Fischadler und Fischotter sind hier beheimatet.
Die Badestelle am See ist wohltuend moderat ausgebaut und erfüllt trotzdem (oder gerade deshalb?) ihren Zweck hervorragend.
Die Uferbebauung ist aus „grüner" Perspektive nicht unkritisch zu sehen, auch wenn es sich vorwiegend um ältere Bauten handelt. Die geplante Bebauung oberhalb des Sees liegt zwar in reizvoller Lage, führt jedoch zu einer Verdichtung der seenahen Bebauung.
Der Landschaftsplan wurde „lang und breit" engagiert diskutiert: 24 InteressenvertreterInnen beschäftigten sich über einen Zeitraum von 11/2 Jahren auf monatlichen Treffen damit, bis er 2001 Gültigkeit erlangte.
Der Spielplatz ist, kuschelig umwachsen von Sträuchern und Bäumen, nur für Insider zu entdecken.
Besonders bemerkenswert fand die Jury, dass eine Waldfläche in der Gemeinde unter Vertragsnaturschutz gestellt wurde und damit besonderen Vorschriften unterliegt.
Als Anerkennung wird dafür ein Sonderpreis vergeben.


Ortsteil Schlamersdorf der Gemeinde Seedorf

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Schlamersdorf – gelegen im ländlichen Umfeld am Rande der Holsteinischen Schweiz - nimmt gewisse subzentralörtliche Funktionen für die Region wahr; das ist auch an der baulichen und gewerblichen Entwicklung dieses Ortsteiles und an den vorhandenen Einrichtungen (Kirche, Friedhof, Schule, Kindergarten) erkennbar.
Die gesetzlichen Planungsinstrumente (Landschaftsplan, Flächennutzungsplan
- Überarbeitung im Verfahren -, Bebauungsplan) werden genutzt. Besondere Einflussnahmen auf die gestalterische Sicherung der dörflichen Strukturen allerdings sind derzeit nicht erkennbar und wohl auch nicht beabsichtigt; man vertraut auf die „Einsicht" der Bewohner und setzt - in möglichen Problemfällen - auf die Überzeugungskraft der gemeindlichen Gremien.
Die bisherigen planerischen Aktivitäten hatten das Ziel der Arbeitsplatzerhaltung und Wohnraumbeschaffung, zukünftig wird noch das des Fremdenverkehrs (z. B. Urlaub auf dem Lande, Pferdesport) hinzutreten. Das Torhaus in Seedorf entwickelt sich zu einem hervorragenden und auch überörtlich bedeutsamen Mittelpunkt der kulturellen Arbeit.
Die Teilnahme an Leader+ sowie die kürzlich begonnene LSE zeugen von Weitsichtigkeit und dem Willen der Gemeinde, sich für die Zukunft zu positionieren. In der täglichen Praxis wirken Einbeziehung und Mitwirkung der Bürgerschaft allerdings nicht sehr ausgeprägt.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen
Im Dorf gibt es nur noch drei landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe. Vielfältig ist dagegen das Angebot der Handwerker: So gibt es zum Beispiel Elektriker, Maurer, Polsterer, Dachdecker, Maler und Friseur. Der Bürgermeister merkte an, dass im Dorf alle Handwerker vertreten seien, um ein Haus zu bauen.
Schlamersdorf verfügt über eine Polizeistation und eine Fahrschule. Auch eine Praxis für Naturheilkunde findet sich am Ort.
Die Schlamersdorfer haben die Möglichkeit, Dinge des persönlichen Bedarfes in einem kleinen Laden mit Bäckerei zu kaufen. Einmal im Jahr gibt es auf dem Dorfplatz den historischen „Schlamermarkt".
Im Dorf ist ein Neubaugebiet für 20 Bauplätze in Planung.
Zwei Kläranlagen decken die Abwasserentsorgung ab, eine dritte befindet sich im Ortsteil Seekamp im Bau.
Die vormals auf dem früheren Gelände der „Möbelkiste" vorhandenen Leerstände scheinen überwunden zu sein.

3. Soziales und kulturelles Leben:
Die Gemeinde hat Schule, Kindergarten, neue Sporthalle (mit 100%iger Auslastung) und Sportplatz in einem etwas außerhalb liegenden Zentrum konzentriert. Der kreativitätsfördernd ausgestattete Kindergarten wird derzeit von 44, die Grundschule von 250 Kindern besucht. Beide Institutionen nehmen auch die Kinder der Gemeinde Nehms auf. Ein durch Elterninitiative getragener Förderverein ermöglicht täglich von 7 bis 13 Uhr eine „betreute Grundschule".
Der Vorplatz der Grundschule könnte mit einfachen Mitteln ansprechender gestaltet werden.
Außer dem Kindergarten gibt es an zwei Tagen der Woche einen Spielkreis. Beide Einrichtungen werden von der Kirche betreut. Die zum Ort gehörende Kirche nimmt offensichtlich rege am sozialen Gemeindeleben teil.
VertreterInnen des DRK-Ortsvereins, der Landfrauen, des Sportclubs, des Reit- und Fahrvereins, des Altenclubs, des Reichsbundes und der „arge Torhaus film" stellten ihre Arbeit vor.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Das hervorragend sanierte Torhaus soll Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Dorflebens werden und für die Region als touristisches Infozentrum etc. zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde und um weitere Nutzungsmöglichkeiten zu eruieren, wurde ein Förderverein gegründet.
Diese Absicht ist gut und wurde von der Jury in der Kategorie „lobenswerte Maßnahme" mit einem Extra-Bonus bewertet, während das Torhaus selbst nicht in das Bewertungsergebnis einbezogen wurde.
Der Dorfanger mit seinen Großbäumen (als Vielzweckplatz nachhaltig nutzbar), die Kirche, das alte Pastorat sowie die zum Teil noch landwirtschaftlich genutzten Gebäude prägen das Ortsbild sehr positiv. Einzelne, nicht denkmalgerechte Veränderungen wirken störend.

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Der beeindruckende Dorfplatz mit seinem alten (teilweise behutsam sanierten) und jungen Baumbestand kann unter dieser Bewertungskategorie natürlich nicht unerwähnt bleiben, bildet er doch das auffälligste „Grünzentrum" des Ortes.
In unmittelbarer Nähe befindet sich das gepflegte Kirchengelände. Das Ortsbild von Schlamersdorf wird bereichert durch „viel Grün" im Ortskern.
Die Vorgärten dagegen präsentieren sich nur durchschnittlich. Ein Kommissionsmitglied bemerkte, dass der abgeschnittene Efeu immer noch an der Eiche hing (Diese Tatsache war nicht bewertungsrelevant).
Wenig erfuhr die Jury über die zahlreichen Biotope und deren Entwicklung im Außenbereich.

6. Dorf in der Landschaft
Schlamersdorf in der Landschaft nimmt sich ein wenig aus wie ein Bilderbuchdorf, so harmonisch liegt es eingebettet in die grünen Ausläufer der Holsteinischen Schweiz.
Der Bürgermeister wies auf ein 45 ha großes Waldstück hin – „Hölle" geheißen –, hinter dem der Ort „Weitewelt" liege.
Im Außenbereich befinden sich eindrucksvolle Lindenalleen und auffallend viele Pferdekoppeln.
Der Seeadler ist im Gemeindegebiet zu Hause und fühlt sich am Seedorfer See wohl.


Wakendorf I

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Die an der Kreisgrenze gelegene Gemeinde hat mit der Schließung der Meierei eine schwierige Zeit hinter sich.
Sie nutzte und nutzt jedoch die gesetzlichen Planungsinstrumente (Landschaftsplan, Flächennutzungsplan- Verfahren läuft -, Bebauungsplan - dto. -). Auch die Einbindung in die LSE des Amtes Segeberg-Land und in das Leader+ sowie das ÖPNV- Förderprogramm im Zusammenhang mit der Intensivierung der Bahnstrecke OD-SE-NMS zeugen von Engagement und Willen, sich bietende Möglichkeiten zu nutzen.
So wurde auch die sich ergebenden Entwicklungschance, den alten Bahnhof und das Bahnhofsgelände als auch das nordöstlich liegende Ruinengelände aufzukaufen, um hier einen Bebauungsplan aufzustellen (im Verfahren), konsequent ergriffen. Mittlerweile zeigen die Entwicklungsmaßnahmen im Bahnhofsumfeld erste Erfolge (auch für den Gemeindehaushalt) und zeugen so von der vorausschauenden planerischen Entschlusskraft. Dies schlägt sich „punktetechnisch" in der Tatsache nieder, dass die Gemeinde Kriteriumssiegerin in der Kategorie „Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes" wurde.
Zu den klaren Zielvorstellungen, die die Gemeinde tatkräftig verfolgen will, gehört auch die Tieferlegung der Kreisstraße im Bahnbrückenbereich in gemeindlicher Trägerschaft (!).
Für eine Einwohnerzahl von 403 Menschen hat dieses Dorf überzeugt in der Art und Weise, wie Chancen genutzt werden, wie hartnäckig zum Wohl der Allgemeinheit verhandelt wird und wie Beschlüsse und Entscheidungen getragen und umgesetzt werden.
Dabei wird dieses Dorf weiterhin Dorf bleiben, jedoch mit einem Mehrwert an Lebensqualität. Dies erzeugt Siedlungsdruck, auf den schon heute planerisch klug reagiert wird. Die Einwohnerentwicklung verläuft bislang sehr moderat (1960 = 359, 2002 = 403).
Positiv bewertet wurde auch die intensive und rechtzeitige Einbindung der Bürgerschaft in die Entwicklungs- und Ausführungsfragen.
Zusammenfassend lässt sich eine wohltuende aktive gemeindliche „Betriebsamkeit" im Vergleich zum Wettbewerbsjahr 2000 feststellen.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und InitiativenDas Dorf profitiert von der Bahnstrecke Neumünster – Bad Oldesloe. Am alten Bahnhof sind ein Gewerbegebiet und ein Wohngebiet geplant. Der alte Bahnhof, vor gut drei Jahren von der Gemeinde erworben, sollte zum Zeitpunkt der Bereisung möglicherweise für das „Räderwerk" (ein Baustein des regionalen Entwicklungskonzeptes für Leader+), als Fahrkartenverkauf und Café genutzt werden. Die endgültige Entscheidung stand damals noch aus. Mittlerweile wurde das Bahnhofsgebäude abgerissen. Dies bedeutet keinen Ausstieg aus dem Leader+-Projekt.
Es gibt eine Vielzahl mittlerer und kleinerer Handwerksbetriebe, darunter eine Zimmerei. Im Handwerk, in der Land- und Forstwirtschaft, im Dienstleistungsbereich sowie im Handel sind 38 Personen beschäftigt. Diese Zahl ist für ein Dorf mit 403 Einwohnern als hoch zu bewerten.
Wakendorf I hat einen Dorfladen.
Beim Kriterium „neue Vermarktungsform" fällt der „Bauernladen" am Ortsausgang nach Seefeld positiv auf. Der Laden hat ein großes Angebot. Im Herbst kommen Hunderte von Besuchern zum traditionellen „Kartoffelfest".
Das Dorf hat eine zentrale Abwasserbeseitigung und ist Sitz des Wasserwerkes des Wasserbeschaffungsverbandes Wakendorf I. Neben Wakendorf I beziehen die Orte Bahrenhof, Bühnsdorf, Dreggers, Neuengörs, Rehhorst und Feldhorst von dort ihr Wasser. Dies ist als gemeinde- und sogar kreisübergreifende Kooperation zu bewerten.
Die Verkehrsanbindung nach Bad Segeberg und Bad Oldesloe ist bedingt durch den Stundentakt der Bahn gut. Daneben gibt es den Busverkehr der Autokraft.

3. Soziales und kulturelles Leben
Das Dorf lebt in der Gemeinschaft. Das Miteinander wird groß geschrieben.
Die Gemeinde unterhält keinen eigenen Kindergarten, die Kinder werden in Neuengörs betreut.
Die Vereine stellten sich selbst im Bürgerhaus vor und berichteten anschaulich von den vielfältigen Aktivitäten. Mit den umliegenden Gemeinden wird viel Gemeinsames organisiert.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Ein Grünkonzept, dörfliche Bebauung, ein attraktiver Dorfladen für regionale Produkte, ein gepflegtes Dorfgemeinschaftshaus und ein bereinigtes Bahnhofsumfeld prägen das Dorfbild.
Die von der Dorfgemeinschaft getragenen Versuche, für das ehemalige Bahnhofsgebäude eine Nutzung zu finden, werden positiv gesehen.

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Positiv hervorzuheben sind die gute Pflege der öffentlichen Flächen und die zahlreichen Baumneupflanzungen.
Auch die Eingrünung des Ortsrandes sowie die hervorragenden Entwicklungsflächen in der Wakenau-Niederung, die gleichzeitig als Naturerlebnisraum dienen, finden in der Bewertung ihren Niederschlag.
Die Vorgärten dagegen sind nur durchschnittlich angelegt.
Herausragend ist das große bürgerschaftliche Engagement in Bezug auf den Erwerb von Naturflächen und von Flächen für den nachhaltigen Wirtschafts- und Verkehrsraum. Damit leistet die Gemeinde einen wesentlichen Beitrag für ihre Zukunftsentwicklung und behält dabei die Nachhaltigkeit im Auge.

6. Dorf in der Landschaft
Seit 1999 existiert ein Landschaftsplan.
Im Gemeindeeigentum befinden sich 23 ha Naturschutzgebiet mit Wanderwegen für die Öffentlichkeit.
Die Gemeinde fördert die Neuwaldbildung.
An der Bahn befindet sich eine private Streuobstwiese.
Die größeren gewerblichen Gebäude könnten eine Eingrünung vertragen.


Tensfeld

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Eine durch Kiesabbau geprägte Landschaft (rund 230 ha) rund um das Dorf dominiert die Entwicklung. Weiterhin hatte die nahe gelegene Mülldeponie ihren Einfluss auf die Lebensqualität der Dorfbewohner.
Die Folgen des intensiven Kiesabbaues will die Gemeinde durch eine Landschaftsrahmenplanung zusammen mit den Nachbargemeinden mit dem Ziel einer „naturnahen Erholung" in den Griff bekommen; eine sicherlich schwierige, aber auch herausfordernde Aufgabe
Weiterhin ist das bottom up geprägte Entwicklungskonzept, gefördert durch EU-Mittel, finanziert durch drei Gemeinden, ein richtiger Schritt im Rahmen des Projektes „Leben nach dem Kies". Hier wird versucht, mit innovativen Ideen externer Planer eine „nach dem Kies-Landschaft" zu gestalten, die neben einer rekultivierten Natur auch den EinwohnerInnen Arbeitsplätze bzw. Einnahmemöglichkeiten bietet.
Die Einwohnerschaft, die sich in den letzten Jahrzehnten verdoppelt hat (1960: 370; 2002: 750), wird bei dieser Zukunftsaufgabe - wie im Übrigen auch sonst - so intensiv wie möglich mit eingeschaltet.
Ansonsten nutzt die Gemeinde die gesetzlichen Planungsinstrumente (Landschaftsplan - 1983 -, Flächennutzungsplanung mit 5 Änderungen, Bebauungsplanung - 3 Pläne -); eine Gestaltungssatzung o.ä. ist nicht beabsichtigt.
Anerkennenswert ist die offene Jugendarbeit der Gemeinde.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen
Der westliche Ortsrand ist besonders durch die Kiesgruben geprägt. Einige sind inzwischen rekultiviert oder werden als Sportplatz bzw. Gelände für Crossfahrer genutzt, andere werden noch ausgebeutet.
Tensfeld bietet eine große Zahl von Arbeitsplätzen. 169 Beschäftigte sind registriert. Zu den größten Arbeitgebern zählen die „Nemitz Senioren Residenz" mit 42 MitarbeiterInnen und die „Fischer Kieswerke" mit 15 MitarbeiterInnen. Der Wege-Zweckverband beschäftigt auf der Deponie Damsdorf/Tensfeld 20 Arbeiter bzw. Angestellte.
Bedingt durch den Strukturwandel, bestehen in Tensfeld nur noch zwei landwirtschaftliche Betriebe.
Die Gemeinde hat drei Wohngebiete ausgewiesen.
Die Busverbindung ist nach Angaben der Bürgermeisterin nicht optimal, die BürgerInnen seien auf das Auto angewiesen. Es gibt keinen Radweg Richtung Bad Segeberg oder nach Trappenkamp. Gerade dort würden viele TensfelderInnen einkaufen.

3. Soziales und kulturelles Leben
Das Dorfgemeinschaftshaus ist „Uns Huus" für vielerlei gemeinschaftliche Aktivitäten: Flöten- und Theatergruppe, Vogelschießergruppe, Seniorenclub, Seniorenturnen, Gymnastik und Stepptanz, Krabbelgruppe, Landjugend und Landfrauen. Es gibt auch einen Kindergarten sowie den TUS Tensfeld.
Bedeutsam fand die Bewertungskommission das Bemühen der Gemeinde, den nicht organisierten Jugendlichen im alten Sportlerheim Möglichkeiten zum Austoben/Treffen etc. einzuräumen; offensichtlich funktioniert das auch. Diese besondere Förderung der Selbstbestimmung und –organisation der Jugendlichen honoriert die Jury mit einem
Extra-Preis in der Kategorie „lobenswerte Maßnahme".

4. Baugestaltung und Entwicklung
Ein sehr flexibel nutzbares Dorfgemeinschaftshaus bildet die Dorfmitte, gemeinsam mit der Feuerwehr. Der Sportplatz mit Sportlerheim wird gut frequentiert und besitzt eine vorzügliche Landschaftseinbindung.
Die neue Bebauung in der Ortslage hat die ursprüngliche dörfliche Struktur nicht unbedingt vorteilhaft verändert.

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Der Jury fielen viele einseitig bepflanzte Vorgärten auf. Lebensbäume (Thuja) beispielsweise oder Omorikafichten (abgesägt!) sind keine standortgerechte Bepflanzung.
Einige gute Entwicklungsflächen in Altkiesgruben sind anerkennenswert. Auch der Fußballplatz in einer ehemaligen Kiesgrube ist ein gutes Beispiel für deren sinnvolle Nutzung

6. Dorf in der Landschaft
Ein Landschaftsplan existiert seit 1983, die Erneuerung ist ab 2004 geplant.
Mit dem bereits oben skizzierten, am Anfang stehenden Konzept bestehen gute Möglichkeiten, künftig die Natur zu regenerieren, die wirtschaftliche Entwicklung weiter zu fördern und den Erholungswert zu steigern.
Zur Zeit fallen viele schwere Eingriffe in die Landschaft (alte und neue Kiesgruben) sowie überalterte Knicks noch sehr in´s Auge.
Der Wald, in privater Hand, bleibt sich selbst überlassen (Naturverjüngung?).
Das Regenrückhaltebecken ist mit einem Stahlzaun einbetoniert.


Lentföhrden

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Lentföhrden, zwischen Bad Bramstedt und Kaltenkirchen gelegen, ist eine Gemeinde mit überwiegender Wohnfunktion.
Die starke Einwohnerentwicklung (1960 = 1000; 1992 = 1800, 2002 = 2300) steht auch im Zusammenhang mit den ursprünglichen Planungen eines Flughafens Kaltenkirchen. Aufgrund dieser Planung sind noch rund 300 ha der Gemeindefläche im Eigentum der Flughafengesellschaft.
Die sich aus der sehr starken Einwohnerentwicklung ergebenden Probleme sind der Gemeinde bewusst; sie möchte aus diesem Grunde viel Gewicht auf die Integration der NeubürgerInnen legen und die weitere Entwicklung „im Griff behalten".
Die gesetzlichen Planungsinstrumente (Landschaftsplanung - Fortschreibung 2002 -, Flächennutzungsplanung und Bebauungsplanung - bisher 10 B-Pläne; 2 Pläne im Aufstellungsverfahren) werden genutzt.
Mit dem Landschaftsplan und in der Fortschreibung des Flächennutzungsplans wurden weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnen und Gewerbe geschaffen.
Im Rahmen der LSE sind touristische Maßnahmen geplant wie der Ochsenweg, Fahrrad- und Reitwege und weitere Angebote.
Eine Dorfentwicklungsplanung im umfassenden Sinne ist bisher nicht angedacht worden; man nutzt lediglich die sich ergebenden Möglichkeiten „nach dem Zufallsprinzip"; es sind keine besonderen Initiativen erkennbar.
Die Mitwirkung der Bürgerschaft bei der „Zukunftsplanung" erfolgt nur im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen.
Probleme sieht die Gemeinde im laufenden Kiesabbau und bei der Autobahnplanung. Sie fühlt sich durch die 300 ha „Flächenbindung zum Flughafen" stark behindert,

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen
Der Ort ist durch die Bundesstraße 4 gut erreichbar und liegt an der AKN-Strecke Neumünster – Eidelstedt. Zusätzlich hält hier der Schnellbus Kiel – Bad Bramstedt – Hamburg in Lentföhrden.
Der Ort verfügt über ein Gewerbegebiet. In Handwerk und Handel besteht eine relativ hohe Zahl von Arbeitsplätzen. Die Versorgung der Bevölkerung ist durch einen großen Edeka-Markt gewährleistet.
In einer Pension können Gäste übernachten.
Obwohl Lentföhrden auf den ersten Blick nicht landwirtschaftlich geprägt ist, gibt es 15 landwirtschaftliche Betriebe, darunter einen Reiterhof.
Der Ort verfügt über eine zentrale Wasserversorgung und eine zentrale Abwasserbeseitigung.

3. Soziales und kulturelles Leben
Die Gemeinde verfügt über einen Kindergarten und ein schönes Dorfgemeinschaftshaus; beides wurde der Jury jedoch nicht vorgestellt. Freibad, Tennisplätze sowie Reitsportmöglichkeiten sind vorhanden.
Die Skateranlage liegt am Rande der Gemeinde.
Das Altersheim befindet sich in privater Hand.
Leider erhielt die Bewertungskommission sehr wenige Informationen zur sozialen Infrastruktur. Der Gemeinde konnte aus diesem Grunde keine positivere Beurteilung abgeben.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Die öffentlichen Gebäude einschließlich des Bades, der Schule und der Feuerwehr sind solide und handwerklich sauber ausgeführt. Die privaten Gebäude sind von durchschnittlicher Gestaltung und lassen einen dörflichen Zusammenhang vermissen.

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Die Beeinträchtigung (und „Teilung") des Ortsbildes durch die B 4 ist sicherlich unumstritten.
Östlich der Bundesstraße finden sich viel Grün, u.a. ein gut eingefügter Reiterhof, aber auch ein ungenehmigter, wilder Campingplatz. Westlich der Bundesstraße gefällt der Jury der teilweise alte Baumbestand.
Die Gärten sind durchschnittlich.

6. Dorf in der Landschaft
Der Landschaftsplan wurde 2003 fortgeschrieben.
In der Gemeinde gibt es kein Naturschutzgebiet (die Flughafengesellschaft hält dagegen).
Das Grootmoor wird renaturiert (die Flächen und Moorparzellen sind noch in privater Hand, was die Renaturierung erschwert.
An der Bahnlinie unterhält die Gemeinde einige Biotope.
Eine Kieskuhle, ebenfalls Privateigentum, wird der Natur überlassen und bietet einen Wanderweg.
Der Ortsrand ist geprägt durch Gewerbebauten.
Die Skaterbahn könnte durch eine Eingrünung aufgewertet werden.


Hasenkrug

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Hasenkrug liegt abseits der wichtigen Verkehrswege im Nordwesten des Kreisgebietes.
Die Gemeinde hat eine bislang moderate Einwohnerentwicklung (1960 = 260; 2002 = 366) aufzuweisen.
Der Landschaftsplan stammt aus dem Jahr 1995; er wurde 1999 wegen der Windkraftflächen ergänzt. Der Flächennutzungsplan von 1999 ist die Grundlage für bislang vier Bebauungspläne; ein B-Plan befindet sich im Verfahren.
Die ländliche Strukur- und Entwicklungsanalyse und die Erlöse aus dem Windpark hat die Gemeinde geschickt und zukunftsweisend eingeplant und umgesetzt.
So erfolgte die Teilnahme am LSE-Förderprogramm mit nachfolgender amtsweiter Dorfentwicklung mit bemerkenswertem Erfolg:
Der Bau und die Unterhaltung des Dorfgemeinschaftshaus mit „integriertem" Dorfhöker („Markttreff") und Internetcafé (neudeutsch Multifunktionszentrum) sowie ein Dorfladen in einem landwirtschaftlichen Betrieb sind neben der Pflege des Ortsbildes wie auch der Reitwegeplanung und –beschilderung beachtenswerte Leistungen der Dorfgemeinschaft und der verantwortlichen aktiven Personen.
Für ein Dorf dieser Größe wird eine erstaunliche Vielfalt mit modernstem Qualitätsstandard vorgehalten – und alles wird genutzt.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Gemeindevertretung samt Bürgermeister klare Entwicklungsziele vor Augen hat, die auch konsequent und mit guter Bürgerbeteiligung verfolgt und umgesetzt werden.
So möchte die Gemeinde den dörflichen Charakter - auch in dem in der Aufstellung befindlichen B-Plan – mit ortstypischer Grundstücksgröße - unbedingt erhalten und will ihn im Innerortsbereich mit einer Rahmenplanung (im Verfahren) auch sichern.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen:
Als private und öffentliche Initiative zur Verbesserung der Grundversorgung ist der im Dorfgemeinschaftshaus eingerichtete „Markttreff" zu werten. In dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten kleinen Raum ist ein Grundsortiment an Lebensmitteln und Haushaltsartikeln zu haben, das die Sicherstellung der Grundversorgung gewährleistet. Die Mitarbeiterinnen gewähren zudem Zugang zu dem Raum mit Internet-Anschluss.
Weiterhin verfügt das Dorfgemeinschaftshaus über mehrere Räume, die von den Vereinen für Versammlungen und Treffen genutzt werden. Daneben sind Fahrzeuge der Feuerwehr in einem gesonderten Trakt untergebracht.
Die Schaffung dieses Multifunktionszentrums bescherte der Gemeinde auch den „Kriteriumssieg" in der Kategorie „Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen".
In einem sehr ansprechend hergerichteten „Hofladen" sind Produkte aus eigener Herstellung zu kaufen.
Bei der Wasserver- und –entsorgung kooperiert Hasenkrug mit der Gemeinde Brokstedt im Kreis Steinburg.

3. Soziales und kulturelles Leben:
Der Bau des Dorfhauses hat zu einer erkennbaren Verbesserung und Festlegung der Dorfgemeinschaft geführt. Das Gebäude dient – wie oben bereits erwähnt - neben der Nutzung für öffentliche und private Veranstaltungen auch der Jugendfeuerwehr des Amtes Bad Bramstedt-Land und beherbergt den „Markttreff" sowie Computer-Equipment mit Internet-Zugang für die Einwohnerschaft (ein Internet-Auftritt der Gemeinde ist geplant).
Die nächsten Schuleinrichtungen (Grund- und Hauptschule) befinden sich in Brokstedt, ebenso die Kirchengemeinde.
Obwohl (oder gerade weil?) Hasenkrug bzgl. der Einwohnerzahl die kleinste Gemeinde der diesjährigen Bereisung ist, präsentiert sich der Bewertungskommission das Gemeinschaftsleben erstaunlich vielfältig. Vogelschutz-Interessengemeinschaft (auch mit Jugendarbeit), Arbeitsgemeinschaft zur Erstellung einer Dorfchronik, Bürgerverein (Hardebek/Hasenkrug), Spielgruppe und private Krabbelgruppe, Jägerschaft, Ortsnaturschutzbeauftragter, Landfrauen und Soldatenkameradschaft wurden der Jury von den Verantwortlichen bzw. Aktiven vorgestellt. Zu den gemeinschaftlichen Aktivitäten zählen Maifeuer, Radtouren oder eine Adventstour zum Weihnachtsbazar. Die Gemeindevertretersitzungen werden auch von Nichtmitgliedern regelmäßig besucht. Es wird Wert gelegt auf die Einbindung der Jugendlichen, beispielsweise bei der Spielplatzplanung oder der Festlegung von Straßennamen. Dass das „Miteinander" in der Gemeinde – wie der Bürgermeister bei seinen Ausführungen nachdrücklich erwähnt - prioritäre Bedeutung hat, war für die Bewertungskommission mühelos nachvollziehbar und wird positiv bewertet.
Der Ortsnaturschutzbeauftragte bietet Herbstwanderungen und eine Angelgruppe (incl. Vermittlung von Fachwissen) für Kinder an, der z.Zt. zwei Mädchen und acht Jungen angehören. Die Wiemersdorfer Au kann kostenlos befischt werden.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Das Dorfgemeinschaftshaus mit einer regionaltypischen Architektur ist trotz schwieriger Nutzungsanforderungen gelungen und zu einem angenommenen Treffpunkt der Dorfbewohner geworden. Harmonische Grünanlagen sowie eine insgesamt ansprechende Dorfgestaltung überzeugen.
Auch die Integration des Dorfladens in die landwirtschaftliche Gebäudesubstanz zeugt von verantwortungsbewussten Bauherren und Planern.

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Die Gemeinde besticht durch ein gepflegtes Ortsbild mit ansprechenden Vorgärten sowie einem von der Alterstruktur gut aufgebautem Baumbestand..
Der Bewertungskommission gefällt der gut geplante, vielseitige Rasenplatz mit Grillhütte am Eingang des Ortes, der allerdings ein wenig mehr standorttypische Bepflanzung vertragen könnte.

6. Dorf in der Landschaft
Das Gemeindegebiet weist 20 ha Wald auf. Die beachtliche Länge von 40 km Knicks wird von den Landwirten mit Unterstützung der Jäger gepflegt.
Die Bewertungskommission besichtigte (per Drahtresel!) die gelungene Anlage einer Streuobstwiese. Auch die Jägerschaft legte eine kleinere Streuobstwiese an; sie kümmert sich außerdem um Nisthilfen, Eulenkästen und Biotope.
Der Spielplatz ist zentral gelegen und von hohen Bäumen gesäumt.
Die Stiftung Naturschutz pflegt seit 20 Jahren 92 ha.
Ein Landschaftsplan existiert seit 1995 (Ergänzung1999).


Klein Rönnau

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Die im Siedlungsbereich des Mittelzentrums Bad Segeberg/Wahlstedt liegende Gemeinde zeigt eine starken Einwohnerentwicklung (1960 = 537; 2002 = 1441).
Die ihr landesplanerisch eingeräumten Entwicklungsmöglichkeiten nutzte die Gemeinde konsequent und zielstrebig, so dass eine weitere planerische Entwicklung zur Zeit landesplanerisch nicht möglich ist, da der Rahmen voll ausgeschöpft ist. Landschaftsplan - 1997 -, Flächennutzungsplan- letzte Fortschreibung 1996 -sowie zehn abgeschlossene Bebauungspläne liegen vor. Eine Gestaltungssatzung für die Ortslage ist bisher nicht beabsichtigt; bei der im Gespräch befindlichen Gebietsentwicklungsplanung des Mittelzentrumbereiches verhält die Gemeinde sich zögerlich. Gegenwärtig liegt ein Schwerpunkt der Gemeinde darin, den vorhandenen „Infrastrukturbestand" zu konsolidieren bzw. zu festigen und sowohl sinnvoll als auch gewinnbringend zu nutzen.
Beispielsweise erhielt bzw. schuf die Gemeinde - unterstützt durch Mittel aus dem LSE-Förderprogramm des Amtes Segeberg-Land sowie aus der Denkmalpflege - mit den restaurierten Denkmalsobjekten Wassermühle incl. Mühlenmuseum, Müllerwohnhaus und Räucherkate (Dorfladen/Marktreff) sowie mit der im Umbau befindlichen (wieder erworbenen) alten Schule anerkennenswerterweise ein hervorragend saniertes Ensemble. Dieser engagierte Einsatz zur Erhaltung denkmalschutzwürdiger Gebäude unter Berücksichtigung einer sinnvollen, nachhaltigen Nutzung brachte Klein Rönnau die im Vergleich zu den anderen Gemeinden höchsten Punktzahlen beim Bewertungskriterium Baugestaltung und Entwicklung ein.
So ist bereits bei einer ersten Fahrt durch Klein Rönnau für den Durchreisenden eine insgesamt vielseitige und gesunde wirtschaftliche Entwicklung entlang der Bundesstraße prägend wahrnehmbar.
Der interessierte Besucher, Kunde oder Bürger entdeckt rechts und links der Bundesstraße wohltuend ruhige und dörflich gut gestaltete Ortsteile, in die sich vorhandene Bachläufe einfügen und wo ein abwechslungsreiches Wegenetz diese Ortsteile, sportliche und touristische Attraktionspunkte verbindet.
Die Mitwirkung der Bürgerschaft ist hinreichend gewährleistet, wobei die gemeindlichen Gremien (Bürgermeisterin) vorweg ideenreich agieren.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen
Tatkräftig unterstützt die Gemeinde die Entwicklung von Wirtschaft und Tourismus . Ein Beispiel ist die von 1999 bis 2002 restaurierte Räucherkate, die als Vermarktungszentrum für Produkte aus der Region dient. Weitere Einkaufmöglichkeiten sind vorhanden.
Touristisch interessant sind die Campingplätze am Klüthsee und Großen Segeberger See und die im Reitstall „Kastanienhof" geplante „Heuherberge".
Die Gemeinde bemüht sich, ihr Wanderwegenetz kontinuierlich auszubauen. Mit einer Brücke über den „Grenzgraben" schuf sie eine Anbindung an das Wanderwegenetz nach Bad Segeberg. Einer der Radwege führt entlang der B 432 Richtung Ostsee.
Landwirtschaftliche Betriebe gibt es in Klein Rönnau nicht mehr, dafür aber eine Vielzahl gewerblicher Betriebe. Mit dem Gewerbegebiet „Chausseebaum" schuf die Gemeinde die Grundvoraussetzung für die Ansiedlung von Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Der Ort verfügt über eine zentrale Wasserversorgung und eine zentrale Abwasserbeseitigung.

3. Soziales und kulturelles Leben
Klein Rönnau bietet an sozialer Infrastruktur alles, was von einer Gemeinde dieser Größe zu erwarten ist. Es gibt u.a. einen Kindergarten, einen sehr schönen Spielplatz am Kindergarten sowie eine gut organisierte DRK-Kleiderkammer.
Die Dorfgemeinschaft wird durch einen großen und regen Sportverein geprägt. Der Singkreis, der Spielmannszug und das Kindervogelschießen tragen zum Miteinander bei.
Die Gemeinde schaut aber auch über den Tellerrand, indem sie Partnerschaften zu drei Gemeinden im europäischen Ausland unterhält.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Die Zielstrebigkeit und Konsequenz in der Sanierung der Wassermühle, des Müllerhauses, der Räucherkate und nun der ehemaligen Schule sind beispielhaft. Das Ergebnis ist ein hervorragend gestaltetes baukulturelles Ensemble mit einem passenden Umfeld und – sehr wichtig – auch einer tragfähigen Nutzung.
Aus diesem Grunde wurde die Gemeinde klare Kriteriumssiegerin in der Kategorie „Baugestaltung und Entwicklung".
Insgesamt trägt dieser Teil dazu bei, Klein Rönnau auch für den Fremdenverkehr attraktiver zu gestalten (PKW-Reisende, Campinggäste, Fahrradtouristen etc.).

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Klein Rönnau ist eine von der Fläche her kleine Gemeinde, deren Gemarkung intensiv durch Wirtschaft, Erholung und Verkehr genutzt wird (Gewerbeflächen, Campingplätze, B 206).
Die Gemeinde hat den von diesen Nutzungen ausgehenden Druck erkannt und sich engagiert eingesetzt, Flächen am Klüthsee und Großen Segeberger See durch Vertragsnaturschutz zu sichern. Sie ist außerdem Mitglied im Naturpark Holsteinische Schweiz.

6. Dorf in der Landschaft
Es gibt eine ansprechende Badestelle am Großen Segeberger See, außerhalb des Dorfes.
Positiv bewertet werden die Renaturierung des Grenzgrabens mit ca. 20 m Grünstreifen hinter dem Baugebiet „Flachswühren sowie der Bau einer Fischtreppe.
Der Ortsrand ist geprägt durch großes Gewerbe, was dem Bild von einem harmonischen Dorfrand zur Landschaft" nicht vollständig entspricht.


Fahrenkrug

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Fahrenkrug - zwischen Bad Segeberg und Wahlstedt m Mittelzentrum positioniert - nutzt seine Standortvorteile und seine Infrastruktur geschickt und langfristig klug.
Die Gemeinde ist Mitglied im Zweckverband Mittelzentrum Bad Segeberg/Wahlstedt, der als Träger der Flächennutzungsplanung fungiert. Der Landschaftsplan stammt aus dem Jahr 1997. Die gestalterische Sicherung des Dorfbildes - worauf die Gemeinde großen Wert legt - wird im Rahmen der sich ergebenden Notwendigkeiten mit dem Instrument des Bebauungsplanes erreicht. Bislang wurde die bauliche Entwicklung mit 13 Bebauungsplänen geordnet.
Trotz des bestehenden Siedlungsdruckes legte und legt Fahrenkrug im Interesse des Ortes Wert auf eine vorsichtige und überschaubare Einwohnerentwicklung (1960 = 856; 2002 = 1694); das langfristige gemeindliche Entwicklungsziel liegt bei 2000 EinwohnerInnen.
Mit der Ausweisung eines Gewerbegebietes und der Mitträgerschaft des Mittelzentrums–Industriegebietes ist Fahrenkrug auch an der Arbeitsplatzbeschaffung aktiv beteiligt.
Die Gemeinde hat mit der Dorferneuerung – 1986 ff. – sowie mit der Teilnahme an der LSE des Amtes Segeberg-Land und Leader+ weitere dorfgestalterische Instrumente erfolgreich genutzt. Anerkennenswert sind der Wille und die Bemühungen der Gemeinde, ihren dörflichen Charakter soweit wie möglich zu erhalten.
Besonders positiv bemerkt wird, dass die Bürgerschaft an der Entwicklungsplanung über die gesetzlichen Instrumente hinaus beteiligt wird; insbesondere auch was die gemeindlichen Planungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung der Bahn SE – NMS anbelangt. Die Gemeinde griff in diesem Zusammenhang mit der Bahnhofs-Umfeldgestaltung und dem Bau und dem Betrieb des Bahnhofsgebäudes eine bemerkenswerte Initiative auf und verfolgte diese konsequent. Den Bahnhof zum Bestandteil der Dorfmitte zu gestalten, wird anerkannt.
Bei allem auf das Gemeindegebiet bezogenen Planungswillen ist auch die aktive Rolle im Mittelzentrum bemerkenswert.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Qualität und Stand der gemeindlichen Planungen gekennzeichnet sind von Weitsicht, umfangreicher Bürgerbeteiligung sowie der konsequenten Sicherung dörflicher Strukturen.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen
Seit dem 15. Dezember letzten Jahres besteht wieder die Möglichkeit, das Dorf mit der Eisenbahn zu erreichen. Die Gemeinde ließ dafür sogar ein neues Bahnhofsgebäude mit Kiosk, Warteraum und Wohnung errichten. Fahrkarten können dort jedoch noch nicht erworben werden. Der Bahnhof wird rege in Anspruch genommen.
Gemeinsam mit dem Zweckverband Mittelzentrum hat die Gemeinde das Industriegebiet an der Kieler Straße in Wahlstedt erschlossen. Teile davon liegen auch auf Fahrenkruger Gebiet. Über zwei eigene kleine Gewerbegebiete verfügt die Gemeinde an den Ortsrändern nach Wahlstedt und Bad Segeberg.
Insgesamt beheimatet die Gemeinde 36 Gewerbe-, Handwerks- bzw. Dienstleistungsbetriebe. Die größten davon sind die Zimmerei Hamdorf mit 42 Mitarbeitern sowie die Fa. Elektro-Kreutzer mit 25 Mitarbeitern.
In Fahrenkrug wirtschaften noch zwei Landwirte mit Rindviehhaltung bzw. Schweinemast, die sich zu einer GbR zusammengeschlossen haben. Hinzu kommen ein Reitstall und eine Reithalle sowie außerhalb der Ortslage ein Betrieb mit Hühnern, der Eier produziert.
Das Dorf ist an die zentrale Wasserversorgung und die zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen.
Beeindruckt war die Bewertungskommission von der stabilen Haushaltslage der Gemeinde.

3. Soziales und kulturelles Leben
Eine Dorfchronik, die anlässlich der 800-Jahrfeier der Gemeinde im Jahr 1992 vorgestellt wurde, gibt Auskunft über die Geschichte.
Wie lebendig das Gemeindeleben sich in der Gegenwart darstellt, wurde der Bewertungskommission bei ihrem Besuch durch den überwältigenden Empfang im Dorfgemeinschaftshaus nahegebracht. Es schien so, als sei dort das „gesamte Dorf auf den Beinen". Eine Vielzahl von Vereinen und Verbänden präsentierte sich mit „Ständen zum Anfassen".
Auch sonst profitiert das Gemeindeleben vom Dorfgemeinschaftshaus, das auch für private Veranstaltungen genutzt werden kann.
Neben dem Kindergarten verfügt die Gemeinde über eine betreute Grundschule, eine Gemeindeschwesternstation (eine übergreifende Einrichtung des Amtes Segeberg-Land und der Stadt Bad Segeberg), ein Feierabendwohnheim und zwei private Altersheime.
Eine anerkennenswerte Initiative ist die Veröffentlichung des Gemeindekalenders, den sämtliche Haushalte zwecks Information über die Veranstaltungen des kommenden Jahres erhalten und der auch NeubürgerInnen die soziale Integration erleichtern soll. Am jährlichen Dorfputz beteiligen sich nach Auskunft des Bürgermeisters Jung und Alt.
Jugendlichen stehen Spielplätze und eine Skaterbahn sowie einmal wöchentlich ein Raum der Grundschule für zwanglose Aktivitäten (unter Aufsicht des jüngsten Gemeindevertreters) zur Verfügung. Im Rahmen einer offiziellen Partnerschaft zur französischen Gemeinde Aigre, an der sich neben zahlreichen BürgerInnen auch der Sportverein und die Feuerwehr beteiligen, finden regelmäßig Jugendzeltlager - im Wechsel in Aigre und Fahrenkrug - statt. Neuerdings wird auch ein Ferienpassprogramm angeboten.
Neben einer finanziellen Beteiligung an der Amtssporthalle in Geschendorf unterhält Fahrenkrug auch eine eigene Sporthalle; von den ca. 700 Vereinsmitgliedern sind etwa 250 Auswärtige.
„Ein tolles Dorf!" – so brachte es ein Jurymitglied „auf den Punkt". Die Gemeinde war – außer Gesamtsiegerin – auch „Punkthöchste" bei diesem Bewertungskriterium.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Der Zustand aller öffentlichen Gebäude ist trotz intensiver Nutzung gut und gepflegt. Die Schule, der Kindergarten und das Dorfgemeinschaftshaus mit der Feuerwehr bilden eine harmonische Einheit in der Dorfmitte. Der Kindergarten mit dem Reetdach und das neue Bahnhofsgebäude sind gebaute Beispiele regionaltypischer hochwertiger Baukultur.
Das Bahnhofsgebäude mit der Option, zukünftige Mobilitätsnutzungen dort zu installieren, ist gelungen und zeugt von wirtschaftlicher (und – Solaranlage! – ökologischer) Verantwortung und Weitsicht, aber auch geschichtlichen Kenntnissen.

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Positiv bewertet wurden der gut eingegrünte Dorfmittelpunkt mit Dorfhaus, Grundschule, Kindergarten, betreuter Grundschule und Museum, die ebenfalls eingegrünten, gut gelegenen Sportanlagen sowie der gut gepflegte alte Baumbestand.
Anerkennenswert ist ebenfalls der große Einsatz bei Ankauf und Renaturierung des Fahrenkruger Moores; eine ökologisch sinnvolle Maßnahme mit dem Folgeeffekt des steigenden Erholungswertes.
Die Vorgärten wurden nur durchschnittlich eingestuft; wobei nicht „Sauberkeit" das Bewertungskriterium ist, sondern standortgerechte Begrünung, die der Fauna vielfältige Nahrungs- und Unterschlupfmöglichkeiten anbietet.

6. Dorf in der Landschaft
Die Gemeinde ist relativ waldarm; sie verfügt über 2 ha Laubwald. Es sind jedoch zahlreiche Knicks vorhanden, die das Landschaftsbild positiv prägen.
Hier fühlen sich Turmfalke, Schleiereule und Storch sehr wohl.
Positiv bewertet wird die Unterhaltung einer Streuobstwiese, deren Pflegeschnitt durch LEADER+ gewährleistet ist.
Auch der gute Pflege- und Unterhaltungszustand der bewachsenen Hügelgräber wird begrüßt.
Die Regenrückhaltebecken fügen sich naturnah in die Landschaft ein.
Die am Sportplatz liegende Skaterbahn ist, im Gegensatz zu dem Gewerbegebiet am Ortseingang, gut eingegrünt.


Schmalensee

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren UmsetzungÄhnlich wie Klein Rönnau wird auch Schmalensee von einer stark befahrenen Bundesstraße, in diesem Fall der B 430, geprägt Die Gemeinde leidet unter dem Problem der starken Verkehrsbelastung und bemüht sich schon seit langem um die Realisierung einer Ortsumgehung. Dies wurde auch im konzeptionellen Teil des vor einiger Zeit abgeschlossenen Dorfentwicklungsplanes verankert, ebenso wie eine weitere Schwerpunktbildung im Bereich der Fremdenverkehrsentwicklung.
Die gesetzlichen Planungsinstrumente werden genutzt: Der Landschaftsplan stammt aus dem Jahr 2000; eine Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes ( der erste wurde 1976 festgestellt) befindet sich im Verfahren, gleichfalls ein Bebauungsplan. Drei weitere B-Pläne sind abgeschlossen. Mit der in stetiger Weise gewachsenen Struktur und Einwohnerentwicklung (1987 = 380; 2003 = 504) ist mittlerweile das Wohnbaukontingent der Gemeinde ausgereizt; es stehen nur noch zwei Bauplätze zur Verfügung, die – die Gemeinde ist schuldenfrei – günstig zur Verfügung gestellt werden. Die Gemeinde bemüht sich derzeit bei der Landesplanung um die Freigabe weiterer Bebauungskontingente.
Es existiert eine Klarstellungssatzung (Ortslagenabgrenzungssatzung); dorfgestalterische Festsetzungen sind z.Z. nicht beabsichtigt, ggf. soll das Instrument des B-Planes eingesetzt werden. Neben der Teilnahme am Dorfentwicklungsprogramm - 1994 - und an der LSE hat sich die Gemeinde darüber hinaus erfolgreich anderen Wettbewerben gestellt (Deutsche Umwelthilfe/Umweltfreundliche Gemeinde). Sie stellt sich der Agenda 21.
Im Vergleich zu den Nachbargemeinden konnte ein großflächiger Kiesabbau bisher verhindert werden.
Die Bürgerbeteiligung bei der Entwicklungsplanung ist sichergestellt.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen
Im Dorf bestehen noch acht landwirtschaftliche Betriebe. Daneben gibt es ein Dentallabor (mit sieben Arbeitsplätzen), eine Stellmacherei und ein Unternehmen, das sich auf Viehtransporte spezialisiert hat.
Zu den touristischen Angeboten zählen neben der weitläufigen Badestelle der Rundwanderweg um den Schmalensee, den Belauer See und den Bornhöveder See. Beispielhaft ist die überörtliche Internetseite der Region „Wankendorfer Seengebiet", an der die Gemeinde durch ihre Mitgliedschaft im gleichnamigen Fremdenverkehrsverein parti-
zipiert. Hier können sich Interessierte über den Tourismus informieren und Zimmer buchen.
Die Gemeinde liegt an der Buslinie Plön – Neumünster. Zusätzlich besteht eine Anbindung nach Kiel und nach Bad Segeberg. Jeweils donnerstags fährt ein Kleinbus die BürgerInnen auf Anforderung zum Einkaufen nach Bornhöved. Dieses ist als Initiative zur Verbesserung der Grundversorgung zu bewerten.
Das Dorf ist an die zentrale Wasserversorgung und die zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen.

3. Soziales und kulturelles Leben
In der Gemeinde herrscht ein reges Gesellschafts- und Vereinsleben mit einem jährlichen Veranstaltungskalender und einem Dorfquiz, an dem 2002 18 Mannschaften teilnahmen. Feste werden in Schmalensee umweltfreundlich gefeiert: es gibt ein Spülmobil, eine „Erfindung" der Schmalenseer Landjugend.
Bei Raumbedarf für gemeindliche Zwecke wird der Saal der einzigen örtlichen Gaststätte angemietet.
Daneben spielt für das soziale und kulturelle Leben der Sportverein mit Spielfeld, Sportlerheim und neugeschaffener Turnhalle eine wichtige Rolle. In dieser Anlage befindet sich auch ein Jugendraum; der Sportverein betreibt hier als Träger eine Kinderspielstube.
Den Einsatz der Gemeinde und der Dorfgemeinschaft für die Jugend des Dorfes beim Sportplatzbau, beim Bau der Sporthalle, bei der Einrichtung der Kinderspielstube und für die Landjugend findet die Bewertungskommission besonders lobenswert.
Schul- und bildungstechnisch ist der Bedarf durch die gemeindliche Mitgliedschaft im Schulverband des Amtes Bornhöved (Grund- und Hauptschule) sowie in der Volkshochschule Trappenkamp/Bornhöved abgedeckt.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Schmalensee schmiegt sich als Straßendorf in die Landschaft mit attraktiven Ausblicken auf den See.
Ältere größere landwirtschaftliche Gebäude mit ihren Säuleneingangen prägen das Straßenbild und lassen einen geschichtsbewußten Umgang der BesitzerInnen mit der Bausubstanz erkennen.
Auch die öffentlichen Gebäude zeugen von engagierter Eigenleistung und gemeinsam orientierter Pflege.

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Die Bereisungskommission entdeckte gut eingegrünte Baugebiete mit schmucken Vorgärten.
Begründet durch die enge Ortslage im Altdorf, bleibt dort wenig Platz für alte Bäume.
Als „Ausgleich" hat die Gemeinde ein gut erhaltenes, engmaschiges Knicknetz vorzuweisen, das der Jury in der Kategorie „lobenswerte Einzelmaßnahme" eine Extra-Anerkennung wert war.
Erwähnenswert ist die gemeindliche Unterstützung von BUND Kreisgruppe Neumünster und Grünwerk GmbH Neumünster bei der Anlage des Dorfökopfades.
Kritisch gesehen wird die enge Seebebauung an der Straße nach Belau

6. Dorf in der Landschaft
Die offene Badestelle am Schmalensee (mit bester Wasserqualität) liegt in gut gewählter geschützter Lage.
Positiv bewertet wurden die Bemühungen um Neuwaldbildung (6 ha) sowie die Extensivierung der Seewiesen, die von der Gemeinde angekauft und an Landwirte zur extensiven Bewirtschaftung zurückverpachtet wurden.


Oering

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Gelegen im Achsenzwischenraum, unterliegt der Ort einem relativ starken Siedlungsdruck aus Hamburg. Entsprechend stark auch die Einwohnerentwicklung (1960 = 635; 1992 = 959; 2002 = 1278).
Die Gemeinde versucht, diese Entwicklung mit den gesetzlichen Planungsinstrumenten zu steuern.
Der Landschaftsplan wurde im Mai 2003 festgestellt. Der Flächennutzungsplan stammt aus dem Jahr 1985; eine Überarbeitung ist in Vorbereitung. Mit dem neu gestarteten F-Plan wird versucht, den Problemen (Rückzug des Einzelhandels und des zum Teil störenden Gewerbes) planerisch zu begegnen.
Es gibt drei abgeschlossene Bebauungspläne.
Eine Abrundungssatzung ermöglicht die Schließung größerer Baulücken. Die Entwicklung in der Ortslage war zunächst durch die Immissionsschutzproblematik landwirtschaftlicher. Betriebe gehemmt; mittlerweile jedoch zeichnet sich seit einiger Zeit eine verdichtete Bebauung in der Ortslage ab.
Überlegungen zur gestalterischen Sicherung dörflicher Baustrukturen sind nicht beabsichtigt; die Gemeinde zeigt sich hier sehr liberal.
Sie konzentriert sich sehr zielstrebig und erfolgreich darauf, den Dorfmittelpunktsbereich mit dem großen Dorfplatz, dem Feuerwehrhaus, der Grundschule und der ehemaligen Meierei durch eine Vorkaufsrechtssatzung geländemäßig zu sichern, zu vergrößern und weiter zu entwickeln, was ihr in Schritten auch gelingt.
Die Dorferneuerung wurde bereits 1990 abgeschlossen.
Gelungen ist insbesondere die Einbeziehung vieler aktiver Bürgerinnen und Bürger in die Verantwortung und Entwicklung dörflicher Aufgaben. Dies geschieht engagiert durch Träger- und Fördervereine.

2. Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen
Im Dorf gibt es eine Bäckerei, ein „grünes Warenhaus" und noch mehrere landwirtschaftliche Betriebe.
Die einst das Dorfbild prägende Raiffeisenbank mit Waren- und Getreidelager sowie der Lebensmitteleinzelhandel haben sich aus dem Ort zurückgezogen. Die Gemeinde sucht hier Lösungsansätze durch beispielsweise eine Ausweitung des Sortiments der Bäckerei-Filiale, Vermittlungsangebote der Gemeinde für Ladenflächen, die Ansiedlung des
Post-Zustellstützpunktes oder die Herstellung von Kontakten zwischen Betriebsinhabern.
Das Dorf verfügt über eine zentrale Wasserversorgung und eine zentrale Abwasserbeseitigung.

3. Soziales und kulturelles Leben
Wie auch in den anderen Dörfern erstrecken sich die Vereinsaktivitäten vom Gesangverein „Harmonie" über den Seniorenclub bis zum Landfrauenverein und dem MTV-Oering.
Als einmalig in dieser Konsequenz sah die Bewertungskommission die Umsetzung der Vereinsträgerschaft für die Unterhaltung der gemeindlichen Einrichtungen.
Die Bereitschaft der Bürgerschaft, institutionell Trägerschaften für gemeindliche Aufgaben zu übernehmen, ist erstaunlich groß und vorbildlich (z.B. Kindergarten, betreute Grundschule, Sportbetrieb). Dieses „Zukunftsmodell" honorierte die Jury unter der Kategorie „lobenswerte Maßnahme" mit einem Extra-Preis.

4. Baugestaltung und Entwicklung
Der Dorfkern besteht aus einer baulichen Vielfalt, die keine einheitliche Gestaltungsabsicht erkennen lässt.
Positiv festgestellt wurde die handwerklich gute Gestaltung des Feuerwehr- und Gemeinschaftshauses sowie Einzelteile des Kindergartens. Hier sind gute Ansätze erkennbar, die auf eine am Gemeinwohl orientierte Planungsverantwortung schließen lassen.

5. Grüngestaltung und –entwicklung
Im Dorfmittelpunkt fällt der alte, gut gepflegte Baumbestand auf. Es gibt außerdem zahlreiche Einzelbaumpflanzungen; traditionell erfolgt eine Pflanzung von Einzelbäumen durch jeden „Entlaß-Jahrgang" der Grundschule.
Eine kleine Streuobstwiese ist auch vorhanden.
Die Vorgärten präsentieren sich eher durchschnittlich.

6. Dorf in der Landschaft
Zum kürzlich fertiggestellten Landschaftsplan gab es eine Arbeitsgruppe, bei der die Gemeindevertretung nicht dominant war – auch hier also Engagement der Einwohnerschaft.
Problematisch ist die Einengung des Dorfes durch laufenden und bevorstehenden Kiesabbau. Der Landschaftsplan sieht die Anlage eines Grüngürtels zwischen Ortslage und Abbaugebiet zur Abgrenzung vor; es gibt jedoch noch keine weiteren Überlegungen für das „Leben nach dem Kies".
In der ehemaligen Sandgrube erfolgt eine sukzessive Neuwaldschaffung.
Weitere Biotope werden durch Initiativen der Jägerschaft angelegt.
Das Gemeindegebiet ist waldarm, jedoch knickreich.

Wakendorf II

1. Konzeptionen zur Zukunft des Dorfes und deren Umsetzung
Ein vitaler, im Grünen gelegener Ort zwischen dem zum Naturschutzgebiet werdenden Oberalstertal mit ca. 350 ha auf Wakendorfer Gebiet und dem Einzugsbereich der Achse Hamburg-Kaltenkirchen.
Die Einwohnerentwicklung (1960 = 684; 1992 = 1117;2002 = 1358) kann als ausgewogen und moderat bezeichnet werden, obwohl die Gemeinde aufgrund ihrer Nähe zu Hamburg einem spürbaren Siedlungsdruck ausgesetzt ist.
Planerische Aktivitäten wie der städtebauliche Rahmenplan mit seinen gestalterischen Festsetzungen, der Landschaftsplan/F-Plan und der jüngsten Anmeldung zur LSE lassen einen vorausschauenden Planungswillen erkennen.
Die gesetzlichen Planungsinstrumente werden angemessen genutzt.
Der Landschaftsplan befindet sich im Verfahren (siehe NSG Oberalsterniederu