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Der Bauantrag

 
Bei dem Gedanken, einen Bauantrag zu stellen, vergeht so manchem Bauwilligen die Lust am Eigenheim. Das kennt man ja, der Bauantrag wird los geschickt, man wartet eine Ewigkeit und bekommt ein Schreiben, dass etwas völlig Unwichtiges, von dem man noch nie etwas gehört hat, fehlt. Wieder schickt man Unterlagen los und wieder wartet man. Dabei war man der Meinung, dass, wenn der Architekt mit seiner Planung fertig ist, man mit dem Bau beginnen kann und der Bauantrag nur eine Formsache ist. Zu guter Letzt bekommt man endlich eine Baugenehmigung, für die man allerdings noch bezahlen muss oder das Bauvorhaben wird versagt und das ganze undurchsichtige Spiel beginnt von vorn.

So muss es nicht sein!

Was ist vor Bauantragsstellung zu bachten?

Im Vorwege kann Vieles abgeklärt werden, was im Genehmigungsverfahren Zeit, Geld und Unvorhergesehenes erspart.

Sie, als Bauherr, können zum unkomplizierten, schnellen und erfolgreichen Bauantragsverfahren beitragen. Neben Ihrem Entwurfsverfassers stehen Ihnen dabei, die Bauaufsicht und andere am Baugenehmigungsverfahren beteiligte Fachbehörden, zur Seite.

Wichtig für einen reibungslosen Verfahrensablauf sind die vollständigen Bauvorlagen, denn nur anhand der vollständigen und aussagekräftigen Unterlagen ist eine abschließende Beurteilung des Bauvorhabens möglich. Vollständige Unterlagen ersparen zeitaufwendige Nachforderungen.

Bedenken Sie, dass bevor der Bauantrag von den zuständigen Stadt- und Amtsverwaltungen an die Bauaufsicht weitergeleitet wird, von diesen eine gemeindliche Stellungnahme zum Bauantrag abgegeben werden muss. Dies nimmt Zeit in Anspruch, da über das gemeindliche Einvernehmen in der Regel in den Bauausschusssitzungen beraten wird. Erkundigen Sie sich im Vorwege über den nächsten Sitzungstermin.

Sollte die planungsrechtliche Zulässigkeit des von Ihnen geplanten Bauvorhabens nicht eindeutig sein, z. B. durch Festsetzungen eines Bebauungsplanes oder die Bebauung der näheren Umgebung, können sie in einem Beratungsgespräch mit der Bauaufsicht oder dem P 73 Räumlichen Planung und Entwicklung Unsicherheiten ausräumen oder mit einer Bauvoranfrage Planungssicherheit erlangen.

Das Abklären der planungsrechtlichen Zulässigkeit erspart unvorhergesehene Ablehnungen des Bauvorhabens.

Je nach Art und Standort des Bauvorhaben kann die Beteiligung anderer Fachbehörden am Baugenehmigungsverfahren erforderlich werden. So gibt z.B. das Landesamt für Gesundheit und Arbeitssicherheit des Landes Schleswig-Holstein seine Stellungnahme zu gewerblichen Bauvorhaben, bei denen Arbeitnehmer betroffen sind, ab.

In Gesprächen im Vorwege eines Bauantrages können die Anforderungen seitens der beteiligten Fachbehörden abgeklärt und schon bei der Planung berücksichtigt werden.



Gegebenenfalls müssen die bautechnischen Nachweise durch einen Prüfingenieur, der von der Bauaufsicht beauftragt wird, geprüft werden. Dies erfordert Zeit und verursacht zusätzliche Kosten. Erkundigen Sie sich im Vorwege, um die zusätzlichen Kosten und die zusätzlichen Zeitaufwand mit einzukalkulieren.

Auch die Kosten für die Baugenehmigung sollten Sie bei ihrer Planung berücksichtigen. Die Baugenehmigungsgebühr ermittelt sich anhand der anrechenbaren Kosten und ist in der Baugebührenverordnung – BauGebVO- vom 18.Juni1996 geregelt.

So kostet beispielsweise ein Einfamilienhaus mit 800 cbm umbautem Raum im Regelverfahren nach §75 LBO ohne Garage, 454,03 € Baugenehmigungsgebühr.