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Erneuter Ausbruch der Geflügelpest bei Wildvögeln im Kreis Segeberg - Stand 03.01.2017

Am 28.12.2016 wurde im in der Gemeinde Leezen im Ortsteil Krems I ein Uhu aufgefunden und beprobt.

Mit Befund vom 02.01.2017 bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) das hoch pathogene Influenza A Virus des Subtyps H5. Infolge dessen wurde erneut im Kreis Segeberg die Geflügelpest bei Wildvögeln amtlich festgestellt.

Wie auch schon bei den Fällen von Wildvogelgeflügelpest im Zeitraum 09.11.2016 bis 23.11.2016 musste ein Gebiet mit einem Radius von mindestens drei Kilometern um den Fundort als Sperrbezirk und mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort als Beobachtungsgebiet festgelegt werden.

Den Sperrbezirk bilden neun Gemeinden im Amt Leezen. Im Sperrbezirk befinden sich 63 Geflügelhaltungen.

Das Beobachtungsgebiet umfasst das Gebiet von Gemeinden in den Ämtern Leezen, Kaltenkirchen-Land, Itzstedt, Kisdorf und Trave-Land, sowie das Gebiet der Städte Bad Segeberg und Wahlstedt. Hier wird in 409 Betrieben Geflügel gehalten.
Die Restriktionszonen sind der im Internet des Kreises Segeberg veröffentlichten Karte zu entnehmen.

Eine entsprechende „Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Segeberg“ ist heute für diesen Ausbruch der Geflügelpest veröffentlicht worden und tritt am 04.01.2017, 0:00 Uhr in Kraft.

Das FLI berichtet, dass mit Stand vom 22.12.2016 bei über 500 Wildvögeln und in 20 Betrieben mit gehaltenen Vögeln der Erreger der Geflügelpest nachgewiesen wurde. (Quelle: Risikoeinschätzung zum Auftreten von HPAIV H5N8 in Deutschland des FLI; Stand 22.12.2016).

Der aktuell grassierende Erreger der Geflügelpest verbreitet sich weiterhin mit großer Dynamik in Europa, so dass ein Ende des derzeitigen Seuchengeschehens nicht abzusehen ist.

Unabhängig von der o. g. Allgemeinverfügung des Landrats des Kreises Segeberg gelten die
• Verordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen vom 18.11.2016
• Allgemeinverfügung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume zur Festlegung von vorbeugenden Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen vom 14.11.2016 und die
• Allgemeinverfügung des Landrates des Kreises Segeberg über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel und das Verbot der Durchführung von Ausstellungen von Geflügel und Tauben vom 09.11.2016
und sind weiterhinzu beachten.

Unverändert gelten somit auch außerhalb von Sperrbezirk und Beobachtungsgebieten die strengen Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleine Geflügelbestände und das Aufstallungsgebot im Kreis Segeberg, wie im gesamten Land Schleswig-Holstein, uneingeschränkt weiter.