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Ehrenamtliche und niedrigschwellige Angebote

Hände

© pixabay

Im Kreis Segeberg gibt es eine Vielzahl an ehrenamtlichen und niedrigschwelligen Angeboten. Unter diesen Angeboten gibt es solche, bei denen Ehrenamtliche in die Häuslichkeit des Hilfsbedürftigen kommen (z.B. Besuchsdienste, „Rinkieker“, häusliche Helfer) und solche die von Pflege- und Hilfsbedürftigen aufgesucht werden (z.B. Betreuungsgruppen). Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung zu den jeweiligen Angeboten. 

Nachbarn für Nachbarn

Häuser

© pixabay

„Nachbarn für Nachbarn“ ist ein Projekt, das für alle über 60-jährigen der jeweiligen Gemeinde offen steht. Ziel des Projektes ist es, Senioren einen langen Verbleib in ihrer häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Die Gruppentreffen finden einmal im Monat als offener, informeller aber verbindlicher Zusammenschluss statt. Es gibt eine ehrenamtliche Gruppenleitung, die für die Koordinierung zuständig ist. Jedes Gruppenmitglied gibt in einer Liste ihren / seinen Hilfebedarf an, gleichzeitig aber auch ihre / seine Unterstützungsangebote/-möglichkeiten.

So braucht beispielsweise Inge W. (78 J.)Hilfe bei einem Glühbirnenwechsel, da sie nicht mehr auf die Leiter steigen kann. Sie selbst ist gelernte Schneiderin und könnte z.B. kleine Näharbeiten erledigen.

Neben dem Hilfebedarf können auch Interessen und Wünsche für gemeinsame Unternehmungen in der Liste aufgenommen werden. Es entsteht so ein Netzwerk das Nachbarn verbindet und Freundschaften fördern kann. Die Gruppen basieren auf gegenseitiger Unterstützung und sollen darüber hinaus Vereinsamung vorbeugen.

Weitere Informationen: Nachbarn für Nachbarn  im Kreis Segeberg

Ehrenamtliche Besuchsdienste („Rinkieker“/ „BesuchsFreunde“)

Ehrenamtliche Besuchsdienste sind ein Angebot für ältere Menschen die z.B. auf Grund ihrer körperlichen Verfassung in ihrer Häuslichkeit vereinsamen und selbst nicht mehr aktiv am sozialen Leben teilhaben können. Sie können durch einen Besuchsdienst mehr Lebensqualität erhalten. Ein Besuchsdienst besteht in der Regel aus mobilen Ehrenamtlichen, die gern und wertschätzend im Kontakt mit anderen Menschen stehen. Ziel ehrenamtlicher Besuchsdienste ist es, Menschen Zeit zu schenken, als Gesprächs-/Klönpartner da zu sein, gemeinsam Aktivitäten zu unternehmen, aber auch begleitend zu unterstützen.

Weitere Informationen:

“Rinkieker“

“Besuchsfreunde“ 

„Kümmerer“

Der Name "Kümmerer" ist kein geschützter Begriff und somit gibt es für ihn keine genaue Definition. Im Kontext dieses Projektes sind "Kümmerer", wie es auch bereits ihr Namen verrät, Personen, die sich ehrenamtlich um die Belange von älteren Menschen in ihrer Gemeinde kümmern und sich ihrer Probleme annehmen. Kümmerer sind für die kleineren Gemeinden im Kreis Segeberg vorgesehen und zur Zeit im Amtsbereich Bornhöved anzutreffen. Im Gegensatz zu den ehrenamtlichen Besuchsdiensten fungieren Kümmerer nicht als „Zeitschenker“, sondern verstehen sich als Vermittler oder Ansprechpartner, geben unterstützende Impulse und zeigen mögliche regionale Hilfsangebote auf. Sie sollen die Informationsdefizite in ihrer Gemeinde minimieren.

Peter M. (86 J.) wendet sich an die Kümmerin seiner Gemeinde. Er fahre seit kurzem kein Auto mehr und kann so seinen Wocheneinkauf nicht mehr erledigen. Die Kümmerin seiner Gemeinde hört sich um und kann Hilfe durch den Nachbarn von Herrn M. vermitteln, da dieser eh mehrmals pro Woche zum Einkaufen in den Nachbarort fährt. Er würde Herrn M. mitnehmen.

Weitere Informationen zu Kümmerern

 

Häusliche Helfer (Häusliche Betreuung für Menschen mit Demenz)

Häusliche Helfer sind im Gengensatz zu den ehrenamtlichen Besuchsdiensten (s.o.) speziell im Bereich Demenz geschult und können die stundenweise Betreuung von Menschen mit Demenz übernehmen. Sie sind häufig der Alzheimer Gesellschaft oder Wohlfahrtsverbänden angeschlossen. Die Gruppe der häuslichen Helfer besteht aus Ehrenamtlichen, die je nach Absprache einmal pro Woche für 1-2 Stunden in die Häuslichkeit der Erkrankten gehen, um ihnen Gesellschaft zu leisten. Je nach Möglichkeit und Interesse unternehmen sie verschiedene Aktivitäten wie Spazierengehen, Spiele spielen oder gemeinsames Kaffeetrinken und Klönen. Die häuslichen Helfer sind eine willkommene Abwechslung vom gewöhnlichen Alltag und bieten eine Entlastung für die pflegenden Angehörigen.

Hat der besuchte Mensch mit Demenz einen Pflegegrad, hat sie / er einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen für niedrigschwellige Angebote. Rechnungen von häuslichen Helfern, die die zusätzlichen Betreuungsleistungen abrechnen können, können bei der Pflegekasse eingereicht und rückerstattet werden (weitere Informationen zu zusätzliche Betreuungsleistungen hier).

Weitere Informationen zu häuslicher Betreuung

 

Betreuungsgruppen

Betreuungsgruppen sind im Gegensatz zu den häuslichen Helfern ein aufzusuchendes Angebot. Die Alzheimer Gesellschaft, Wohlfahrtsverbände und andere Einrichtungen bieten regelmäßig stattfindende Treffen für demenzerkrankte Menschen in ihren Räumlichkeiten an. In der Regel kann das Gruppenangebot einmal oder mehrmals pro Woche in Anspruch genommen werden. Der zeitliche Rahmen liegt in etwa bei drei Stunden. Auch hier gilt der Gedanke, erkrankte Menschen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen, sowie Angehörigen Entlastung zu bieten. In den Gruppen wird geklönt, gesungen, getanzt, spazieren gegangen, sowie Aktivitäten entsprechend der persönlichen Möglichkeiten angeboten. In dieser Zeit können die pflegenden Angehörigen Erledigungen tätigen und neue Kraft für den oft anstrengenden Pflege- und Betreuungsalltag sammeln. Preislich können die Angebote variieren, je nachdem ob das Angebot z.B. durch angestelltes Fachpersonal oder durch ehrenamtliche Mitarbeiter durchgeführt wird.

Ist bei dem Menschen mit Demenz ein Pflegegrad festgestellt, hat sie / er einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen für niedrigschwellige Angebote. Rechnungen von Betreuungsgruppen, die ein anerkanntes Betreuungsangebot sind, können bei der Pflegekasse eingereicht und rückerstattet werden (weitere Informationen zu zusätzliche Betreuungsleistungen hier).

Weitere Informationen zu Betreuungsgruppen