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Fachtagung in Bad Segeberg: 130 Teilnehmer lernen, worauf es bei der Versorgung traumatisierter Flüchtlinge ankommt

Psychotherapeuten, Ärzte, Vertreter von Erziehungs- und Familienberatungsstellen sowie vom Gesundheitsamt, Träger der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Schulsozialarbeit, Dolmetscher, Migrationsfachdienste und Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe:

Knapp 130 Teilnehmer aus sechs Landkreisen sind in der vergangenen Woche zu der Fachtagung „Interkulturalität in der Versorgung traumatisierter Flüchtlinge“ in die Kreisfeuerwehrzentrale nach Bad Segeberg gekommen. Neben
verschiedenen Referaten standen auch Workshops auf dem Programm, um das Gehörte sofort vor Ort praktisch zu vertiefen. Dr. Sylvia Hakimpour-Zern, Leiterin des Fachdienstes „Sozialpsychiatrie“ beim Kreis Segeberg, moderierte die Veranstaltung zusammen mit Eberhard Jänsch-Sauerland aus Ostholstein.

In Schleswig-Holstein haben in den Jahren 2015 und 2016 etwa 45.000 Schutzsuchende Asylanträge gestellt. Die meisten von ihnen kommen aus Kriegs- oder Krisengebieten. Geschehnisse im Herkunftsland oder auf der Flucht sowie der Verlust
der Heimat und von Familienangehörigen haben oft zu heftigen seelischen Erschütterungen geführt, sodass viele psychisch erkrankt sind.

Die Versorgung dieser Menschen unterschiedlicher Herkunft stellt Fachkräfte und Ehrenamtliche vor eine besondere Herausforderung, insbesondere dann, wenn spezifisches Hintergrundwissen fehlt. Auf der Fachtagung haben die Veranstalter versucht, die nötige interkulturelle Kompetenz zu stärken.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein „Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein“ sowie den regionalen Netzwerken zur Versorgung traumatisierter Flüchtlinge aus den Kreisen Segeberg, Ostholstein, Steinburg, Herzogtum
Lauenburg und Plön sowie der Hansestadt Lübeck.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kofinanziert. Der Fonds ist das wichtigste Finanzierungsinstrument der Europäischen Union (EU) im Bereich der Asyl-, Migrations- und Integrationspolitik.