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Die elektronische Gesundheitskarte für die Asylsuchenden im Kreis Segeberg

Die Rahmenvereinbarung mit den gesetzlichen Krankenkassen zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge sieht vor, dass die Karte für Asylbewerberinnen und -bewerber Anfang 2016 in den Kommunen startet.

Vertragspartner des Landes sind die AOK NORDWEST, BKK-Landesverband NORDWEST, IKK Nord, Knappschaft, Novitas BKK sowie die Ersatzkassen Techniker Krankenkasse (TK), BAMER GEK, DAK-Gesundheit und die Kaufmännische Krankenkasse (KKH). Für den Kreis Segeberg ist die Novitas BKK zuständig.

Mit der Einführung der Gesundheitskarte werden die im Rahmen des Flüchtlingspakts formulierten Zielvereinbarungen erfüllt:
• Übertragung der Krankenbehandlung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz für Asylbewerberinnen und -bewerber auf die gesetzlichen Krankenkassen.
• Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte durch die Asylbewerber/Asylbewerberinnen.
• Ausgabe der Gesundheitskarten ab dem Zugang in die Kommunen.
• Erstmals Etablierung eines landesweit einheitlichen Verfahrens für die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen.
• Mit der Vereinbarung bringt Schleswig-Holstein die Karte schnellstmöglich auf den Weg – bereits vor der zu erwartenden Bundesregelung.

Der Umfang der gesundheitlichen Versorgung ist bundesgesetzlich geregelt durch das Asylbewerberleistungsgesetz und wird durch die Einführung der Karte nicht verändert. Dazu gehören akut behandlungsbedürftige Erkrankungen sowie alle Erkrankungen, die mit Schmerzen verbunden sind. Die Kosten für die Behandlungen trägt der Staat, sie gehen nicht zu Lasten der Kassenbeiträge. Die Krankenkassen erhalten eine Verwaltungsgebühr. Sie beträgt 8 Prozent der Behandlungskosten, mindestens aber 10 Euro im Monat. Die Mitglieder der Krankenkassen werden somit nicht belastet.

Anträge auf Zahnersatz und Psychotherapien bleiben in der Zuständigkeit des Kreises.

 

Aufgrund der notwendigen Vorbereitungsarbeiten bei der Novitas BKK und dem Kreis Segeberg erfolgt die Einführung der Gesundheitskarte für den Kreis Segeberg ab dem 01.04.2016 für neu zugewiesenen Asylsuchende. Die Asylsuchenden, die sich bereits länger im Kreisgebiet aufhalten, erhalten die Karte im Laufe der nächsten Monate.

Für die Gesundheitskarte ist es erforderlich, dass von allen Asylsuchenden ein Bild gefertigt wird, das dann Bestandteil der Gesundheitskarte wird. Im Kreis Segeberg leben ca. 2.600 Menschen für die eine Gesundheitskarte auszustellen ist. Weiterhin rechnet der Kreis im Jahre 2016 mit ca. 4.000 neuen Zuweisungen von Asylsuchenden.

Zur Entlastung der Städte, Ämter und Gemeinden werden die Fotos der Asylsuchenden sowie die An- und Abmeldungen von den Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen in der Kreisverwaltung, Fachdienst Grundsatz- und Koordinierungsangelegenheiten Soziales und Asyl vorgenommen.

Bis zur Ausstellung der Gesundheitskarte erhalten die Asylsuchenden weiterhin die bekannten Kostenbürgschaftsscheine, die jeweils für ein Quartal gültig sind.