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Noroviurus-Erkrankung in der Erstaufnahmeeinrichtung Boostedt

Am Freitag, den 6. November erhielt das Gesundheitsamt des Kreises Segeberg Kenntnis von zwei mit Labortest gesicherten Norovirus-Erkrankungen.

Brechdurchfälle, die durch Noroviren hervorgerufen werden, beginnen sehr plötzlich, enden aber ohne besondere Behandlung nach 1-2 Tagen. Die Erkrankung wird in aller Regel ambulant durchgemacht. Die allerwenigsten Erkrankten sind durch Flüssigkeitsmangel und Kreislaufprobleme stationär behandlungspflichtig. Hierdurch gefährdet sind Kleinkinder, Schwangere, Senioren und geschwächte Personen.

Noroviren sind ausgesprochen leicht übertragbar. Das Gesundheitsamt Segeberg begann schon mit Bekanntwerden der meldepflichtigen Erkrankung am Freitag mit seinen Ermitt-lungen in der Erstaufnahmeeinrichtung: Informationen in mehreren Sprachen zum Erkrankungsbild und zu treffende Maßnahmen wurde den Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Dem Sicherheits- und Sanitätsdienst wurden Desinfektionsmittel und Schutzkleidung übergeben.

In den ehemaligen Kasernengebäuden leben derzeit über 2000 Flüchtlinge, davon ca. 500 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Nach einer groben Schätzung der Erstaufnahmeeinrichtung nahm die Zahl der Erkrankten bis Sonntagnacht auf über 100 Betroffene zu, von denen drei vorübergehend im Krankenhaus behandelt werden mussten.

In der Nacht auf Montag machten sich daher der Leiter der medizinischen Versorgung in Boostedt sowie der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes zusammen mit dem Gesundheitsamt ein aktuelles Bild der Lage. Eine Notwendigkeit für außerplanmäßige sanitätsdienstliche Behandlungen oder Rettungseinsätze ergaben sich hierbei allerdings nicht. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Rettungsdienstes Segeberg organisierte noch nachts größere Mengen geeigneter Lebensmittel zur Behandlung und Vorbeugung von durchfallbedingtem Flüssigkeitsmangel.

Norovirenausbrüche kommen in der kalten Jahreshälfte auch in Kindergärten, Pflegeheimen und Kliniken regelmäßig vor und können auch Wochen andauern. Zusammen mit dem Betreiber der Erstaufnahmeeinrichtung wurden geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung des Ausbruchs unternommen (Barrieremaßnahmen/Desinfektionsmaßnahmen).

Eine Gefährdung für die Allgemeinbevölkerung besteht nicht.