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Haus B Kreisverwaltung

Hygienehinweise und empfohlene Impfungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen für Asylsuchende, ehrenamtlich Tätige und Beschäftigte der Kreisverwaltung

Helfen – aber sicher: Tipps zum Infektionsschutz in der Flüchtlingshilfe

Im Kreis Segeberg engagieren sich viele Menschen professionell und ehrenamtlich für Flüchtlinge. Zur eigenen Sicherheit werden hier Hinweise zur allgemeinen Hygiene sowie zu Impfempfehlungen gegeben.

In Ländern wie zum Beispiel Syrien gab es vor einigen Jahren noch ein sehr gut funktionierendes Gesundheitssystem. Die Kriegssituation hat es schon lange zum Erliegen gebracht. In anderen Herkunftsstaaten der Flüchtlinge hat es bis heute nie eine zufriedenstellende medizinische Versorgung gegeben.

Derzeit kommen deshalb Menschen zu uns, die zum Teil Infektionsrisiken mitbringen, aber auch selbst aufgrund ihrer durch strapaziöse Bedrohungen und Fluchterlebnisse geschwächten Abwehrkräfte besonders empfänglich gegenüber bei uns auftretenden Infektionskrankheiten sind.

Wir sind in Deutschland auf diese Risiken sehr gut vorbereitet. Ein sicheres Melde- und Überwachungssystem sorgt dafür, dass zum Beispiel Tuberkulosepatienten gerade auch unter Flüchtlingen schnell erkannt und behandelt werden und auch das Auftreten anderer Infektionskrankheiten nicht unentdeckt bleibt.

Noch besser ist natürlich die Prävention. Wir können viel tun, damit Infektionskrankheiten gar nicht erst auftreten. Auch gibt es gerade in den Heimatländern der Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, Infektionen, die durch schlechte hygienische Verhältnisse begünstigt werden. Grundsätzlich ist natürlich das Infektionsrisiko erhöht, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen sind.

Deswegen gelten hier ganz besonders die einfachen, aber sehr wirksamen Regeln der persönlichen Hygiene:
• Hände waschen vor und nach der Nahrungszubereitung
• Hände waschen nach dem Toilettengang
• Meiden von Körperkontakten gegenüber offensichtlich erkrankten Personen

Sie können durch einfache Maßnahmen somit die Gesundheit der Ihnen anvertrauten Flüchtlinge wie auch Ihre eigene schützen.

Als weitere Präventionsmaßnahme gibt es gegen viele Krankheiten einen guten Impfschutz.

In Deutschland grassieren immer wieder Krankheiten wie Masern und Keuchhusten. Diese sind insbesondere für abwehrgeschwächte Menschen – Flüchtlinge gehören oft dazu – eine Bedrohung.

Wer engen Kontakt zu Flüchtlingen hat, sollte deshalb unbedingt seinen Impfstatus kennen, bzw. überprüfen und sich ggf. impfen lassen.

Am 05.10.2015 gab die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts eine aktuelle Empfehlung zur Impfung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einschließlich der ehrenamtlich Tätigen in Einrichtungen für Asylsuchende bekannt. Hier werden neben den bei uns standardisiert empfohlenen Impfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio, Pertussis, Masern, Mumps, Röteln) wegen der engen und intensiven direkten Kontakte mit vielen Menschen die Impfung gegen Hepatitis A, Hepatitis B und Influenza (Grippe) empfohlen. Es handelt sich dabei um Impfungen bei beruflicher Indikation.

Das Gesundheitsamt gibt daher folgende Empfehlung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können unter Beachtung der ArbmedVV bei der zuständigen Betriebsärztin eine Untersuchung gemäß Biostoffverordnung (G42 – Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung) erhalten. Hier werden dann je nach bestehender Intensität der Kontakte zu Flüchtlingen (Gefährdungsanalyse) Impfungen individuell angeboten. Alternativ können auch die niedergelassenen Hausärzte entsprechende Impfungen durchführen.

Den ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern wird das Aufsuchen ihres Hausarztes angeraten. Bitte nehmen Sie Ihren Impfpass mit.

Das Gesundheitsamt selbst wird im Jahre 2016 ein quartalsweises Impfangebot für Bürgerinnen und Bürger des Kreises Segeberg einschließlich der Kreisbeschäftigten anbieten.