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Landrat: „Neue Rettungspunkte im Privatwald können Menschenleben retten“

Kreis Segeberg. Im Kreis Segeberg ist jetzt ein landesweites Pilotprojekt zum Abschluss gekommen: In den 9.377 Hektar Privatwald stehen nun 45 sogenannter Rettungspunkte. Dabei handelt es sich um Notfalltreffpunkte, von denen aus Rettungs- und Einsatzfahrzeuge zum Unfall- oder Einsatzort gelotst werden können. Sie werden immer an markanten Punkten aufgestellt und sind mit einem Schild und einer Nummer versehen. Die Angaben darauf ermöglichen es der Einsatzleitstelle, die nötige Hilfe schnellstmöglich zum Einsatzort zu bringen. „Die einmalig investierten 4.000 Euro sind kleines Geld im Vergleich zu einem deutlichen Zuwachs an Sicherheit“, so Landrat Jan Peter Schröder. „Diese neuen Rettungspunkte können Menschenleben retten“, ist er überzeugt.

Jahr für Jahr ereignen sich im Wald zahlreiche Unfälle. Betroffen sind neben Waldarbeiter*innen auch Spaziergänger*innen und Radfahrer*innen. Die außergewöhnlichen Dürrejahre 2018 und 2019 haben darüber hinaus die Gefahr von Waldbränden erheblich erhöht.

In der Regel werden Waldwege nicht von herkömmlichen Navigationssystemen erfasst. Im Notfall wissen Rettungskräfte somit zunächst nicht, wo die Unglücksstelle liegt. Um diese Problematik zu entschärfen, wurde das System der Rettungspunkte entwickelt.

Holzpfähle mit rot-leuchtender Kappe

Die Schleswig-Holsteinische Landesforsten AöR hat bereits vor einigen Jahren an den Eingängen ihrer Waldflächen derartige Rettungspunkte installiert. Dabei handelt es sich um viereckige, oben angespitzte Holzpfähle mit einer rot-leuchtenden Kappe und einem Schild mit Lagedaten. Nun gibt es derartige Rettungspunkte auch im Privatwald. Der Kreis Segeberg hat grünes Licht für die Finanzierung eines Rettungspunkte-Netzes im Nichtstaatswald gegeben.

Um die Unterhaltung der Holzpfähle kümmert sich künftig die Forstbetriebsgemeinschaft im Kreis Segeberg, der Zusammenschluss privater Waldeigentümer. „Es ist wichtig, dass die Bevölkerung weiß, wofür die Pfähle da sind“, sagt Hans Jacobs von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Ab Ende des Jahres werden die neuen Rettungspunkte daher auch in der Handy-App „Hilfe im Wald“ hinterlegt sein.

Das Projekt wurde von der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft im Kreis Segeberg umgesetzt.

Einer der 45 neuen Privatwald-Rettungspunkte im Kreisgebiet steht nahe dem Ihlsee. Das Foto zeigt (von links): den Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft im Kreis Segeberg, Peter Seefeld, den Leiter der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Dr. Christian Schadendorf, und Landrat Jan Peter Schröder.

Sabrina Müller
© Kreis Segeberg
Autor: Sabrina Müller