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Quelle: Redaktion Stadt Kiel (115-Service)

Von Bürgerinnen und Bürgern wird häufig nach zwei besonderen und auffälligen Arten von Steinen und Platten auf Gehwegen gefragt, die zwischen den üblichen Straßenbefestigungsplatten und –steinen verlegt sind:

Die sogenannten Sprottenplatten befinden sich in der Hauptfußgängerzone Kiels, der Holstenstraße,  und sind mit einem Fischmotiv und meistens dem Namen von Privatpersonen beschriftet. Diese Platten wurden bis etwa 2005 verlegt und konnten gegen Entgelt von Bürgern mit deren Namen versehen werden. Inzwischen ist dies nicht mehr möglich, da sich die Metallplatten als recht rutschig bei Nässe erwiesen haben und daher weitere Platten nicht mehr verlegt werden sollen. Die vorhandenen Platten wurden inzwischen mit abstumpfender Bestrahlung behandelt, so dass keine Rutschgefahr mehr besteht. 

Man kann aber „Plattenrohlinge“, d. h. mit einem Fischmotiv versehene Platten, in zwei verschiedenen Größen (7 x 7 und 25 x 26) im Eventbüro Kiel weiterhin käuflich erwerben. 

Dagegen sind die sogenannten Stolpersteine ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an Menschen erinnert werden, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden vor dem letzten frei gewählten Wohnort in den Gehweg eingelassen. Seit 2006 werden auf Initiative der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein, der ver.di Projektgruppe Stolpersteine und der Landeshauptstadt Kiel auch in Kiel Stolpersteine verlegt. Dabei übernehmen Schülerinnen und Schüler Kieler Schulen die Recherche über den Werdegang der Opfer und präsentieren ihre Ergebnisse bei der Verlegung.