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Naturverträglichkeit

 

Hinweise zum naturverträglichen Kanufahren



Zum Ausgleich der unterschiedlichen Nutzungsinteressen und zur Verbesserung des Natur- und Landschaftsschutzes gelten für das Befahren der Trave im Gewässerabschnitt bis Hamberge folgende Regeln (aus „Regelbuch Trave"):

  1. Das Befahren der Trave mit Kanus bis zu einer Länge von 6m und einer Breite von bis zu 1m ist im Rahmen des wasserrechtlichen Gemeingebrauchs gestattet. Ein Befahren der Trave mit Ruderbooten, Schlauchbooten, Flößen oder ähnlichen Fahrzeugen ist wegen der erhöhten Uferschädigung nicht gestattet.


  2. Die Trave ist in ihrer Gesamtheit auch für nachfolgende Generationen in ihrer Bedeutung als Naturraum und Erholungsgebiet zu schützen, zu pflegen und zu erhalten. Alle Kanufahrer an der Trave stimmen darin überein, dass zur Erreichung dieses Zieles die Nutzungsintensität auf der Trave mit unterschiedlichem Schwerpunkt verteilt sein muss. Entsprechend den naturräumlichen Gegebenheiten ist der Oberlauf der Trave bis Bad Segeberg und die mittlere Trave von Bad Segeberg bis zur Kupfermühle Erholungsaktivitäten gegenüber besonders empfindlich.

  3. Zur Förderung einer nachhaltigen Regeneration der Ufer und Wasservegetation sowie des Röhrichtbestandes als auch zur Vermeidung von Beunruhigungen der dort lebenden Vogelwelt soll die Trave in dem Bereich zwischen Warder See und Kupfermühle nur von geübten Kanufahrern in kleinen Gruppen unter besonderer Berücksichtigung des Ruhebedürfnisses der am Ufer lebenden Tierwelt befahren werden. Oberhalb von Warderbrück ist ein Befahren der Trave grundsätzlich zu vermeiden.

  4. Die Gewässersohle ist als Lebensraum von Kleinlebewesen und als Fischlaichplatz besonders schützenswert. Eine Gefährdung durch Umlagerung des Sohlsubstrats durch Paddelschläge oder Bootsrümpfe kann bereits bei Wasserständen von 50 cm und geringer auftreten. Dabei ist der erforderliche Mindestwasserstand an der flachsten Stelle im Befahrensabschnitt ausschlaggebend.
    Als Kompromisslösung erfolgt ein Befahren der Trave bei einem Wasserstand unter 30 cm an der flachsten Stelle durch die Kanufahrer nicht. Die Höhe des Wasserspiegels ist an einem Rot-Grün-Pegel an der Einsatzstelle abzulesen (KARTE). Hier werden die Mindestwasserstände, bezogen auf die jeweils flachsten Gewässerstellen im weiteren Verlauf angezeigt. Die aktuellen Pegelstände werden durch einen Pegeldienst bekanntgegeben und können zukünftig unter www.kanu-sh.de abgelesen werden.

  5. Zum Schutz von nacht- und dämmerungsaktiven Tierarten (Fledermäuse, Fischotter, Eulen etc.) soll auf ein Befahren der Trave bei Nacht und in der Dämmerung verzichtet werden.

  6. Zur Vermeidung und Verringerung, mindestens aber zur Minimierung störender Auswirkungen der erholungssuchenden Kanufahrer auf der Trave auf die Natur werden nur die in der Karte eingetragenen Ein- und Ausstiegsstellen sowie Pausenstellen benutzt. Ein Anlanden oder Einsetzen außerhalb dieser Stellen ist grundsätzlich zu vermeiden, es sei denn, dass ein Notfall eine Ausnahme erzwingt. Übernachtungen von Wasserwanderern erfolgen nur auf den gekennzeichneten Biwakplätzen oder anderen Übernachtungsplätzen der Vereine oder der Jugendherbergen.

  7. Diszipliniertes Fahren verringert die Beeinträchtigungen des Kanusports auf die Natur. Folgende Regeln sollten darum während der Befahrung grundsätzlich eingehalten werden:

    • Zum Schutz von Ufer, Röhricht und Hochstaudenriedern und der Schwimmblattvegetation immer den größtmöglichen Abstand halten.

    • Schwimmblattvegetation, insbesondere flutenden Hahnenfuss, nicht durchfahren, wenn freie Gewässerstrecke verfügbar ist
    • .
    • Jegliche Lärmbelästigung durch lautes Rufen oder Musik vermeiden, Tiere nicht mutwillig aufscheuchen oder jagen. Sofern Tiere beobachtet werden, Paddelschläge reduzieren und durch vorsichtiges Vorangleiten mit der Strömung mit größtmöglichem Abstand ruhig passieren.

    • Alkoholgenuss gefährdet die Sicherheit beim Paddeln und verdirbt den klaren Blick auf die Natur! Daher gilt: Promillegrenze der Straßenverkehrsordnung einhalten.

    • Abfälle nicht während der Fahrt „entsorgen", sondern wieder mit nach Hause nehmen.

  8. Auf Infotafeln, die vom Gewässer gut sichtbar in Ufernähe aufgestellt werden, erfolgen wichtige Hinweise zum Gewässer, die auch nicht organisierte Kanufahrer erreichen sollen. Auf den Tafeln sind Informationen erhalten zum Gewässerverlauf (Karte mit Nutzungszeiträumen, Einsatz-, Aussetz- und Pausenstellen), grundsätzliche Verhaltensregeln, Hinweise auf ökologische und kulturelle Besonderheiten. Sie stehen an allen Ein- und Ausstiegsstellen sowie an den Rastplätzen.