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Wappen Kreis Segeberg
 
Haus B Kreisverwaltung

Historie/Wappen

 

Geschichte


Das Gebiet des heutigen Kreises Segeberg ist seit der Steinzeit ununterbrochen besiedelt gewesen. Im frühen Mittelalter sind im Westen die germanischen Sachen, im Osten - von ersteren durch den Urwald "Isarnho" getrennt - die slawischen Wagrier ansässig.

Die deutsche Besiedlung der östlichen Gebiete beginnt mit der Errichtung der Burg Segeberg im Jahre 1134. Um diese Burg herum bildet sich - etwa im Bereich des heutigen Landkreises - als Militär und Verwaltungsbezirk die Vogtei Segeberg, die von dem auf der Burg residierenden landesrechtlichen Vogt geleitet wird. Der Vogt nennt sich vom 15. Jahrhundert an Amtmann; aus der Vogtei Segeberg wird das Amt Segeberg. Es umfasst jedoch nur den Westen des ehemaligen Bezirks, nämlich die Kirchspiele Bramstedt, Kaltenkirchen, Bornhöved, Segeberg und Leezen. Östlich davon erhält der hier ansässige Adel weitgehende Selbstverwaltungsrechte; diese Gebiete sind dem Landesherrn direkt unterstellt.

Nach der Einverleibung Schleswig-Holsteins in die preußische Monarchie werden beide Teilgebiete zum neugeschaffenen Kreis Segeberg vereinigt, der zunächst weitgehend agrarischen Charakter hat.

Am 01. August 1932 wurde das Kreisgebiet um einen Teil des aufgelösten Kreises Bordesholm erweitert, indem die Gemeinden Boostedt, Großenaspe, Gadeland, Groß Kummerfeld, Heidmühlen und Latendorf dem Kreis Segeberg angegliedert wurden.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, der die Bevölkerungszahl durch Flüchtlingszuströme beträchtlich ansteigen lässt, entwickelt sich eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur. Norderstedt wurde dem Kreisgebiet ab 01. Januar 1970 zugeordnet.


Wappen


Wappen des Kreises Segeberg

Der Kreistag des Kreises Segeberg beschloss am 25. Mai 1948, ein eigenes Kreiswappen einzuführen. Das Wappen wurde dem Kreis durch Erlass des Innenministers des Landes Schleswig-Holstein vom 25. Oktober 1948 verliehen. Die Wappenbeschreibung hat folgenden Wortlaut:

„Das Kreiswappen zeigt in Silber ein aus vier roten spitz bedachten Ziegelsteintürmen bestehendes durchgehendes lateinisches Kreuz, bewinkelt von vier grünen Seerosenblättern und in seiner ausgebrochenen Kreuzungsstelle belegt mit dem holsteinischen Wappenschild (in Rot ein silbernes Nesselblatt)."

Das aus vier backsteinroten Kirchtürmen zusammengesetzte Kreuz deutet auf die von Segeberg unter dem Bischof Vizelin im frühen Mittelalter ausgegangene Christianisierung des ehemaligen Wagriens hin. Diese Missionstätigkeit stellt die wesentlichste historische Bedeutung des Kreises dar. Das Kloster am Fuße des Burgberges (heute Kalkberg) wurde als Stützpunkt der Wendenmission gegründet und die Segeberger Kirche dem Träger des Bekehrungswerkes, Bischof Vizelin, persönlich unterstellt. Das Kreuz als Wahrzeichen der Christianisierung ist aus den das Gesicht unserer Landschaft prägenden wehrhaften Kirchtürmen der von Vizelin gegründeten Kirchen Wagriens (Vizelinkirchen) zusammengesetzt.

Die grünen Seerosenblätter sind dem Wappen der ritterlichen Familie von Segeberg entnommen. Das „Wappen der Herren von Segeberg" zeigte drei im Dreipass gestellte (d. h. radial, mit den Spitzen zur Mitte) heraldische Seerosenblätter. Wie die Seerosenblätter auf die Kreisstadt und ihre nähere seenreiche Umgebung hinweisen, so zeigen die Türme des Kreuzes in die weitere Landschaft.

Das holsteinische Wappenschild in der ausge-brochenen Kreuzungsstelle symbolisiert die Lage des Kreises im Herzen Holsteins. Das Nesselblatt ist dem Wappen der Grafen von Schauenburg und Holstein entliehen und er-innert an die alten Beziehungen der Schauenburger zu Segeberg.