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Wappen Kreis Segeberg
 
Haus B Kreisverwaltung

Die Sülfelder Kirche mit ihrer Friedhofskapelle und Friedhof

 
Sülfeld, Kirche

Kirche1

In ihrer heutigen Gestalt ein längrechteckiger Backsteinsaalbau wohl des 16. Jahrhunderts mit älteren Mauerpartien (z.T. aus Feldsteinen), erneuerten Fenstern und Satteldach. Im Westen, durch nachträgliche Anbauten wie eingebunden erscheinend, ein im Kern wohl spätgotischer Turm, mit neugotischem Portal und Oberteil von 1667 mit 1906 erneuerter Westseite, Stufengiebeln und Satteldach. An der Südseite ein Vorhaus mit großenteils erneuerten Wänden und Doppelwappentafel (Sandstein) mit Putto in der Mitte (Anfang 17. Jahrhundert). An der Ostseite ein ehemaliger Gruftanbau 1619 mit Korbbogenfenstern, zwei Eisenankern mit Ziervoluten und Satteldach. An der Nordseite ein spätestens 1762 aufgeführter ehemaliger Gruftanbau mit 1872 erneuertem Äußeren.

Innen: Der Saalraum unter einer Holzbalkendecke. In der Ostwand ein vermauertes Fenster, in der Südwand ein vermauertes Spitzbogenportal. Der weite Turmbogen spitzbogig. Die flachgedeckte Turmhalle mit großer Spitzbogenblende in der Nord- und Südwand. Die Anbauten flachgedeckt.

Kanzelaltar 1786. Hochrechteckiger wandhafter Aufbau in frühklassizistischen Formen, jetzt ohne Mensa mit jonischen Kolossalpilastern, halbrundem Kanzelkorb mit Felderteilung und Blattrosetten, Rechtecktür, Schalldeckel und Gebälk.

Taufe 1683 (Holz, h 99). Auf achtseitigem Postament die Trägerfigur eines Puttos mit schlüsselförmiger, mit Umschrift verzierter Kuppa. Zugehörig die Taufschüssel (Messing, dm 45) schmucklos, und der flachgewölbte Deckel (Messingblech, betrieben, dm 47) mit Perlenringen und Blütenwerk.

Kirche

Gestühlskasten, halbhoch, mit reich beschnitzen Brüstungen. In der fünfachsigen Vorderfront Hermenpilaster mit Paaren in Zeittracht und Christus sowie vier Tugenden als Nischenfiguren, seitlich Felder mit Rundbogenrahmen, bzw. Hermenpilastern und eine Tür mit Doppelwappen. Am Wandende beiderseits eine Wange mit Beschlagwerk und geschweiftem Kopf. Spätrenaissance, um 1600. Bemerkenswert. Gestühlskasten, von ähnlicher Art wie der vorige, wohl etwas älter. Die großen Felder mit Rundbogenrahmen und
gemalten Intarsien, die beiden Endwangenköpfe mit Wappen, an der einen Seite zwei etwas jüngere Felder mit Wappen und Datum 1613, Intarsien und Hermenpilasterteilen. Zwei Gutslogen 1725, auf kannelierten Säulen hochsitzend an der Nordwand, mit dreiachsiger Front, Girlande am Sockel, kannelierten Pilastern, Doppelovalfeldern mit Blattzier an der Brüstungswand und geschweiftem Giebel mit gemaltem Wappen. Über dem Innenraum hölzernes Muldengewölbe.

Glocke 1667 von St. Wollo und N.Gage (Bronze, dm 127), mit Zierfriesen, Umschrift und zwei Wappen.

Sülfled Grabkreuze

Grabsteine auf dem Kirchhof: Martinus ? 1608 (Granit, rd. 155 x 62), unten mit Wappen. Hagen ? 1682 (Sandstein, 175,5 x 74), Inschrift. Daneben ein ähnlicher, unleserlich gewordener Stein (219 x 98). v. Ahlefeld ? 1730 (Sandstein b 116), geschweifter Grabmalsockel bzw. Sarkophag-Schmalwand. Einige Gusseisenkreuze der Zeit um 1870.
Friedhof, in den 1820er Jahren angelegt, später erweitert. Großenteils von Baumreihe umzogen und mit Feldsteinböschungsmauer an der Straßenseite.

Quelle: Kunst-Topographie Schleswig-Holstein

Info-Flyer [PDF: 556 KB]