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Wappen Kreis Segeberg
 
Haus B Kreisverwaltung

Wer kommt zu mir, wenn ich das Haus nicht mehr verlassen kann? GEMEINSAM STATT EINSAM – Kraftwerk „Älter werden im Kreis Segeberg“ war das Motto der Tagung am 09.11.2012 im vollbesetzten Kreistagsitzungssaal.

 

Älter werden 1

Mehr als hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessierten sich dafür, welche Möglichkeiten es im Kreis Segeberg gibt, um im Alter Kontakte zu anderen Menschen zu halten und wie ein Netzwerk geknüpft werden kann, um der Einsamkeit im Alter entgegen zu wirken. Über die Möglichkeiten, Altersfragen in den Mittelpunkt der politischen Entscheidungen zu rücken, informierte die Vorsitzende des Landesseniorenbeirates Schleswig-Holstein, Anke Pawlik. Was kann denn die Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung ausrichten? Sehr viel, sagte Ute Algier und berichtete vom neu eingeführten Selbstbestimmungsstärkungsgesetz, das zur Stärkung der Rechte der Bewohner von Pflegeeinrichtungen und in ambulant betreuten Wohnformen eingeführt wurde. Herr Mildenberger stellte die Arbeit des Pflegestützpunktes vor und ein pflegender Angehöriger gab einen Erfahrungsbericht über die Zeit der Pflege seiner Frau.

Wer Fragen an die Pflegekasse stellen wollte, hatte Gelegenheit, diese direkt an Wiebke Hinrichs von der Pflegekasse zu richten. Was ist Aufgabe der Betreuungsbehörde des Kreises Segeberg? Wie sieht die Finanzierung eines Heimplatzes aus? Wie kann ich im Alter in der eigenen Häuslichkeit selbstbestimmt leben, darüber informierten die Mitarbeiter/Innen des Kreises Segeberg

Großes Interesse galt den Informationsständen, an denen sich Anbieter von ehrenamtlichen Angeboten im Kreis präsentierten. Die Vielfalt der Angebote erstaunten die Besucher, die sich über den Hospizverein, die Demenz- Betreuungsangebote des Pflegestützpunktes, dem Besuchsdienst des Paul-Gerhard-Hauses und die Aktivitäten von Nachbarn für Nachbarn informierten, deren Theatergruppe die Tagung durch kleine, aber feine schauspielerische Darbietungen bereicherten.

Wie kommt die Anfrage nach freiwilliger Unterstützung an den richtigen Mann oder die richtige Frau? Georg Bielenberg stellte das Internetforum der FREIWILLIGENBÖRSE KALTENKIRCHEN vor. Angebot und Nachfrage finden hier zusammen.

Jetzt haben die Freiwilligen das Wort, hieß es am Nachmittag. Der Fokus lag auf sogenannten zugehenden ehrenamtlichen Angeboten, die für Menschen, die nicht mehr mobil sind, die Unterstützung direkt und umsonst ins Haus bringen. Christa Bielenberg stellte die RINKIEKER aus Kaltenkirchen und Bad Bramstedt vor. „Einsamkeit muss nicht sein!“ ist ihr Motto. Wer die ZEITUNG ZUM HÖREN für Blinde und Sehgeschädigte noch nicht kannte, wurde von Margret Rose der stellvertretenden Vorsitzenden des DRK Kreisverbandes darüber informiert, wie die Segeberger Zeitung wöchentlich auf die kostenlose CD und dann zu den Hörern kommt. Weitere Hörer sind willkommen. In der Stadtbücherei Garstedt können beim MEDIENBOTENDIENST Bestellungen aufgegeben werden, die dann von Freiwilligen ins Haus gebracht werden. Daraus entwickeln sich nicht selten bei einer Tasse Kaffee freundliche Gespräche, berichtete Bibliothekarin Karin Sträter. BÜRGER AKTIV in Henstedt-Ulzburg bietet zahlreiche Angebote z. B. den Bürgerbus, der auch Menschen, die nicht mehr selbst mobil sind, ermöglicht Veranstaltungen zu besuchen. Aus dem Besuchsdienst wurde von Lis Wulf höchst amüsant in plattdeutsch vom „ hunnertjährigen Geburtsdag“ berichtet. 

Zum Thema Ehrenamt und Politik sprach Kreispräsident Winfried Zylka das Schlusswort. Als Ergebnis der Tagung blieben viele Hinweise auf den Stellwänden zurück, auf denen sich die Teilnehmer unter der Rubrik - SCHATZSUCHE: Was gibt es bereits in meiner Gemeinde und was fehlt noch? - aktiv mitgewirkt haben. Und die Erkenntnis: Es lohnt sich Netzwerke zu knüpfen, sich zu informieren, sich selbst aktiv einzubringen und wo Unterstützung gebraucht wird, gibt es Möglichkeiten sie in Anspruch zu nehmen.

 

       
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