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Marienkirche Bad Segeberg, ehem. Klosterkirche der Augustinerchorherren

Baubeschreibung

Marienkirche Bad Segeberg

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Ehem. Klosterkirche der Augustinerchorherren. Eines der Hauptwerke aus der Frühzeit des mittelalterlichen Backsteinbaus in Norddeutschland, nach 1156 begonnen und um Anfang des 13. Jahrhunderts vollendet. Am Norden der Kirche ursprünglich die Klostergebäude. Um 1470 Verlängerung der Kirche nach Osten (Mönchschor). 1522-23 Übertragung in die Verwaltung der evangelischen Gemeinde. 1654-57 Abbruch des sogenannten Mönchschor. 1760 Reparaturarbeiten - Abbruch der Klostergebäude und neue Vorhalle von Süden. 1863-66 Rekonstruktion der ursprünglichen Gestalt bis auf die Apsiden durch H.G. Krüger. Das Äußere neuromanisch ummantelt - Außenhaut, Querhausarme, Fenster, Nordportal und obere Teile der Westpartie. 1881-83 und 1909 neue Kreuzgratgewölbe. 1957-69 Restaurierungsarbeiten. Dreischiffige gewölbte Basilika des gebundenen Systems mit dreijochigem Langhaus, Querschiff und Chorquadrum. Wertvolle Innenausstattung mit überaus wertvollem Schnitzaltar (1515), Bronzetaufe (1447 G. Klinghe), Kanzel (1612) und Triumphkreuz (um 1500).

Der Denkmalschutz erstreckt sich auf das Äußere und Innere des Kirchengebäudes mit seiner Ausstattung sowie auf den umfriedeten Kirchhofsbereich.Bewegliche Gegenstände - auch Grabsteine -, die nach 1870 entstanden sind, bleiben außer Betracht, es sei denn, dass sie zusätzlich als denkmalgeschützt aufgeführt sind.

Quelle: (BSJ. S. 63-101, Deh. S. 106, DZpl S. 3 u. 7, KT S. 746, StKA S. 16-19; Denkmalschutzurkunde).


Kirchhof

Beschreibung

Der Friedhof erstreckt sich nördlich des Kirchengebäudes. Seine rechteckige Form ist durch eine längslaufende Zentralallee (Tilla intermedia), eine querlaufende Böschung, sowie 3 querlaufende Wege gegliedert. Der südlich des Kirchengebäudes liegende alte Friedhof wurde 1873 nach jahrhundertelanger Benutzung geschlossen und 1909 in eine Schmuckanlage umgewandelt.

1834 bis 1836 wurde nördlich der Kirche ein neuer Friedhof angelegt, er erstreckte sich bis zur heute noch querenden Böschung, die mit einer Strauchschicht (Jasmin, Spiere u.a.) bepflanzt ist. 1860 wurde der Friedhof auf seine heutige Ausdehnung erweitert und die Zentralallee mit Rondell bepflanzt. Die den Friedhof umgebenden Lindenreihen wurden vermutlich zur selben Zeit gepflanzt. Die Bäume sind in einem guten Zustand, nur die südlichen Linden der Allee weisen teils Wurzelschäden durch Befahrung und einige Exemplare der östlichen Reihe einen erheblichen Schrägwuchs auf. Am Kirchengebäude befindet sich eine Traueresche (Fraxinus exelsior "Pendula"). Die Wege der Kirche und die Allee sind mit regelmäßigem modernem Betonsteinpflaster versehen. Die anderen Wege sind unbefestigt. Eingefriedet ist der Friedhof längs der Baumreihen mit Hecken und nördlichem gusseisernen Tor. Östlich des Fh. liegt das Gelände der Friedhofsgärtnerei, es steht zum Teil unter Naturschutz. Westlich der Kirche befindet sich ein Kriegsdenkmal mit Sandsteinsockel und Soldatenplastik. Es sind einige Grabmäler von vor 1900vor allem im direkten Umfeld der Kirche vorhanden. Das älteste datierbare ist aus dem Jahre 1822. Auf dem Friedhof ist das Grab von Otto Flath (+1987) aus rotem Granit und hölzernem Relief des Künstlers herausragend. Die übrige Belegung des Friedhofs stammt aus den Jahren nach 1945.

Quelle: Simonsen, H.: Bad Segeberg in neun Jahrhunderten, Bad Segeberg 1984; Schwarz, E.: Kirch im Travebogen, Bad Segeberg 1984. Foto: Mathias Hopp

Der Denkmalschutz erstreckt sich auf das Äußere und Innere des Kirchengebäudes mit seiner Ausstattung sowie auf den umfriedeten Kirchhofsbereich. Bewegliche Gegenstände - auch Grabsteine -,die nach 1870 entstanden sind, bleiben außer Betracht, es sei denn, dass sie zusätzlich als denkmalgeschützt aufgeführt sind.