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02.03.2020

Ehrenamtliche in der Jugendarbeit erhalten Freistellung vom Job und Zahlung des Verdienstausfalls

Kreis Segeberg. Das Land Schleswig-Holstein und Arbeitgeber*innen ziehen an einem Strang, wenn ein*e Mitarbeiter*in sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagiert. Zumindest sollte das in der Theorie so sein. Wer ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig ist und eine gültige Jugendleiter*in-Card (Juleica) besitzt, hat einen rechtlichen Anspruch auf eine Freistellung vom Beruf für bis zu zwölf Tage im Jahr und kann dafür die Erstattung des Verdienstausfalls beantragen.

„Für Ehrenamtliche und Betreuer*innen im Bereich der Ferien- und Freizeitaktivitäten von Jugendlichen ist eine Freistellung durch den/die Arbeitgeber*in sehr wichtig“, weiß Kreismitarbeiterin Angela Klimpel aus dem Fachdienst „Kita, Jugend, Schule Kultur“. Wer sich in diesem Bereich freiwillig einsetzt, sei ein unverzichtbarer Teil gesellschaftlichen Engagements, weswegen es falsch sei, dafür Erholungsurlaub einreichen zu müssen.

Gilt auch für Qualifizierungsmaßnahmen

Die Regelungen greifen auch, wenn Ehrenamtliche an einer Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen. Derartige Aus- und Fortbildungen bieten im Kreis Segeberg regelmäßig der Kreisjugendring Segeberg (KJR), der Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA) sowie der Kreisfeuerwehrverband und einige Kirchengemeinden an.

„Die ehrenamtlich Tätigen haben grundsätzlich einen Anspruch auf diese Freistellung“, sagt Klimpel. Der Arbeitgeber könne sie im Einzelfall nur dann versagen, wenn ein unabweisbares betriebliches Interesse entgegenstehe. „Der Kreis Segeberg bittet daher alle Arbeitgeber*innen, ihre Mitarbeiter*innen auf Antrag für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Jugendarbeit freizustellen.“

Frühzeitig Kontakt aufnehmen

Die Mittel für die Verdienstausfallerstattung werden vom Land bereitgestellt. Die Bearbeitung der Anträge übernimmt der Kreisjugendring (KJR) im Auftrag des Kreises Segeberg. Der KJR hat auf seiner Homepage unter www.kjr-segeberg.de das Merkblatt des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein zur „Freistellung für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Jugendarbeit und zur Erstattung von Verdienstausfall“ sowie das Antragsformular veröffentlicht. „Ehrenamtlich Tätige, die eine Freistellung und Verdienstausfallerstattung in Anspruch nehmen möchten, werden gebeten, sich frühzeitig mit dem KJR in Verbindung zu setzen“, erläutert Klimpel.

Neue Freistellungsverordnung

Seit Ende Januar gilt eine neue Freistellungsverordnung. Folgende Neuerungen sind dabei besonders zu beachten:

  • Der Antrag muss zwei Wochen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Nach Ablauf der Frist kann er in der Regel nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Die beizufügenden Unterlagen müssen spätestens sechs Wochen nach Ende der Maßnahme eingereicht werden.
  • Eine Freistellung wird nur für Maßnahmen mit „überwiegend schleswig-holsteinischen Teilnehmer*innen" gewährt.