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02.03.2021

Projekt „Heldenherzen“: Kreis möchte Kinder und Jugendliche unterstützen, deren Eltern psychisch krank sind

Kreis Segeberg. Geschätzt leben in Deutschland knapp vier Millionen Kinder und Jugendliche in Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch krank ist. Die Mädchen und Jungen leider unter vielfaltigen Belastungen, weisen häufiger Verhaltensauffälligkeiten auf und haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, selbst psychisch zu erkranken. Expert*innen sind sich einig, dass vorbeugende Leistungen hier maßgeblich dazu beitragen können, betroffenen Kindern und Jugendlichen zu helfen. Daher haben das Kreis-Jugendamt und der Fachdienst „Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung“ das Projekt „Heldenherzen“ ins Leben gerufen. Von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gab es dafür nach rund zwei Jahren Vorbereitungszeit Ende vergangenen Jahres nun einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 316.000 Euro.

Das Projekt ist vor Kurzem gestartet. Es besteht aus den drei Modulen Grundschule, Schnittstellenarbeit sowie Öffentlichkeitsarbeit/Entstigmatisierung. In einem ersten Schritt konzipiert der Kreis derzeit gemeinsam mit Jugendhilfeträger*innen das Modul Grundschule. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema seelische Gesundheit, das auf verschiedenen Ebenen behandelt werden soll. Geplant sind etwa Workshops für das Schulpersonal, Info-Schultage für Schüler*innen sowie ein Gruppenangebot für Schüler*innen. Bei dem Gruppenangebot sind die Schüler*innen eingeladen, sich über die Schultage hinweg mit dem Thema der eigenen seelischen Gesundheit zu beschäftigen.

Im zweiten Modul „Schnittstellenarbeit“ soll die fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Akteur*innen ausgebaut werden, beispielswiese zwischen der Eingliederungshilfe für Erwachsene und dem Jugendamt oder dem Sozialpsychiatrischer Dienst und Jugendamt.

Im dritten Modul „Öffentlichkeitsarbeit/Entstigmatisierung“ geht es darum, das Thema insgesamt breiter in die Öffentlichkeit zu heben, unter anderem durch Pressearbeit oder dadurch, es bei verschiedenen Veranstaltungen auf die Tagesordnung zu setzen.

„Ich wünsche mir sehr, dass wir mit Heldenherzen ein Projekt geschaffen haben, das dazu beiträgt, dass das Thema der seelischen Gesundheit in allen Bereichen des Lebens einen festen Platz frei von Ausgrenzung und Benachteiligung findet“, sagt Séna Weiss vom Fachdienst „Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung“.

Grundschulen, die Interesse haben, ins zweite Projektjahr 2022 aufgenommen zu werden (maximal fünf mit offenem Ganztag), können sich bei Séna Weiss per E-Mail melden: Sena.Weiss@segeberg.de