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Haus B Kreisverwaltung
18.03.2020

Kreis zahlt Verhütungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen

Kreis Segeberg. Verhütung bedeutet, verantwortungsvoll mit der eigenen Sexualität umzugehen. Für Menschen mit geringen finanziellen Ressourcen ist Verhütung allerdings noch mehr – nämlich ein erheblicher Kostenfaktor im Vergleich zum vorhandenen Einkommen. Das bleibt nicht ohne Folgen: „Studienergebnisse zeigen, dass Geringverdienende die Verhütung häufiger unterbrechen. Ungeplante Schwangerschaften und Abbrüche sind die Folge“, sagt Kreis-Amtsärztin und Gynäkologin Gabriele Seidel.

Um auch Menschen mit weniger Geld im Portemonnaie eine sichere Verhütung zu ermöglichen, übernimmt der Kreis Segeberg ab sofort die Kosten für ärztlich verordnete Verhütungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen. Die Kreispolitik hat dafür solange finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, bis auf Bundesebene oder anderer übergeordneter Stelle eine andere Regelung zur Kostenübernahme getroffen wird.

Kostenerstattung auch für über 22-Jährige

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel nur noch Frauen bis zur Vollendung des 22. Lebensjahres. Hierzu zählen hormonelle Methoden wie Anti-Baby-Pille und Verhütungsring oder die Kupferspirale. Personen, die diese Altersgrenze erreicht haben, müssen die Kosten selbst tragen. Hier setzt die Unterstützung des Kreises Segeberg an.

Rückerstattet werden der Medikamentenpreis und die abrechenbare ärztliche Leistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Verhütungsmittel, die nicht als Medikament gelten und daher kein Rezept benötigen, müssen nach wie vor selbst bezahlt werden. Dazu gehören beispielsweise Kondome und Diaphragmen.

Der Kreis Segeberg hat „Pro familia“ beauftragt, die Anträge auf Kostenerstattung entgegenzunehmen und zu prüfen sowie die Mittel zu vergeben. „Pro familia“ ist die größte nichtstaatliche Organisation für Sexual-, Schwangerschafts- und Partnerschaftsberatung in Deutschland. Ansprechpartnerin ist Sabine Kühl von der Pro-Familia-Beratungsstelle Norderstedt, Telefon 040 5228578, E-Mail Sabine.Kuehl@profamilia.de.

Weitere Informationen

Informationen über die verschiedenen Verhütungsmethoden, Vor- und Nachteile sowie Zuverlässigkeit sind beispielsweise zu finden auf den Informationsseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.bzga.de, Pro Familia e.V. (www.profamilia.de) oder www.frauenaerzte-im-netz.de.

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