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18.03.2019

Erster bundesweiter „Tag des Gesundheitsamtes“ am 19. März: Team des Kreises Segeberg stellt sich vor

Kreis Segeberg. Das Robert Koch-Institut (RKI) ruft am 19. März zum ersten Mal den „Tag des Gesundheitsamtes" aus. Damit sollen die kommunalen Gesundheitsbehörden gewürdigt werden, „die weltweit eine wichtige Säule für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen, deren Bedeutung jedoch oftmals zu wenig bekannt ist“, heißt es vonseiten des RKI. In Deutschland gibt es rund 400 Gesundheitsämter, eines davon ist das des Kreises Segeberg. Insgesamt 60 Mitarbeitende gehören zum Team, das aus Hygienekontrolleuren und -fachkräften, Medizinischen Fachangestellten, Verwaltungsfachkräften, Sozialpädagogen, Krankenschwestern, Ingenieuren, Zahnärztinnen und Ärzten besteht.

Zum Gesundheitsamt Segeberg gehören die drei Fachdienste Gesundheit, Sozialpsychiatrie und Infektionsschutz. Geleitet werden sie von Dr. Sylvia Hakimpour-Zern und Dr. Boris Friege, beide Fachärzte für Öffentliches Gesundheitswesen, sowie von Uwe Petry, Ingenieur für Umwelt- und Hygienetechnik. Das Aufgabenspektrum ist breit gefächert und umfasst unter anderem Beratungsangebote für Familien, chronisch oder psychisch Kranke sowie für Menschen mit körperlichen Behinderungen, darüber hinaus amtsärztliche Begutachtungen und Einschulungsuntersuchungen, Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaus- und Umwelthygiene sowie des Infektionsschutzes, die Mitwirkung an der Gesundheitsberichterstattung und die Beratung der Politik. Konkret deckt das Gesundheitsamt folgende Bereiche ab:

  • Amtsärztlicher Gutachtendienst: Auftraggeber für ein Gutachten können beispielsweise Behörden oder Gerichte sein. Begutachtet wird unter anderem die gesundheitliche Eignung für eine Einstellung oder der Gesundheitszustand in Bezug auf bestimmte Sozialleistungen.

  • Gesundheitsförderung und Gesundheitsberichterstattung: Dr. Anna Walther berichtet als Gesundheitsplanerin über die gesundheitliche Situation, das Gesundheitsverhalten und Rahmenbedingungen im Kreis Segeberg. Zudem entwickelt sie Projekte, die die Gesundheit der Bürger verbessern sollen.
Kreis-Gesundheitsplanerin Dr. Anna Walther

Sabrina Müller
© Kreis Segeberg
  • Heilberufe und Medizinal-Kartei: Egal ob Physio- oder Ergotherapeut, Hebamme oder Podologe: Jeder, der im Kreis in einem Gesundheitsberuf arbeitet, ist meldepflichtig und wird beim Gesundheitsamt in der Medizinal-Kartei erfasst. Das Gesundheitsamt stellt darüber hinaus fest, wer zur Heilpraktikerprüfung zugelassen werden darf.

  • Kinder- und jugendmedizinischer Dienst: Sieben Ärztinnen sind Ansprechpartnerinnen für Eltern, Lehrer und Fachkräfte im Gesundheitswesen. Im Kern geht es um Fragen zur Entwicklung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Zusammen mit der gleichen Zahl an Medizinischen Assistenzkräften kümmern sie sich um die Schuleingangsuntersuchungen und begutachten Kinder und Jugendliche, beispielsweise im Auftrag der Sozialleistungsträger oder des Jugendamtes.

  • Zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen: Dr. Alexandra Emken hat sich als eine der Ersten in Schleswig-Holstein zur Fachzahnärztin für Öffentliches Gesundheitswesen weiterqualifiziert. Unterstützung erhält sie von Dr. Nastaran Mehdizadeh. Sie hat ihr Zahnmedizinstudium in Kiel absolviert und danach für ihre Doktorarbeit im Mutterland Iran geforscht. Beide Zahnärztinnen überprüfen die Zahngesundheit von Schülern und fertigen zahnmedizinische Gutachten.
Die Zahnärztinnen (von links) Nastaran Mehdizadeh und Alexandra Emken.

Sabrina Müller
© Kreis Segeberg
  • Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz: „Wir treffen Maßnahmen und informieren die Bürger beim Auftreten von ansteckenden Erkrankungen“, sagt Fachdienstleiter Uwe Petry. Zudem sorgt sein Bereich für die infektionshygienische Überwachungen von Krankenhäusern, Pflegediensten, Seniorenheimen, Arztpraxen, Kindergärten und Schulen sowie Tätowier- und Piercingstudios. „In unser Aufgabengebiet fallen auch die Überprüfungen des Trinkwassers und der Qualität des Badewassers an Seen und in Schwimmbädern.“ Des Weiteren führen wir die Belehrungen für Personen durch, die im Lebensmittelbereich arbeiten möchten.

  • Impfangebot/Impfsprechstunde: Das Gesundheitsamt bietet eine regelmäßige ärztliche Impfsprechstunde an: jeden ersten Dienstag im Monat von 14 bis 16 Uhr in Bad Segeberg, Hamburger Straße 30, Zimmer 132 oder 135/Haus A in der Kreisverwaltung. Das kostenfreie Angebot umfasst die Standardimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung und Keuchhusten sowie gegen Masern, Mumps und Röteln. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Impfpass und Versichertenkarte der Krankenkasse müssen mitgebracht werden.

  • Anonymer HIV-Test und Beratung: Im Gesundheitsamt ist es möglich, sich kostenlos und anonym auf eine HIV-Infektion testen zu lassen. Dazu kann ein Termin mit Amtsärztin und Aids-Fachkraft Gabriele Seidel vereinbart werden, Telefon 04551-951-342. Darüber hinaus umfasst die Beratung weitere sexuell übertragbare Erkrankungen wie Syphilis oder Hepatitis- B- und C- Infektion.

  • Sozialpsychiatrischer Dienst: Das Team ist Ansprechpartner für Menschen mit seelischen Problemen, bei Krisen, für Menschen, die Probleme mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten haben, und für Personen nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie. „Auch Angehörige, Freunde, Nachbarn und andere, die sich Sorgen machen, können sich an uns wenden“, sagt Sozialpädagoge Klaus Stahr. Das Angebot ist kostenlos.

Kontakt:

Fachdienst Gesundheit:
Telefon 04551 951-342, E-Mail gesundheit@segeberg.de

Fachdienst Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz: Telefon 04551 951-341, E-Mail infektionsschutz@segeberg.de

Fachdienst Sozialpsychiatrie:
Telefon 04551 951-493, E-Mail sozialpsychiatrie@segeberg.de

 

Termin:
Das Team des Gesundheitsamts stellt sich und seine Aufgabenbereiche am Dienstag, 19. März, von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr im Foyer des alten Kreistagsgebäudes in Bad Segeberg (Hamburger Straße 30) vor.

Hintergrund:
Der 19. März ist der Geburtstag von Johann Peter Frank. Der Arzt und Philosoph kam 1766 im pfälzischen Rodalben zur Welt und gilt mit seinem sechsbändigen Lebenswerk „System einer vollständigen medizinische Polizey" als Begründer der Sozialhygiene und Öffentlichen Gesundheitsdienste. Er setzte sich dafür ein, dass durch staatliche Bereitstellung angemessener Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie durch eine sorgfältige Aufbereitung des Trinkwassers Infektionskrankheiten von der Bevölkerung abgewendet werden.

Ein Teil der Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes (von links): Klaus Stahr (Sozialpädagoge), Dr. Sylvia Hakimpour-Zern und Dr. Boris Friege (beide Fachdienstleitung und Fachärzte Öffentliches Gesundheitswesen) , Dr. Gabriele Zenkl und Dr. Corinna Mardus-Bremer (beide Kinder-jugendmedizinischer Dienst), Dr. Barbara Leithäuser (Fachärztin Radiologie), im Vordergrund Gabriele Seidel (Fachärztin Gynäkologie/Amtsärztlicher Dienst).

Sabrina Müller
© Kreis Segeberg

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