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Kreispolitiker setzen sich für Fachhochschule ein - Verwaltung lotet Möglichkeiten aus

Ziel des Kreises Segeberg ist es, die Bildungslandschaft stetig weiterzuentwickeln. Was bisher fehlt, ist eine Fachhochschule (FH).

Wenn es nach dem Willen der Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport (BKS) geht, soll sich das in Zukunft ändern. In ihrer jüngsten Sitzung haben die Kommunalpolitiker die Kreisverwaltung damit beauftragt, in Absprache mit dem
Landesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Kontakt zu den Fachhochschulen Kiel und Lübeck aufzunehmen. Dabei sollen die Möglichkeiten ausgelotet werden, im Kreis Segeberg eine Zweigstelle bzw. einen externen Fachbereich aufzubauen. Gleichzeitig soll die Verwaltung an den Verband privater Hochschule herantreten, um das Potenzial einer Ansiedlung einer privaten Hochschule im Kreisgebiet zu ermitteln.

Die Kreistagsabgeordneten verständigten sich zudem darauf, dass ein Ergänzungsantrag der Fraktion „Wählerinitiative Kreis Segeberg“ (WI-SE) in die weiteren Betrachtungen einbezogen werden soll. Im Kern geht es in der Ergänzung darum, den Schwerpunkt einer möglichen FH auf den Bereich „Pflege“ zu legen.

Allerdings sollte man sich aus Sicht von Landrat Jan Peter Schröder im Vorfeld nicht selbst zu sehr einengen und auch andere Fachrichtungen in Betracht ziehen – für den Fall, dass „Pflege“ in Segeberg nicht angeboten werden kann. Aber auch der Landrat und die Verwaltung räumen den Disziplinen Pflege und Soziales oberste Priorität ein. Eine entsprechende FH-Ausbildung im Kreis sei eine geeignete Möglichkeit, dem bereits vorhandenen und voraussichtlich weiter steigenden Fachkräftemangel entgegenzusteuern.

Ins Rollen gekommen war die Idee einer Fachhochschule im vergangenen Dezember im Hauptausschuss: Ein Antrag der damaligen Fraktion „Die Freien“ wurde mit dem Ziel gestellt, „im Kreis die Möglichkeit zu schaffen, Fachkräfte nach den Bedürfnissen des Kreises im Kreis Segeberg selbst auszubilden“. Die Kreistagsabgeordneten waren damals mehrheitlich dafür, das Vorhaben weiter zu verfolgen, verwiesen das Thema aber in den zuständigen Fachausschuss, der nun darüber beriet.

Ausgehend von Impulsen aus den Fraktionen und Gremien hat die Verwaltung das zuständige Ministerium nach der Hauptausschusssitzung um eine Stellungnahme zur Einrichtung von Fachhochschulbildungsgängen im Kreis Segeberg gebeten. Dazu heißt es in einem Schreiben aus der Unterabteilung „Fachhochschulen, Hochschulpersonal, studentische Angelegenheiten, BAföG“: „Es gab/gibt bisher keine Bestrebungen, im Kreis Segeberg eine Hochschule anzusiedeln. Eventuelle Überlegungen privater Betreiber sind hier zumindest nicht bekannt. Aus Landessicht wären allenfalls Zweigstellen bzw. externe Fachbereiche bestehender Hochschulen denkbar (wie beim Fachbereich „Landbau“ der FH Kiel in Osterrönfeld).“ Letztlich würden die jeweiligen Hochschulen selbst entscheiden, weil dort die fachliche Kompetenz liege.

Gespräche werden nun in den kommenden Monaten klären, welche Kooperationen im Kreis Segeberg umsetzbar sein könnten.

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