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16.05.2019

Europawahl: Europa ist überall zu spüren – Beispiele im Kreis Segeberg

Kreis Segeberg. Rund 650 Kilometer trennen Bad Segeberg vom Europäischen Parlament in Brüssel, 730 Kilometer sind es von Norderstedt zum Europäischen Rat nach Straßburg. Das klingt zunächst sehr weit weg vom täglichen Leben im Kreis Segeberg. Dabei ist der Einfluss der Europäischen Union (EU) an vielen Stellen im Alltag auch hier deutlich zu spüren.

„Bereits zwei Drittel der in Deutschland gültigen Rechtsnormen gehen unmittelbar oder mittelbar auf Beschlüsse der EU zurück“, sagt Landrat Jan Peter Schröder. Viele politische Entscheidungen, die für die Bürger der 28 EU-Staaten verbindlich sind, würden nicht mehr in den jeweiligen Hauptstädten gefällt, sondern in den europäischen Gremien. „Nahezu alle Bereiche unseres Alltags werden heute durch europäische Politik beeinflusst: von der Qualität der Lebensmittel auf unseren Tellern über die Reinheit von Luft und Wasser in unserer Umgebung bis hin zur Sicherheit des Spielzeugs unserer Kinder. Viele europäische Themen und Politikbereiche betreffen alle Bürgerinnen und Bürger“, ergänzt Kreispräsident Claus Peter Dieck.

Austausch mit anderen EU-Mitgliedsstaaten

Jede Region in Europa muss viele Aufgaben meistern. Dazu gehören Themen wie Daseinsfürsorge und Mobilität. „Vor allem in den ländlichen Räumen gibt es die Herausforderung, nicht durch Abwanderungen auszusterben“, sagt Julia Maßow, EU-Beauftragte des Kreises und zuständig für das Fördermanagement. Sie ist Ansprechpartnerin vor Ort, wenn sich Kommunen, Unternehmen oder Privatmenschen für eine EU-Förderung interessieren und stellt Kontakt zu den Fördermittelgebern her. Aus ihrer Sicht hilft die Europäische Union maßgeblich dabei mit, die Aufgaben von Gegenwart und Zukunft zu bewältigen. „Neben verschiedenen Fördertöpfen ist es vor allem auch der Austausch mit anderen Mitgliedsstaaten, der die EU so wertvoll macht. Warum nicht von anderen lernen, statt das Rad neu erfinden?“, fragt sie. Was ausgelutscht klinge, habe mehr Gültigkeit denn je: „Nur gemeinsam sind wir stark, weswegen es wichtig ist, dass am Tag der Europawahl jeder sein Kreuzchen setzt“, sagt Julia Maßow.

Julia Maßow, EU-Beauftragte des Kreises Segeberg

© Kreis Segeberg

„Bei der Europawahl geht es um die gemeinsamen Werte aller Europäer. Seit drei Generationen leben wir in Frieden, mitten in Europa, in Nachbarschaft zu unseren einst ärgsten Feinden, die längst enge Freunde sind. Sagen wir mit unserer Stimme Ja zum großen Friedenswerk der europäischen Einigung. Sie ist für uns alle der Garant für Freiheit, Stabilität und Wohlstand“, appelliert auch Dieck, am 26. Mai zur Wahl zu gehen.

"70 Jahre Frieden sind keine Selbstverständlichkeit"

„Wir dürfen das Feld nicht denen überlassen, die die EU mit populistischen Parolen und Abneigung schaden und sie schließlich zur Auflösung bringen wollen“, so der Landrat. 70 Jahre Frieden seien keine Selbstverständlichkeit. Er ist überzeugt, dass sich Herausforderungen wie Klimawandel, Globalisierung und Sicherheit nur auf europäischer Ebene lösen lassen.

Die Einführung des Euro im Jahr 2002 ist ein europäisches Projekt, das wohl jeder kennt. Aber auch viele Gesetze, die jeden Einzelnen direkt betreffen, sind im EU-Parlament beschlossen worden. Die dortigen Abgeordneten vertreten die Interessen der europäischen Bürger – also von derzeit mehr als 500 Millionen Menschen. Rund 270.000 davon leben im Kreis Segeberg. Im Folgenden ein paar Beispiele, wo sie Europa direkt vor der Haustür finden können:

  • Am Kalkberg in Bad Segeberg förderte der Europäische Fonds für regionale Entwicklung  (EFRE) die Vergrößerung der interaktiven Ausstellung „Noctalis“ mit rund 146.000 Euro. Zur Erlebnisausstellung gehören eine Schauhöhle mit 20.000 Fledermäusen und ein erdgeschichtlicher Lehrpfad.
  • Ebenfalls  mit EFRE gefördert wurde der Stadtpark Norderstedt. In den Jahren 2008 bis 2013 sind dort vielfältige Freizeit- und Erholungsangebote entstanden. Fördermittelgeber und Stadt beteiligten sich zu je 50 Prozent an der geförderten Bausumme. So sind beispielsweise drei große Spielplätze, ein Hundeauslaufplatz, eine Obstwiese, Birkeninseln, Staudenflächen sowie ein weitläufiges behindertengerechtes Wegenetz entstanden. Die EU-Fördersumme belief sich      auf insgesamt rund vier Millionen Euro.
  • Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg hat mit Unterstützung von EU-Fördergeldern großräumig Blüh- und Bienennährflächen an 14 Standorten angelegt. Zum einen erhöhen diese das knappe Nahrungsangebot für Insekten, zum anderen verschönern sie das Ortsbild und verbessern die Aufenthaltsqualität. Darüber hinaus gibt es entlang der Blühflächen Vorträge, Wanderungen und Infoveranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Senioren und weitere Interessierte. Schaukästen auf den Blühwiesen veranschaulichen und ergänzen dieses Programm. Insgesamt gab es von der EU rund 6.500 Euro Förderung dafür.
  • In der Stadt Wahlstedt soll nördlich des Stadtzentrums ein Sport- und Bildungscampus entstehen. Für den Bau eines barrierefreien Mehrgenerationen-Spielplatzes kommen 100.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Es sind Bereiche für jede Altersgruppe eingeplant – vom Kleinkind bis zum      Senior.
  • Der TuS Tensfeld erhält für die Erweiterung seines Sportlerheims eine EU-Förderung in Höhe von 25.000 Euro. In einem Anbau entstehen nach Geschlechtern getrennte Umkleideräume mit Sanitäranlagen und Duschen sowie Räumlichkeiten für Schiedsrichter. Im Anbau soll zudem eine öffentliche Toilette ihren Platz finden. Das Sportlerheim wird von Tensfeldern, aber auch von den Umlandgemeinden genutzt.
  • Die Gemeinde Klein Gladebrügge hat  sich auf den Weg zu einem barrierefreien Dorf gemacht. Das öffentlich viel genutzte Feuerwehrhaus (Dorfgemeinschaftshaus) ist ein Zentrum des gemeindlichen Lebens. Die EU hat den Einbau einer barrierefreien Toilette im Jahr 2016 mit 9.100 Euro gefördert.
Kreispräsident Claus Peter Dieck (links) und Landrat Jan Peter Schröder appellieren an die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Segeberg, am 26. Mai ihr Kreuz bei der Europawahl zu setzen.

Sabrina Müller
© Kreis Segeberg

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