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27.08.2020

Projekt „Verrückt? Na und!“ will mit neuer Projektleiterin psychische Gesundheit von Schüler*innen und Lehrkräften stärken

Kreis Segeberg. Die Zahlen sind deutlich: Etwa zwei bis drei Millionen Heranwachsende in Deutschland haben mindestens ein Elternteil, das psychisch erkrankt ist. 20 Prozent der 13- bis 18-Jährigen haben sogar selbst psychische Gesundheitsprobleme wie Depressionen oder Essstörungen. 90 Prozent der jungen Menschen, die durch Suizid sterben, hatten zuvor eine psychische Erkrankung. Oft vergehen viele Jahre, bis junge Menschen Hilfe suchen und finden. Aus diesem Anlass führt der Fachdienst „Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung“ des Kreises Segeberg seit 2015 die Projekttage „Verrückt? Na und!“ zu psychischer Gesundheit an Schulen im Kreisgebiet durch. Seither haben elf Schulen an 62 Schultagen daran teilgenommen; rund 1.400 Schüler*innen wurden bisher erreicht.

Eine von neun Regionalgruppen in Schleswig-Holstein

Auch die Corona-Krise hat Einfluss auf das seelische Wohlbefinden von Schüler*innen. „Es bestehen mehr Unsicherheiten, Ängste und Belastungen, die sich auch im Schulalltag bemerkbar machen“, weiß die neue Projektkoordinatorin Kathrin Geyer vom Fachdienst „Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung“. Seit August leitet sie die reaktivierte Regionalgruppe Segeberg, die die Unterstützung von Schulen und Schüler*innen verstärkt angehen möchte. Alle weiterführenden Schulen und Berufsschulen aus dem Kreisgebiet können bei ihr Projekt-Schultage buchen. Die Regionalgruppe Segeberg ist eine von insgesamt neun in Schleswig-Holstein.

Warnsignale erkennen

„Unser Ziel ist es, die psychische Gesundheit von Schüler*innen und Lehrkräften zu stärken“, sagt Geyer. Mit den „Verrückt? Na und!“-Schultagen werden Schulen ermutigt, sich aktiv mit der Thematik „psychische Gesundheit“ zu befassen. Es werden einfache und wirksame Wege aufgezeigt, wie an Schulen die seelische Gesundheit gestärkt und psychische Krisen gemeistert werden können. Schüler*innen erfahren, wie sie Warnsignale seelischer Krisen erkennen. Sie lernen, sich und anderen zu helfen und finden heraus, was ihr seelisches Wohlbefinden stärkt. Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit seelischen Krisen werden hinterfragt und abgebaut.

Ab der 9. Klasse

„Methodisch und inhaltlich ist das Programm so aufbereitet, dass es sich für Jugendliche und junge Erwachsene ab der 9. Klasse in allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen sowie für deren Lehrkräfte am besten eignet“, erläutert Geyer.

„Verrückt? Na und!“ ist ein Präventionsprogramm des Vereins „Irrsinnig Menschlich“ in Zusammenarbeit mit gesundheitsziele.de.

Interessierte Schulen können sich bei Kathrin Geyer melden unter Telefon 04551-951-9865 oder per E-Mail an Kathrin.geyer@segeberg.de.

Projektkoordinatorin Kathrin Geyer vom Fachdienst »Sozialpsychiatrie und Gesundheitsförderung"

© Kreis Segeberg

 

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