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09.03.2021

„Jugend im Kreistag“: Schüler*innen setzen sich für Digitalisierung, Hilfsangebote und Nachhaltigkeit ein

Kreis Segeberg. Premiere geglückt: Zum ersten Mal hat „Jugend im Kreistag“ Corona bedingt nicht analog, sondern digital stattgefunden. „Das war ein ganz neues Format“, sagt Cordula Schultz, stellvertretende Kreispräsidentin und Schirmherrin der Veranstaltung. Es sei generell nicht einfach, Politik an Jugendliche heranzutragen und in diesem Jahr sei es eine besondere Herausforderung gewesen. „Aber alles hat hervorragend funktioniert“, fasst Schultz zusammen. Das haben auch die Teilnehmer*innen so empfunden, die überrascht davon waren, wie einfach es sein kann, mitzugestalten und auch als Schüler*in etwas bewirken zu können. „Es hat Spaß gemacht, mit anderen über politische Themen zu diskutieren und auch neue Perspektiven kennenzulernen“, sagt beispielsweise die 14-jährige Teilnehmerin Lill-Märtha Stegmann.

In den drei Arbeitsgemeinschaften „Digitalisierung/Zukunft digitale Schule“, „Umwelt- und Naturschutz/Nachhaltige Gesellschaft – Nachhaltigkeit im Kreis Segeberg“ und „Soziale und finanzielle Unterstützung benachteiligter Schüler*innen“ haben die Jugendlichen mit Unterstützung von Kreispolitikern sowie Verwaltungsmitarbeiter*innen an zwei Vormittagen insgesamt fünf Anträge erarbeitet und anschließend in einer gemeinsamen Jugendkreistagssitzung darüber abgestimmt. Die Ergebnisse sollen nun zur weiteren Beratung und Entscheidung mit in die politischen Kreisgremien genommen werden, wie die stellvertretende Kreispräsidentin ankündigt. Kreistagsmitglied Gilbert Sieckmann-Joucken freut sich darüber, „dass bei den Ausarbeitungen immer ein gemeinsames Ziel im Vordergrund stand und alle an einem Strang gezogen haben“.

Zum ersten Mal fand die Veranstaltung "Jugend im Kreistag" digital statt und war sofort ein voller Erfolg.

© Kreis Segeberg

Unter anderem haben sich die 14 Neunt- und Zehntklässler*innen für Verbesserungen der WLAN-Infrastruktur sowie Ausstattung mit digitalen Endgeräten an Schulen ausgesprochen. Darüber hinaus soll es eine nachhaltigere Schulverpflegung geben. Nach den Vorstellungen der Jugendlichen beinhaltet diese beispielsweise einen Trinkwasserspender für jede Schule im Kreis sowie die Regelung, dass an kreiseigenen Schulen, die Mensen oder Cafeterien haben, nur noch regionale und/oder Fairtrade-Produkte verkauft werden dürfen.

Ein weiterer Beschluss sieht vor, dass für Schüler*innen im Kreis Segeberg kurzfristig, spätestens bis zum 1. Mai 2021, die Möglichkeit geschaffen wird, sich bei persönlichen Problemen an eine Kontaktstelle wenden zu können. Hierzu soll die Kreisverwaltung eine Arbeitsgemeinschaft der Schulsozialarbeiter*innen und Schulpsycholog*innen, die im Kreis tätig sind, organisieren. Schüler*innen (z.B. die Konfliktlots*innen) sollen auf freiwilliger Basis als erste Ansprechpartner*innen eingebunden werden. Dies senke nach Ansicht der Jugendlichen die Hemmung der Schüler*innen, Hilfen in Anspruch zu nehmen.

In einem weiteren Antrag geht es um die Optimierung des Flächenverbrauchs. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Kreistag die Verwaltung mit verschiedenen Prüfungen beauftragt: Welche Möglichkeiten für Anreize zur Optimierung des Flächenverbrauches bestehen? Welche Flächen eignen sich für eine Renaturierung? Zudem soll über eine kreisweite Leerstandsdatenbank für Häuser und Wohnungen diskutiert werden.

Bei „Jugend im Kreistag“ mit dabei waren Schüler*innen der Dahlmannschule Segeberg, der Jürgen-Fuhlendorf-Schule Bad Bramstedt, der Richard-Hallmann-Schule Trappenkamp sowie des Lise-Meitner- und des Coppernicus-Gymnasiums aus Norderstedt. Wie in den Jahren zuvor arbeiteten Politik und Verwaltung eng mit verschiedenen Kooperationspartner*innen zusammen. Dazu gehörten neben dem Verein für Jugend und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA) und dem Kreisjugendring Segeberg (KJR) dieses Mal auch die Volkshochschule (VHS) Bad Segeberg.

„Wir wollten nach der Absage von ,Jugend im Kreistag‘ im November 2020 eine Alternative bieten und es auf Anregung der Bildungsplaner*in Sophie Baierl (KJR) und Torben Hermann (VJKA) digital versuchen“, sagt Angela Klimpel vom Fachdienst „Kita, Jugend, Schule Kultur“. „Und es ist gelungen, wobei wir das Ursprungsformat nicht ersetzen wollen und hoffen, dass die nächste Veranstaltung dieser Art dann wieder in Präsenz stattfinden kann.“ Geplant ist bisher der 22. bis 24. November 2021.

Anträge des Jugendkreistags »
(PDF 434 kB)

Beschlüsse und Abstimmungsergebnisse »
(PDF 98 kB)

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