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01.07.2020

Kreistag: Verbesserungen im Busverkehr sowie Einführung des HVV-BonusTickets für Azubis

Kreis Segeberg. Jeweils einstimmig hat der Kreistag vor der Sommerpause zwei wesentliche Beschlüsse gefasst: den Ausbau des ÖPNV-Grundnetzkorridors Bornhöved – Trappenkamp – Bad Segeberg zum 13. Dezember dieses Jahres sowie die Einführung des HVV-BonusTickets für Azubis zum 1. Januar 2021.

Der 4. Regionale Nahverkehrsplan (RNVP) definiert das Ziel, den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreis attraktiv auszubauen und die Anbindung des ländlichen Raumes zu verbessern. Dieser Ausbau ist weitgehend umgesetzt, lediglich der Korridor (Kiel – ) Bornhöved – Trappenkamp – Bad Segeberg fehlt bisher. Betroffen hiervon sind die Linien 410 und 411. Der Kreistag hat nun beschlossen, dass Fahrplanlücken geschlossen und die Taktung erhöht werden sollen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 567.000 Euro im Jahr.

Folgende Bedienzeiträume und Taktungen gelten ab dem Fahrplanwechsel im Dezember:

  • Linie 410: montags bis freitags 5 bis 23 Uhr, samstags 6 bis 23 Uhr, sonntags 9 bis 23 Uhr; montags bis samstags im 60-Minuten-Takt, sonntags im 120-Minuten-Takt.
  • Linie 411: montags bis freitags 6 bis 21 Uhr, samstags 7 bis 21 Uhr, sonntags 9 bis 21 Uhr; montags bis freitags im 60-Minuten-Takt, samstags und sonntags im 120-Minuten-Takt auf Anruf.

„Mit diesem Beschluss hat die Politik den Weg dafür geebnet, die für den Nordostkreis wichtigen Linien 410 und 411 auf das Attraktivitätsniveau der übrigen Grundnetzlinien zu heben“, so Landrat Jan Peter Schröder. Das hochwertige, kreisweite Busgrundnetz werde dadurch vollendet und die traditionell auf ÖPNV-Attraktivität setzende Verkehrspolitik des Kreises Segeberg konsequent fortgesetzt.

HVV-BonusTickets für Azubis kommt Anfang nächsten Jahres

Ein weiterer Beschluss der Kreistagsmitglieder war die Einführung des HVV-BonusTickets für Azubis mit Beginn des nächsten Jahres. Damit können Auszubildende für 30 Euro im Monat im gesamten HVV-Gebiet unterwegs sein, das Hamburg, die vier schleswig-holsteinischen sowie die drei niedersächsischen Umlandkreise umfasst. Der HVV hatte auf Wunsch der Gesellschafter ein Konzept zur Einführung dieses Tickets erarbeitet. Es wird 70 Euro im Monat kosten. Die Finanzierung ist dabei wie folgt gemeinschaftlich geregelt: 30 Euro zahlt ein Azubi selbst, 20 Euro übernimmt der Kreis und weitere 20 Euro der/die Arbeitgeber*in. Den Kreis Segeberg kostet die Umsetzung rund 180.000 Euro im Jahr.

„Der Kreistag hat hier die großen Zukunftsthemen Klimaschutz und Verkehrswende in den Mittelpunkt gerückt und effektiv vorangebracht“, so der Landrat. Der Beschluss entspreche dem Stand der verkehrspolitischen Diskussion und den strategischen Zielen des Kreises. Gleichzeitig werde das Ziel erreicht, ein dem Semesterticket bei Preis und Gültigkeit vergleichbar attraktives Angebot zu schaffen. „Auch für Schüler*innen streben wir perspektivisch ein entsprechendes Ticket an“, sagt Schröder, „damit dann alle sich in Ausbildung befindlichen Gruppen im HVV gleichbehandelt werden“.