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04.10.2019

Kreis Segeberg startet Schulungsoffensive für sozialpädagogische Fachkräfte

Kreis Segeberg. Mit der neuen Ausbildungs-, Einarbeitungs- und Fortbildungsoffensive (kurz: AEF-Offensive) für sozialpädagogische Fachkräfte gehört der Kreis Segeberg zu den Vorreitern in Schleswig-Holstein. Ziel ist es, den Bürger*innen, die sich Rat suchend an die Kreisverwaltung wenden, stets eine qualitativ gute sozialpädagogische Beratung und Unterstützung anbieten zu können.

Die Umsetzung soll in den nächsten Jahren in verschiedenen Stufen erfolgen. Gestartet ist die Aktion nach einer intensiven Vorbereitungszeit nun mit der ersten Phase: Mit einem Schulungsprogramm für Mitarbeitende, das sich über die kommenden zwei Jahre erstreckt. Die Module werden zusätzlich zur konkreten Ausbildung bzw. Einarbeitung neuer Kolleg*innen angeboten. Auch erfahrene Kolleg*innen, die sich über fachliche und rechtliche Weiterentwicklungen informieren wollen, können an den Fortbildungen teilnehmen.

„Wir wollen mit dem Angebot alle pädagogischen Fachkräfte in allen sozialpädagogischen Handlungsfeldern der Kreisverwaltung ansprechen“, sagt Karin Löhmann, Leitung des Fachbereichs III „Soziales, Jugend, Bildung, Gesundheit“. Einzelne Veranstaltungen aus dem Programm sind für sozialpädagogische Mitarbeitende von Wohlfahrtsverbänden, Beratungseinrichtungen und sonstigen Partnern des Kreises sowie für Verwaltungsmitarbeitende innerhalb und außerhalb der Kreisverwaltung geöffnet.

Das Programm ist in drei Säulen gegliedert:

  • Fach(-dienst)übergreifende      Schulungen: Diese richten sich an alle (zukünftigen) Fachkräfte, die mit      sozialpädagogischen Aufgaben betraut sind – unabhängig von der      Zugehörigkeit zu einem Fachdienst oder einer Einrichtung.
  • Querschnittsschulungen:      Diese richten sich an die Fachdienste und Einrichtungen, die gleiche      Fortbildungsthemen erkannt haben.
  • Fachspezifische      Schulungen: Diese richten sich an die (zukünftigen) Fachkräfte eines      Fachdienstes/-gebietes im Hinblick auf spezifische Aufgaben und den gesetzlichen      Auftrag.

Die Schulungen werden größtenteils von erfahrenen Mitarbeitenden des Fachbereiches III durchgeführt, seltener von externen Referent*innen. „Wir haben die Kompetenzen bei uns im Haus und wollen diese auch nutzen“, sagt Löhmann und betont, dass es neben fachspezifischen Themen auch viele fachdienstübergreifenden Bereiche gebe, die in der Offensive berücksichtigt würden – Inklusion und Integration beispielsweise.

Zu den Zielen der Offensive gehören die praxis- und theoriebezogene Einarbeitung neuer Fachkräfte und solcher im Anerkennungsjahr sowie die Vermittlung von aktuellem Fachwissen und methodischem Handwerkszeug der Sozialen Arbeit. „Und natürlich möchten wir unsere Fachkräfte durch dieses Angebot halten und auch neue dazugewinnen“, sagt Löhmann. Eine gute Einarbeitung sei für viele ein gewichtiges Argument, zu bleiben, denn Handlungssicherheit und eine gute fachliche Basis sorgten für Zufriedenheit bei der Arbeit. Auch dürfe man den fachübergreifenden Austausch nicht unterschätzen, ist sich Löhmann sicher. Der Blick über den Tellerrand führe zu Denkanstößen und Diskussionen, die die Sichtweise manchmal hilfreich verändern könnten.

In einem nächsten Schritt ist geplant, Wohlfahrtsverbände, Beratungsträger und andere Kooperationspartner des Kreises stärker mit ins Boot zu holen und zu vereinbaren, dass sich diese an der Ausbildungsoffensive der Kreisverwaltung beteiligen. Zu den weiteren Stufen der AEF-Offensive gehört auch ein Ausbau der Kooperationen mit Fachhochschulen und Hochschulen. Dazu werden aktuell Abstimmungsgespräche mit mehreren Hochschulen in Hamburg und Kiel geführt. Im Fokus steht laut Löhmann die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Fachpraxis – so wie sie beispielsweise im Rahmen eines dualen Studiums möglich wäre.

Der Kreis Segeberg stellt für dieses Projekt ein jährliches Budget in Höhe von 15.000 Euro bereit.

Kontakt und Anmeldungen sind möglich per E-Mail an: soz.paed.fortbildung@segeberg.de.

Programmübersicht Ausbildungs-, Einarbeitungs- und Fortbildungsoffensive »
(PDF 481 kB)