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25.09.2019

Erster Fachtag zum Thema Integration stößt auf hohe Beteiligung

Kreis Segeberg. Mehr als 90 Frauen und Männer sind zum ersten Fachtag „Integration läuft?!“ in die Kreisverwaltung nach Bad Segeberg gekommen. „Das hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Neele Martens, Leiterin des Teams Integration des Kreises Segeberg. Mit dabei waren neben Bürgern auch Ehrenamtliche sowie Vertreter von Behörden und Organisationen, die in der Integrationsarbeit tätig sind. Gemeinsam diskutierten sie über die Chancen, die Integration bietet, aber auch über deren Herausforderungen.

„Ziel der Veranstaltung war es, Erfahrungen darüber auszutauschen, ob Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Segeberg gute Möglichkeiten haben, sich zu integrieren und ob gegebenenfalls noch Verbesserungsbedarfe bestehen“, erklärt Martens. In ihren Begrüßungsreden betonten sowohl Martens als auch die stellvertretende Kreispräsidentin Cordula Schultz, dass es wichtig sei, die haupt- und ehrenamtliche Unterstützung von Migranten trotz sinkender Flüchtlingszahlen weiter fortzusetzen. Der Bedarf sei nach wie vor sehr hoch und die Menschen könnten vieles nicht oder noch nicht alleine bewältigen.

Ehrenamt als "wichtige Säule"

Dörte Peters vom Landesministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern für deren Einsatz. Das Ehrenamt sei eine sehr wichtige Säule, um die Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Die Ehrenamtlichen benötigten aber auch das Hauptamt in den Kommunen und im Kreis, „um ihrer wertvollen und umfangreichen Aufgabe für die Gesellschaft gerecht zu werden“.

In seinem Vortrag „Kluges Integrationsmanagement“ erläuterte Islamwissenschaftler Jens Leutloff, wie Integration verstanden werden kann, wie sie aussehen kann und woran sie messbar ist. Seiner Meinung nach müsse es einen gesamtgesellschaftlichen Prozess geben, sodass Unterschiedlichkeit nicht nur von Deutschsein oder Nicht-Deutschsein geprägt sei. Vielmehr gelte es, einzelne Gruppen in die Gesamtgesellschaft zu integrieren.

In drei Workshops zu den Themen gesellschaftliche Teilhabe, Ehrenamt und Sprache/Arbeit stellten die Teilnehmer fest, dass einige Angebote bereits gut laufen und erfolgreich aufgebaut worden sind, es aber auch immer noch viel zu tun gibt. In Einem waren sich alle einig: Migranten bringen aus ihren Heimatländern viele Kompetenzen und Erfahrungen mit. Nicht immer gleich die deutsche Sprache oder einen Berufsabschluss, aber Durchhaltevermögen, Organisationstalent und den Mut, sich auf etwas Neues einzulassen.

"Integration ist keine Einbahnstraße"

Zum Abschluss fanden Interviews mit Migranten und Fachleuten statt. „Integration ist keine Einbahnstraße. Sie mündet in einer beidseitigen Akzeptanz für ein Land, das kulturelle Vielfalt aus einem inneren Selbstverständnis lebt“, sagte etwa Wenzel Waschischeck, hauptamtlicher Integrationskoordinator der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Seiner Meinung nach „dürfen wir nicht nachlassen, Angebote zum Dialog und Kennenlernen auf Augenhöhe zu schaffen“. Integration bedeute demnach aber auch, die Rechte, „die unser Land so lebenswert machen, auch verteidigen dürfen“. Dazu müsse der Dialog gesucht werden. Die Vorsitzende vom Verein „alleineinboot“ aus Bad Segeberg, Andrea Pasberg, antwortete auf die Frage, wann für sie Integration gelungen sei: „Integration ist dann gelungen, wenn wir gar nicht mehr darüber nachdenken müssen. Wenn Freizeit gemeinsam stattfindet im Sportverein, Kegelverein, etc. Das ist Integration, dann ist es uns gelungen.“

Mit dem Team Integration und der Migrationsbeauftragten Wiebke Wilken unterstützt der Kreis Segeberg die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und steht als Ansprechpartner zur Verfügung unter migration@segeberg.de. Hier erhalten Sie auch eine ausführliche Dokumentation des Fachtages mit allen Interviews und Ergebnissen der Workshops. Ansprechpartnerin ist Julia Heidhoff vom Team Integration:

Telefon:  +49 4551-951 9871
Fax:  +49 4551-951 9501
Raum:  127/A(Büro, Etage: 1)

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Rund 90 Frauen und Männer waren beim ersten Fachtag zum Thema Integration im Kreistagssitzungssaal in Bad Segeberg dabei.

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Islamwissenschaftler Jens Leutloff referierte beim ersten Fachtag zum Thema Integration in Bad Segeberg.

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