Hilfsnavigation

Metropolregion Hamburg
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Wappen Kreis Segeberg
 
Header Wirtzschaft
05.08.2019

Neueste Bodenrichtwerte: Bauen im Kreis Segeberg erneut teurer geworden

Kreis Segeberg. Die Quadratmeterpreise für Bauland im Kreis Segeberg sind gestiegen – teilweise sogar erheblich. Die Arbeitsgruppe „Bodenrichtwerte“ des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis stellte jetzt die neuen Bodenrichtwerte vor. Sie sollen eine Hilfestellung für alle sein, die wissen wollen, was Grundstücke wert sind oder nach Bauland Ausschau halten. Die Bodenrichtwerte sind darüber hinaus unter anderem auch für Banken und Sachverständige wichtig, die Bewertungen durchführen.

Das Gremium, das unabhängig arbeitet, bezieht seine Daten aus tatsächlich getätigten Verkäufen. Das bedeutet, dass der Ausschuss nicht für die Regulierung der Preise zuständig ist, sondern vielmehr Richtwerte ermittelt, um eine Datengrundlage zu haben. Für die Markttransparenz sind diese Werte sehr wichtig – vor allem in Zeiten steigender Grundstückspreise.

Henstedt-Ulzburg ist Spitzenreiter

Am teuersten wohnt es sich im Kreis Segeberg generell in den Städten und deren angrenzenden Gemeinden. Hier sind die Bodenwerte stärker gestiegen als im ländlichen Bereich. Während in den vergangenen Jahren die Stadt Norderstedt Spitzenreiter bei der prozentualen Steigerung der Preise für Einfamilien- und Dopppelhausbebauung war, ist es die dieses Mal die Gemeinde Henstedt-Ulzburg: Dort ist der Quadratmeterpreis um bis zu 50 Prozent auf 300 Euro gestiegen. Die geringste prozentuale Steigerung erfuhr mit bis zu 13 Prozent zwar die Stadt Norderstedt, aber der Bodenrichtwert liegt hier mit bis zu 420 Euro am höchsten. Am günstigsten von allen Städten ist der Grund und Boden mit 150 Euro pro Quadratmeter noch in Bad Segeberg. Im östlichen sowie im nordwestlichen Kreisgebiet sind die Preise im ländlichen Bereich stabil geblieben, in einigen Orten sogar zurückgegangen.

Bodenrichtwerte werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben im Zwei-Jahres-Rhythmus für baureifes, erschlossenes, unbebautes Land bekanntgegeben. Die Werte werden je nach Grundstücksnutzung in unterschiedliche Bereiche unterteilt: individueller Wohnungsbau (Einfamilienhäuser, Doppelhäuser), Reihenhäuser, Geschosswohnungen sowie Gewerbe- und Industriebauten.

Vergleichbarkeit mit Nachbarkreisen

Die Bodenrichtwerte von Einfamilienhäusern beziehen sich für das gesamte Kreisgebiet einheitlich auf eine Grundstücksgröße von 600 Quadratmetern. Damit ist eine Vergleichbarkeit möglich. Zudem lassen sich die Bodenrichtwerte auch mit denen in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Pinneberg und Stormarn ohne Umrechnungsfaktoren vergleichen, weil auch dort die Bodenrichtwerte auf Grundstücke mit einer Größe von 600 Quadratmetern abgeleitet sind.

In vielen Orten sind seit mehreren Jahren keine oder nur sehr wenige Grundstücke verkauft worden oder die Kaufverträge sind für die Auswertung nicht geeignet. Der Gutachterausschuss steht dann immer vor der Aufgabe, Bodenrichtwerte für diese Orte sachgerecht abzuleiten. In solchen Fällen werden die Bodenrichtwerte entsprechend der regionalen Verhältnisse und unter Berücksichtigung der allgemeinen Preisentwicklung sachverständig angepasst.

Allgemeine Preisentwicklung berücksichtigt

Auffällig ist, dass in vielen Städten und Gemeinden über viele Jahre hinweg nahezu keine Reihenhäuser und Geschosswohnungen verkauft worden sind. Auch in diesen Fällen hat der Gutachterausschuss die Bodenrichtwerte unter Berücksichtigung der allgemeinen Preisentwicklung angepasst.

Im Bewertungszeitraum 2017 bis 2018 sind bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses 1.030 Kaufverträge für unbebaute Grundstücke eingegangen. Davon waren 982 für eine Auswertung geeignet.

Auszugsweise hier einige Bodenrichtwerte für den individuellen Wohnungsbau, das heißt für Einfamilien- oder Doppelhausbebauung, bezogen auf eine Grundstücksgröße von 600 Quadratmetern:

Stadt / Gemeinde

€/m²    31.12.2016

€/m²    31.12.2018

Bad Segeberg

115 bis 160

150 bis 220

Bad Bramstedt

140 bis 190

175 bis 200

Kaltenkirchen

200 bis 210

265

Henstedt-Ulzburg

200 bis 250

300

Norderstedt

265 bis 375

300 bis 420

 

 

 

 

 

Bodenrichtwerte Einfamilienhäuser 2017/2018 »
(PDF 589 kB)

Bodenrichtwerte Veränderungen 2017/2018 »
(PDF 543 kB)

Die komplette Bodenrichtwertübersicht kann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in der Außenstelle der Kreisverwaltung Segeberg, Jaguarring 16, in Bad Segeberg während der Dienstzeiten sowie im Internet unter www.segeberg.de eingesehen werden. Telefonische Auskünfte gibt es unter 04551 951-526 und -582. Schriftliche Bodenrichtwertauskünfte und die Abgabe von Bodenrichtwertübersichten sind gebührenpflichtig.