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Haus B Kreisverwaltung
03.03.2017

Wildvogelgeflügelpest - Erneuter Ausbruch; dritter Sperrbezirk im Kreis segeberg ausgewiesen

Ausweitung der Restriktionszonen im Kreis Segeberg nach dem erneuten Nachweis der Geflügelpest bei einem Wildvogel im Kreis Segeberg und bei einem Wildvogel im Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald der Stadt Hamburg

Mit Befund vom 28.02.2017 bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) das hoch pathogene Influenza A Virus des Subtyps H5N8 bei einem Schwan, der in der Gemeinde Wakendorf I tot aufgefunden und vom Kreisveterinäramt beprobt worden war. Zudem wurde bei einem Jungschwan, der im Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald tot aufgefunden wurde, ebenfalls der hochpathogene Subtyp H5N8 des Influenza A Virus nachgewiesen.

Nachdem sich das Geflügelpestgeschehen im Januar im Kreis Segeberg etwas entspannt hatte und Anfang Februar alle Restriktionszonen im Kreis Segeberg aufgehoben werden konnten, nimmt das Seuchengeschehen wieder deutlich an Dynamik zu (16 Nachweise in Schleswig-Holstein allein in den vergangenen 10 Tagen).

Es mussten weitere Teile des Kreises zu einem dritten Sperrbezirk (Wakendorf I und Umgebung) ausgewiesen werden. Das bereits bestehende große Beobachtungsgebiet um den Sperrbezirk I (Segeberger See und Umgebung) bzw. Sperrbezirk II (Itzstedter See und Umgebung) wurde um die Stadt Norderstedt (10 km Radius um den Fall Hamburg Wohldorf-Ohlstedt) und um die Gemeinde Strukdorf (10 km Radius um den Fall Wakendorf I) erweitert.
In den drei Sperrbezirken befinden sich 142 Geflügelhaltungen.

Im dem diese Sperrbezirke umgebenden Beobachtungsgebiet wird in 731 Betrieben Geflügel gehalten. Die Restriktionszonen sind der im Internet des Kreises Segeberg veröffentlichten Karte zu entnehmen.

Eine entsprechende „Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Segeberg“ ist gestern infolge des mittlerweile neunten Ausbruches der Geflügelpest bei einem Wildvogel im Kreis Segeberg veröffentlicht worden und tritt heute (02.03.2017) in Kraft. U. a. dürfen gehaltene Vögel in den Sperrbezirken zunächst nicht aus den Beständen und im Beobachtungsgebiet zunächst nicht aus dem Beobachtungsgebiet verbracht werden. Halterinnen und Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese in den Sperrbezirken und Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen.

Unverändert gelten auch außerhalb von Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten die strengen Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleine Geflügelbestände und das Aufstallungsgebot im Kreis Segeberg, wie im gesamten Land Schleswig-Holstein, uneingeschränkt weiter.

Die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen und des Aufstallungsgebotes sollen weiterhin verhindern, dass das Geflügelpestvirus in die Hausvogelbestände eingetragen wird.

Bürgerinnen und Bürger können wie bisher tot aufgefundene Wasservögel, Greifvögel und sog. Aasfresser (Krähen, Möwen) den jeweiligen örtlichen Ordnungsbehörden melden. Das Kreisveterinäramt ist zu den üblichen Geschäftszeiten über das Bürgertelefon (Tel.: 04551 – 951 211) zu erreichen. Sollte außerhalb der Geschäftszeiten die Erreichbarkeit nicht gegeben sein, besteht in dringenden Fällen auch die Möglichkeit, das Kreisveterinäramt über den Fund toter Vögel durch die Rettungsleitstelle (Tel.: 112) zu informieren.