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Es gibt verschiedene, aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen, um eine Arbeit in Deutschland aufnehmen zu können. Die Unterschiede werden hier kurz dargestellt.

Angehörige eines EU-Mitgliedsstaates

Als freizügigkeitsberechtigte(r) Bürger(in) der Europäischen Union (auch Unionsbürger/in genannt) haben Sie uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Gleichgestellt sind Staatsangehörige der EWR-Staaten (neben den Mitgliedsstaaten der EU auch Island, Liechtenstein und Norwegen).

 

Aufenthalt in Deutschland mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung

Der Arbeitsmarktzugang und damit die Aufnahme einer Beschäftigung jedweder Art ist nur eingeschränkt möglich.

  • Innerhalb der ersten drei Monate nach der Einreise besteht ein generelles Arbeitsverbot.
  • Ab dem 4. Monat bis zum 15. Monat nach der Einreise darf nur mit Zustimmung der Ausländerbehörde sowie einer Vorrangprüfung und der Prüfung der Beschäftigungsbedingungen durch die Bundesagentur für Arbeit eine Beschäftigung aufgenommen werden.
  • Ab dem 16. Monat nach der Einreise muss die Ausländerbehörde der Aufnahme einer Beschäftigung zustimmen, durch die Bundesagentur für Arbeit erfolgt nur noch die Prüfung der Beschäftigungsbedingungen.
  • Nach 4 Jahren ununterbrochenen Aufenthaltes in Deutschland fallen die Beschränkungen für den Arbeitsmarktszugang weg, dass heißt, jede Beschäftigung kann ohne weitere Prüfung durch die zuständigen Behörden ausgeübt werden. 

WICHTIG: Sofern Sie im Besitz einer Duldung sind und die Einschränkung "Erwerbstätigkeit nicht gestattet" auf der Duldung vermerkt ist, besteht keine Möglichkeit, eine Beschäftigung aufzunehmen!

Was prüft die Bundesagentur für Arbeit?

  • ob sich durch die Beschäftigung des Ausländers/ der Ausländerin nachteilige Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt ergeben
  • ob für die Beschäftigung deutsche Arbeitnehmer/innen, Staatsangehörige aus den EU/ EWR-Ländern, der Schweiz sowie deutschen Arbeitnehmer/innen hinsichtlich der Arbeitsaufnahme gleichgestellten Ausländer/innen zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung)
  • ob die Ausländer/innen zu ungünstigeren Arbeitsbedingungen als vergleichbare, inländische Arbeitnehmer/innen beschäftigt werden
  • außerdem wird die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohnes und/ oder - sofern vorhanden - die Einhaltung bestehender Tarifverträge geprüft

Die Erteilung einer Arbeitserlaubnis ist bei der zuständigen Ausländerbehörde zu beantragen.

Aufenthalt in Deutschland mit einer Aufenthaltserlaubnis

Wenn Sie im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis sind, dürfen Sie nur dann ohne weiteres Prüfverfahren arbeiten, wenn dies ausdrücklich in der Aufenthaltserlaubnis erwähnt ist. Zudem müssen Sie die gegebenenfalls genannten Auflagen einhalten.

Sofern in der Aufenthaltserlaubnis die Berechtigung zur Erwerbstätigkeit nicht enthalten ist, muss eine Arbeitsaufnahme vorher durch die zuständigen Behörden geprüft werden. Eine zusätzliche Arbeitserlaubnis ist erforderlich und bei der Ausländerbehörde zur beantragen.

Aufenthalt in Deutschland mit einer Niederlassungserlaubnis

Eine Niederlassungserlaubnis berechtigt dazu, ohne weitere Prüfverfahren eine Arbeit aufzunehmen, der Zugang zum Arbeitsmarkt unterliegt keinen Einschränkungen.

Ansprechpartner

Für Fragen zur Erteilung einer Arbeitserlaubnis (bei Drittstaatsangehörigkeit):

 

weiterführende Links:

Arbeiten in Deutschland - Informationen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

FAQ des Bundesministerium des Innern (BMI)

Aktuelles und Links

Der neue Leitfaden für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe im Kreis Segeberg ist online (Stand Januar 2017)

Leitfaden für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

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