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Offener Weihnachtsbrief

VON KREISPRÄSIDENT UND LANDRAT AN DIE KREISBÜRGER*INNEN

Weihnachtsbrief 2020

Liebe Segeberger Bürger*innen,

in diesem Jahr ist alles anders: Geschmückte Buden auf den Weihnachtsmärkten fehlen ebenso wie bunte Karussells, kandierte Äpfel und wärmender Punsch. Weihnachtsfeiern müssen genauso entfallen wie Adventskonzerte oder besinnliche Zusammenkünfte in Vereinen, Verbänden und der Kirche. Normalerweise widmen wir uns in diesen Tagen vor allem Freunden und Familie. Aber was ist in den vergangenen Monaten schon „normal“ gewesen?

Kreispräsident Claus Peter Dieck

Vor einem Jahr hätte wohl niemand von uns auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen, dass wir uns jemals in einer solchen Situation befinden könnten. Aber eine weltweite Seuche macht keinen Halt vor Sommerferien, Familienfesten oder Feiertagen, weswegen wir in diesem Jahr bereits umfangreiche Entbehrungen in Kauf nehmen mussten und weiter müssen. Sicher ist: Nur, wenn wir uns alle an die geltenden Regeln halten, schaffen wir es, dem Virus die Stirn zu bieten und es wieder weiter in seine Schranken zu weisen.

An dieser Stelle unser herzlicher Dank an Sie alle, liebe Mitbürger*innen. Unter großer Kraftanstrengung haben wir – haben Sie! – bis hierher bereits viel erreicht. Unsere Infektionszahlen sind gegenüber anderen Bundesländern vergleichsweise niedrig. Wenngleich trotz alledem deutlich zu hoch. Auch bei uns sind bereits über 40 Menschen an oder mit Corona gestorben und unser Mitgefühl gilt jenen, die einen geliebten Menschen verloren haben.

Landrat Jan Peter Schröder

Wir dürfen uns in diesem Jahr nicht so begegnen, wie wir es gewohnt sind. Herzliche Umarmungen, fröhliche Erlebnisse – das alles fehlt weitestgehend. Aber wir können trotzdem Acht aufeinander geben und füreinander da sein. Wenn Sie Menschen kennen, die sich wegen der Beschränkungen einsam fühlen und leiden, greifen Sie zum Telefonhörer, starten Sie einen Videoanruf oder schreiben Sie einen Brief. Schon ein paar liebe Worte oder kleine Geschenke vermitteln das Gefühl: Du bist nicht allein; ich denke an dich. Damit können Sie im Kleinen bereits viel bewirken.

Solidarität ist eines der Schlagwörter, das seit März immer wieder durch die Medien geistert. Aus unserer Sicht darf darüber aber nicht nur geredet werden; es müssen auch Taten folgen. Wir müssen jetzt alle noch enger zusammenrücken, aber dabei den physischen Abstand weiter wahren. Wenn Sie die Möglichkeit haben, unterstützen Sie unsere heimischen Betriebe. Viele Einzelhändler*innen bieten mittlerweile auch Online-Shops an und Ihr Lieblingsessen können Sie womöglich im Außer-Haus-Verkauf bestellen.

Und während einige seit Monaten um ihre berufliche Existenz bangen müssen, kommen andere im Moment kaum noch zum Durchschnaufen. In einigen Regionen Deutschlands sind die Intensivbetten-Kapazitäten am Limit und unweigerlich tauchen die Horrorbilder aus dem italienischen Bergamo vom Frühjahr dieses Jahres vor dem geistigen Auge auf. Soweit wollen wir es bei uns unter gar keinen Umständen kommen lassen.

Nicht zuletzt gilt unser Dank all jenen, mit denen wir seit Monaten Seite an Seite gegen Corona kämpfen. Dazu gehören die Kliniken im Kreis genauso wie die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), die Landespolizei, die Feuerwehren, die Kassenärztliche Vereinigung, die Bundeswehr und natürlich unsere Ämter, Städte und Gemeinden. Das gemeinsame und abgestimmte Vorgehen ist eine große Unterstützung.

Das zurückliegende Jahr hat uns allen bis hierher sehr viel abverlangt. Und auch wenn mit der geplanten Zulassung eines ersten Impfstoffes Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist: Es ist noch nicht vorbei. Wir sind uns aber sicher, dass wir mit Disziplin, Durchhaltewillen, Gemeinschaftssinn und Zuversicht den noch vor uns liegenden Weg bis zum Ende dieser Pandemie gemeinsam schaffen werden.

Wir wünschen Ihnen trotz allem ein anderes, aber dennoch nicht weniger frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Kommen Sie gut ins neue Jahr, das für uns alle hoffentlich wieder etwas mehr Normalität bedeuten wird als 2020.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Kreispräsident Claus Peter Dieck und Ihr Landrat Jan Peter Schröder