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31.01.2020

Gesundheitsministerium informiert: 830 gemeldete Grippe-Fälle, bislang keine Coronavirus-Nachweise

KIEL. Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein informiert wiederkehrend zum Stand in Bezug auf das Coronavirus und zur Grippe:

Grippe (Influenza): Nach den heute (31.1.) veröffentlichten aktuellen Meldedaten des Kompetenzzentrums meldepflichtiger Erkrankungen in Schleswig-Holstein sind in den vergangenen 4 Wochen bisher 830 Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet. In der laufenden Woche (5. KW) sind 210 nachgewiesene Fälle gemeldet worden. Der wöchentlich aktualisierte Stand wird auch unter www.infmed.uni-kiel.de/de/epidemiologie/flush/INV einsehbar sein. Schwerpunkte sind weiterhin Kiel und der Kreis Pinneberg, wo in der laufenden Woche jeweils 40 Fälle gemeldet wurden. Die Grippewelle hat in diesem Jahr früh begonnen und betrifft mehr Menschen als sonst zu diesem Zeitpunkt.

Coronavirus: Wie bereits am Dienstag und Donnerstag mitgeteilt, sind in Schleswig-Holstein derzeit mehrere Fälle in der Abklärung. Bislang (31.1., 12 Uhr) sind weiterhin keine bestätigten Coronavirus-Fälle gemeldet. Die in Abklärung befindliche Fälle haben sich bisher in keinem Fall bestätigt, so die Ergebnisse der bisherigen Labor-Diagnostiken. Insgesamt wurde das Ministerium bislang über 8 Negativproben informiert, weitere 11 sind derzeit in Klärung. Alle derzeit in Schleswig-Holstein in Klärung befindliche Fälle erfüllen formal nicht die Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI) „zur weiteren diagnostischen Klärung“ – beispielsweise da keine entsprechenden Krankheitssymptome vorliegen oder kein Kontakt zu einem nachgewiesenen Infizierten vorlag, bzw. keine Reise in ein Risikogebiet erfolgte. Eine Klärung kann im Zweifel jedoch auch unabhängig von den formalen Definitionen in Abstimmung mit dem/der behandelnden Arzt/Ärztin und dem jeweiligen Gesundheitsamt angebracht sein.

Gesundheitsminister Garg betont: „Die Beteiligten arbeiten professionell zusammen, um eine Ausbreitung wirkungsvoll zu begrenzen. Dennoch können zukünftige Fälle auch in Schleswig-Holstein nicht ausgeschlossen werden. Auch jeder einzelne kann etwas zu seinem Schutz beitragen, unabhängig vor welchen Erregern: Einfache aber wirksame Mittel wie Händehygiene, Abstand zu wahren und Hustenetikette können dabei helfen.“

Hintergrund:

Ziel der Beteiligten ist es, eine Coronavirus-Erkrankung zu erkennen und Patientinnen und Patienten entsprechend isoliert zu therapieren. Dazu gehört z.B. die häusliche Isolierung von Personen, die ansteckungsverdächtig sind.Eine Isolierung trägt dazu bei, eine mögliche weitere Ausbreitung zu bremsen. Daher ist es besonders wichtig, dass Personen mit Atemwegserkrankungen, die zuvor in einem Risikogebiet waren oder Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten, sich per Telefon an ihre Hausarztpraxis oder an die Nummer 116 117 der KVSH wenden (auch außerhalb der Sprechzeiten).


Verfahren: Meldet sich eine Person mit Atemwegsinfektion telefonisch zur Behandlung in einer Hausärztepraxis an, so ist sie zu befragen, ob sie in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet (China) war oder Kontakt mit einem nachgewiesenen Fall hatte. Falls ja, ist die Patientin/der Patient zu Hause isoliert zu halten und das zuständige Gesundheitsamt des jeweiligen Kreises oder der jeweiligen Kreisfreien Stadt von der Arztpraxis einzubinden. In Abstimmung werden weitere Maßnahmen veranlasst. In Abstimmung zwischen Gesundheitsämtern und Hausarzt vor Ort können Personen, die sich in diagnostischer Abklärung befinden, in Abhängigkeit vom klinischen Bild auch häuslich isoliert bleiben, bis eine Ausschluss-Diagnostik vorliegt. 


Diagnostik: Nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) werden die Abstriche (Proben aus Mund/Rachen) von Patienten zur Diagnostik derzeit an das nationale Konsiliarlabor für Coronaviren am Institut für Virologie der Charité Berlin gesendet. Veranlasst wird dies über die behandelnde/n Ärztin/Arzt in Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt. Bis ein Ergebnis vorliegt, ist auf eine Isolierung zu achten. Um das Diagnostik-Verfahren weiter zu beschleunigen, wird derzeit am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) eine zusätzliche Diagnostik-Möglichkeit im Land aufgebaut.

Online-Info zum Coronavirus:
Fragen und Antworten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.infektionsschutz.de/coronavirus-2019-ncov.html

Umfangreiches Material des RKI: www.rki.de/ncov

Telefon der Kassenärztlichen Vereinigung für Patientinnen und Patienten: 116 117.

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein | Telefon 0431  988-5317 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de